Tour weiter im Hoch

Der Pütz-Cup hat traditionsgemäß zwei Gesichter. Am ersten Turniertag steht die eigene Liga im Mittelpunkt und präsentiert sich in ihrer gesamten Vielfalt: Einzel und Doppel, Pokal-Endspiele, Premier League Finalrunde sowie eine wahre Show in Sachen Liga-Siegerehrungen. Der zweite Part fokussiert sich auf die Punktedisziplinen des VFS. Dieses Mal stach am Sonntag das DSAB Masters-Einzel mit 142 Teilnehmern heraus.

Dirk Cormann immer noch Spitze
Silke Klingler stand dreimal auf dem Podium
Karsten „Kada“ Dennerlein bester Amateur
Siegerehrung im Damen Einzel mit Silke Klingler, Sarah Lehnert und Sandy Vogt - da kam richtig Freude auf ...
... zuvor eher lau!!!
Sascha "Stoiner" Stein
Holger Kohl
Yvonne Siegl
Das Erfolgstrio im Offenen-Doppel
Pütz-Cup 2019
Paulo Ferreira
Morena Wolf ...
... und selbige nun bei der Siegerehrung im Damen-Doppel , aber irgendwie nicht im Bilde ....
... nun aber. Alles gut!
Runner-up, Winner und Dritter im DSAB Herren-Einzel Amateure nebst Gastgeber Wolfgang Pütz
Jay Jay
Holger Kohl mit Fanclub
Die Finalisten im Masters-Einzel mit Wolfgnag Pütz
Karsten Koch als Bester von 142 nun gegen Michael van Gerwen
Das war's: Pütz-Cup 2019

Karsten Koch/Jörg Mitterlener vorn Marco Misof und Michael Sommerfeld aus Salz beziehungsweise Bergheim und aus Gründen, die personifizierte Ost-Darts-West-Achse, zeigten sich in der Stadthalle von Troisdorf am 26./27. im Offenen Doppel 501 D.O. von ihrer drittbesten Seite, sagt aus, sie belegten zusammen von 44 Teams, sprich 88 Teilnehmern, Rang drei.

Das Finale bestritten indes der Kölner Sven Cremer und der Bergheimer Patrick Pötz gegen Karsten Koch (Brüggen) und Jörg Mitterlener (Moers), die nicht nur das Match ums Finale mit 2:0, sondern darüber hinaus noch das Endspiel mit 2:0 für sich entscheiden konnten, auch wenn Sven Cremer/Patrick Pötz mit 1:2 der Setausgleich gelungen war.

Sehr löblich über Patrick Plötz äußerste sich sein Doppel-Partner Sven Cremer: „Macht richtig Spaß mit ihm. Patrick hat auch in vielerlei Hinsicht eine sehr positive Entwicklung hinter sich!“

Sven Luhr überragt im Offenen-Einzel

Von den oben genannten Spielern mischten drei gleichfalls im Offenen-Einzel 501 D.O. ganz vorne mit. So rauschte Michael Sommerfeld (Bergheim) als Vierter auf seiner Quadriga mit Vollgas knapp am Podium vorbei.

Bei der ersten Begegnung ums Finale gewann Sven Luhr (Sankt Sebastian) gegen Karsten Koch (Brüggen) 2:0. Letztgenannter kickte anschließend mit dem gleichen Ergebnis Jörg Mitterlehner (Moers) hinaus, ergo Dritter.

Final gegen Kevin Luhr vermochte Karsten Koch zwar mit 2:1 noch den Setausgleich zu realisieren, musste sich jedoch schlussendlich 0:2 geschlagen geben. Toller Sieg von Kevin Luhr, der sich auf diese Weise  die Michael Gerwen-Wildcard von Pütz-Automaten verdient hat und damit als zweiter Spieler für die DSAB-Acht nominiert ist, die den Länderkampf gegen Holland am 3. Mai an gleicher Stelle bestreiten wird.

Frank Jendro/Philipp Kaiser sowie Arthontides Theoharis

Den Thron im C-Doppel 301 S.O. bestiegen Frank Jendro und Philipp Kaiser (Troisdorf/Hennef), die unglaublicher Weise Jörg Boland (Königswinter) und Frank Limmer (Bad Honnef) sowie die Gockel Jürgen Hecht und Michael Fischer auf die Positionen zwei und drei verweisen konnten. Wieso nennt sich ein Fischer und sein Hecht Gockel?

Keiner der soeben genannten sechs Akteure vermochte das Podium im C-Einzel 301 S.O. zu besteigen. Dafür aber Christian Müller (Bad Honnef) als Dritter, Max Esch (Troisdorf) als Runner-up und last but not least der Kölner Arthontides Theoharis als the very best.

Andreas Linnartz/Steffen Fricke und Andreas Linnartz

Das B+A-Liga Doppel 501 M.O. sah indes das Duo Andreas Linnartz/Steffen Fricke (Köln/Königswinter) vorn, das sich im Endspiel gegen Tobias Braun und Jörg Boland (Wachtberg) behaupten konnte, während Daniel Roth und Marco Vukadin (Wesseling/Köln) auf Rang drei landeten.

