Nichts Papalapapp, sondern Papala-Pub

Das Team Papala-Pub aus Voerde hat sich erst kürzlich mit einem Blitz-Aufstieg in die Bundesliga-Division West katapultiert und fungierte bereits am letzten Samstag beim Saisonauftakt als Gastgeber. Fazit: Super Dartstag. Ein richtiger Knaller!

Papa Papala-Pub Kevin Mateoi
Papala-Pub in ...
... and out
Karsten Koch allseits gelobter TC
Herr Sommerfeld
Nahrungsaufnahme
Keine Ecke ohne Darts
Die Säule erhebt sich über die Keller(s)
All in
In Gedenken an Simone Fegert das Team Niederrhein in schwarz

Grenzland Piraten und Team Niederrhein

Die beiden geladenen Mannschaften, ruhmreich und würdevoll längst in die Ehrentafel der West-Meister in Stein gemeißelt, hießen: Grenzland Piraten, deren Heimathafen seit Menschengedenken in Eschweiler liegt, sowie das Team Niederrhein, vor Kurzem noch als Neudorfer DC zu Meisterehren gelangt, das von Duisburg ins Papala-Pub umgesiedelt ist.

Papala-Pub holt ersten Bundesliga-Punkt


Gleich die Auftaktpaarung bei diesem Doppelspieltag zwischen Papala-Pub und den Grenzland Piraten hatte es in sich. Papala-Pub lag zwar 2:3, 4:6 und 6:9 zurück, unübersehbar der kontinuierlich anwachsende Rückstand, gewann im letzten Block allerdings vier der fünf Partien und egalisierte somit das Spielgeschehen mit 10:10. Deshalb hatten die Mannen aus Voerde zumindest schon einmal einen Punkt bei ihrer Bundesliga-Premiere sicher. Nicht schlecht, auch wenn man im anschließenden Teamgame von den Piraten gnadenlos geentert wurde, hatte man mit 10:11 zumindest schon einmal ein kleines Ausrufezeichen setzen können.

So hatten die Mannen aus Voerde zumindest schon einmal einen Punkt bei ihrer Bundesliga-Premiere sicher. Nicht schlecht, auch wenn man im anschließenden Teamgame von den Piraten gnadenlos geentert wurde, hatte man mit 10:11 zumindest ein kleines Ausrufezeichen setzen können.

An der irren Aufholjagd waren Frank Peters, Martin Schmitz, Wolfgang Janßen sowie Martin Schmitz/Wolfgang Janßen tatkräftig beteiligt. Letztgenannter hatte zuvor außerdem all seine Einzelpartien für sich entscheiden können. Eifrigster Punktesammler auf der anderen Seite war indes Murat Ozis, der sich in drei Einzelbegegnungen behauptet hatte.

Grenzland Piraten unterliegen Team Niederrhein

Gegen den neuen großen Bruder der Papala-Pubs, das Team Niederrhein, waren die Grenzland Piraten aber in der folgenden Begegnung machtlos. Kein Zähler im ersten Abschnitt, nur einer im zweiten und jeweils zwei im dritten und vierten. Das ergab insgesamt fünf Punkte, mehr war für das Sextett nebst Murat Ozis noch Dirk Cormann, Bernd Galinski, Fabian Hofmeister, Tobias Schmitz und Michael Sommerfeld nicht drin.

Wenn die Summe der Punkte eines Teams derer fünf beträgt, dann hat der Gegner dreimal so viele, ergo fünfzehn an der Zahl eingeheimst. Für diese stattliche Punkteausbeutung sorgte ein herausragender Karsten Koch, der alle vier Einzel dominierte und auch an zwei Doppelerfolgen beteiligt war. Kevin Stosic steuerte als Solist ebenfalls vier Punkte bei, dazu kam noch ein Zähler aus seinem Doppel zusammen mit Mirko Mühlheim.

