Peter Wright trifft auf Dimitri van den Bergh

Keine Aufregung, nichts Verblüffendes, kein sportlicher Rabatz in den beiden Halbfinalbegegnungen des World Matchplays 2021. Konsequenz entwickelte sich das Turnier bis zum finalen Höhepunkt am heutigen Abend weiter. Dimitri van den Bergh besiegte zunächst Krzysztof Ratajski, bevor Peter Wright zum 17:10 Erfolg über Michael van Gerwen ausholte.

Final: Dimitri van den Bergh ...
... versus Peter Wright

17:10

Der Niederländer befand sich nur bis zum 1:1 auf Augenhöhe mit Peter Wright. Von da an gab der Schotte seine Führung nicht mehr ab, auch wenn nach 10:4 Zwischenstand „MvG“ seinem Widersacher mit 8:10 und 10:12 ordentlich auf die sportliche Pelle rückte. Das alles verpuffte schlussendlich, da „Snakebite“ mit Fünfmeilenstiefeln dem 17:10 Sieg entgegeneilte, ohne das ihm „MvG“ noch etwas entgegenzusetzen hatte.

Peter Wright eindeutig besser

Peter Wright zeigte sich in dieser Begegnung Michael van Gerwen in allen Belangen deutlich überlegen. Als erstes sei sein Average von 110,37 genannt, „MvG“ selbst überzeugte zwar mit 101,34, hinkte jedoch im Mittel um 9,03 Points hinterher. In der Kategorie 180er Scores verbuchte der Schotte mit einem Dutzend doppelt so viele Maxima wie sein Gegenspieler. Auch für den höchsten Check des Matches von 149 (Legnummer 21) zeichnete Peter Wright verantwortlich, der zudem noch zweimal 121 (Legnummer 5 und 24) und einmal 98 (Legnummer 14) beisteuern konnte, derweil Michael van Gerwen 127 zum 6:12 versenkte. Im Finishing lag Peter Wright um 0,5 Points besser. 45,95:45,45!

Weltklasse

Für seine Legerfolgte musste Peter Wright nie über die fünfte Runde hinausgehen: Fünfmal 15, viermal 14, einmal 13, je dreimal 12 und 11 sowie einmal sogar 10, wobei er zur 8:4 Führung acht perfekte Darts abgefeuert und dann D12 verpasste hatte. Allerdings nur ein einziges Mal. Das ergibt ein Mittel von 13,12! Summa summarum: Eine weltklasse Performance von Peter Wright.

17:9

Im ersten Halbfinale lag zunächst der Underdog mit 3:0 und 2:6 vorne, bevor sich der Titelverteidiger erstmalig die Führung mit 7:6 erkämpfen konnte, die er auf 10:6 in einem Stück auszubauen verstand. Krzysztof Ratajski kam zwar noch einmal auf 9:10 heran, aber das war es dann auch. Dimitri Van den Bergh siegte sicher 17:9. Sein Average wurde mit 98,51 evaluiert, der des Polens mit 96,56. Der Belgier scorte dreimal öfter 180 (8:5) und positionierte sich auch im Finishing mit 45,95 wesentlich besser als sein Kontrahent, der nur auf 24,32 kam. Als „Zugabe“ checkte Dimitri van den Bergh noch 128, 110 und 112 zum 8:6, 11:9 beziehungsweise 14:94.

Seine 17 Punkte resultierten aus einmal 19, je dreimal 17, 16, 15 und 14, einmal 13 und nochmals dreimal 12 Darts, während Krzysztof Ratajski seine Leggewinne indes mit 17, 16, 15 (dreimal), 14 (zweimal), 13 und 11 Darts einfuhr.

Der direkte Vergleich

Wie gestaltet sich die Ausgangslage der beiden Protagonisten für das Endspiel aufgrund ihrer Leistungskennziffern in diesem Turnier?

Peter Wright - Dimitri van den Bergh
Gesamtaverage: 103,99 - 99,77
Gesamtcheckquote: 47,70 - 38,27
Gesamtanzahl 180er: 31 - 38
Gesamtlegverhältnis: 54:24 - 54:31 (Quote: 2,25 - 1,74)
Anzahl Darts/gewonnene Legs im Viertelfinale: 13,75 - 14,44
Anzahl Darts/gewonnene Legs im Halblfinale: 13,12 - 14,94 

Favorit: Peter Wright

Dimitri van den Bergh geht zwar mit dem Schwung des Titelverteidigers ins Rennen, doch nahezu alle Kennziffern sprechen für Peter Wright, der zudem über den gesamten Turnierverlauf auf den Punkt konzentriert und auf seine Stärken wie kein anderer fokussiert zu sein scheint.

Das Match ist auf 21:30 Uhr angesetzt, und es geht um insgesamt 220 000 (ca. 257 000 Euro) Pfund Sterling, wobei der Sieger 150 000 (ca. 175 000 Euro) abräumt.