Zwei Siege für Demolition Darts

Es gibt sie noch, es gibt sie wieder: Die gute, alte Bundesliga! Aus der Division NRW trafen sich am Samstag Demolition Darts Paderborn, Sharpshooters aus Kierspe und Number One Lünen in der Manhattan Sportsbar und verbrachten gutgestimmt einen schönen Darts-Day. What a Feeling. Endlich wieder Darts unter beinahe normalen Bedingungen. Es machte allen viel Spaß.

Zwei Siege gehen aufs Demo-Konto

Der Titelverteidiger in der Bundesliga-Division NRW, Demolition Darts, machte schon beim Auftakt in die neue Spielzeit 2021/II deutlich, wohin die sportliche Reise gehen soll. In der Manhattan Sports Bar in Lünen war am 5. September weder der Gastgeber Number One noch die Sharpshooters aus Kierspe in der Lage, den Worldcupsieger von 2018 in die Bredouille zu bringen, geschweige denn ihm ein Bein zu stellen.

Die erste Begegnung gegen Number One loggte die Paderborner Crew ohne nennenswertes Tackling seitens des Gegners ruhig und gelassen 15:5 (43:23) ein. Die zweite Aufgabe gegen die Sharpshooters lösten die Demos ebenfalls souverän mit 17:3, sodass die Paderborner unterm Strich sechs Punkte aus Lünen mitnahmen, bei einer Gesamtbilanz  von 32:8 Sets und 95:37 Legs.

Hitting the Re-Start Button: 15:00 Uhr

Um 15:00 ging’s los: Number One gegen Demolition Darts. Spielverlauf: 1:4, 2:8, 4:11 und 5:15. Setverhältnis: 23:43. Aus die Maus! Aus dem sechsmaligen Einsatz des Demos Martin Rümpker resultierten sechs Siege - verfeinert mit einem Legverhältnis von 16:2. Mit sauberer Weste verließ zudem Kevin Münch das Board – bei seinen vier Einsätzen bilanzierte er mit 10:1 Legs.

Nach der Hälfte der Partie brachte sich der eingewechselte David Böning mit drei Siegen und einem Legverhältnis von 8:3 ein. Holger Hensel, Andreas von der Heyden und Christian Soethe mit Höhen und Tiefen, der eine mehr, der andere weniger.

Bei Number One setzte sich insbesondere Dirk Markowski in Szene, der drei seiner vier Soli für sich mit einem Legverhältnis von 10:4 entscheiden konnte. Je einen Punkt steuerten Mike Terbüchte und Daniel Hanke bei.

Demos besiegen Sharpshooters 17:3

Die zweite Demolierung ging gegen die Sharpshooters vonstatten. Bei einem Endstand von 17:3 erhebt sich primär nicht die Frage, wer für das stattliche Guthaben verantwortlich zeichnete, sondern vielmehr wer sich auf der anderen Seite so ins Zeug gelegt hatte, um die drei Ehrenpunkte zu retten? Das waren: Mike Knoppik, Dario Gentilcore und Dominic Schröder.

In die Vollen griffen anderseits Kevin Münch mit sechs Spielpunkten und 16:0 Legs, Andreas von der Heyden mit ebenfalls sechs Spielpunkten und 16:2 Legs. Aber die Quote bei Kevin Münch doppelt so hoch wie bei Soft-Vondi! Der Vondi?! Ohne Fehl und Tadel auch Holger Hensel, der bis zu seiner Auswechselung all seine vier Partien gewinnen konnte – 10:3 Legs. Mit von der Partie noch Christian Soethe (kurzfristig), Martin Rümpker und Jörn Klare. Neben den drei bereits erwähnten Sharpshooters waren noch Matthias Barwanitz, Mario Hupertz und Eugen Timko im Einsatz.


Number Ones erster Saisonerfolg

So gewann die dritte Begegnung des Tages an Würze. Denn sowohl für Number One als auch die Sharpshooters ging es definitiv um den ersten Saisonsieg. Der Vorsprung vergrößerte sich mit Spielablauf zusehends zugunsten von Number One. Aus 3:2 wurde 7:3, dann 11:4 und schlussendlich 15:5.

Mike Terbüchte gewann seine vier Einzelpartien und zusammen mit Frank Ollendorf ein Doppel. Die gleiche forsche Pace legte Daniel Hanke bei seiner Einzelkämpfer-Performance vor, der zudem im Doppel mit Dirk Markowski erfolgreich war. Seine beiden Doppel gewann der Sharpshooter Mike Koppik an der Seite von Daniel Giesbecht und außerdem zwei Einzel im Alleingang. Damit der Beste der Sharpshooters.

Gute Atmo

Die Spielstimmung war angenehm, alle Teams wollten vorrangig eins, nämlich Darts spielen. Die Frage, wie es mit Großturnieren – national oder international – weitergehe, wurde immer wieder aufgeworfen. „Wir können nur abwarten, denn die Beantwortung dieser Fragestellung liegt jenseits von Ziel- und Wunschvorstellung des DSAB, sondern wird letztendlich durch die Impfquote entschieden", erklärte Bernd Molkenthin vor Ort in vielen Gesprächen. 

Unabhängig solcher Überlegungen lag ein spürbarer Schleier über diesem Bundesligaspieltag. Die Unfassbarkeit des Todes von Simone Fegert machte vielen richtig zu schaffen. „Ich kriege es einfach nicht geregelt“, sprach Andreas von der Heyden - offen, kleinlaut und sichtlich verzweifelt - aus, was viele genauso empfinden.