Tatsachenbericht: Bundesliga-West

Das letzte Spiel der Bundesliga Division West fand erst am 27. Januar statt. Außerhalb der zeitlichen Dimension. Weil? Weil sich eine Reihe von Mannschaften nicht über Spieltage einigen konnten, die aufgrund von Verlegungswünschen zustande gekommen waren.

Ein Gipfeltreffen des Darts-Sports: Grenzland Pirtaten vs. Team Dinslaken
Blick auf die Spielarena "Zur Mühle" in Eschweiler
Großer Fight - viel Spaß
Frank Peischard wie er lebt und lacht
Michael Wollwscheck hat alles im Blick
Uwe Mannderscheidt vollstreckte den ersten Punkt für das Team Dinslaken
Berni außer Rand und Band: Von 171 Score bis 170er Finish
Zur Mühle am rauschenden Hahn ... schöner, freundlicher Darts-Spielort

Selbst gegen diesen allerletzten Spieltage wollte der eine oder andere aufgrund eines ausgeprägten Missverständnisses eines grundlegenden Einspruchsrechts nochmals an dieser Terminierung drehen. Aber genug ist genug! Geredet sowieso. Nur noch das Schaffen von Tatsachen traf des Pudels Kern mitten ins Gebälk und erwies sich als einziger zuverlässiger Partner.

Spielen nicht debattieren

Wie man unschwer den Worten einer stets umsichtigen und verständnisvollen Liga-Sekretärin entnehmen konnte, glich das Ganze eher einem Hühnerhaufen als eines normalen Liga-Spielbetriebes. Jeder hatte was zu gackern. Schwamm drüber, jedoch auch über den Versuch, es immer wieder allen recht machen zu wollen. Tatsache: Ein Ligaspielbetrieb ist kein Debatlierclub! Punktum! 

Darts ist Teamsport

Tatsache: Topteams, die sowohl in der geographischen Streuung sowie in der mehrdimensionalen Ausrichtung ihrer Akteure grenzwertig sind, dürfen nicht erwarten, dass sie immer und ausschließlich mit ihren absoluten Spitzenkönnern Ligaspiele betreiben können, zumal diese Mannschaften in der Majorität über einen nummerischen Kader verfügen, der solche Ausfälle locker kompensiert.

Theorie und Praxis

Der Tatsache, dass die Bundesliga von den Beteiligten besonders gewertschätzt wird, ist großes Lob geschuldet. Mike Jansen, die Darts-Seele der Magics Düren, hat schon öfter betont: „Für mich rangiert die Bundesliga unter allen DSAB Aktivitäten an oberster Stelle“ und fragt sogleich: „Warum müssen Begegnungen überhaupt verlegt werden?“

Die schlagfertige Antwort liefert er obendrein frei Haus: „Es dürfte überhaupt keine Spielverlegungen stattfinden – aus basta!“ Da ist Einiges dran. „Ab einer bestimmten Kaderstärke sollte den entsprechenden Teams Spielerverlegungen von vorn herein untersagt werden!“, ergänzt Ober-Grenzland Pirat Dirk Cormann. "Was Dirk Cormann sagt, ist so!", fügt wiederum Grenzland Pirat Micheal Sommerfeld an.  

„Zur Mühle“

Die Begegnung zwischen Grenzland Piraten Eschweiler und dem Team Dinslaken wurde in der Gaststätte „Zur Mühle“ in Eschweiler ausgetragen. Glücklicherweise nicht auf neutralem Boden, denn so entwickelte sich ein spannender, aber auch herzlicher, zudem ein guter und fairer Darts-Afternoon, der sonst leider oft so lazy dahinvegetiert, der afternoon.

Vom Tabellenfüher zum Meister

Tatsache: Das Team Dinslaken reiste in die Darts-Metropole des Grenzlands Aachen als Tabellenführer an, war jedoch in der offiziellen Tabelle fälschlicherweise als Zweiter hinter den Natheraner Dart Chaoten Duisburg geführt, wodurch die Bedeutung der Begegnung bei nicht wenigen total überdimensioniert wurde. Tatsache: Das Team Dinslaken musste zwar noch etwas für den Meistertitel tun, musste aber nicht mehr gewinnen, sondern lediglich zwei Spiele für sich entscheiden. Das war’s!

Konditionierte Tatsachen

„Das muss unser Team auch ohne mich schaffen“, kommentierte Jörg Mitterlehner, der sich beim Pütz-Cup ins Zeugs legte. Michael Sommerfeld, ebenfalls in Troisdorf aktiv, hatte gleichwohl eine eindeutige Meinung gefasst: „Nicht mit mir! So ein Affentheater braucht keiner!“

Tatsache: 11:1

Von Affentheater war vor Ort indes nichts zu spüren. Die Grenzland Piraten enterten das Punktekonto sehr beeindruckend. 11:0 führten sie, und eine Sensation bahnte sich an: „Sollten wir hier das Unmögliche möglich machen“, kommentierte Dirk Cormann zwischenzeitlich schmunzelnd. Doch just in diesem Augenblick kaperte das Team Dinslaken im Doppel mit Uwe Mannderscheid/Stephan Gerritsen den ersten Punkt.

Tatsache: 13:2 und 16:4

Eine tolle Schlacht entwickelte sich kurz darauf zwischen Stephan Gerritsen und Berni Galitzki, die Stefan Gerritsen mit 17, 16 und 12 Darts plus 121 Finish 3:0 für sich entscheiden konnte. Der Drops war gelutscht, die Meisterschaft für das Team Dinslaken unter Dach und Fach. Schlussendlich trennten sich die beide Mannschaften 16:4.

Abschlußtabelle


Das Schönste am Darts: Sportspaß


Ohne Frage ein interessanter Darts-Nachmittag, der in der Tat vergnüglich war und eindeutig demonstrierte, dass am Darts der sportliche Faktor am schönsten ist und nicht die Verhandlungen am grünen Tisch. Shakehands und alle waren sichtlich zufrieden, es endlich hinter sich gebracht zu haben. Alle sollten daraus gelernt haben.

Ewige Tatsachen


Das Team Dinslaken hat damit nicht nur seinen sechsten Meisterschaftsgewinn in Folge klargemacht, sondern eindeutige Tatsachen geschaffen: Es ist das erfolgreichste Team in der Geschichte der Bundesliga-Division West, gefolgt von den Grenzland Piraten, die bisher vier Titel gewonnen haben, sowie dem E.D.V. Moers.03, der dreimal am Saisonende an der Spitze gestanden hat.

Ehrentafel der Meister

Ewige Bestenliste