Strikers und Gamblers in Las Vegas dabei

Das Sportjahr des DSAB endet auf der nationalen Ebene nicht schon mit den Deutschen Meisterschaften im Darts am ersten verlängerten Novemberwochenende, sondern vielmehr bereits seit einigen Jahren mit den Deutschen Liga Mannschafts-Meisterschaften im Poolbillard 8-Ball.

 

Die Gamblers gewinnen zum achtzehnten Mal die DLMM, ...
Obelix
8-Pool Buddys
No 1 Breakers
Pyramida Team
... die Strikers zum ersten Mal

Ein absoluter Höhepunkt: Denn wie im Darts geht es auch bei den Queueperfektionisten bei der DLMM um Las Vegas, in diesem Fall um die Qualifikation zum 38. VNEA Worldcup, der im Gegensatz zum Darts weiterhin im Bally’s ausgetragen wird, und zwar vom 24. Mai bis 2. Juni 2018.

Am 25./26. November war es soweit. Im Breakers Inn in Würzburg trafen die jeweiligen Spitzenclubs der beiden Leistungsklassen Amateure und Masters bei der 26. Auflage der DSAB Poolbillard DLMM aufeinander.

Jede Begegnung wird auf der Basis von 25 Partien gespielt. Da es keine Gruppenphase gab, war nach dem Gewinn von dreizehn Spielpunkten das jeweilige Macht endgültig entschieden. Das Ganze wurde etwas komplizierter, weil das Turnier in beiden Klassen im Triple-K.O.-System ausgetragen wurde. Ein probates Mittel, dass in den USA gerade in den höheren Leistungsklassen zum Poolbillardalltag gehört. Für alle, für die dieser Modus Neuland ist, hat es den Charme eines Irrgartens. Und es dauert – viel, viel länger als man denkt!

Gamblers nehmen Fahrt auf ...

Die Gamblers aus Schweinfurt sind so etwas wie die Visitenkarte des DSAB in Sachen Poolbillard, denn das Team war von Beginn bis heute dabei und hat zudem nicht eine einzige DLMM ausgelassen.

Zum Auftakt behaupteten sich die Gamblers mit 13:2 gegen Triple X Würzburg und setzten sich sodann gegen Wild Seventies (Kitzingen) mit 13:6 durch, die zuvor Obelix (Schweinfurt) 13:5 dominiert hatten. Bei den Gamblers demonstrierte Thorsten Endres mit insgesamt sieben Siege besondere Stärke. Aufgrund dieser beiden klaren Erfolge standen die Gamblers bereits als erste Finalisten fest.

Wild Seventies: Wild at Haert

Wild Seventies rückte in die Wirrungen der Verliererseite ab. Zunächst besiegten sie Obelix mit 13:7, danach wiederum Obelix mit 13:9. So standen die Wild Sventies ebenfalls im Endspiel, während das Team Obelix als Dritte auf dem Podium standen, das zuvor gegen Triple X mit 13:9 die Oberhand behalten und dieses Team auf Rang vier verwiesen hatte.

Der Fight um Las Vegas

Nun ging es für Gamblers und Wild Seventies um Las Vegas. Knallhart, ohne wenn und aber. In der ersten Finalbegegnung gelang Wild Seventies ein imposanter 13:10 Erfolg. Mit vier Siegen hatte sich Christoph „Farri" Spall als bester Punktesammler der Wild Sventies in den Vordergrund geschoben.

Vertagung

Da die Zeiger der Uhr längst Mitternacht überschritten hatten, wurde die Entscheidung auf den folgenden Nachmittag vertagt. Pünktlich um 16:00 Uhr ging es weiter. Gut erholt gewannen die Gamblers den zweiten Teil des Endspieles mit 13:7. Sowohl Thorsten Endres als auch Christian Hadaschick und Daniel Weippert gewannen jeweils drei Partien.

... und erreichen erfolgreich das Ziel

Der dritte Part des Finales brachte sodann die Entscheidung. Nach einem dröhnenden Kavalliersstart, der nichts zu wünschen übrigließ, jagten die Gamblers auf 5:0 davon. Im zweiten Durchgang büßten sie zwar eine Partie ein, dennoch lagen sie 9:1 überlegen in Front. Las Vegas schon deutlich vor Augen. Auch wenn die Gamblers in der dritten Runde die Pace nicht beibehalten konnten, befanden sie sich nun mit elf Punkten bereits im Speckgürtel von Las Vegas. Den zwölften beziehungsweise dreizehnten Punkt zum Titelgewinn verbunden mit den Flugtickets nach Las Vegas holten anschließend Thorsten Endres und Daniel Weippert im Parallelschwung. Endstand: 13:6!      

18. Titelgewinn der Gamblers


Die Gamblers obenauf, die Wild Seventies erschienen indes nicht mehr zur Siegerehrung. Die Gamblers haben nunmehr nicht weniger als achtzehn Mal den DLMM-Titel für sich reklamieren können. Ihre jetzige Erfolgsserie dauert seit 2012 an und umfasst ununterbrochen stolze sechs Titelgewinne. Ihr bisher größter Siegeszug dauerte von 1994 bis 2002 mit acht Meisterschaften in Folge an.

