Vier neue Masters of Masters

Die 33. Deutschen Meisterschaften auf dem Autohof Strohofer in Geiselwind laufen auf vollen Touren. Das bereits abgeschlossene Masters of Masters sorgte nicht nur für die eine oder andere Überraschung, sondern auch für ganz große. Absolut! Und für eine relative, weil sich ein greibar naher Sieg in eine Finalniederlage verflüchtigte, an die kaum einer noch erwartet hatte, insbesondere nicht die Protagegonisten.

Siegerehrung Masters of Masters Damen
Platz drei ebenso für Simone Fegert und Désirée Kuntz
Die Siegerinnen innig
Siegerehrung Herren
Nico Kurz und ...
... El Abbas El Amri
Matchwinner Karsten Koch und ...
... Jörg Mitterlehner
Geschafft ...
... und geehrt

Der VFS bildet das Fundament des Masters of Masters. Der DSAB zeichnet für das Interiteur verantwortlich. Die Perspektiven bilden das Dach. Getragen wird es von den zwei Säulen: Spielerinnen und Spieler! Teilweise charakterisiert von Stabilität, aber auch von starken Veränderungen.

Mit Marene Westermann, Stefanie Richter und Sabine Bilderl können Spielerinnen ausfindig gemacht werden, die nicht weniger als acht, sieben beziehungsweise fünfmal auf dem Podium gestanden haben. Marene Westermann hat sage und schreibe fünf-, Sabrina Spörle viermal gewonnen.

Das ist die eine Seite der Medaille, die andere verdeutlicht, dass es weitere dreizehn Siegerinnen gibt und der Wechsel mehr Tempo hat als die konstante Komponente.

Wie war es nun dieses Mal? Im Viertelfinale besiegten die Titelverteidigerinnen Ramona Berger/Silvia Dolores Keller (Wenden-Gerlingen/Niederfischbach) die Berliner Europameisterinnen im Damen-Doppel Katharina Brandt/Stefanie Rennoch aus Berlin, Selin Kuruoglu/Carina Zelt (Kitzingen/Eslarn) setzten sich gegen Martina Puls Bolien/Alexandra Lorenz-Schleckmann (Steinheim/ Ludwigsburg) durch, die Vize-Masters des Vorjahres Simone Fegert/Désirée Kuntz (Bexbach/Frankenthal) behaupteten sich gegen Silke Klingler/Dominique Rhaesa (Wuppertal/Rheda-Wiedenbrück), während Sandra Kaup/Sandy Vogt (Büren/Welver) das Gespann Yvonne Siegl/Janine Wagener (Mendig/Hellenbahn/Schellenberg) beherrschten. Von diesen 16 Spielerinnen hatten bereits zehn zumindest einmal auf dem Podium gestanden, sechs dagegen nicht.

In den beiden Halbfinals gewannen Ramona Berger/Silvia Dolores Keller über Selin Kuruoglu/Carina Zelt 3:0, auf der anderen Seite mussten sich Simone Fegert/Désirée Kuntz mit 1:3 Sandra Kaup/Sandy Vogt geschlagen geben.

Im Endspiel meiselten Sandra Kaup/Sandy Vogt ihr erstes großes Masterpeace in die Annalen des DSAB. Mit 4:1 dominierten sie ihre Kontrahentinnen mit 4:1. Nach 2:1 Führung erhöhte Sandy Vogt mit 21 Darts auf 3:1, nachdem ihre Partnerin 15 Darts auf der Hand hatten.

Im fünften Leg war Sandra Kaup nach zwölf Darts auf Rest 84 angelangt, aber letztendlich war es Sandy Vogt die vollstreckte. Eine respektvolle und wunderbare Leistung. Sowohl Sandra Kaup als auch Sandy Vogt standen erstmalig auf dem Podium wie auch Selin Kurogli und Carina Zelt, ergo 50 Prozent aller Spielerinnen.

In den vier Viertelfinalspielen der Herren stand am Ende jeweils ein 4:1. So wie in der Begegnung Thomas Klein/Steven Noster (Nalbach/Merzig) gegen Orhan Berrak/Christian Löffelmann (Barmstedt/Hamburg) oder Nico Kurz/El Abbas El Amri (Nidderau/Schöneck) gegen Simeon Heinz/Andreas Schnellhardt (Neuengönna/Leipzig). Die Partie zwischen Matthias Ketterer/Andreas Waldenmaier (Raststatt/Sinsheim) und Marcel Gordon/Christian Jentschke (Ludwigshafen/Mannheim) endete ebenso wie auch das Aufeinandertreffen von Jörg Mitterlehner/Karsten Koch (Moers/Brüggen) und Mike Holz/Frank Schmedemann (Hamburg/Ratekau).

Aus den beiden Halbfinals ging einmal Nico Kurz/El Abbas El Amri als 4:1 Sieger über Thomas Klein/Noster hervor. Mit dem gleichen Ergebnis gewannen Jörg Mitterlehner/Karsten Koch über Matthias Ketterer/Andreas Waldenmaier.

Das Finale selbst avancierte zu einem klassischen Nervenkrieg. Auf der einen Seite Jörg Mitterlehner und Karsten Koch, auf der anderen Nico Kurz und El Abbas El Amri, die zunächst die Partie nach Belieben beherrschten. Mit 12 (11 auf der Hand), 16 mit einem 118er Finish sowie 17 Darts fuhr Nico Kurz die ersten drei Legpunkte ein, El Abbas El Amri immer Schlepptau, der ebenfalls auf diesem Niveau mithielt.

Im vierten Leg verfehlte Nico Kurz nach zweimal 140 ein 101 er Finish in Runde fünf. Die Chance, die sich für die Gegner bot, ergriff schließlich Karsten Koch, der auf 3:1 verkürzte. Wie gewonnen, so zerronnen: Karsten Koch war im nächsten Durchgang gesperrt, sodass Nico Kurz den Vorsprung wieder auf drei Punkte ausbauen konnte, also 4:1 Zwischenstand.

Anschließend war Karsten Koch wieder voll da und verkürzte mit 16 Darts auf 2:4. Nach 180 tischte er ein weiteres Mal 16 Darts auf und der Spielstand lautete jetzt 3:4. Jetzt wurde es langsam für die Führenden heikel, zumal Jörg Mitterlehner die Begegnung schließlich egalisieren konnte.

Und jetzt machten die beiden richtig ernst, und Karsten Koch machte mit 18 Darts in einem schon abgeharkten Match noch den Sieg perfekt. Eisiger und verzweifelter Frust bei den Verlierern, überschäumenden Freude bei den Siegern.