Überraschendes rund um Darts

Umtriebig sein, Dartspieler*innen können es nur bedingt ohne Pfeil. So geht es in ihrem Leben auch um vermeintliche Nebensächlichkeiten. Aber nur vermeintlich, wie Kölner Dom oder die Tatsache, dass ein Frettchen noch lange keine dicke Hose macht oder ich bin‘s: Christian Soethe! Featured by Jens Haßelbacher. Und hinein mitten ins Gewühl:

Getarnt - dennoch entlarvt: Wie kann ich im ICE 1. Klasse sitzen, wenn ich angeblich zu Fuß unterwegs bin
Das Doppel: Silke und Marene
Auf den ersten Blick sind kaum Gemeinsamkeiten auszumachen, ...
..., aber es ist ja auch nicht alles zu sehen
Christian Soethe

In Blick in die Architektur eines Dartspielers

Jens Haßelbacher, VFS-Mitglied, sogar Mitglied des VFS-Vorstandsbeirats, und mit viel Seele dem Dartsports gewogen, schreibt derzeit in lockerer Reihenfolge Spieler-Portraits und macht dabei aus seinem Herzen keine Mördergrube. Dieses Mal hat er seinen Blick weit über die unterfränkische Dartszenerie hinausschweifen lassen und beginnt seinen begleitenden Facebook-Prolog so: „Ein sehr netter und fairer Spieler, für mich der beste in Deutschland …! Also schaut vorbei: www.hasselbacher.de

Da hat sich selbst der Earl of Salt von seinem Chaiselongue kurzfristig erhoben und ist zum Megaphon geschlappt: „Sehr geiler Typ …“, Andy Höp ergänzt indes kosmopolitisch: „Ja, der passt in die Welt, die Dartszene könnte ein paar mehr von ihm vertragen.“ Von Höps dito! Loser Looser in der Warteschleife.

Marene Westermann und die Welt des Kölner Doms

Punkt zwei: Der Kölner Dom zählt zu Deutschlands Kulturerbe. Marene Westermann sogar zum weltweiten Kulturerbe des Dartsports. Kölner Dom ist die dritthöchste Kirche der Welt, hinter dem Ulmer Münster und Notre-Dame-de-la-Paix in Yamoussoukro, der Hauptstadt der Elfenbeinküste. Wer hätte das gedacht? Vor Marene Westermann kommt im E-Darts rein gar nichts, nix und wieder nix, null Komma Josef!
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Wahrscheinlich ist jeder von uns schon einmal zum Kölner Dom spaziert. Zweimal links, dann geradeaus, einmal im Halbkreis und noch ein paar Schritte und schon ist frau da. Weitgefehlt, denn manche steuern den Dom per pedes ohne direkten Sichtkontakt an. Alle, die sich sofort verwundert zeigen, das gibt es wirklich, kaum zu glauben, aber wahr. Nun gut, vielleicht mit einer Postkarte in der Hand und vor den Augen. Wäre schade, wenn daran vorbeiliefe, weil man vor lauter Kirchturmspitzen den Kölner Dom nicht mehr sieht, insbesondere, wenn sich die Wegstrecke im dreidimensionalen Bereich bewegt.

Aufgepasst: Wir reden nicht von Metern, sondern Kilometern! Zu Erinnerung: 1 Kilometer = 1 000 Meter! 109 Kilometer = weit, sehr weit! Soweit die Füße tragen eben und eingebettet in der Weisheit Der Weg ist das Ziel. So muss man nicht unbedingt ankommen und kann unterwegs durchaus auf andere Gedanken kommen, denn schließlich muss man mehr Marathon als zum Beispiel Wolfgang Pütz, der alte Dauerläufer, hinter sich bringen.

Auf gut Glück ist Lücki die Sache einmal mathematisch angegangen und kam zum Ergebnis: Das dauert gute 22 Stunden! Wie kommt sie bloß darauf, wenn sie schon zehn Minuten für die paar Schrittchen zum entsprechenden Dartsgerät benötigt? Und vorausgesetzt frau geht (noch) gerade.

Das Frettchen als Darter

Aller guten Punkte sind drei: „The Ferret“! Auf Deutsch: Das Frettchen! Wie kommt man nur auf solch einen Nickname, der spätestens mit einem Sieg bei der Premier League auf gedankliche Reisen geht, Mr. Clayton, Jonny Clayton!?

Wir wissen, die Briten, die spinnen. Und genau hier ergibt sich der richtige Ansatz für eine nachhaltige, durchgefederte Recherche. Und indeed haben die Briten ein sehr weltoffenes Verständnis von Sport. Ihr Hang zum Bizarren leistet den Parallelschwung. Kurz und bündig: Es gibt in der Tat die Sportart „Ferret-legging“! Ferret gleich Frettchen, legging gleich Leggins, ergo Beinkleid.

Man steckt sich ein agiles Frettchen in die Hose und schaut dann, was passiert, vor allem aber, wer das am längsten aushält und der hat gewonnen. Einfach, motorisch eindeutige Bewegungsmuster, reiner Selbstzweck nach einheitlichem Regelwerk, also: Sport! Kannste nichts dran machen.

Ob aufgrund der Tatsache, dass Frettchen Raubtiere mit einer Schwanzlänge von rund 20 Zentmeter sind, vielleicht auch geheime Botschaften vermittelt werden sollen, sei dahingestellt. Fragen Sie doch nicht immer so penetrant, das ist doch peinlich ...