Zwölf Uhr mittags

322 Startnennungen für ein Sonntagnachmittagsturnier in einer Gaststätte kann sich allemal sehen lassen. Die dazugehörigen 115 Damen und Herren dito. Tatort-Dartort: Checkpoint in Darmstadt! Gastgeber: Sladan Nedic! Anlass: 10 Jahre Checkpoint!

10 Jahre Checkpoint
Startgast: Ella
The Butcher
Gabriel "The Hattrick" Clemens and Friend
Stefanie Richter, Michaela Mc Clain und Beatrix Schuster
Auf dem Weg zu Phil Taylor: Michaela Mc Clain und Gabriel Clemens
Zehn Jahre Checkpoint
Sladan Nedic sagt: "Danke schön für das erlebnisreiche Turnier!"

Sladi schafft's

High Noon, die wie in Stein gemeißelte Zeit, als Willi Kane pünktlich wie die Marschalls Bösewicht Frank Miller and Friends auscheckte. Ein Finish nach dem anderen. Nichtsdestotrotz alles sehr übersichtlich, man kommt mit dem Zählen nach. Insbesondere kein Akademisches Viertel, wenn 12:00 Uhr dann 12:00 Uhr und nicht cum tempore, sprich 12:15 Uhr. So sah es auch der Town Marshall von DA-City. Gut, er musste noch durch die Prärie, Apachen und so – und das kostet, manchmal das Leben, oftmals Zeit. Aber plötzlich stand er da. Mit Tomahawk, Pfeil und Flights, sein Pferd Audi blähte noch die Nüstern. Und alle fragten sich: „Wie hat er das wieder einmal geschafft!“

Pfeile aus nord, süd, ost und west

Keine Zeit zum Trödeln, denn 322 Startnennungen sind gegen eine Büffelherde wie sieben deutsche Tore gegen ein einziges Goal der Brasilianer. Die Pfeile flogen aus Barßel, Lünen, Würzburg aus Darmstadt, Heppenheim, Babenhausen aus Bexbach, Saarwellingen, Waldmohr! Und, und, und ... Stimmung gut, Milchshakes lecker, Bartwürste gegrillt, Bier gekühlt, wortstarke Turnierleitung, herzlicher Service und mittendrin und allerorts, aber selten zu fixieren: Sladi, Häuptling der Checkpoints.

44 Taylor-Hunters

Nebst Amateur- und Offenes-Doppel sowie Mixed standen drei Einzel in den Kategorien Damen, Amateure und Offenes sowie ferner die „Phil Taylor-Competition“ sowohl für Damen als auch Herren auf dem Programm. Zu den beiden letztgenannten Disziplinen traten 17 Frauen sowie 27 Männer an. Die meisten Teilnahmen wurden allerdings im Amateur-Doppel und Amateur-Einzel mit 58 beziehungsweise 55 gezählt.

Lokalmatodore und Weltmeister

Wenn Welt- und Europameister, Worldcupsieger und Deutsche Meister sowie Lokalmatadore eine eingefleischte Dartsfamilie und eine homogene Freizeitgesellschaft bilden, dann ist die Welt in Ordnung, zwar noch nicht um 7:00 morgens, aber spätestens um round about, rings um, 12:00 mittags – bis dann der nächste Morgen graut, ursprünglich, offen, prachtvoll. Bei voll hören wir lieber auf!

Michaela Mc Clain auf Phil Taylor-Kurs

Michaela Mc Clain (Bad Kreuznach) gewann die Phil-Taylor Competition der Dame 301 M.O. – im Finale setzte sie sich gegen Beatrix Schuster (Bensheim-Fehlheim) durch. Stefanie Richter (Kirrweiler), wohl wieder rechtzeitig vor der EM aufgewacht, belegte Rang drei.

Gabriel Clemens zum Ersten

Bei den Herren bot sich in der analogen Disziplin im selben Modus Gabriel Clemens (Honzrath) als the very best dar, der sich im Endspiel gegen Sascha Stein (Birkenau) behaupten konnte. Stefan Reich stellte indes seinen Nickname „Treff nix“ vom Kopf auf die Füße, wie einstmals Karl, nur da ging es um den Marxismus, und präsentierte sich in einem illustren Feld des „Who’s Who“ der deutschen Dartsszene als Drittbester. Gratulation!