Als Solist im B-Einzel 501 M.O. tat sich Andreas Linnartz (Königswinter) als Primus hervor und verdrängte Sascha Thiebus (Sankt Augustin) und Liman Berisha (Bonn) auf Rang zwei respektive drei.

Dirk Ulrich sowie Dustin Kurek

Den Sieg im A-Einzel 501 D.O. schnappte sich Dirk Ulrich (Sankt Augustin). Mario Vulkadin (Wesseling) musste sich im Endspiel beugen, eroberte allerdings Rang zwei, derweil Evangelos Diamanpopoulos (Wesseling) mit Platz drei vorlieb nehmen durfte.

Im Jugend-Cup glänzte Dustin Kurek (Rheinbach) als Gewinner. Den zweiten Platz errang Luke Höfer (Hagen). Als Dritter gefiel Niko Selalmatzidis (Dormagen).

Pütz Pokal-Finals

Bei den vier Pokalendspielen der Pütz-Liga gewann in der C-Klasse das Team Sechs Zipfel (Königswinter) gegen Live Fighter 10:9, in der B-Liga errang das Cockpit Team (Portz) gegen Lucky Striker (Bad Breisig) mit 10:8 den Titel, während in der A-Klasse Lindus Optimus (St. Augustin) mit dem gleichen Resultat Reissdorf Chaoten (Troisdorf) niederringen konnte. Magic Arrows (Hilden) zeigten sich mit 11:9 der Putzkolonne (Troisdorf) überlegen.

Marvin Eßer gewinnt Pütz Premier League

Die Finalrunde der „Pütz-Premiere League" war gleichsam Teil des ersten Turniertages. In den Viertelfinalmatches setzten sich sowohl Sven Ohligschläger gegen Thomas Sauer als auch Thorsten Jochheim gegen Dirk Herr mit 9:4 durch, während sich Sven Cremer mit 9:2 gegen den Vorjahreszweiten Christian Limberger behaupten konnte. Marvin Eßer dominierte Holger Biastock sogar 9:0.

Die beiden Halbfinals verliefen ebenfalls eindeutig. Thorsten Jochheim besiegte Sven Cremer 10:2 und Marvin Eßer beherrschte Sven Ohligschläger 10:4.

Das Finale dagegen war an Spannung nicht zu überbieten. Nach 10:10 holte sich Marvin Eßer das Entscheidungsleg und gewann die „Pütz Premier League" 11:10. Der Sieg wurde mit 1 500 Euro honoriert.

Karsten „Kada“ Dennerlein trumpft auf

Ei der Daus, am Turnier-Sonntag hatten es die DSAB Amateure im Einzel 301 M.O. einmal mehr besonders eilig. So stand bereits am späten Nachmittag Christoph Reichert (Neukirchen/Saar) als Dritter fest, der mit der gleichen Platzierung schon in der letzten Spielzeit beim Dortmund Open aufwarten konnte und sich mit seiner nächsten  Podiumsplatzierung sehr zufrieden zeigte.

Im Endspiel trafen indes der „Panneflicker" Holger Kohl (Merzig) und Karsten „Kada“ Dennerlein (Herten), der ewige B-Ligaspieler, aufeinander, der das Spiel mit 3:1 zu seinen Gunsten gestalten konnte.

Sowohl Holger Kohl als auch Karsten Dennerlein waren rundum mit sich und der Darts-Welt zufrieden. 59 Akteure waren aufgelaufen. Schlusswort Karsten Dennerlein, der sich vor geraumer Zeit reaktiviert hatte: „Ich kann es irgendwie immer noch ganz gut!“

Silke Klingler und Morena Wolf siegreich

Das Rennen im Damen Doppel 301 M.O. machten Silke Klingler (Wuppertal) und Morena Wolf (Düsseldorf), auch wenn sie im Endspiel nochmals ordentlich unter Druck gerieten, denn Janine Wagener (Bad Breisig) und Yvonne Siegl (Oberroßbach)) glichen nicht nur rasant aus, sondern gingen im Entscheidungsset sogar mit 1:0 in Führung.

Sie hatten jedoch den bösen Wolf nicht auf der Rechnung, der mit 16 Darts das Match egalisierte und mit 15 entschied. War noch etwas? Klar, The Girls on Fire, Angela Gaudenti-Haber (Netphen) und Sarah Brübach (Weißenthurm), brannten bis auf Rang drei. Lichterloh – dann dunkel!

Sarah Lehnert auf Erfolgswelle

Sarah Lehnert (Essen) und Silke Klingler (Wuppertal) standen sich im DSAB Damen-Einzel 301 M.O. final gegenüber, nachdem die beiden 47 weitere Mitstreiterinnen hinter sich gelassen hatten. Silke Klingler hatte zuvor 0:3 gegen Sarah Lehnert verloren, sodann 2:1 gegen Sandy Vogt (Büren) gewonnen, die sich so als Dritte verankerte.

