Open Season: Die Jagd 2018 hat begonnen

Mit dem Offenen Ludwigshafener Darts-Meeting im BSC Clubhaus in Ludwigshafen-Oppau am 5. und 6. Januar hat die VFS/DSAB-Löwen Tour die neue Spielzeit 2018 eröffnet. Das Turnier bei Horst Mempel glänzte durch Rekordleistungen.

Er wollte es in LU wissen: Drei Siege für Nico Kurz
Siegerehrung im DSAB Damen-Einzel with Boys 'n' Men
Bence Hatos krallte sich das DSAB Amateur-Einzel
Simone Fegert zählte ebenfalls zu den Siegereichen - und so kommen wir kurzum zu keinem anderen als ...
...: "Auch wenn ich sehr bescheiden bin, muss ich mir und Euch eingestehen, dass mein schöner Rücken jede(n) entzücken kann ...
... ansonsten hat die Beatlemania unübersehbar die Stadtmauern von Fes erreicht
Zurück zum Spocht: Im Offenen-Doppel zeigte sich Monsieur Flokati mit Herrn Kurz erfolgreich, und beide wurden von Horst Mempel sogleich in die Arme genommen
Angelo Deutsch
Maria Gadalean
Schlitterte ganz knapp am Masters-Sieg vorbei: Martin van Bijlevelt
Hartmut Löwedey
Siegerehrung im DSAB Herren Amateur-Einzel
Wo Stoiner, da auch Toiber: Sascha Stein und Alexander Tauber
Ralph Busch
Das Gipfeltreffen im Offenen-Doppel zwischen Master of Disaster und den Dart Haien
Horst Mempel hatte natürlich auch Patrick Langbecker und Ralph Busch lieb
Vivictor's ceremony im Masters-Einzel
Die Säulen der Darts-Welt: Nico Kurz (sportlich) und Horst Mempel als Deutschlands bester Darts-Gastronom
Dann wollte auch noch BM unbedingt aufs Bild ...
... noch unbedingter Simone Fegert ...
"Kinnergarte eben"; so the One and Only

Neue Rekordmarke

2015 wurden beim Darts-Meeting 392 Teilnahmen gezählt, ein Jahr später haben sich sodann 408 und letztes Jahr sogar 433 Startnennungen angesammelt. Dieses Jahr wurde nochmals ein Plus von 20 erzielt, sodass der neue Spitzenwert 453 Teilnahmen beträgt!

Natürlich gehört das Ludwigshafener Darts-Meeting nicht zu den größten Turnieren in Deutschland, auch nicht innerhalb der Tour, dennoch sind es die vielen kleinen Erfolge, die den großen Erfolg ausmachen. Eine Sportart definiert sich nämlich nicht mittels eines Highlights, sondern durch die Summe all ihrer Teile.

Back to the Roots

Das wird gerade bei solchen Veranstaltungen wie bei Horst Mempel deutlich, die treu dem Motto „Back to the Roots“ folgen! Darts als Kneipenvergnügen! Respekt. Auch deswegen, weil sich Sport und Vergnügen nicht beißen, auch wenn das im Hochleistungsbereich oftmals kaum noch vermittelbar ist, wenn sich alles ums liebe Geld dreht.

Sport und Vergnügen

Sport bedeutet ursprünglich nicht anderes als sich vergnügen und wurde anno dunnemals, als sich Obelix noch mit den spinnenden Römern vergnüglich zerstreute, genau so verstanden und sollte sich vom harten Los der Arbeit oder des kriegerischen Einsatzes eindeutig abgrenzen. Auf Deutsch: Man hatte Spaß!

Ein Regelwerk gab die Rahmenbedingungen vor, und los ging es. Wie am 5. und 6. Januar im BSC Clubhaus bei Horst Mempel, wo Darts in seiner Ursprünglichkeit vergnüglich zelebriert wird. Dabei kommt der Leistungsgedanke nicht zu kurz, aber er macht auch nicht alles platt, sondern wird wegweisend eingenordet. Die vielen kleinen Freuden einer Veranstaltung machen ein Turnier aus.

Alle Siegreichen

Die Siegerinnen und Sieger, die naturgemäß besonders viel Spaß haben, hießen im BSC Clubhaus Simone Fegert (Bexbach), Angelina Lorfei (Florstadt), Thomas Ehlers (Gießen), El Abbas El Amri (Fès), Bence Hatos (Pohlheim), Nico Kurz (Nidderau), Angelo Deutsch (Langgöns) und Georg Weiß (Germersheim).

25 Podiumsakteure

Auf dem Podium wurden weiterhin Sabine Hallstein (Köln), Maria Gadalean (Pohlheim), Sabine Tollner (Lahr), Martin van Bijleveit (Walluf), Ralph Busch (Frankfurt a. M.), Patrick Langbecker (Frankfurt a. M.), Daniel Letic (Frankenthal), Hartmut Löwedey (Ludwigshafen), Martin Melichar (Zwingenberg), Marco Misof (Salz), Patrick Plötz (Bergheim), Celik Necan (Wiesbaden), Nico Raia (Bischwiller), Sascha Stein (Birkenau), Alexander Tauber (Bad Homburg), Tobias Wenzel (Linden) und Patrick Wrelin (Bürstadt) ausgezeichnet.

