Sweet Dreams are made of this: Matthias Ehlers

What a Burger: Sören Wegner, der Sieger von Würzburg. What a sweet dream now: Matthias Ehlers! Die Endausscheidung „Who will beat The Power“ im Checkpoint in Darmstadt offenbarte einen kraftvollen, herausfordernden und spicy Matthias Ehlers!

Matthias Ehlers - The next Man im DSAB German Sixpack
Gabriel Clemens knapp geschlagen
Der Checkpoint-Fight um Phil Taylor

Erste Begegnung: Matthias Ehlers vs Sascha Stein  

Für den Sieger aus Hohberg ging ein Traum in Erfüllung, der allerdings des Öfteren vom Alp umschlugen wurde, doch am Ende überwogen die Sweet Dreams alles. Beim Einstieg ins Turnier wurde Matthias Ehlers sogleich mit einem wahren Darts-Brocken, nicht nur in geologisch-wissenschaftlichen Kreisen als „Stoiner“ bekannt, konfrontiert.

Adrenalin heißt der Wirkstoff

Herausforderung angenommen, denn das ist der richtige Stoff, aus dem Träume wahr werden können, da nur so die individuellen Körpertemperaturen richtig auf Kampfmodus eingestellt werden. Kein Geplänkel, sondern ein voll bis Unterkante Oberlippe mit Adrenalin getränkter Fight, aus dem Matthias Ehlers knapp mit 3:2 als Sieger hervorging, während Sascha Stein (Birkenau) nun bereits mit dem Rücken an der Wand stand, aber noch längst nicht aus dem Rennen war.

Matthias Ehlers nach 9:3 dicht am Finale

Anschließend erwischte es Dariusz Cebula (Kettig) eiskalt, der sich Matthias Ehlers 0:3 geschlagen geben musste. Auch gegen Peter Hetzel (Idar-Oberstein) strahlte Matthias Ehlers mit 3:1 sehr viel Souveränität aus und rutschte mehr und mehr in eine absolute Favoritenrolle hinein, weil er sich mit insgesamt drei Siegen und einem Legverhältnis von 9:3 regelrecht ins erste Match ums Finale geballert hatte.

Matthias Ehlers vs Boris Schmitz

Dort traf er zu aller Überraschung nicht auf einen anderen Europameister oder Worldcupsieger, die hier im Checkpoint nur so herumschwirrten, sondern auf Boris Schmitz aus Polch, der sich allseits Respekt verdient hatte, weil er nach seinem 3:2 Erfolg über Steven Luhr (Ochtendung) auch Gabriel Clemens (Saarwellingen) mit 3:2 nach 2:0 Führung niedergekämpft hatte. Riesenbeifall, auch wenn der Protagonist völlig fertig erst einmal nach Erholung schnaufte und am liebsten an eine Herzlungenmaschine angeschlossen worden wäre.

Gegen Matthias Ehlers wäre ihm beinahe das nächste Husarenstück geglückt, denn er führte wiederum 2:0. Doch Matthias Ehlers wusste, was er wollte, verkürzte auf 1:2, egalisierte die Begegnung konsequent, gewann schlussendlich 3:2 und stand als erster Finalist fest.

Gabriel Clemens im Blickpunkt

Nehmen wir Gabriel Clemens in den Fokus. Vor seiner Niederlage gegen Boris Schmitz gewann er gegen Stephan Vetter (Reichelsheim) 3:1, brillierte dabei mit einem 170er Finish; nach seiner Panne bekam er es mit Sascha Stein zu tun und war gefühlt mehrmals out, gewann aber schließlich 2:1, weil Sascha Steins Billionen von Matchdarts im Nowhere Land landeten. Schade für Sascha Stein, der ausschied, als er richtig gut drauf war.

Boris Schmitz imponiert

Gegen Holger Rettig (Rimbach) wurde es für Gabriel Clemens abermals überaus eng, aber er rettete sich mit einem 2:1 Sieg ins Spiel ums Finale auf der Verliererseite gegen Boris Schmitz. Gabriel Clemens gewann diese Partie 2:0 und trumpfte nach 180 mit 14 Darts zum Match auf, während sein Kontrahent völlig platt war! „Wenn ich Phil Taylor nur die Hand schütteln darf, bin ich hin und weg!“, so Boris Schmitz.

Nichtsdestotrotz - und das wollen wir in Stein gemeißelt festhalten - hatte sich Boris Schmitz einen hervorragenden dritten Rang erkämpft und verkörperte den Underdog schlechthin, der den Großen das Fürchten lernt und Sport so prickelnd macht, was ihm rundum viel anerkennenden Beifall einbrachte.

Das Endspiel: Matthias Ehlers vs Gabriel Clemens 

Gabriel Clemens legte los: 1:0 mit 18 Darts (15 auf der Hand), 2:0 mit 20 Darts (17 auf der Hand) sowie 3:0 mit 18 Darts (17 auf der Hand). Das war schon mehr als die halbe Miete.

Jedoch nach 140 und 139 markierte Matthias Ehlers mit 18 Darts (17 auf der Hand) im vierten Leg seine erste Duftnote. Im fünften Leg kam Gabriel Clemens dem Sieg zwar ganz nahe, als er nach Scores von 125 und 165 starke 14 Darts auf der Hand besaß. Aber seine beiden Matchdarts fanden das Ziel nicht. Im Gegenzug zeigte Matthias Ehlers, wie es geht, denn er finishte mit 14 Darts und verkürzte auf 2:3. Mit 19 Darts (17 auf der Hand) glich er im nächsten Durchgang sogar aus.

14 Darts zum Sieg

Im Endscheidungsleg ging es noch einmal hoch her. Nach 135 und 140 verpasste Gabriel Clemens ein 85er Bullfinish, es blieb ein Rest von 25. Auf der anderen Seite hatte Matthias Ehlers nach 140 und 135 superstarke 12 Darts auf der Hand, damit gehörte ihm auch der allererste Matchdarts, der jedoch das Ziel ebenfalls verfehlt hatte, doch Matthias Ehlers blieb cool und entschied sodann mit 14 Darts die Begegnung 4:3. „Ich bin glücklich und stolz, dass ich das geschafft habe, und freue mich riesig auf Phil Taylor!", so der Sieger. Der Runner-up Gabriel Clemens war nach seiner furiosen Woche Darts einfach nur noch: „Kaputt!"   

Der zweite DSAB Sixpack Man

Matthias Ehlers ist nun der zweite Mann im DSAB German Sixpack, who will beat The Power am 28. Oktober auf der großen VFS/DSAB Darts-Bühne in Geiselwind. Sweet dreams are made of this!

Ein Gesicht

Das Checkpoint in Darmstadt präsentierte wie tags zuvor das Breaker's Inn in Würzburg ein kräftiges und kompaktes Turnier auf sehr hohem Niveau mit mindestens 100 000 Volt Spannung, gespickt mit Darts surprise und sehr ehrgeizigen Playern, die aber dennoch äußerst partnerschaftlich und fair im Umgang miteinander gewesen sind. Auch Darmstadt hat sehr viel Spaß gemacht - und das German Sixpack bekommt nun deutliche Konturen und ein Gesicht! 

What a Burger: Sören Wegner