Duplizität der Ereignisse: Sarah Lehnert gewann nicht nur das Endspiel, sondern abermals 3:0 und verfehlte im dritten Leg nach zweimal T19 Tops zum 154er Finish, war aber eine Runde später am Ziel.

Silke Klingler zürnte mit sich: „Sowie ich auf der Bühne stehe, schlottern mir nur noch die Knie, und es läuft nichts mehr!“ Klosterfrau Melissengeist vielleicht?

Karsten Koch bester Masters von 142

Nach 1:0, 1:1 und 2:1 mit 15, 18 und 18 Darts hatte Stefan Stoyke (Weißenthurm) Sascha Stein (Birkenau) beim Spiel von 4 auf 3 im DSAB Herren-Einzel Masters 501 D.O. aus dem Rennen geworfen. Im nächsten Step wurde der Sieger von Ludwigshafen jedoch von Patrick Nunez y Amor (Neuwied) ausgebremst, der zwar 0:1 hintenlag, nachdem Stefan Stoyke 134 für Rest 72 serviert hatte und mit 15 Darts durch war. Im zweiten Leg verpasste Stefan Stoyke ein 130er Finish zum Match, brachte Patrick Nunez y Amor so wieder auf Touren, der sich nicht nur dieses Leg, sondern auch den 2:1 Sieg sichern konnte.

Das Endspiel nicht nur einseitig, sondern auch hochklassig. In der Hauptrolle Karsten Koch (Brüggen). Nach der 2:0 Führung erhöhte er mit 16 Darts (13 auf der Hand) auf 3:0 und machte den Sieg mit einem 112er Finish mit 12 Darts perfekt.

Aber nicht nur der Winner stolz, auch der Unterlegene: „Ich habe viel dafür getan, wieder nach vorn zu kommen. Ich bin sehr glücklich, dass mir das gelungen ist!“

Der Masters-Wettbewerb zeichnete sich außerdem durch seine Rahmenbedingungen aus: 142 Spieler waren mit von der Partie. Neuer Pütz-Cup Rekord und das zweitgrößte Masters-Feld auf der Tour schlechthin.

Neckarbomber bombig

Die Generation „anno dunnemals“ präsentierte sich im Offenen-Doppel 301 M.O. erfrischend jung. Vornehmlich Paulo Ferreira (Heinsberg) und Dirk Cormann (Eschweiler), einer, dem das Prädikat effektiv anhaftet, die deutsche Darts-Szene geprägt zu haben.

Von der Gewinnerseite sprangen die Magic Grenzland Piraten auf die Finalbühne und mussten sich mit den Neckarbombern Kai Gotthardt (Stuttgart) und Sascha Stein (Birkenau) auseinandersetzen, die zuvor Christian Göbel (Büren) und Stefan Stoyke (Weißenthurm) auf Rang drei verdrängt hatten.

Zum Finale: Sascha Stein in Bestform. Mit sechs Darts markierte er eindrucksvoll das 1:0, das Paulo Ferreira egalisierte. Dirk Cormann verfehlte anschließend ein 152er Finish zum Matchgewinn, sodass Sascha Stein mit einem 107er Finish zur Stelle war.

Sascha Stein war es auch, der im Entscheidungsset das 1:0 vorlegte und sodann mit 8 Darts den Sieg einholte.

Julia Strauch und Kai Gotthardt

Der Mixed-Wettbewerb 301 M.O. zog sich etwas länger dahin. Das große Donnerwetter blieb jedoch aus. Denn das sportliche Pärchen Silke Klingler (Wuppertal) und Alexander Smyk (Essen) unter dem Label „Donnerwetter de luxe“ die Tour crusend hatte zwar zeitlich vor allen anderen Mitstreitern das Finale schon fest gebucht, allerdings wurde es kurz vorm Ziel noch von Julia Strauch und Kai Gotthardt aus Stuttgart via Setausgleich und anschließendem Setgewinn abgefangen. Sandy Vogt (Büren) und Karsten Koch (Brüggen) belegten Rang drei.

1 071

Die 536 am ersten und die 535 am zweiten Tag summieren die Teilnahmen auf 1 071. Ein schönes Ergebnis, zumal sich der Pütz-Cup gegen eine große Anzahl von Parallelveranstaltungen zu erwehren hatte. Andreas „Atze“ Schneider hatte dazu Folgendes zu sagen: „???!“ Recht hat er. Maik „Magic“ Jansen ergänzte tags zuvor schon: „???!“

Der Pütz-Cup 2019 lockte Darts-Fans aus dem Umkreis Porno-City und Gerümpel, Stuttgart, Oppenau, Neukirchen (Saar), Eschweiler, Krefeld, Dinslaken, Berlin, Schneeberg, Salz und Würzburg an. Spielerinnen und Spieler aus acht der zehn Postleitzahlenbereiche Deutschlands waren nach Troisdorf gekommen, Akteure aus acht Bundesländern.