Stefanie Lück großartig, Andreas von der Heyden grandios

Der Darts Weekend-Trip ins slowakische Košice war einerseits von Erfolg und einer großen Überraschung beseelt. Anderseits: EDU Champions League hier bedeutet zweimal Propeller: Frankfurt - Prag – Prag - Košice. Dann Flugshow am Flughafen, dafür keine Taxis. Anschließend Double Tree Hilton ohne TV und Spolocensky pavilon mit großes Bier für 1,60. Der DSAB sah Überlebenschancen.

DSAB II mit Tim Rehberg, Andreas Schneider Conde, Silvia Dolores Moos, Sascha Stein und Andreas von der Heyden
DSAB I mit Christian Soethe, Michaela Mc Clain, Sladan Nedic, Stefanie Lück und Zdravko Antunovic
Begegnung Schweiz-Deutschland
Finalrunde der Top Eight bei den Herren
Tim Rehberg
Finalrunden der Top Four der Damen
Stefanie Lück
Andreas von der Heyden
Andreas von der Heyden nach dem Finalsieg
Stefanie Lück setzt zu ihrem gefürchteten Doppelten-Nelson an und ...
Siegerehrung Damen
Lück im Glück
Siegerehrung Herren
Die Camel Fighter(s) Tim Rehberg und Andreas von der Heyden
Stefafie Lück und Andreas von der Heyden, die Final- und Pokalfetischisten
Die drei vom Podium
Schluss mit lustig: BM unter den Tisch gesoffen - darauf ein Prosit!

Hallo Nachbarn,

verstehen wir uns nicht gleich falsch. Košice verfügt über einen romantischen Airport. Zu Fuß von der Propellermaschine zum einzigen Gepäckband. Das hat was. Keine Paßkontrolle, kein Zoll. Das hat noch mehr! Sladan Nedic atmet auf. Einserseits! Anderseits: Wir können noch nicht einmal Flughäfen bauen!

DSAB II erfolgreich

Das Darts-Weekend im slowakischen Košice war von Erfolg und einer großen Überraschung beseelt. Erst einmal zur Champions League, die am Freitag ausgetragen wurde. DSAB II mit Silvia Dolores Moos, den Camel Fighters (Hagen) Andreas von der Heyden sowie Tim Rehberg, Andreas Schneider (White Caps Dortmund) und Sascha Stein (Neckarbomber Stuttgart) besetzt, mussten an diesem Abend drei Matches absolvieren, und zwar gegen DVO United (Swiss), Club Moby Dick 96 (Italien) und Team Sodiva (Frankreich).

Die Ergebnisskala ließ weder an Eindeutigkeit noch Imposanz etwas fehlen. 12:1, 13:0 und 13:0 ist eine makellose Erfolgsserie. 9:0 Punkte und 38:1 Sets.

Andreas Schneider: „Es war eine Zweiklassengesellschaft. Unsere Siege dürfen nicht überbewertet werden, ein paar unserer Gegner fehlte der Durchblick!“ Tim Rehberg ergänzte: „So eindeutig die Ergebnisse auch ausgefallen sind, dürfen sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass keiner von uns in Bestform spielte, wobei der Spielmodus auch gewöhnungsbedürftig ist – immer nur ein Leg!“

DSAB II trotz Intermezzo ...

DSAB I sollte gegen Les Ptits Bras (Frankreich), New Dream Team (Italien) und Throw Dart Austria (Österreich)  antreten, was in der Folge auch geschah. Es passierte zwischenzeitlich jedoch noch mehr. Denn in der zweiten Runde, als die Deutschen offiziell spielfrei und sich zur mentalen Vorbereitung zusammengefunden hatten, wurden sie davon überrascht, dass sie nun noch gegen ein tschechisches Team antreten müssten. Anmeldung vergessen – wurde erst vor Ort vorgenommen.

Keiner wollte die Tschechen ausklammern - ganz im Gegenteil! Dass jedoch niemand, noch nicht einmal, als der Wettbewerb gestartet worden ist, darüber informiert worden ist, ist schlicht eine Zumutung! Zudem weit und breit keine Nato-Truppen - BM verließ unter Protest den Saal 

... ebenfalls erfolgreich

Zurück zum Spoch: Die deutsche Vertretung mit Stefanie Lück (Checkpoint Offenburg), Michaela Mc Clain (Hexenalarm Heppenheim), Zdravko Antunovic, Sladan Nedic (beide Checkpoint Offenburg) und Christian Soethe (Demolition Darts Paderborn) lösten trotz Aufregung und vereinzelt übermotivierter Kommentare ihre Aufgabe(n) souverän: 10:3 gegen Les Ptits Bras, 9:4 gegen Czech, 10:3 gegen New Dream Team und 11:2 gegen Throw Dart. 12:0 Punkte und 40:12 Sets.

„Das hätte die EDU besser hinbekommen müssen!“, zeigte sich Michaela Mc Clain vom Überraschungsmoment not amused.

Gelungener CL-Einstieg

Nichtsdestotrotz ein erfolgreicher Tag für den DSAB – von den sieben Champions League Matches wurden sieben gewonnen. „So soll es sein!“, bewertete Teamüberbau BM.

