Zwei und zwei das macht vier ...

... trink kein Tee, sondern Bier. Amateur-Mathematiker Andreas von der Heyden wusste Rat. In der Tat. Nicht nur er, sondern sein gesamtes Team Demolition Darts. Zwei Spieltage, vier Siege, zwölf Punkte. Paderborn liegt vorn. In Nordrhein-Westfalen, so die Annalen.

Bundesliga-Meeting Camel Fighter Hagen, Demolition Darts Paderborn und D3C I Coesfeld in MeMo's Pub & Bar
Sind auch alle da?
Ja!
Ja, auch Herr Münch!
Martin Rümpker dito
Christian Soethe und Andreas von der Heyden haben just Tea Time

Julian Nagelsmann und „Sire Hardy" im Dialog

Was sagte Julian Nagelsmann so keck, nachdem am Bundesliga-Fußballsamstag der FC Bayern München den Aufsteiger VFL Bochum 7:0 versenkt hatte: „Wir müssen unseren Ansprüchen genügen …!“ Da muss er wohl das Ohr am Puls von Detlev Haut, Team-Captain des Bundesligisten Demolition Darts, gehabt haben, denn nichts anderes praktizierte die Paderborner Crew am Darts-Samstag par excellence in MeMo's Pub & Bar: 17:3 (51:28) gegen D3C I Coesfeld und sogar 18:2 (54:23) gegen Camel Fighter. Wir erinnern uns, das Hagener Team hatte sich bisher nicht weniger als achtmal die Meisterschaft in der Division NRW holen können, die seit der Herbstsaison 2005 auf Titeljagd geht.

Achtung: Platzhirsch

Wild(er)wechsel zurück in die Gegenwart. Damit hat Demolition Darts aus vier Begegnungen der Saison 2021/II zwölf Punkte erzielt und einen Überschuss von 54 Sets sowie von 112 Legs generieren können – und genügt so auf allen Wellenlängen seinen Ansprüchen. Unter solchen Umstände verwandelt sich jede Reise ins schöne Münsterland zu einem Erlebnis-plus-plus, zumal wenn man die neue Location des D3C Coesfeld sofort als Revier markieren kann.

17:3

Das Fundament zum späteren Erfolg legte Demolition Darts bereits in der ersten Spielhälfte, in der sie alle zehn Partien für sich reklamierten. 10:0 – da kann nur noch wenig kaputtgehen. Auch wenn der Gastgeber in den beiden folgenden Doppel seinen ersten Zähler holen konnte, befand sich nunmehr der drei Punkteerfolg der Demolitions jenseits jeglicher Vakanz. Von den acht noch zu spielenden Einzel sicherte sich Demolition Darts sechs, während sich die Coesfelder zwei Zähler erobern konnten. Endstand ergo 17:3!

Detlev Haut, seit seinem Ruf in den Ritterstand allseits besser als „Sire Hardy" bekannt, relativierte den Übererfolg mit den Worten: „Wenn die Coesis mit den Doppelfeldern nicht so auf Kriegsfuß gestanden hätten, dann wäre das Spiel nicht so eindeutig ausgegangen.“ Julian Nagelsmann soll sich das schon einmal notiert haben. Wir werden es hören. 

Vier erfolgreiche Alleingänge von Christian Soethe

Bester Solist mit vier Siegen war Christian Soethe, drei Siege steuerte Kevin Münch bei, jeweils zwei Andreas von der Heyden, Martin Rümpker und David Böning und einen Punktgewinn legte Jörn Klare obendrauf. In den Doppelbegegnungen standen Christian Soethe/Andreas von der Heyden, Martin Rümpker/Kevin sowie David Böning/Kevin Münch ihren Mann. Die Coesfelder Thomas Schulte und Silvio Lopes trotzten den Demolitions insgesamt drei Punkte ab. Beide je einmal als Solisten und einmal zusammen im Duett.

Tea Time am Marterpfahl

Nagelsmann hin, Nagelsmann her - es folgte für Demolition Darts die Auseinandersetzung mit Camel Fighter. Die Hagener Truppe hat sein Innenleben total renoviert und sich so völlig neu aufgestellt. Mit leichter Verspätung wurden die beiden Teams ins Rennen geschickt. Aus dem 2:0 Vorsprung nach den beiden ersten Doppelmatches entsprang eine dominante 9:1 Führung der Demolitions.

Vondi fahl am Marterpfahl

Zum Pausentee bat sodann „Sire Hardy“, der sich selten, aber dennoch von Zeit zu Zeit im Ton vergreift. Denn Andreas von der Heyden wurde fahl wie der Comanche am gleichlautenden Pfahl, an dem so nett gemartert wird. "Marter!", so lauteten auch die Worte von Kleiner Vondi. Außer sich fuhr er fort: „Was ist denn das wieder für eine neumodische Ansage. Ich hol‘ mir lieber einmal etwas gegen den Durst!“

18:2

Aus den gleichen Leistungsverhältnissen nach dem Auftanken resultierte das hartgesottene 18:2 Schlussergebnis für die Paderborner. Die besten Einzelkämpf mit vier Erfolgen hießen Kevin Münch und Christian Soethe, drei Zähler fuhr Martin Rümpker, zwei Andreas von der Heyden, der alte, immobile Wahlomat Vondi, und einen Punkt David Böning ein. Bei den Doppel zeigten sich je zweimal Kevin Münch/Martin Rümpker sowie Christian Soethe/David Böning erfolgreich. Für die beiden Ehrenpunkte auf der anderen Seite zeichneten Sven Cremer und Maik Bornscheuer verantwortlich

21 x 180

Die Demolitions markierten an diesem Spieltage die folgenden sportlichen Eckpunkte: 21 Maxima von 180 wurden gescort. Die Highfinishes erstreckten sich von 110 über 122 und 130 bis hin zu 160 und 161. Die Short Legs reichten von zehnmal 18, neunmal 17, fünfmal 16, siebenmal 15 und einmal sogar 12.

Drei Punkte für D3C

Das letzte Spiel des Tages konnte dann noch der D3C mit 13:7 gegen die Camels für sich entscheiden, ein ausgeglichenes Gesamtergebnis für die Gastgeber, während die Hagener nach null Punkten an diesem Wochenende in der aktuellen Spielzeit eher schweren Zeiten entgegengehen. Wir werden sehen!