Gabriel Clemens zum Zweiten

Verbleiben wir bei Gabriel Clemens, denn der dominierte ebenfalls das Offene-Einzel 501 M.O. – von der Gewinnerseite kommernd entschied er den Wettbewerb im Finale gegen Elabbas el Amri (Hanau) mit 2:1 zu seinen Gunsten, der zuvor noch in der Phil-Taylor-Disziplin als Vierter knapp am Podium vorbeigerau(s)cht war. Christian Soethe aus Lünen gefiel als Dritter. Für ein absolutes Highlight sorgte Elabbas el Amri, als er Christian Soethe mit elf Darts und einem 107er Finish (Double Bull und T19) eliminierte. 

Mit Nico Kurz (Nidderau) und Stefan Stoyke (Barßel) befanden sich nicht weniger als fünf Spieler unter den besten fünf, die auch iab Samstag n Caorle zum Einsatz kommen. Ordnung muss sein, deswegen sei auch Berthold Wittmann (Waldsee) gewürdigt, der sich mit Stefan Stoyke Rang fünf teilte.

Gabriel Clemens zum Dritten

In der Obhut von Sascha Stein ließ er sich seinen dritten Sieg nicht nehmen. Die beiden bezwangen im Endspiel Nico Kurz und Elabbas el Amri. Frühmorgens ist bekanntlich die beste Zeit für die Jagd. Nico Kurz unterstrich die m,it einem 180er Finish, während Gabriel Clemens mit dreizehn Darts seinen imposanten Hattrick markierte. Trapper eben! Stefan Stoyke und Christian Soethe mussten sich mit Rang drei begnügen, der eine musste ja auch dauernd Cappuccino kochen.

Christine Mörsdorf vor Stefanie Richter

Stefanie Richter scheiterte im Damen-Einzel 301 M.O. zweimal an Christine Mörsdorf (Waldmohr), einmal beim Einzug ins Finale auf der Gewinnerseite, das andere Mal schließlich im Endspiel, nachdem sie zuvor Simone Fegert (Bexbach) auf Rang drei verwiesen hatte. Hinter Doris Becker und zusammen mit Tamara Muster (Würzburg) kam Michaela Mc Clain auf Rang fünf. Damit viermal Hexenalarm in den Top five, die allesamt auch in Caorle zu Werke gehen.

Zweimal Sascha Holstinski, einmal Raphael Dziadek

Im Amateur-Doppel 301 M.O. beherrschte die Heppenheim-Darmstadt-Achse Raphael Dziadek/Sascha Holstinski das sportliche Geschehen. Das No Mercy-Team kannte kein Pardon und dominierte das Damen-Duo Simone Fegert und Christine Mörsdorf im Finale, während sich Stefan Reich und Uwe Zindler als Dritte hervortaten. Bei den Solisten im Amateurbereich 301 M.O. siegte Sacha Holstinski ebenfalls. Ihm folgten auf den Rängen zwei und drei Siegfried Kiefer (Alzey) und Nico Schwind.

Nochmals Michaela Mc Clain, nochmals Sascha Stein

Michaela Mc Clain und Sascha Stein ergänzten sich im Mixed 301 M.O. hervorragend und gewannen vor Simone Fegert und Christian Soethe sowie Jeanie Beermann und Mathias Felsch aus Heppenheim.

Eine beträchtliche Anzahl von Likes wurde an das Checkpoint schon während und nach dem Turnier gesandt. Besonders beeindruckt zeigten sich die Lobpreiser von der tollen Location und hoben den freundlichen Umgang hervor, wobei das Personal ein Extra-Puls bekam.

Vielen Dank

Sladan Nedic: „Im Namen des gesamten Checkpoint-Teams möchte ich mich bei allen Gästen bedanken und habe mich sehr über das vielfältige Lob gefreut, auch wenn ich weiß, dass man manches noch besser machen kann. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder im Checkpoint. Alle Dartsfans sind uns immer herzlich willkommen!"