EDU-Rankings

Am zweiten Tag standen die beiden EDU Ranking-Wettbewerbe im Zentrum der Sportlichkeit, das heißt sowohl Damen-Einzel 501 D.O. als auch Herren-Einzel 501 D.O.! Das Teilnehmerfeld wurde im Doppel K.O. best of three sowohl auf der Gewinner- als auch Verliererseite bei den Herren auf die jeweils besten vier und bei den Damen auf die jeweils besten zwei ausgedünnt. So ergab dies acht Herren sowie vier Damen für die Finalrunde auf der großen EDU-Bühne.

Ein Wort zum Handicap

In die ersten Runde auf der Finalbühne mussten alle Akteure von der Verliererseite mit dem Handicap eines Sets beginnen. Denn nun wurde auf der Bühne m Einfach K.O.-System wie folgt gespielt.

Herren-Modus

Viertelfinale: best of three Sets/best of five Legs
Halbfinale: best of three Sets/best of five Legs ohne Handicap
Finale: best of five Sets/best of five Legs.

Damen-Modus

Halbfinale best of three Sets/five Legs mit Handicap
Finale: best of three Sets/five Legs

Stefanie Lück großartig

Während Michaela Mc Clain auf Platz dreizehn und Silvia Dolores Moos auf Rang sieben passen mussten, katapultierte sich Stefanie Lück über die Gewinnerseite auf die Finalbühne und traf dort auf die amtierende Europameisterin im Damen-Einzel 501 D.O. Mojca Mužič (Slowenien), gegen die Stefanie Lück zweimal den Rückstand von 0:1 beziehungsweise 1:2 ausgleichen konnte, zum Checkstellen bei Rest 139 sogar neun Darts auf dem Board verteilen durfte, um auf ein Doppel zu kommem und schließlich den Einstand zu erreichen. Dies dann recht zügig in der Tat!

Im fünften Durchgang zeigte sich Stefanie Lück wieder voll konzentriert und gewann schließlich vollkommen verdient 3:2.

Im Endspiel traf Stefanie Lück auf die Italienerin Chiara Sarnari. Dieses Mal wollte es bei Stefanie Lück nicht mit dem Check klappen und so verlor sie als bessere Scorerin 0:3 und 0:3. Dennoch ein schöner Erfolg.

Stefanie Lück: „Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber ich habe mich bereits über das Erreichen der Finalbühne und dem damit verbundenen Podiumsplatz sehr gefreut, und noch mehr über Platz zwei.“

... Andreas von der Heyden grandios

Bei den Herren bestiegen mit Zdravko Antunovic, Andreas von der Heyden sowie Tim Rehberg gleich drei DSABler die Finalbühne von der Gewinnerseite kommend. Im Viertelfinale erwischte es bereits Zdravko Antunovic, der sich nach zwei Sets dem Italiener Michel Furlani geschlagen geben musste. Zdravko Antunovic, der zuvor wirklich eine überzeugende Vorstellung abgegeben hatte, fand auf der Finalbühne einfach nicht zu seinem Spiel. Trotzdem ein guter Einstieg beim DSAB. 

Tim Rehberg und ...

Tim Rehberg zunächst auch in Schwierigkeiten, als er das erste Set mit 2.3 gegen Benjamin Pratnemer abgeben musste. Im zweiten Set, gleichzeitig das Entscheidungsset, ließ er beim 3:1 Sieg nichts anbrennen. Eine sehr ansprechende Leistung.

Andreas von der Heyden auf dem Weg ins Semifinale

Noch besser lief es bei Andreas von der Heyden, dem ein Set mit 3:1 reichte, um seinen slowakischen Widersacher und Lokalmatador Michal Kopun in die Schranken zu weisen, der allerdings erst gefunden werden musste, weil er mit dem Start ins Viertelfinale erst einmal wie der verlorene Sohn der Bühne fernblieb …?

Tim Rehberg vs. Andreas von der Heyden

Das Halbfinale sah dann die sportliche Konfrontation zweier DSABler vor. Auf der einen Seite war damit ein rein deutsches Finale ausgeschlossen, auf der anderen stand bereits fest, dass ein DSABler im Endspiel stehen würde.

Tim Rehberg hatte eindeutig den besseren Start und ging schnell im ersten Set 2:0 in Führung, doch Andreas von der Heyden vermochte sich immer mehr zu steigern, und egalisierte nicht nur das Set, sondern fuhr es mit 3:2 selbst ein. Anschließend Andreas von der Vondi wie entfesselt, der Tim Rehberg mit 3:0 dominierte.

Andreas von der Heyden gegen Michel Furlani

So kam es wie bei den Damen zu einem deutsch-italienischen Kräftemessen. Andreas von der Heyden gegen Giuseppe di Rocco. Das DSAB-As ging mit 1:0 (3:0) in Führung, geriet dann jedoch nach zweimal 2:3 mit 1:2 in Rückstand. Ein 3:2 brachte ihn wieder auf Augenhöhe und das abschließende 3:1 bescherte ihm den Sieg.

Fundi Vondi stolz und glücklich: "Die Tour in Deutschland ist schon eine geile Sache. Aber das hier ist noch geiler!" So sind sie, die Sieger.