Wir gratulieren Silvia Dolores Moos und Kevin Münch

Das 64er Feld der Damen sowie das 128er Feld der Herren zählen zu den prestigeträchtigsten Titeln, die der DSAB zu vergeben hat. Auf der einen Seite muss man sich mit ansprechenden Leistungen qualifizieren, auf der anderen auf die Sekunde topfit sein. Der 501 D.O.-Modus minimiert den Glücksfaktor, insbesondere bei den Damen, wenn es denn überhaupt einen gibt.

Sabrina Schrimpf
Michaela Mc Clain
Silvia Dolores Moos
Die besten drei im 64er Feld der Damen
Christian Soethe
Sascha Stein
Kevin Münch
Siegerehrung 128er Feld der Herren

Sabine-Lischka-Kurz immer noch vorn

Seit Beginn im Jahre 1988 wurde der Titel im 64er Feld bisher 29-mal vergeben. Zwanzig verschiedene Damen kamen zu Meisterehren. Mit Michaela Ohm (Neumünster), Anja Piecuch (Hövelhof), Petra Rice (Nürnberg) und Stefanie Richter (Kirrweiler) haben vier Spielerinnen zweimal gewinnen können, Marene Westermann (Reken) sogar dreimal. Am häufigsten tat sich allerdings Sabine-Lischka-Kurz (Nidderau) hervor, die diesen begehrten Titel viermal für sich beanspruchen konnte.

Fünf verschiedene Siegerinnen 2011 - 2015

Bei den letzten fünf Meisterschaften, gab es mit Kerstin Engbers (Ibbenbüren), Morena Wolf (Düsseldorf), Marene Westermann, Stefanie Richter sowie Sabrina Schrimpf (Alsfeld) fünf verschiedene Siegerinnen.

Mit der Titelverteidigerin Sabrina Schrimpf haben wir genau den richtigen Einstieg in die Aktualität gefunden. Dass sie Darts spielen kann, sogar ausgezeichnet, hatte sie bereits auf dem einen oder anderen VFS/DSAB-Turnier, sehr dosiert zwar, angedeutet, doch ohne Frage überraschte sie bei der DM 2015 mit dem Titelgewinn.

Titelverteidigerin Sabrina Schrimpf Dritte

In diesem Jahr scheiterte sie zweimal beim Spiel ums Finale, einmal an Silvia Dolores Moos (Wilsdorf), das andere Mal an Michaela Mc Clain (Bad Kreuznach), dies aber nun als Verschlechterung zu interpretieren, trifft nicht den Kern, auch nicht den des Pudels. Vielmehr ist der dritte Platz eine Bestätigung des Vorjahreserfolges, der sich somit von jeglicher Zufälligkeit emanzipiert. Ein dritter Rang auf den frau stolz sein darf und sollte, explizit und ganz besonders Sabrina Schrimpf.

Silvia Dolores Moos vs Michaela Mc Clain

Im Finale standen sich Silvia Dolores Moos und Michaela Mc Clain gegenüber. Auch keine Zufälligkeit, die Letztgenannte hat sich mittlerweile so gemausert, dass man ihr fast alles zutraut, die Erstgenannte hatte bereits auf der Tour das eine oder andere Mal ihre Fähig- und Fertigkeiten mehr als angedeutet und sich 2015 als Fünftplatzierte wacker geschlagen.

Silvia Dolores Moos in Geiselwind hoch motiviert, sehr konzentriert und überaus präsent auf der Bühne forderte gleich die ersten beiden Legs ein, bevor Michaela Mc Clain auf 1:2 verkürzen konnte. Auch wenn sich von nun an das Match auf gleicher Augenhöhe bewegte, heimste Silvia Dolores Moos nicht nur das 3:1 ein, sondern holte sich auch das fünfte Leg zum Titelgewinn und ist somit die 21. Gewinnerin dieses Titels in der Geschichte der Deutschen Meisterschaften.

