Wer hätte das gedacht: All Star Team ...

... und wer hätte das nicht gedacht: Bienen Berlin! Die DLMM 2018 sorgte am vergangenem Wochenende von Freitag bis Sonntag auf dem Autohof Strohofer in Geiselwind für viel Trubel. Auch für viel Sport und Spaß. „Es ist wirklich eine sehr gute DLMM gewesen!", so die einhellige Meinung über das größte Darts-Spektakel in Deutschland, bei dem tausende Aktive die Hauptrolle spielen.

DLMM 2018
Manch einer lässt sich nach Las Vegas tragen
Der Beweis: Check-in Las Vegas
Alt- und Jungmeister: Willi Lerndorfer und Marcel Höntsch
Winners und Runners-up
Das All Star Team ist DLMM-Sieger ... und demnächst in Las Vegas
EVO Neckar Bomber
Bienen Berlin umjubeln Las Vegas
Bienen solide
Hexenalarm Joy - zum dritten Mai in Folge Vize-Meister
Zickenterror machte seinem Namen alle Ehre
All together now - von wegen, denn wer einmal richtig hinschaut, dem entgeht nicht, dass Stefanie Rennoch und Tamara Granat mit den Nails der selbigen beschäftigt sind und dabei noch Sandra Backes und Silke Herzog ablenken - Frauenzimmer eben

Der Tag des All Star Teams


On the Way to Las Vegas

Am Samstag um 14:06 Uhr spitzte sich das Spielgeschehen erstmalig zu, als die Nordmänner Hamburg beim Spiel ums Finale auf der Gewinnerseite in der Bezirksober-/Bundesliga, der höchsten DLMM-Spielklasse, auf EVO Neckarbomber Stuttgart trafen.

Zuvor hatten sich die Nordmänner in der Finalrunde der besten acht Mannschaftenn 4:2 beziehungsweise 4:3 gegen Black Pub Kemnath sowie Parasiten Heilbronn durchsetzen können, während EVO Neckarbomber zweimal 4:2 seine Matches entschied, einmal gegen das All Star Team Perkam, das andere Mal gegen das Team Niederlausitz 2 aus Dresden.

Nordsüd-Gipfeltreffen

Das Nordsüd-Gipfeltreffen endete schließlich 4:3 für Neckarbomber, bei denen Joachim Kössler den fünften Pfeil der Stuttgarter auf D4 Richtung Las Vegas versenkte, nachdem Karsten Bott drei Matchdarts nicht ins Ziel zirkeln konnte und anschließend Mike Holz gesperrt war.

Verdutzt? Aufklärung!

Wenn Sie sich nun völlig verdutzt fragen, wo sind denn all die großen Favoriten geblieben, dann wollen wir Sie darüber nicht im Unklaren lassen. Die Dart Haie - „Das Original“ Idar-Oberstein als Titelverteidiger schied als Gruppendritter hinter DC Starfighter Speyer und De Andan Weilheim bereits in der ersten Gruppenphase aus. „Ich bin nicht wirklich überrascht“, merkte der Team-Captain Holger Kurz an, „die sind einfach zu satt!“ Dart Hai Matthias Ketterer hofft, „dass alle aus der Niederlage lernen und gestärkt zurückkommen werden. Das Bundesliga-Finale gibt uns bereits die Chance, zu beweisen, dass wir mehr können!“

Das Team Dinslaken ereilte das gleiche Schicksal, raus in der ersten Vorrunde. Dito Demolition Darts Paderborn. In der zweiten Gruppenphase erwischte es die Dart Wölfe Sennfeld, als sie hinter Neckarbomber und Nordmänner nicht über Platz drei hinauskamen. Hexenarena Joy Heppenheim musste indes als Dritter die Mac Leods aus Dettelbach und das Team Niederlausitz passieren lassen.

Finalrunde

In der Finalrunde blieben Camel Fighter Hagen und Black Pub Kemnath auf Platz sieben hängen. Die Parasiten und das Team Niederlausitz belegten gemeinsam Rang fünf. Mac Leods musste mit Rang vier vorlieb nehmen, nachdem sie sich dem All Star Team knapp 3:4 geschlagen geben mussten.

„Natürlich hätte wir gern das Podium erreicht, aber man muss auch neidlos anerkennen können, wenn andere Teams einfach besser sind“, so Andreas Demkanin ganz im Sinne des Sportsman Spirit.

Als es um den zweiten Finalplatz zwischen dem All Star Team und den Nordmännern ging, hatte nur das erste Team Grund zum Jubeln. Es erreichte das Finale, die Nordmänner mussten Richtung Nord-Nord abdrehen.

"Wir hatten nicht wirklich mit einem Podiumsplatz gerechnet, also müssten wir sehr zufrieden sein. Das sind wir aber nicht, denn es war mehr drin, und es schmerzt, nicht mehr daraus gemacht zu haben. Die Jungs sind wirklich geknickt!", analysierte Teamleader Lars Oppermann.

Finale: EVO Neckarbomber - All Star Teams

Nach 1:1 und 2:2 Zwischenstand gelang dem All Star Team der Matchausgleich. Solist Michael Unterbuchner, Die Doppel Michael Freilinger/Marcel Höntschel und Michael Unterbuchner/Florian Marggraf sowie Florian Marggraf als Einzelspieler kaperten die dafür entscheidenden vier Spielpunkte.

Dass es noch viel schneller gehen kann, bewies das All Star Team im Finale reloaded. Michel Unterbuchner machte das 1:0 klar, Michael Freilinger erhöhte auf 2:0, Michael Unterbuchner/Florian Marggraf optimierten den Vorsprung auf 3:0 und Michael Freilinger/Marcel Höntsch maximierten das Ganze auf 4:0, sprich auf Las Vegas.