Vierzig Prozent neu auf dem Tour-Podest

Von diesen fünfundzwanzig Spielerinnen und Spieler standen zehn, also exakt vierzig Prozent, in der letzten Spielzeit nicht einmal auf dem Podium. Ein nachhaltiger Beweis dafür, dass sich die Tour immer wieder von selbst verjüngt. Es ist einfach schön anzusehen, mit welcher Freude, die vermeintlich bestehenden Festungen frech und voller Tatendrang einfach niedergerissen werden. Bestehende Hackordnung war gestern.

Angelina Lorfeis erster Toursieg

So vermochte beispielsweise Angelina Lorfei ihren ersten Toursieg im DSAB Damen-Einzel 301 M.O. feiern, und zwar gegen keine Geringere als die international bewährte Sabine Hallstein. „3:1 habe ich gewonnen!“, freute sich Angelina Lorfei unübersehbar. Unüberhörbar dito. Ebenfalls ein Knüller der dritte Rang von Maria Gadalean.

Maria Gadalean erfreut

Verweilen wir noch einen Augenblick bei Maria Gadalean, denn wie sie im Mixed 301 M.O. mit dem zehnten Darts und ihrem ersten Matchdarts auf T20 im Entscheidungsleg den Einzug ins Finale auf der Verliererseite gegen Sabrina Tollner/Marco Misof klarmachte, das hatte schon etwas. Ausgelassene Freude zudem!

Im Endspiel mussten sich Maria Gadalean und Angelo Deutsch zwar nach zwei Checks von Nico Kurz, an dessen Seite Simone Fegert erfolgreich agierte, mit fünfzehn und elf Darts 0:2 geschlagen geben, konnte der gelungenen Performance der beiden allerdings nichts anhaben.

Nico Kurz/El Abbas El Amri top

Damit haben wir auch rezitativ den Brückenschlag zu Nico Kurz gemeistert. Denn Herr Kurz hatte mit dem Mixedsieg einen astreinen Hattrick aufs Darts-Parkett gelegt. Zuvor war er mit El Abbas El Amri im Offenen-Doppel 301 M.O. erfolgreich unterwegs gewesen.

Auch wenn Ralph Busch und Patrick Langbecker, die sich mit einem Sieg über Sascha Stein und Alexander Tauber den zweiten Finalplatz gesichert und als Master of Disaster-Speerspitze den beiden Dart Haien einen prächtigen Finalkampf geliefert hatten, mussten sich Ralph Busch/Patrick Langbecker mit dem zweiten Platz begnügen. Damit hatte El Abbas El Amri seinen ersten Toursieg 2018 in der Tasche, während sich bei Nico Kurz die Taschen schon mit dem zweiten gefüllt hatten.

Nico Kurz kommt nicht zu kurz

Nachdem Nico Kurz im DSAB Herren-Einzel 501 D.O. auf der Verliererseite einen erfolgreichen Vernichtungsfeldzug geführt und letztlich auch beim Spiel ums Finale Patrick Plötz ausgeschaltet hatte, kam es zu einem weiteren Showdown zwischen Master of Disaster und den Dart Haien, vertreten durch Martin van Bijleveit und Nico Kurz. Ein sehr ansprechendes Finale, das 4:3 zugunsten von Nico Kurz endete, wobei Nico Kurz bis zum 3:3 immer wieder die Führung seines Kontrahenten ausgleichen musste.

Martin van Bijleveit spielte 16, 15 und 18 Darts, der in allen drei Durchgängen mit seinem ersten Legdarts checken konnte, finishte mit 116 sowie 145 und besaß zudem im Entscheidungsleg 18 Darts auf der Hand. Nico Kurz gefiel indes mit 16, 18 (15 auf der Hand), 16 und 23 Darts, scorte im zweiten Leg 128 für Rest 32, verpasste im vierten ein 104er Finish und scorte im fünften Leg 140 für Rest 36. Damit hatte er seinen späteren Hattrick erfolgreich eingeleitet.

Wie man Siegerehrungen im kleinen Kreis großartig feiern kann, davon gab Master of Desaster eine stilvolle Kostprobe und begeisterte alle.

Bence Hatos gewinnt erstmalig im Amateur-Einzel

Im Endspiel des DSAB Amateur-Einzels 301 M.O. interpretierten die beiden Finalisten, Hartmut Löwedy und Bence Hatos, den Modus nach ihrem eigen und gemeinsamen Gusto mit best of 3 und Setausgleich. Warum nicht? So gewann der Letztgenannte mit 2:0 und 2:1. Bence Hatos wäre auch den geltenden Regularien folgend als Sieger hervorgegangen. Also war nichts Schlimmes passiert.

Sascha Stein siegt

Am Freitagabend wurden bereits drei Wettbewerbe ausgespielt. Im Offenen-Einzel 301 M.O. hielt sich Sascha Stein schadlos, der Alexander Tauber im Endspiel 2:0 beherrschte. Daniel Letic rangierte auf Platz drei.

Thomas Ehlers/Angelo Deutsch siegreich

Im Offenen-Doppel 301 M.O. mussten sich Sascha Stein/Alexander Tauber im Endspiel den Helden vom Erdbeerfelde, alias Thomas Ehlers (Gießen) und Angelo Deutsch, geschlagen geben, wobei sich Thomas Ehlers als Ex Machina mit Bravour verdingte. Patrick Wrelin (Bürstadt) und Martin Melichar (Zwingenberg) landeten auf Rang drei.

Georg Weiß bester C+Bler

Den Sieg im C+B-Einzel 301 M.O. sicherte sich Georg Weiß aus Germersheim, der Tobias Wenzel (Linden) und Celik Necan (Wiesbaden) auf die Plätze zwei und drei verweisen konnte.