Sascha Stein und Sabrina Haubold Donnerkeil und -lüttchen

Bei den 1. Süddeutschen Meisterschaften gaben zahlreiche Promis ihr Stelldichein: John Lennon, Sabrina Haubold, Patrick Schorn, Siegfried, Andreas Demkanin, Angelina Lorfei, Alexander der Große, Christin Jahn, Christopher Schuell, Martin Luther, Stefan Stoyke, Nadine Valdeig, Hagen von Tronje, Andi Winterling, Ricardo Pietreczko, Wladimir Iljitsch Lenin, Matthias Ehlers, Florentina Asen und der alte Rolling Stone Sascha Stein. Vor allem der!

Sascha Stein gegen Jörg Mitterlehner ...
Die besten Duos im Damen-Doppel am Samstag
Sarah Brübach, Sabrina Haubold und Anja Heinrich
Andreas Winterling und Rafael Sturzynski
Siegerehrung im Mixed I
Lucks Losers John David Weingärtner, Christopher Schuell und Manuel Thörnich
Bence Hatos, Patrick Schorn und Jan-Peter Wlodarski
Runners-up und Winner im Mixed II
Die deutsche Elite als Lucky Losers
Stefan Stoyke und Andreas Demkanin
Das Moselaner Lebenswerk
Danijel Lukic und Peter Schnupfhagn
Ricardo Pietreczko und Dominik Thiel
Nadine Valdeig und Angelina Lorfei
... und mit Matthias Ehlers

Matchmaker Oliver Bandorf ...

Zunächst einmal lenken wir indes den Fokus auf Oliver Bandorf. Der DSAB-Ligasekretär aus Sulzthal hatte die Idee mit den 1. Offenen Süddeutschen Meisterschaften, um die über dreimonatige Pause der VFS/DSAB-Tour zu überbrücken. Exzellente Idee!

... und Schäflein-Automaten

Und glücklicherweise blieb es nicht nur bei der Idee. Er überzeugte das VFS-Mitglied Schäflein-Automaten, in die Bresche zu springen. Gesagt, getan: Am 5./6. Mai gab der neu geborene Event seine Premiere auf dem Autohof Strohofer.

Am Ende wurden 743 Teilnahmen registriert. Das ist ein vielversprechendes Ergebnis.

Spielerinnen und Spieler aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen zog es zu den 1. Süddeutschen Meisterschaften. Das sind elf von insgesamt sechzehn Bundesländern. Tremendous!

Stoiner vs. Beatles

John Lennon, der Alt-Beatle (Für die Jüngeren unter Ihnen: The Beatles ist eine britische Popgruppe der 60er Jahre des vorherigen Jahrhunderts und die erfolgreichste Band aller Zeiten gewesen!) hatte seine Zeit an der Kalifornischen Pazifikküste als „Lost Weekend“ betitelt, das sich allerdings achtzehn Monate hinzog. Von „Lost Weekend“ kann bei Sascha Stein (Birkenau), dem alten Rolling Stoiner, dagegen überhaupt nicht die Rede sein. Eher von „Sto(i)ned Weekend“, denn sein Name war bei den Süddeutschen Meisterschaften in aller Munde. 

Sascha „Stoiner" Stein zum Ersten

Allein am Sonntag glitzerte der Name Sascha Stein gleich zweimal über dem süddeutschen Darts-Himmel. Firework! Im DSAB Herren-Einzel 501 D.O. wurde ihm auch nicht vor Jörg Mitterlehner (Moers), Nationalspieler 2018, und Peter Schnupfhagn (Vohenstrauß), Champions League-Player 2018, bange, die er in dem 50 Mann starken Teilnehmerfeld auf die Plätze zwei und drei verweisen konnte.

