Unter den Pfeilen des Südens

Verantwortlich für die Offenen Süddeutschen Meisterschaften zeichnet Automaten Schäflein. Der durchführende Frontmann heißt Oliver Bandorf. Ein Synoym für Erfolg dank gutem Service und hoher Kompetenz. Bereits mit der zweiten Auflage kamen nicht nur Akteure aus ganz Deutschland, sondern auch aus Bulgarien, Polen und Tschechin.

You are dressed so fine ...
... in your prime ...
... don't you ...
... Versace, Lagerfeld, Armani war gestern, up to date ist Langendorf - tolle Verlosungsaktion bei den Offenen Süddeutschen
Senator Sommerfeld und The Duke of Salt
Damen-Einzel und ...
... Danen-Doppel am Samstag
Siegerehrung Einzel am Samstag
Die Finalisten im Offenen-Doppel am Samstag
Chris Dippold und Mathias Haas
Die Nordbayerische Dreizackspitze: Lukas Weingessl, Oliver Antlitz und Chris Dippold
Yvonne Schubert und Domenico Wagner
Katharina Brand und Michael Treczka
Gaston Müller
Karlheinz Wirsing und Peter Zwanzger
Eric Zimmermann
Carmen Wolf und Sarah Nunez y Amor
Stefanie Lück und Michaela Mc Clain
Der weiße Brasilianer Dragutin Horvat
Franzi Sauter und Kevin Kotte
Michaela Mc Clain/Daniel Lukic sowie Yvonne Schobert/Domenica Wagner
Isabella Reichert
Danijel Lukic
Lucky - ganz allein in der großen, weiten Welt
Monsieur Mismoudi und Nico Kurz
Sarah Brübach und Stefan Stoyke
Daniel Letic und Patrick Nunez y Amor
Oliver Anlitz und Danijel Lukic

16 Wettbewerbe waren bei der zweiten Auflage der Offenen Süddeutschen Meisterschaften am 31. August/1. September auf dem Autohof Strohofer in Geiselwind angesagt - neun am ersten, sieben am zweiten Turniertag. Die sieben Doppel- und neun Einzeldisziplinen waren bunt gefächert und reichten von Ranglistendisziplinen, inklusive Offene Doppel für Damen und Herren sowie Mixed, über die drei DSAB-Einzel bis hin zu Regionalen Liga- sowie an beiden Tagen ausgetragenen Lucky Loser-Competitions - alternatiiv in der 301 M.O. oder 501 D.O.-Variante.

Summa summarum resultierten daraus 69 Podiumsplätze, die von nicht weniger als 49 Spielerinnen und Spielern reklamiert wurden. Da hatte sich einer im Vorfeld wohl so seine Gedanken gemacht.

Obwohl kein Startfeld in den dreistelligen Bereich vordringen konnte, kamen am Ende 794 Startmeldungen zusammen. Mit 97 Aktiven bildete das Offene-Einzel 501 D.O. am Samstag das größte Aufgebot, gefolgt von 94 im Offenes Doppel 301 M.O. am ersten sowie 84 im Offenen-Doppel 301 M.O. am zweiten Turniertag.

Lucky Loser erfreuen sich Beliebtheit

Flott besetzt waren mit 25 Startnennungen am Samstag und sogar 39 am Sonntag die beiden Lucky Loser 301 M.O. Disziplinen. Und warum sollten wir nicht einmal mit den glücklichen Verlierern beginnen, gerade sie bekunden ihren Spaß am Darts nachhaltig und stehen wesentlich seltener im Rampenlicht als die Großen der Szene. Wie zum Beispiel Stefan Stoyke (Weißenthurm), der am Sonntag für Platz drei gut war.

Den Sieg machten dagegen Lukas Weingessl (Creußen) und David Haberberger (Luhe-Wildenau) untereinander aus, mit dem besseren Ende für den Letztgenannten.

Schön für die drei, was auch am Samstag für Oldrich Strouhal, aus Tschechin, Mike Oppel (Hohenroth) und Thorsten Renner (Schifferstadt) galt. Insgesamt 64 Lucky Loser, indeed not bad.

Braco ...

