Nico Kurz raus

Die vier Viertelfinalspiele der diesjährigen Super League bauten mit jeder Begegnung einen höheren Spannungsbogen auf, die Endergebnisse wurden immer knapper: 9:1, 9:4, 9:6 und 9:8.

Titelverteiger Nico Kurz scheitert im Viertelfinale
Dragutin Horvat hat indes allen Grund zur Freude
Lukas Wenig bleibt ebenfalls im Viertelfinale stecken

Martin Schindler - Niko Springer 9:1

Für Niko Springer war mit dem Erreichen der Finalrunde sicherlich schon ein sehr schöner Erfolg verknüpft und so ist sein Aus im ersten der vier anstehenden Viertelfinals des gestrigen Tages alles andere als eine Schande, zumal es sein Gegner Martin Schindler verstand, lückenlos an seine bisherige Topform der letzten vier Tage anzuschließen, ließ so seinem Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance und gewann sicher 9:1.

Sein Average von 100,8 versehen mit dem Prädikat „dreistellig“ stellte sich am Ende des Tages als eine Klasse für sich heraus. Niko Springer kam auf 88,4.

Max Hopp - Christian Bunse 9:4

Nicht ganz so hoch, aber doch sehr überlegen entschied Max Hopp sein Match gegen Christian Bunse mit 9:4. Das Endergebnis spiegelt allerdings nicht wider, dass Christian Bunse viel mehr Möglichkeiten besaß, dem Spiel seinen Stempel aufdrücken zu können, denn Max Hopp profitierte von den Fehlern seines Gegners, dies tat er allerdings in konsequenter Manier, das heißt, er bestrafte Christian Bunses Fehlwürfe postwendend.

Der Vergleich des Average von 86,8:86,3 pro Max Hopp drückt aus, dass das Match durchaus einen anderen Werdegang hätte einnehmen können.

Dragutin Horvat - Nico Kurz 9:6

Allein die Schriftzüge Nico Kurz sowie Dragutin Horvat machen das dritte Viertelfinalmatch zum Eyecatcher, denn diese signalisierten die Neuauflage des letztjährigen Endspiels, das Nico Kurz mit einem atemberaubenden Endspurt noch mit 9:8 für sich entscheiden konnte. Dragutin Horvat prophezeite schon vor Spiel einen Tanz auf Messers Schneide. Mit allem, was dazugehört.

Spielverlauf: 1:0, 1:2, 3:2, 5:2, 6:5, 8:6 und schließlich 9:6 aus der Sicht des Gewinners Dragutin Horvat. Nicht der Score prägte diese Auseinandersetzung, sondern der Check. So gelangen Nick Kurz zwar sechs 180er, Dragutin Horvat realisierte nur einen, jedoch wirkte sich diese Dominanz des Titelverteidigers nicht nachhaltig aus. Auf der anderen Seite vergab Nico Kurz mehr als zwei Duzend Checks, was seinen Average auf 91,6 herunterdrückte. Dragutin Horvats Average markierte einen Wert von 92,1.

Dragutin Horvat steht nun im Halbfinale, bereits zum fünften Mal in der Geschichte der Super League und damit öfter als jeder andere. Der zweifache Gewinner und Titelverteidiger Nico Kurz blieb dieses Mal vorzeitig auf der Strecke.

Florian Hempel - Lukas Wenig 9:8

Lukas Wenig hatte in der Hauptrunde allen gezeigt, wo der Hammer hängt. Dreizehn von vierzehn Matches hatte er zu seines Gunsten als Gruppenerster entscheiden können. Sein Viertelfinalgegner Florian Hempel hatte sich indes als Gruppenvierter fürs Viertelfinale empfohlen. Diese Begegnung war alles andere als hochklassig, vielmehr sehr zerfahren, mit viel zu vielen Fehler auf beiden Seiten behaftet, allerdings hochdramatisch.

Florian Hempel ging mit leichten Vorteilen (3:2) aus der ersten Session als der in Führung Liegende hervor, hatte zum 1:1 elf Darts serviert und insgesamt zweimal 180 gescort. Auch im zweiten Abschnitt gab er den Ton an, lag 5:2 in Front und verpasste das 6:2 nur aufgrund einer Anzahl selbst verschuldeter Fehler. Nur so war Lukas Wenig in der Lage, auf 3:5 zu verkürzen.

Dies war allerdings ein markanter Wendepunkt dieses Matches. Lukas Wenig glich in der Folge nicht nur aus (5:5), sondern nach sechs gewonnenen Legs hintereinander (8:5) befand sich der Sieg zum Greifen nahe. Doch wie gewonnen, so zerronnen, denn ein weiterer Wendepunkt drehte das Match nochmals vollends.

Dieses Mal gewann Florian Hempel drei Legs in Folge und egalisierte das Spiel (8:8), obwohl Lukas Wenig insgesamt drei Matchdarts auf der Hand hatte.

Das Entscheidungsleg: 401:457, 357:317, 261:258, 161:158, 96:60 – Lukas Wenig hatte zwei Matchdarts auf der Hand und vergab diese, nunmehr insgesamt fünf an der Zahl. Florian Hempel traf dagegen D20, S10 und D5 und steht somit nach seinem 9:8 Erfolg über Lukas Wenig im Halbfinale.

Die durchschnittliche Scorerate lag bei beiden unter 90. Für den Sieger wurden 89,2, für den Verlierer 85,9 ermittelt.

In den beiden Halbfinals treffen heute ab 14:45 Uhr im best of 19 Legs Modus:

Martin Schindler - Max Hopp
Dragutin Horvat - Florian Hempel


aufeinander!