Leaving Las Vegas: Erfolgreich!

Die DSAB-Auswahl hat Las Vegas bereits verlassen. Sieben Tage Darts in Sin City. Mitgenommen haben die deutschen Akteure vier Siege, sechs zweite, zwei dritte Ränge und einen Bären. Ein gutes Resultat, auch wenn frau und man hier und dort etwas liegengelaasen hat. Aber: That's Life - Darts macht da keine Ausnahme.

Die Finalisten im Team Cricket
Anne Willkomm Wordcup-Siegerin Damen-Einzel 501 D.I/D.O.
Katharina Brandt Dritte im 501
Zehn Stunden ...
... alles klar
... total! Schade(n)!

Kolossaler Erfolg der Deutschen Damen

Im Damen-Einzel 501 D.I./D.O. ergab sich für die deutsche Mannschaft ein Traumergebnis. Ein wahrer Triumphzug der sportlichen Qualität. Von dem Berliner Quartett, das am Vormittag noch den Titelgewinn im International Challenge-Cup knapp verfehlte, war am Abend Tamara Granat noch „die Schlechteste“, nachdem sie aufgrund der 1:2 Niederlage gegen Teamkollegin Katharina Brandt auf Platz vier liegend ausschied.

Mit dem gleichen Ergebnis nur mit anderen Vorzeichen erwischte es anschließend Katharina Brandt selbst, die sich Stefanie Rennoch beugen musste. Stefanie Rennoch hatte zuvor den direkten Einzug ins Finale verpasst, weil sie sich Anne Willkomm 1:2 geschlagen geben musste.

Anne Willkomm gewinnt den Worldcup

Im Endspiel wurde es noch einmal spannend, weil Stefanie Rennoch ausgleichen konnte. Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Anne Willkomm konterte prompt und zielsicher mit 2:1 zum Turniersieg und Worldcup-Gewinn.

Drei Podiumsplätze auf einen Streich - das imponiert und hat die DSAB-Bilanz in Las Vegas ordentlich angefettet.

Nico Kurz Zweiter

Im Cricket Herren-Einzel lief es für die deutschen Teilnehmer gleichfalls sehr ansprechend. Beim Spiel von fünf auf drei trafen Michael Unterbuchner und Nico Kurz aufeinander. Das Duell der beiden Deutschen entschied Nico Kurz mit 2:0 eindeutig für sich, auch weil sein Kontrahent aus dem eigenen Lager nicht mehr an seine vorherigen Leistungen anknüpfen konnte.

Nachdem Michael Unterbuchner ebenfalls sein folgendes Match gegen Jake Smith 0:2 abgeben musste, beendete er diesen Wettbewerb als Fünfter. Nico Kurz besiegte dagegen in seiner nächsten sportlichen Auseinandersetzung den US-Spieler Chris Lim limitless 2:0.

Als Nico Kurz im Endspiel gegen den Vorjahressieger Jesus Noguera Parea 1:0 in Führung ging, war der nächste Titelgewinn für die deutsche Auswahl greifbar nah. Doch es kam anders. Der Spanier egalisierte nicht nur das Set, sondern gewann es zudem 2:1. Das Endscheidungsset beherrschte er danach 2:0. Die gesamte Spielanlage Jesus Noguera Parea überzeugte durch Zielstrebigkeit, der stets die unmittelbare Entscheidung suchte und abgeklärter wirkte.

Matthias Ketterer Fünfter, Stefan Hielscher Siebter

Nicht alles kann nach Wunsch laufen, of course. Im Herren-Einzel 501 D.I./D.O. hingen die süßesten Trauben für die DSABler zu hoch. Dennoch ist der fünfte Platz von Matthias Ketterer hinter dem Kanadier Cory Tkach, dem US-Amerikaner Jeffery Johnson, dem Spanier Ricardo Perez Ibarra und Danny Delfino, ebenfalls aus den USA, ein dickes Lob wert. Die gleiche Wertschätzung gilt Stefan Hielscher, der auf Rang sieben kam.

Patrick Nunez y Amor folgte als Neunter und Florian Marggraf als Dreizehnter. Somit vier Deutsche in den Preisgeldern, die US-Amerikaner hatten derer zehn.

Team-Cricket Prolog

Demolition Darts Paderborn hatte letztmalig dem DSAB den Worldcup-Titel im Team Cricket 2017 beschert. Letztes Jahr taten sich die Dart Haie als Runner-up hervor.

Team-Cricket Einleitung

Mit 10 Stunden alles klar Ketsch, Dart Haie - „Das Original Nidderau und All Star Perkam hatten drei DSAB-Mannschaften für diese Disziplin gemeldet. Erfreulich, dass sich alle drei deutschen Crews für die Finalrunde qualifizieren konnten und sich so drei US-Amerikanischen und zwei spanischen Mannschaft gegenüber sahen.

Randbemerkung

Der Finaltag sah sodann vor, dass im ersten Step sowohl die beiden spanischen Teams als auch die beiden DSAB-Sextetts Dart Haie und All Star aufeinander stießen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ….

Besonders überzeugend hatte der neue Worldcup-Sieger im 501 D.I./D.O. am ersten Tag dieses Wettbewerbes performt, der es auf 21 Punkte brachte und damit mit Abstand die beste Mannschaft der Vorrunde stellte. 10 Stunden alles klar kam auf 17 und die Dart Haie auf 14 Zähler, die sich allerdings auch im Gegensatz zu den beiden anderen DSAB-Teams in einer 5er-Gruppe bewähren mussten.