Aber auch bei den Masters ist nicht und nie alles vorprogrammiert, schon gar nicht wie in diesem Fall Rang 17 für das auch international sehr erfolgreiche Dreigestirn Nico Kurz (Nidderau), Sladan Nedic (Darmstadt) und Stefan Stoyke. Die Musik spielte sich indes beim Trio Daniel Lukic (Röslau), El Abbas El Amri (Schöneck) und Dragutin Horvat (Kassel) ab, zu bewerten in aufsteigender Abfolge, die ihren Rhythmus gefunden hatten. Obwohl El Abbas El Amri im Endspiel viermal 180 gescort hatte, verlor er 2:4. „Man muss eben auch ab zu das Doppel treffen!“ Tiefe Einsichten zeichnen den Mann aus Fez aus.

… Angelo Deutsch …

Nach bisher drei offiziellen Podiumsplätzen in dieser Saison reichte es dieses Mal für den Amateur Angelo Deutsch (Linden) erstmalig zum Status des Primus. Im Endspiel setzte er sich gegen Andreas Bürger (Saal an der Donau) durch, während der Ranglisten-Ersten Eric Zimmermann aus Heidesheim als Dritter zum siebten Mal in dieser Disziplin 2019 aufs Podium sprang.

… und Lucky

Hatte Lucky bei den Damen schon bei den 18. Offenen Ludwigshafener Meisterschaften als Beste überzeugt, setzte Stefanie Lück (Dietzenbach) ihren Siegeszug nun in Geiselwind fort und verdrängte Isabella Reichert (Eppelborn) und die Kölnerin Sabine Hallstein auf die Positionen zwei und drei.

Bettina Breitmayer, Sabine Hallstein und Julia Hochberger

Bereits am Samstag standen für die Damen und Herren adäquate Wettbewerbe auf dem Programm. Auf der einen Seite für die Damen 301 M.O. sowie auf der anderen für die Herren sowohl ein 301 M.O. beziehungsweise 501 D.O. Pfeilgang.

Als einzige Akteurin gelang es Sabine Hallstein an beiden Tagen in diesen Wettkämpfen einen Podiumsplatz zu ergattern. War sie am Sonntag als Dritte gelistet, so hatte sie am Samstag sogar mit Rang zwei gefallen können - vor ihr Bettina Breitmayer (Rottenburg), hinter ihr Julia Hochberger aus Neustadt bei Coburg.

In Topform präsentierte sich in den beiden Herren-Wettbewerben Christian Gößwein (Ansbach), der sowohl im 301 M.O. als auch 501 D.O. als Nummer 1 auftrumpfte. Ebenfalls fit zeigte sich Michael Sommerfeld, dessen Indian Summer, wir wollen nicht unverschämt werden und etwas von Altweibersommer faseln, bereits in the Springtime begonnen hatte, überzeugte in beiden sportlichen Auseinandersetzungen: Als Runner-up im 501 D.O., in dem er sich vor Gaston Müller (Bergrheinfeld) platzierte, sowie als Dritter in der 301-Competition, in der er neben Christian Gößwein nur noch Peter Zwanzger (Markt Bibart) passieren lassen musste.

Katharina Brand/Michael Treczka sowie Michaela Mc Clain/Daniel Lukic


An beiden Tagen wurde zudem ein Mixed 301 M.O. ausgetragen. Hier verdiente sich ein Pärchen besonderen Applaus, denn Yvonne Schobert (Schwarzenbach) und Domenico Wagner (Weiden) schafften in beiden Fällen den Sprung aufs Treppchen. Samstag belegten sie Rang drei, am Sonntag verbesserten sie sich sogar auf Platz zwei. Sabine Hallstein und Michael Sommerfeld hatten sich eigentlich nur zum Kaffeeklatsch eingefunden, und wie wundersam wurden sie am Samstag Zweite, derweil Franziska Sauter (Türkheim) und Kevin Kotte (Heidenheim) am Sonntag als Dritte imponierten.

And the Winners are? Am Samstag das Berliner Doppelpack Katharina Brand und Michael Treczka und am Sonntag Michaela Mc Clain (Bad Kreuznach) und Daniel Lukic (Röslau), die schon eine Woche zuvor als Gewinner*in beim Nordhessen-Cup in Wabern die Bühne verlassen hatten.