PS: Dass ein Team, das nur als Runner-up aus einem Endspiel hervorgeht, nicht bestens gelaunt ist, ist verständlich. Dass ein solches Team jedoch die Siegerehrung verweigert, ist völlig unangemessen, unsportlich und unfair. Nicht nur dem Gegner gegenüber, sondern auch in Bezug auf den Event sowie insbesondere den Veranstalter DSAB.  


Die Amateure auf dem Weg nach Las Vegas


Das erste Aufeinandertreffen bei den Amateuren endete souverän 13:3, als sich das Pyramida Team Schweinfurt an Blackout (Schweinfurt) schadlos halten konnte. Anschließend vermochte sich das Pyramida Team bei seiner zweiten Aufgabe gegen No 1 Breakers (Bad Kissingen) noch einem Tick eleganter aus der Affäre zu ziehen, und gewann 13:2. Die Streikers Würzburg verdienten sich dagegen ihre ersten Lorbeeren mit 13:6 über die 8-Pool Buddys (Schweinfurt).

Streikers stehen als erste Finalisten fest

Als es in der Folge um den ersten Finalplatz ging, überzeugten die Streikers mit einem 13:9 über das Pyramida Team. Auf der Suche nach dem zweiten Finalisten mussten auf der Verliererseite zuerst Blackout, kurz danach No 1 Breakers die Segel streichen. Wesentlich besser lief es dagegen für das Pyramida Team, das sich dank seiner beiden Siegen in Höhe von 13:6 beziehungsweise 13:3 gegen die 8-Pool Buddys (Schweinfurt) ins Endspiel katapultierte.

Das Finale in vier Akten

Nun begann der direkte Fight um Las Vegas zwischen den Strikers und dem Pyramida Team. Mit 13:7 machte das Pyramida Team sofort klar, dass es Las Vegas noch längst nicht aufgegeben hatte. Als bester Punktesammler mit vier gewonnenen Partien präsentierte sich Alexander Kuchar.

Im zweiten Akt war das Pyramida Team ganz dicht daran, den zweiten Matchpoint einzufahren, doch schlussendlich ging dieser Zähler mit 13:12 an die Strikers. Bei den Gewinnern strichen sowohl Hendrik Franke als auch Ibrahim Arslan vier Zähler ein.

Im dritten Akt ging es abermals ganz eng zu, doch dieses Mal verdiente sich das Pyramida Team mit 13:11 den Matchpoint, wobei sich Ali Zirekoglu mit vier Siegen als bester Knipser auszeichnen konnte.

Hendrik Franke locht für Las Vegas ein

Im vierten Akt schien sich zunächst nach 3:2 für die Strikers und 5:5 Gleichstand ein weiteres dramatisches Kopf-an-Kopf-Rennen zu entwickeln, doch in Runde drei gewannen die Strikers alle fünf Partien und gingen so 10:5 in Führung. Für die drei noch fehlenden Punkte für Las Vegas sorgten Markus Futschek und Ibrahim Arslan im vierten Durchgang sowie wie schlussendlich Hendrik Franke in der fünften Runde, der damit insgesamt vier Partien für sich entschieden hatte.

Das Allerwichtigste allerdings: Die Strikers sind 2018 beim Worldcup in Las Vegas mit von der Partie!


Ergebnisliste Masters


1. Gamblers (Schweinfurt)
2. Wild Seventies (Kitzingen)
3. Obelix (Schweinfurt)
4. Triple X (Würzburg)

Gamblers: Frank Lauerbach (C), Thorsten Endres, Daniel Erdmann, Christian Hadaschick, Daniel Weippert, Peter Weippert und Gerhard Werner 

Wild Seventies: Marco Stöcklein (C), Berat Arifi, Martin Karl, Walter Lauth, Michael Luckert, Udo Schieder, Tobias Schunder und Christoph Spall

Obelix: Guido Siegmann (C), Robert Gernet, Friedrich Kokott, Jens Prozeller, Matthias Schulz, Ramon Stühler, Michael Thiel und Wolfgang Wardanjan 

Triple X: Bettina Hübner (C), Jochen Jutzi, Michael Kapp, Malcolm Luckie, Sebastian Möldner und Markus Schick
 

Ergebnisliste Amateure

1. Strikers (Würzburg)
2. Pyramida Team (Schweinfurt)
3. 8-Pool Buddys (Schweinfurt)
4. No 1 Breakers (Bad Kissingen)
5. Blackout (Schweinfurt)

Strikers: Hassan Ökcü (C), Ibrahim Arslan, Dirk Büttner, Artur Erhardt, Hendrik Franke, Markus Futschek und Aleksander Konkol 

Pyramida Team: Arkadij Schnorr (C), Gökmen Duvan, Dennis Kasch, Alexander Kuchar, Marco Zink und Ali Zirekoglu

8-Pool Buddys: Sven Engelhardt (C), Hüseyin Demirbas, Josef Katzenberger, Gerhard Klöber, Christian Perzlmeier und Ahmet Özkan

No 1 Breakers: Michael Erhard (C), Andre Keil, Marco Reinisch, Bernd Stahl und Michael Strobel

Blackout Peter: Ralf Dunz (K), Peter Hahn, Jürgen Herleth, Hilmar Sauer, Christian Schneider und Heinz Schonunger