Sascha „Stoiner" Stein zum Zweiten

Den steinigen Weg im Mixed 301 M.O. transformierte Sascha Stein zusammen mit Christin Jahn (Kottengrün) in einen blumigen Spaziergang (Flower-Power und so), auf denen die beiden Darts-lustwandelnd das Nürnberger Duo Florentina Asen und Ricardo Pietreczko sowie Sarah Brübach (Weißenthurm) und Stefan Stoyke (Barßel) als Zweite beziehungsweise Dritte abpflückten, um selbst in farbenfroher Blüte zu erstrahlen. (Was ist heute bloß in diesen wohlriechenden und noch besser schmeckenden Cookies in meinem Lieblingscafé Montana-Cup in Livingstone?)

Intermezzo: Stefan Stoyke und Andreas Demkanin

Egal, im Offenen-Doppel 301 M.O. schlug nicht etwa Sascha Stein nochmals zu, sondern dieses Mal bestimmten Stefan Stoyke (Barßel) und Andreas Demkanin (Würzburg) die Pace, von denen man an diesem Tag bisher noch nicht viel bis gar nichts gehört hatte. Ihr erster gemeinsamer Sieg auf der Tour!

Da mussten selbst Jörg Mitterlehner (Moers) und Karsten Koch (Brüggen), von denen man an diesem Sonntag etwas bis gar nichts gesehen hatte, das Feld räumen. Das Nürnberger Gespann Dominik Thiel und Ricardo Pietreczko verdingten sich als Dritte ordentlich.

Nadine Valdeig zum Ersten

Da Sascha Stein jedoch im DSAB Damen-Einzel 301 M.O. nicht starten durfte, machte er zusammen mit der Sparkasse den Weg frei für Nadine Valdeig (Büdingen), die als 121. der Damen-Einzel Rangliste (als Grundlage dient die offizielle DSAB-Ranglisteliste auf Dart1.net) ihren ersten Sieg in dieser Disziplin feiern durfte. Herzlichen Glückwunsch!

Hinter ihr reihten sich Sabrina Haubold (Marktneukirchen) und Kim Silinga (Köningsbach-Stein) ein, die nach Platz 33 beim Pütz-Cup, Rang 17 sowohl bei den „Nordwestdeutschen“ als auch den Bavaria Open sowie Position neun beim Ludwigshafener Darts-Meeting nun bei den „Süddeutschen“ erstmalig auf dem Tour-Podium gestanden hat.

Nadine Valdeig zum Zweiten

Sabrina Haubold (Marktneukirchen), Christin Jahn (Kottengrün), Kim Silinga (Köningsbach-Stein) und Nadine Valdeig (Büdingen) spielten auch im Damen-Doppel 301 M.O. maßgebliche Rollen – nur nicht in der obigen alphabetischen Reihenfolge.

Die „Unbeliebten“ Kim Silinga und Pia May (Zwickau) kamen auf Rang drei. Sabrina Haubold und Christin Jahn beendeten den Wettbewerb als Runners-up. Die Gewinnerinnen hießen indes Nadine Valdeig und Angelina Lorfei (Florstadt).

Zwischenspiel Amateure: Patrick Schorn

Von den 42 Amateure im DSAB-Einzel 301 M.O. entpuppte sich Patrick Schorn (Lüdenscheid) als the very best. Im Endspiel bezwang er Bence Hatos (Pohlheim), ergo ein Sieg des Ranglisten-Vierten über den Ranglisten-Ersten. Auf Position drei rangierte Jan-Peter Wlodarski aus Forcheim, erstmalig auf der Tour, erstmalig auf dem Podium! So geht’s!

Schlussakkord mit Ricardo Pietreczko 

26 Akteure sammelten sich im Lucky Loser 301 M.O. an. Und was so alles!? Beispielsweise der amtierende Deutsche Meister in der Masters-Klasse Ricardo Pietreczko (Nürnberg), der Ranglisten-Zweite der Amateure aus dem Jahr 2016, Marco Misof aus Salz („Wie geht's, wie steht's, Herr Misof?"), sowie Thomas Mehl (Kirchlengern), der Drittplatzierte der DM 2017 im 128er Feld. So lautete auch die Reihenfolge der Platzierungen bei den Süddeutschen.

