Vorhang auf: DLMM wieder auf der Darts-Bühne

Vom 1. bis 3. Juli findet die 31. Auflage der Deutschen Liga Mannschafts-Meisterschaften auf dem Autohof Strohofer in Geiselwind statt. Es geht um Sport, Spiel, Spannung, Spaß, Sportförderpreise, um Titel und Platzierungen, um Teilnahme bei der EM 2023 in Benidorm und last but not least um Las Vegas, um den Worldcup im nächsten Jahr.

So wie immer

Dennoch ist es eine spezielle DLMM. Auf der einen Seite die 31., auf der anderen die 30. + 1. Denn der COVID-19-Break ist dafür verantwortlich, dass wir drei Jahre lang auf die nächste DLMM warten mussten. So ist die diesjährige auch die Wiedergeburt der DLMM, die Rückkehr eines Urgesteins des DSAB-Sportbetriebes, welches in den Köpfen der Gründungsmitglieder des VFS auserkoren worden ist. Mit Horst Gimpel und Bernd Molkenthin sind zwei immer noch aktiv. Alle anderen sind leider schon verstorben oder haben sich längst zurückgezogen.

Aber die DLMM lebt


Jetzt wäre es verwegen zu viel von der 31. DLMM zu erwarten. Si soce fängt zwar nicht bei null an, aber wie nach einer langen Krankheit mit mehreren Operationen, muss sie sich erst einmal wieder selbst zurückzugewinnen. Dass dies im Bereich des Möglichen, auch schneller als gedacht, liegt, hat uns der Worldcup der NDA (National Dart Association) im April diese Jahres vorgemacht, als im Westgate Hotel & Casino nahezu 3 000 Spielerinnen und Spieler zusammenkamen.

Die DLMM steht nicht auf wackeligen Füßen. Die Verantwortlichen haben alles getan was möglich ist und haben deshalb auch nichts am Fundament verändert, sondern haben bewusst die Eckpunkte der DLMM so belassen wie in den Jahren zuvor.

So sind wir alle gespannt, was an dem vor uns liegenden verlängerten Wochenende tatsächlich passiert.

Ohne Geschichte auch keine Zukunft

Perspektivisch erwächst die Zukunft der DLMM aus ihrer Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die mit vielen Meilensteinen gepflastert ist und die Darts-Kultur in Deutschland ganz besonders geprägt und die für die Entwicklung des E-Darts so viel geleistet hat.

Retro: Das Darts-Fest mit dem gewissen Etwas

Im Zuge eines strukturierten Ligaaufbaus wollten die gerade erst ins Leben gerufenen Verbände DSAB und VFS vor über dreißig Jahren über alles noch ein richtiges Highlight setzen. Keinen Abklatsch, nichts Aufgewärmtes.

Vielmehr sollte es etwas vollkommen Neues in der deutschen Darts-Szene sein. Etwas, das die gesamte DSAB-Liga bündelt und ihren singulären Charakter zusammenschweißt. Etwas, das zwischen sportlichem Wettkampf und Spielspaß gedeiht. Etwas, das sowohl Spitzen- als auch Breitensport vereinigt. Etwas, das die gesamte Skala von Hochleistungs- bis Volkssport abdeckt.

Etwas, das nicht nur die Spitze, sondern auch die große Breite anspricht. Etwas, das den gesamten Dartsport vereint und widerspiegelt. Also, keine Kopie, sondern ein Original! Kein One Hit-Wonder, sondern etwas für die Zukunft! In der praktischen Umsetzung waren damit die Deutschen Liga Mannschafts-Meisterschaften geboren. Heute bei allen Fans kurz als DLMM in aller Munde.

Geburt der DLMM

Der Startschuss fiel 1990 in Fulda. Der VFS/DSAB-Vorstand baute eigens ein Großzelt auf, der gesamte organisatorische Aufbau lag nicht nur in den Händen des Vorstandes, sondern wurde auch eigenhändig von den Betreffenden geleistet, selbst die Bewirtung und der gesamte Service verdiente sich das "Made by VFS/DSAB". Original Handarbeit.

Die Entwicklung der DLMM ist sehr rasant verlaufen. Den vorläufigen Höhepunkt bildet das Jahr 2000 mit 837 Team – damals waren die DLMM vor dem Hintergrund des 10jährigen Bestehens des DSAB allerdings ausnahmsweise dreigeteilt, das heißt eine DLMM an drei verschiedenen Orten. Bei den eingleisigen und damit „normalen“ DLMM ragt das Jahr 2006 mit 659 Teams heraus.

Ja, ist denn jetzt schon wieder DLMM

Jahr für Jahr DLMM Von da an fanden die DLMM alljährlich statt. Der Umfang des Wettkampfangebots hat sich seitdem allerdings verdoppelt. Aus den ursprünglich drei Wettbewerben C-, B- und A-Liga sind im Laufe der Zeit mit der zusätzlichen BZ-Liga seit 1994 vier, anschließend durch eine eigene Damenkonkurrenz seit 1995 fünf und seit 2006 mit der aufgesattelten Bundes/BZO-Liga aktuell sechs geworden.