10 Stunden alles klar Fünfte ...

Zunächst aber zu 10 Stunden alles klar. Zum Auftakt musste die Ketscher-Crew, wenn auch eine sehr knappe, 2:3 Niederlage gegen S.D. Elite aus South Dakota hinnehmen. Daran reihte sich ein schöner 3:1 Erfolg an, als es gegen die uns allen bestens bekannten Dart-Players von Buzzards Nest Dilligaf Wisconsin ging.

Anschließend zeigten sich jedoch die Spanier von Los Peliculas dem deutschen Team in allen Belangen überlegen, gewannen 3:0, was im Umkehrschluss bedeutete, dass für 10 Stunden alles klar das Turnier auf der Position fünf endete.

... wie auch die Dart Haie

Parallelen zum Weg der Dart Haie waren unübersehbar, denn diese verloren das erste Match ebenfalls 2:3, gegen die All Stars, sodann überzeugten sie mit 3:1 beim Duell mit dem spanischen Vertreter Caledonia, bevor die Dart Haie ebenfalls das Aus auf Rang fünf ereilte, als man auf Limitless California stieß und sich 2:3 geschlagen geben musste.

All Star(s) auf dem Weg nach vorn

Als einziges deutsches Team vermochte All Star mit einem Sieg in die Finalrunde zu starten - 3:2 über die Dart Haie. Mit 3:2 gewann man auch gegen Los Peliculas. Das gleiche Resultat entsprang gleichsam der sportlichen Konfrontation mit S.D. Elite. So stürmte All Star mit drei knappen Siegen, die allerdings durch eine sehr gesunde Teamleistung untermalt wurden, ins Finale.

Dort traf man nochmals auf Los Peliculas, die sich beim Spiel ums Endspiel auf der Verliererseite gegen Limitless durchgesetzt hatten. Die DSABler strotzten nur so vor Selbstbewusstsein, nicht grundlos, hatte man sich bis dahin als bestes Cricket Team dieses Events empfohlen.

Mitten hinein ins Finale: Weil sowohl Marcel Höntsch/Michael Freilinger als auch Michael Unterbuchner/Stefan Hilscher ihre Spiele verloren hatten, lag man schnell 0:2 hinten. Doch das Team raufte sich zusammen, und Michael Freilinger/Michael Unterbuchner verkürzten auf 1:2, während Stefan Hielscher/Marcel Höntsch das Match sogar egalisieren konnten. Das Teamgame ging dann leider mit 392:402 verloren. Möglichkeiten zu siegen, gab es allerdings.

Im Entscheidungsset präsentierte sich das Team nicht mehr ganz so geschlossen. Michael Freilinger/ Michael Unterbuchner verloren zum Auftakt. Das war nun gar nicht eingeplant. Glücklicherweise schafften Stefan Hielscher/Marcel Höntsch den Ausgleich. Das war es dann aber auch, denn in der Folge verloren Michael Unterbuchner/Stefan Hilscher sowie Marcel Höntsch/Michael Freilinger. Damit stand Los Peliculas als neuer Worldcup-Sieger fest.

Natürlich machte sich zuerst Frust bei den All Stars breit. Alles andere wäre nach einer Niederlage auch nicht am Platze gewesen. Zugern hätten die Niederbayern beide Teamtitel gewonnen, was in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zuerst dem DC Sandhausen 1996 gelungen war. In der ersten Dekade des neuen Jahrhunderts schaffte Stilbruch Weinheim 2005 nochmals das Double.

Nichtsdestotrotz waren die All Stars das DSAB-Team der Stunde in Las Vegas, mit Abstand auch das beste - nicht nur des DSAB, sondern auch des gesamten Worldcups 2019. Denn kein anderes Team stand zweimal auf dem Podium und bilanzierte mit einem Sieg und einem zweiten Platz. „Wir können den All Stars nur gratulieren, sie haben voll überzeugt!“, urteilte Team-Chef Bernd Molkenthin.

Knapp am Podium vorbei

Im Mixed Combo lief es auf wenig hinaus, obwohl von den fünfzehn angetretenen Pärchen fast die Hälfte, explizit sieben, aus Deutschland kamen. Am besten platzierten sich Sabine Neef/Andreas Waldenmaier sowie Sabine Lischka-Kurz/El Abbas El Amri, die allesamt Rang fünf belegten.

Anne Willkomm/Frank Michalski beschlagnahmten gemeinsam mit Tamara Granat/Kevin Antz Rang sieben. Sarah und Patrick Nunez y Amor, Stefanie Rennoch/Michael Bettermann sowie Katharina Brandt/Matthias Ketterer komplettierten nahezu Rang neun vollständig. Kein Ruhmesblatt insgesamt, indeed!

Noch knapper am Podium vorbei

Im Mixed Combo sprang wie auch im Triple Mixed Combo kein Podiumsplatz heraus. Das Trio mit den kosmopolitischen Namen Sarah und Patrick Nunez y Amor sowie El Abbas El Amri schlitterten volle Kraft voraus als Vierte am Podium vorbei. Der Schuldige war schnell gefunden: Paddy! „Ich habe es vergeigt!“, bekannte er reumütig. Das Trio Sabine Neef, Matthias Ketterer und Andreas Waldenmaier schieden auf Rang neun aus. Kein Ruhmesblatt insgesamt, dito!