Zwischenbilanz

So präsentierten sich 21 verschiedene Akteure, davon exakt ein Drittel Damen, auf dem Podium der 1. Offenen Süddeutschen Meisterschaften. Der erfolgreichste Spieler mit zwei Siegen hieß Sascha Stein (Birkenau), die erfolgreichste Spielerin dagegen Nadine Valdeig (Büdingen) mit ebenfalls zwei ersten Plätzen.

Die zweitbeste Dame hört auf Christin Jahn (Kottengrün), der zweitbeste Herr auf Ricardo Pietreczko (Nürnberg). Die Drittbesten: Einmal Angelina Lorfei (Florstadt), das andere Mal Stefan Stoyke (Barßel). 

Überleitung in die Vorvergangenheit

Hatten wir uns in unserer Berichterstattung zuerst mit dem zweiten Tag beschäftigt, gehen wir nun in die Vorvergangenheit zurück, was wir im indogermanischen Sprachraum gerne auch als Plusquamperfekt bezeichnen. Bitte, keine Angst vor Fremden! Sie wollen auch nur dazugehören.

Sascha Steins dritte Aventüre

Hatten wir schon die sonntäglichen Aventüren des Herrn Steiners aus dem südhessischen Birkenau, also sozusagen in Neighbourhood zu Siegfried, dem alten Nibelungen, gelobtpreist, so wollen wir auf gar keinen Fall seine samstäglichen unters Board fallen lassen.

Und siehe da, gleich im allerersten Wettbewerb hatte er den Sieg zusammen mit Matthias Ehlers (Hohberg), dem Phil Taylor Whitewasher, im Offenen-Doppel 301 M.O. erbeutet, in dem die beiden Recken die beiden Champions-League Finalisten Danijel Lukic (Röslau) und Peter Schnupfhagn (Vohenstrauß) in die Knie gezwungen hatten. Auf Position drei rangierten Stefan Stoyke (Barßel) und Andreas Demkanin (Würzburg).

Sascha Steins vierte Aventüre

Im Offenen-Einzel 301 M.O. tauchte Sascha Stein abermals auf! Raten Sie einmal wo? Richtig: Ganz oben, an erster Stelle! Und damit vor Stefan Stoyke (Barßel) und dem Nürnberger Dominik Thiel. Sascha Steins vierter Sieg. Stoiner rollin' ...

Andreas Demkanin, der Vollstrecker im Einzel 501 D.O.

Im Gegenzug dazu führte die Ergebnisliste im Offenen-Einzel 501 D.O. Sascha Stein an letzter Stelle. Die Meute hatte seine verletzbare Stelle entdeckt: Blattschuss!

Hier setzten sich nun die ganz harten Jungs beseelt vom germanischen Willen eines Hagen von Tronje durch, will sagen Andreas Demkanin (Würzburg), der Matthias Ehlers (Hohberg) und Alexander, den Großen aus dem Hause der Köhlers, gleichsam in Würzburg angesiedelt, auf die Positionen zwei beziehungsweise drei verwies. 80 an der Zahl waren am Start.

Stefan Stoyke und Andreas Demkanin

Für die richtigen Bad Boys gab es bei den Süddeutschen zudem noch ein adäquates Doppel, also 501 D.O., in dem der Name Sascha Stein nochmals, allerdings auch letztmalig ins Auge sprang.

An der Seite von Matthias Ehlers (Hohberg) erreichte er Rang drei. Unmittelbar vor den beiden Rafael Sturzynski (Amberg) und Andreas Winterling. Der Winterling aus Sulzbach-Rosenberg? Ja, der aus Sulzbach-Rosenberg!

Ganz vorne platzierten sich unübersehbar Stefan Stoyke (Barßel) und Andreas Demkanin (Würzburg).