Die Entwicklung der DLMM ist sehr rasant verlaufen. Den vorläufigen Höhepunkt bildet das Jahr 2000 mit 837 Team – damals waren die DLMM vor dem Hintergrund des 10jährigen Bestehens des DSAB allerdings ausnahmsweise dreigeteilt, das heißt eine DLMM an drei verschiedenen Orten. Bei den eingleisigen und damit „normalen“ DLMM ragte das Jahr 2006 mit 659 Teams heraus.

177 Titel


Bis heute sind 177 Titel – 25 bei den Damen sowie 152 bei den Herren – dementsprechend auch 531 Podiumsplätze – 75 bei den Damen sowie 456 bei den Herren – vergeben worden. 289 verschiedene Sixpacks haben bereits den Sprung aufs DLMM-Podium geschafft – 32 Damen- sowie 257 Herren-Crews. 125 verschiedene Clubs sind zu Meisterehren gekommen, 112 Herren- sowie 13 Damen-Auswahlmannschaften.

Simply the best

Dart Haie Jahrelang befanden sich die Mac Leods Dettelbach an der Spitze der ewigen Bestenliste aller DLMM-Teams. Im Jahr 2019 wurden sie jedoch von den Dart Haien - „Das Original“ Nidderau vom Thron gestoßen. Beide Mannschaften haben bis jetzt acht Titel erringen können. Der Unterschied macht sich erst bei den Vizemeisterschaften bemerkbar. Einmal Zweite wurden die Mac Leods, dreimal allerdings die Dart Haie.

Die Dart Haie verkörpern heute das Super-Team, das aus 30 Jahren DLMM hervorgegangen ist. Sie haben nicht nur die meisten Meisterschaftsschalen gesammelt, sondern können ferner auf insgesamt fünfzehn Podiumsplätze verweisen, derer haben die Mac Leods zehn.

Die Anzahl drei hat das Grenzlandteam Eschweiler quadriert: Drei Siege, drei zweite sowie drei dritte Plätze ergeben in Summe neun Podiumsplätze und Rang drei in der Ewigen Bestenliste. Diese Crews präsentieren stolz das Super(lative)spitzentrio der DLMM.

Mit gleichfalls drei Meisterschaften folgen Mulack Fighter Berlin und das Team Niederlausitz Dresden. Evolution of Dart Chemnitz, EDC Pinocchio Sprendlingen, Flying Darts Neunkirchen, The Boys are back in Town München, Ghostdarters Stuttgart, Master of Disaster Ginsheim, DSC Number One Aachen, DC Weinheim und Wild Lions München vervollständigen die Top Ten. Aufgrund der Tatsache, dass sich gleich fünf Teams Rang zehn teilen, sind es effektiv vierzehn.

Bereits das Ranking der zehn Besten spiegelt anschaulich das mannigfaltige Spektrum des Raum-Zeit-Kontinuums einer völlig neuen bundesweiten Sportlandschaf über drei Dekaden wider. Die tiefgründige Verwurzelung aller Teams - und damit sind wirklich alle gemeint - innerhalb von 30 Jahren DLMM potenziert die Bedeutung dieses einzigartigen Events ex¬po¬nen-ti¬ell.

First Ladies: Bull Eye Fighters


Bei den Damen heißt die Armada Bull Eye Fighters Dreinsteinfurt, die sich durch sechs Siege, drei Vizemeisterschaften sowie einen dritten Rang von allen anderen Flaggschiffen abhebt. Summa summarum zehn Podiumsplätze. Master of Disaster Wiesbaden belegt Rang zwei mit neun Podiumsplätzen, inklusive dreier Titel. Bienen Berlin, die sich ebenfalls mit drei Titeln schmücken können, folgen an dritter Stelle.

Drei Triumphe hat noch Tupperparty Rheda-Wiedenbrück und derer zwei Hexenalarm Joy Heppenheim für sich reklamieren können. Chicken Run Heppenheim, Sella’s Ladies Hövelhof, Die galoppierenden Schnecken Aachen, Die Ladies München und Mix Max Oldenburg, die aktuellen DLMM-Siegerinnen, komplettieren die Top Ten.

655 Siege:innen

655 verschiedene Akteure, 76 Damen und 579 Herren, sind bis heute als Siegerinnen beziehungsweise Sieger aus den DLMM hervorgegangen. Genderübergreifend heißt die DLMM-Queen Dominique Rhaesa. Sie hat bisher zehnmal die DLMM gewonnen, und zwar mit den Teams Sella’s Ladies, Tupperparty und Bull Eye Fighters. Marene Westermann und Sabine Bilderl, beide mit Tupperparty und Bull Eye Fighters verbandelt, sowie Sabrina Spörle, das Shirt von Bull Eye Fighters und Hexenalarm tragend, folgen auf den Rängen zwei bis vier.

181 Las Vegas-Teams

181 Mannschaften haben sich bis heute für den Worldcup in Las Vegas empfohlen. Die DLMM haben sich nicht nur das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient, sondern zeichnen sich darüber hinaus mit dem Attribut „größte E-Darts-Competition Europas“ aus.

Ehrentafel aller Podiums-Teams

Die Ewige Bestenliste Herren-Teams

Ewige Bestenliste Damen-Teams

Ewige Bestenliste Einzelspielerinnen

Ewige Bestenliste aller Einzelspieler