Dieses Quartett heimste in vier Begegnungen zwölf Legs ein und gab nur zwei ab. Meisterlich! Der Matchdarts blieb Michael Freilinger auf D6 vorbehalten. Der Gegner sparte nicht mit Lob: „Die waren richtig gut!“ Die Sieger fühlten sich indes richtig gut. Eine sehr überzeugende Teamleistung als Summe guter Einzelspieler. 


1. All Star Team Perkam (Niederbayern-Liga)

Michael Freilinger
Stefan Hielscher
Marcel Höntsch
Florian Marggraf
Georg Pfister
Michael Unterbuchner
 

2. EVO-Neckarbomber Stuttgart (Bundesliga Süd-West)

Benjamin Behnke
Joachim Kössler
Rainer Sanwald
Mario Schulze
Marc Ulmer
 

3. Nordmänner Hamburg (Seelandliga )

Orhan Berrak
Karsten Bott
André Engelbrecht
Torsten Dreeßen
Mike Holz
Frank Schmedemann

Ergebnisliste BZO/BL


Die Bienen stechen wieder


Die Endrunde der besten acht

Nach den zwei Vorrunden bezauberten bei den Damen in der Endrunde der besten acht Mannschaften Ladies aus Haar, die im Südnord-Gipfel Die Nordperlen Kiel 4:0 flachlegten. Der Titelverteidiger Bienen Berlin bestach gegen die erfolgreichste DLMM-Damenmannschaft Bull Eye Fighters Drensteinfurt mit einem sinnträchtigen 4:2. Angst und Schrecken verbreitete dagegen Zickenterror, als die Damen aus Eschweiler die EVO Chaoten Stuttgart 4:2 dominierten, während Hexenarena Joy Heppenheim mit 4:1 die Bierhausbande Neumünster voller Freude trocken legte.

Anschließend beorderte Hexenalarm Joy das Team Zickenterror auf die Verliererseite. Ebenso verfuhren die Bienen Berlin mit den Ladies, wobei sie bei ihrem 4:1 Erfolg noch einen Zahn zugelegt hatten. Der erste Höhepunkt bahnte sich so mit der sportlichen Herausforderung zwischen den Bienen und Hexen beim Match um den ersten Finalplatz an.

Hexenalarm Joy - Bienen Berlin 

Stefanie Rennoch gewann gegen Stefanie Richter 3:1, Anne Willkomm besiegte Michaela Mc Clain mit dem gleichen Resultat. Folglich 2:0 für Bienen Berlin. Da in der Folge beide Doppel an Hexenalarm gingen, bei dem Stefanie Richter/Michaela Mc Clain sowie Sabine Lischka-Kurz/Simone Fegert die Punkte einsackten, begegneten sich beide Teams für die abschließenden Einzel wieder auf Augenhöhe mit 2:2.

Tamara Granat setzte sich zwar 3:2 gegen Sabine Lischka-Kurz durch, doch auf der anderen Seite schlug Simone Fegert mit 3:1 Katharina Brandt. Das Teamgame entpuppte sich als reine Nervensache, „leistungstechnisch wie viele verschossene Elfmeter“, kommentierte Holger Kurz still und heimlich, aber unüberhörbar und umso anschaulicher aus dem Off, das Stefanie Rennoch schlussendlich mit Pfeil Nummer 20 beendete.

Hexenalarm Joy - Zickenterror

Damit Bienen Berlin im Endspiel, derweil Hexenalarm seine zweite Chance, das Finale zu erreichen, gegen die Zickenterror-Crew bekam, die zuvor allerdings Bull Eye Fighters und Ladies jeweils 4:3 besiegt hatte. Keine schlechten Empfehlungen. Aber es reichte nicht ganz zur Riesenüberraschung. Auf die Finalbühne marschierte Hexenalarm. 

Finale: Bienen Berlin - Hexenarena Joy

Das Finale spannend, weil beide Teams Akzente setzen konnten, dennoch eindeutig: 4:0 für die Bienen! Stefanie Rennoch kochte Michaela Mc Clain 3:0 ab, Anne Willkomm schlug Stefanie Richter knapp 3:2. Das Duo Stefanie Rennoch/Anne Willkomm besiegten Simone Fegert/Sabine Lischka-Kurz 3:0 und Tamara Granat/Katharina Brandt holten den vierten und entscheidenden Punkt gegen Stefanie Richter/Michaela Mc Clain in einer hart umkämpften Partie mit 3:2.

Die Chefin

Team-Chefin Sabine Neff sichtlich beeindruckt: „Das ist doch wirklich eine tolle Bestätigung unseres Titelgewinns im Vorjahr!“ Und ob! Und indeed sowieso. Anyway - die Bienen summten auf der Bühne nicht, sondern sangen, was die Berliner Schnauze hergibt. Aber nicht etwas „Viva Las Vegas", sondern „Jetzt wird geheiratet!" BM völlig perplex - Frauenzimmer eben. Wer gegen wen bleibt top secret.   


1. Bienen Berlin (Berlin DSAB-Liga)

Katharina Brandt
Tamara Granat
Sabine Neef
Linda Rensch
Stefanie Rennoch
Anne Wilkomm

2. Hexenalarm Joy Heppenheim (Rhein-Neckar Liga)

Simone Fegert
Desirée Kuntz
Sabine Lischka-Kurz
Michaela Mc Clain
Christine Mörsdorf
Stefanie Richter

3. Zickenterror Eschweiler (Grenzlandliga) 

Sandra Backes
Yvonne Galinski
Silke Herzog
Sabine Jansen
Silke Lowe
Figen Winter

Ergebnisliste Damen