Zweimal Niederrhein, einmal Dinslaken

Bundesligaspieltag in Dinslaken. Im Westen braut sich am Niederrhein eine geballte Darts-Power zusammen. Aus den ersten vier Begegnungen war das neu gegründete Team Niederrhein Voerde in der Lage, die Maximalpunktzahl von zwölf herauszuquetschen. Ein Einstand nach (Über-) Maß.

Dinslakener Darts-Stadion
Zwölfender Patrick Plötz
Der Berliner Stadtteil vom Niederrhein: Michael Treczka
Herr der Darts-Ringe in Dinslaken Michael Kleine-Vehn
Die Magics 2 ...
... derzeit etwas aus der Balance
Those were the Days

Long Time ago

Er ist geraume Zeit her, dass wir einen Bundesligaspieltag des Teams Dinslaken in seinem Darts-Stadion „Zum Krug“ unter die Lupe genommen haben. Also blicken wir nun mittenhinein, als sich am 25. September die Mannschaften Magic Düren 2, Team Niederrhein Voerde sowie das Team Dinslaken im Krug von Michael Kleine-Vehn in der Augustastraße 200 getroffen hatten.

Once upon a Time in the West

Die Begegnung zwischen Team Dinslaken und Team Niederrhein hatte insofern eine gewisse Brisanz, weil eine definitive Schnittmenge nicht zu übersehen ist. Nicht nur, weil beide Clubs den Begriff Team in ihrem Namenszug verankert haben, sondern weil die Erfolgsachse Karsten Koch/Jörg Mitterlehner einstmals in Dinslaken für volle Fahrt sorgte. Nicht zu vergessen, dass die Dinslakener Crew die Ewige Bestenliste der Meister in der Division West mit acht Titeln souverän anführt und damit deutschlandweit auf Platz sechs weilt.

Karsten Koch und Jörg Mitterlehner

Zurück zum Duo Karsten Koch/Jörg Mitterlehner, das anschließend dem Neudorfer DC Duisburg zu drei Titeln verholfen hatte, getunt mit Kevin Kosic, Mirko Mühlheim und Patrick Plötz sowie im neusten Modell mit Silvia Dolores und Markus Keller sowie der Berliner Säule Michael Treczka veredelt. Das Team Dinslaken ist indes in der Neufindung, aktuell ein gutes Stück von einem weiteren Titelgewinn entfernt, aber mit neuer Zielsetzung geflaggt.

Dass Superteams plötzlich der Erfolg abhanden kommt, ist ein Phänomen, das im Mannschaftssport kein neues ist, denken wir nur an Fußballgiganten wie HSV, Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Kaiserslautern etc. p.p., was aber auch längst zum guten Ton der DSAB-Bundesliga gehört. Als hervorragende Beispiele gelten Hexenarena Joy Heppenheim, Number One Lünen oder Camel Fighter Hagen. Selbst die Dart Haie „Das Original“ Nidderau hatten zwischenzeitlich die Erfolgsorientierung verloren. Im Leistungssport gilt eben einerseits das Prinzip „Die Karawane zieht weiter“, andererseits kann der „Teamgeist“ durchaus Berge versetzen, wenn man ihm die Chance dazu einräumt.

15:5 Sieg

Die Begegnung zwischen den beiden Protagonisten mündete in einem 5:15 und machte deutlich, dass sich am Niederrhein ein absolutes Spitzenteam verortet. Das Match verlief wie folgt: 0:5, 1:9, 2:13 und schlussendlich 5:15 (28:48). Dass die Gastgeber im letzten Block um einen Punkt besser waren als ihre Gäste, ist durchaus dem Wechselfieber in der Schlussphase geschuldet.

Gunman Patrick Plötz

Als eifrigster Punktesammler der Glorreichen Sechs tat sich Patrick Plötz mit einem prallen Sixpack an Points und einem Legverhältnis von 16:5 hervor. Ihm folgte auf der Erfolgsskala sein Doppelpartner Mirko Mühlheim, dessen Punktekontingent sich auf fünf Zähler belief.

Auf der anderen Seite vermochte Manuel Müller den überlegenen Gästen Paroli zu bieten, der drei seiner Einzel für sein Team entscheiden und sich zudem mit Lars Ruschewski im Doppel behaupten konnte, der selbst wiederum noch einen Punkt als Solist einspielte.

17:3 Erfolg

Das Team Niederrhein holte seinen zweiten Sieg an diesem Tag gegen Magic Düren 2 mit 17:3 (51:19) ein. Die Niederrheiner in nahezu gleicher Aufstellung, lediglich Kevin Stosic nahm den Platz von Markus Keller ein. Die Formation aus Voerde beherrschte die Blöcke eins und drei zu null, gab im zweiten Turn zwei und im letzten einen Zähler ab.

Sixman Plötz

Patrick Plötz fackelte mit sechs Punkten ein zweites Feuerwerk ab. Michael Treczka steuerte derer fünf bei. Die beiden eigewechselten Akteure*innen, Kevin Stosic beziehungsweise Silvia Dolores Keller zeichneten für drei respektive zwei Zähler verantwortlich, beide in der Funktion als Einzel- und Doppelspieler*in. Jörg Mitterlehner und Mirko Mühlheim begnügten sich mit je zwei Punkten, bevor sie nach der Halbzeit ihren Platz räumten. Bei den Magics schlug René Hütten zweimal, Sascha Vroomen einmal zu.

Team Dinslaken kann's noch: 13:7

Das Aufeinandertreffen von Team Dinslaken und Magic Düren 2 bescherte den Erstgenannten noch ein sportlich ausgeglichenes Konto an diesem Wochenende. Der Spielverlauf gestaltete sich so: 3:2, 7:3, 11:4 und 13:7 (42:36)! Mitentscheidend für den Sieg waren die vier erfolgreichen Doppel der Gastgeber. Sowohl Lars Ruschewski/Sascha Mülitsch als auch Manuel Müller/Stephan Gerritsen vermochten jeweils ihre beiden Einsätze zu gewinnen.

Den zweiten matchentscheidenden Faktor verkörperte Stephan Gerritsen, der seine vier Einsätze als Solist ungeschlagen durchleben durfte. Noch zweimal setzte sich Lars Ruschewski, einmal Sascha Mülitsch, Manuel Müller und Maurice Hübener durch.

Andererseits sicherte René Hütten mit drei Einzelsiegen fast die Hälfte aller Punkte bei den Magics. Je einmal setzten Carsten Wurm, Sebastian Schnickmann, Sascha Vroomen und Phillip Sachse numerische Farbtupfer.

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