Da blieb für die anderen nicht mehr viel übrig, zumal eifrig aus- und eingewechselt wurde. Die Anderen, die da wären Silvia Dolores Keller, Michael Treczka und Jörg Mitterlehner, der vor seiner Auswechselung drei Partien abspulte und jeweils als Gewinner dem Board den Rücken kehrte.

Zweiter Sieg für Team Niederrhein

Mit 14:6 besiegte das Team Niederrhein zum Abschluss das Team Papala-Pub. Spielverlauf: 3:2, 7:3, 11:4 und 14:6. Für das Sixpack an Punkten, das dem Gastgeber zugeschrieben werden konnte, zeichneten je zweimal Wolfgang Janßen und Martin Pinno, einmal Frank Peters sowie Frank Peters/Martin Pinno verantwortlich, sodass Martin Pinno mit drei Zählern zum erfolgreichste Punktsammler der Papala-Pub Crew avancierte. Neben den bereits erwähnten Papala-Pubs waren an diesem Spieltag noch Kevin Mateoi und Kim Marius Klinkhammer sportlich unterwegs.

Auf der anderen Seite waren sowohl Jörg Mitterlehner als auch Kevin Stosic viermal, Karsten Koch zweimal und Michael Treczka einmal als Solisten siegreich sowie ferner Jörg Mitterlehner/Karsten Koch, Mirko Mühlheim/Kevin Stosic und Michael Treczka/Kevin Stosic je einmal im Doppel. Im Einsatz war zudem Marcus Keller.

Das wichtige Drumherum

Selbstredend präsentiert sich ein solcher Spieltag, voller Dynamik und Gesprächsstoff an jeder Ecke, nicht nur als sportliches und verbissenes Highlight, kalt, spröde und herzlos. Sondern vielmehr als kaleidoskopartiges Zusammenkommen. Die vielen Geschehnisse abseits der Dartsgeräte, das ganze Drumherum, ist entscheidend. Das Papala-Pub glich einem Marktplatz, wo Tratsch verbreitet wird und gleichzeitig verbaler Austausch stattfindet, wo sich „wildfremde“ Menschen an der Theke zusammenfinden, wo ein Michael Treczka, Säule unser aller Bundeshauptstadt, frühzeitig und weitsichtig sein Bahnticket zum Super-Super-Rentner-Frühbucher-Rabatt schon Jahre im Voraus geordert hatte, dann aber am fraglichen Tag feststellen musste, dass von Berlin kein Zug nach nirgendwo fährt, wo er sofort für 160 Euro den FlixBus kaperte, „um mein Team nicht allein zu lassen“. Was sagt man dazu als smarter Benz-Fahrer? Besser Klappe halten.

Auf der anderen Seite wurde allerorts diskutiert, wie es nun genau weitergehe. Kommt die Tour? Geht es 2022 nach Las Vegas? Was ist mit der Champions League, was mit der EM? Gibt es nächstes Jahr eine DLMM? Der DSAB ist bereit, ob aber Deutschland bereit ist, steht in den Sternen. Schlüsselwort: Impfung!

Trotz allem ist die Stimmung zuversichtlich, nahezu bestens, denn man fühlt sich schon viel besser nach solch einem Dartstag wie im Papala-Pub, wie allerorts bekundet worden ist. Papa Papala-Pub und Mama Papala-Pub, Lisa und Kevin Mateoi, hatten einen hervorragenden Tag inszeniert, da arbeitete kaum eine Leber im Schongang und zu Essen gab es auch noch.

In memoriam Simone Fegert

Auch wenn sich das Leben weiter seinen Weg durch die Unendlichkeit bahnt, alles – wie wir wissen - fließt, kamen selbst ausgelassene Dartspieler zur Ruhe, jegliche Umtriebigkeit kam zum Erliegen, als die anwesenden Teams eine Gedenkminute zu Ehren der kürzlich verstorbenen Simone Fegert einlegten. Das Team Niederrhein ist in diesem Sinne auch in schwarz angetreten.