(„Herr Winterling, unter uns Pastorentöchtern - hätten Sie die beiden nicht plattmachen können?")

Sabrina Haubold und Christin Jahn

Im Damen-Doppel 301 M.O. setzten sich die Vize-Europameisterinnen von anno dazumal, exakt von 2013, Sabrina Haubold (Marktneukirchen) und Christin Jahn (Kottengrün) mit ihrem Sieg an gleicher Stelle in Geiselwind bestens in Szene.

Sie gewannen das Finale gegen Sarah Brübach (Weißenthurm) und Tamara Muster (Würzburg). Tina Meyer (Nördlingen) und Mercedes Dine Karaschnksi (Riesbürg) parkten nobel auf Rang drei ein.

Sabrina Haubold ganz dicke

Und jetzt kommt es ganz dicke. Denn im Damen-Einzel 301 M.O. machte keine andere als Sabrina Haubold (Marktneukirchen) das Rennen, konterte auch Sarah Brübach (Weißenthurm) im Endspiel ab. Dinge gibt es!

Kommen wir zu Anja Heinrich aus Eisleben, der Geburtsstadt eines der bedeutendsten Deutschen, nämlich des Kirchenreformators Martin Luther. Wissen Sie!

Aber wissen Sie auch das Eisleben nicht nur ein legendenumwobenes Denkmal für Wladimir Iljitsch Lenin geziert hat, sondern das erste Denkmal dieser Art in Deutschland schlechthin gewesen war. Ehrlich? Ja! Heute steht es in Berlin, im Deutschen Historischen Museum. Ein Glück, das Anja Heinrich in Geiselwind mit Rang drei aufwarten konnte, denn sonst wäre ich das wohl nie losgeworden. Danke, Frau Heinrich!

Florentina Asen und Ricardo Pietreczko

Im Mixed 301 M.O. begegnen wir nochmals Sabrina Haubold (Marktneukirchen), die gemeinsam mit Simeon Heinz (Porstendorf) auf Rang zwei landete.

Hinter ihnen Tina Mayer (Nördlingen) und Mladen Horvat (Riesbürg), vor ihnen das Nürnberger Paar Florentina Asen und Ricardo Pietreczko. Und damit haben wir die Bestätigung: Ricardo Pietreczko kann nicht nur Lucky Loser!

Christopher Schuell glücklich

Im Samstags-Lucky Loser 301 M.O. setzte sich Christopher Schuell (Knetzgau) durch. Manuel Thörnich (Nördlingen) belegte indes vor John David Weingärtner (Bad Kissingen) Rang zwei.

Bester: Sascha Stein

Am Ende stand fest: Der Beste der Besten hieß Sascha Stein (Birkenau), der vier Aventüren siegreich bestritten hatte und zudem noch einmal als Dritter aus einem Wettbewerb hervorgehen konnte! Eine sehr imponierende Performance.

Andreas Demkanin (Würzburg) überzeugte gleichfalls mit drei Siegen und insgesamt vier Podiumsplätzen. Als Dritter im Bunde der Erfolgreichsten präsentierte sich Stefan Stoyke (Barßel), der Ricardo Pietreczko (Nürnberg) um einen dritten Rang abhängen konnte.

Beste: Sabrina Haubold

Bei den Damen stand Sabrina Haubold (Marktneukirchen) nicht weniger als fünfmal auf dem Podest. Das allein schon ist ein überaus rühmlicher Auftritt. Stets stand sie im Finale. Zweimal ging sie als Winner, dreimal als Runner-up hervor. Das machte sie zur besten Spielerin bei der Premiere der Süddeutschen Meisterschaften.

Ihr folgte auf dem Fuße Christin Jahn (Kottengrün) als zweimalige Meisterin und einmalige Vizemeisterin.  Nadine Valdeig (Büdingen) überzeugte mit zwei Siegen als Drittbeste.

35 verschiedene Akteure beehrten schlussendlich das Podium.

Die erfolgreichsten Akteure