Michael Treczka/Alexander Köhler sowie Patrick Nunez y Amor/Daniel Letic

Direkt vergleichbar sind noch die beiden Damen und Herren-Doppel 301 M.O., die an beiden Tagen ausgeschrieben waren. In beiden Fällen ergaben sich daraus total zwölf Podiumsplätze. Bei den Herren konnten in der Tat auch zwölf verschiedene Akteure gezählt werden. Die Sieger hießen Michael Treczka und Alexander Köhler (Würzburg) sowie Patrick Nunez y Amor (Neuwied) und Daniel Letic (Frankenthal), die Runners-up Christian Kaufmann und Andreas Wühr aus Deggendorf sowie Daniel Lukic und Oliver Anlitz aus Burkardroth ferner die beiden Dritten Chris Dippold (Wildflecken) und Mathias Haas (Kassel) sowie El Abbas El Amri (Schöneck) und Nico Kurz (Nidderau).

Carmen Wolf/Sabine Hallstein sowie Michaela Mc Clain/Stefanie Lück

Wie sah es bei den Damen aus? Hier beschlagnahmten die insgesamt zwölf Podiumsplätze elf verschiedene Frauen. Die Ausnahme von der Regel bildete Carmen Wolf aus Köln. Am ersten Tag siegte sie gemeinsam mit Sabine Hallstein, am zweiten verdingte sie sich zusammen mit Sarah Nunez y Amor (Neuwied) als Dritte. Sarah Nunez y Amor hat damit zum zweiten Mal in dieser Spielzeit das Podest erklimmen können.

Am Samstag hießen die Zweiten Elena Schall (Gerbrunn) und Nicole Tratschke (Kitzingen), am Sonntag Sarah Brübach (Weißenthurm) und Katharina Brandt. Die Nürnbergerin Michaela Jungbauer und Nadine Ondra (Ebern) machten am Samstag als Dritte auf sich aufmerksam, während es Michaela Mc Clain und Stefanie Lück als Siegerinnen immer wieder gerne gemeinsam tun würden.

Hardcore-Guys: Michael Sommerfeld und Marco Misof

Nun rücken nochmals die ganz harten Jungs heran. 501 D.O. – nichts für Scrambled Eggs, sondern nur für Hard-boiled(s). Als Super-Boliden beendeten keine andere als die Las Vegas-Traveller Michael Sommerfeld und Marco Misof, The Duke of Salt, allein schon wegen der Eier, das Duell im Darts-Eldorado. So zielsicher präsentierten sich meiner Meinung in der Geschichte der zielbewussten Menschheit nur noch David, Jesse James, Wilhelm Tell und Laura Dahlmeier. Als Zweite verdienten sich Peter Zwanzger und Karlheinz Wirsing (Arnstein) Beifall wie ebenso Christian Gößwein und Bernd Strauß (Nördlingen) als Dritte.

Nordbayern unter sich

Den Wettbewerb, den die Nordbayern, sind das nicht eher Franken, unter sich ausmachten, entschied Oliver Anlitz vor Chris Dippold und Chris Weingessl (Creußen) für sich.

Was sagt uns das Ganze? Im Ranking der erfolgreichsten Akteure hatte sich nach zwei spannenden und ereignisreichen Turniertagen eine Top Ten Extraklasse herausgebildet – von Christian Gößwein bis Carmen Wolf. Ihr gemeinsames Merkmal: Alle zehn zählten zu den Siegern*innen und hatten zudem mehr als eine Podiumsplatzierung verbuchen können.

Christian Gößwein der Allerbeste

The very best hieß Christian Gößwein mit zwei Siegen und einem dritten Platz. Ebenfalls auf zwei Siege brachte es Michael Treczka. Als Dritter mit den meisten Podiumsplätzen, nämlich vier, folgte Michael Sommerfeld. Als Erster, Zweiter und Dritter reihte sich Daniel Lukic als viertbester männlicher Spieler an. Als Winner und Runner-up gehörte außerdem noch Oliver Anlitz zu den Top Ten.

Die beiden Besteninnen: Stefanie Lück und Michaela Mc Clain

Bei den Damen bildeten Stefanie Lück und Michaela Mc Clain gemeinsam die Doppelspitze. Sabine Hallstein sammelte indes die meisten Podiumsplätze, nämlich wie Michael Sommerfeld vier, mit gleicher Gewichtung. Als Erste und Zweite imponierte Katharina Brand und als Erste und Dritte Carmen Wolf. Damit Frauen und Männer zu gleichen Teilen in den Top Ten vertreten.

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