Super Checks

Silvia Dolores Moos checkte mit 20 (19 auf der Hand), 18, 20 (19 auf der Hand) und 23 (22 auf der Hand) Pfeilen. Im Schnitt 20,25 Darts mit einer Checkquote von 57,14 Prozent. Sie scorte in jedem gewonnen Durchgang einmal fett: 140, 130, 140 und 125. Michaela Mc Clains persönliche Highlights: 180 Sore, 137 für Rest 40 und 131 für Rest 18. Ein Endspiel, das spontan mit lautem Beifall bedacht wurde.

Enttäuschende Nationalspielerinnen

Für die aktuellen Nationalmannschaftspielerinnen des Jahres 2016 kamen eher-eher schwache Resultate zustande: Jana Bormann (Georgsmarienhütte) und Morena Wolf auf Rang neun, Stefanie Richter und Marene Westermann auf Rang 25 sowie Christine Mörsdorf (Waldmohr) auf Rang 33.

„Panta rhei“, wie mein griechischer Freund Heraklit immer so schön beim Weinschoppen anzumerken versteht, und wo er recht hat, hat er recht.

Das ist das eine, auf der anderen Seite kann die eine oder andere, und in der Summe nicht gerade wenige, ihre persönliche Leistungen unter diesem Gesichtspunkt taxieren und neu bewerten.
      

Rangliste 64er Feld Damen-Einzel 501 D.O.


Alle Siegerinnen 64er Feld Damen



Alle Podiumsspielerinnen 64er Feld Damen


Kevin Münch heiß - Sascha Stein eiskalt

Im Finale des 128er Feldes Herren-Einzel 501 D.O. erwischte Kevin Münch (Bochum) seinen Kontrahenten Sascha Stein (Birkenau) eiskalt. In Hinterhand servierte der Bochumer 121 für Rest 40 und war mit Pfeil Nummer 14 (13 auf Hand) durch und führte 1:0. Auch wenn Sascha Stein im zweiten Durchgang 17 Darts auf der Hand besaß, baute Kevin Münch mit 22 Pfeilen seine Führung auf 2:0 aus.

Schnelles Ende

Beide Akteure hatten im dritten Leg 18 Darts auf der Hand, den Punkt machte dennoch Kevin Münch mit Pfeil Nummer 19. Zum Abschluss glänzte Kevin Münch mit einem 96er Finish in Runde sechs. Das 4:0 bedeutete gleichzeitig Titelgewinn für Kevin Münch. Beide Spieler scorten zweimal 140. Sascha Stein hatte bis zum Finale voll überzeugt und war einwandfrei der beste Mann, das darf man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.   

Christian Soethe

Als Dritter schaffte es Christian Soethe (Lünen) aufs Podium, der sich beim Spiel ums Finale Kevin Münch knapp mit 1:2 geschlagen geben musste. Als einziger der drei aktuellen Podiumsspieler stand nur Christian Soethe schon einmal in dieser Disziplin auf dem Podest, als er 2013 den Titel erringen konnte.

25 128-er Gewinner

In der Geschichte des 128er Feldes vermochte bisher kein einziger Spieler, den Titel mehr als zweimal zu gewinnen. Als Zweifach-Gewinner taten sich bis zum heutigen Tage Dirk Cormann (Eschweiler), der bereits verstorbene Dieter Jooß, Alexander Köhler (Würzburg) und Mario Masurka (Gießen) hervor, keinem von ihnen ist jedoch eine erfolgreiche Titelverteidigung geglückt. 25 verschiedene Akteure sind als Titelträger in der ewigen Bestenliste dokumentiert.

Der Titelverteidiger Nico Kurz (Nidderau) landete auf Platz fünf, eine durchaus ansprechende Platzierung. Jörg Mitterlehner (Moers) schrammte knapp als Vierter am Podium vorbei. Damit aber schon drei Nationalspieler unter den besten fünf, das ist erfreulich und akzeptabel aus der Sicht des Nationalkaders, der 2017 durchaus neu bestückt werden wird. Remember Heraklit!
 

Rangliste 128er Feld Herren-Einzel 501 D.O.


Alle Sieger 128er Feld Herren


Alle Podiumsspieler 128er Feld Herren

See you for Masters of Masters!