Gestatten, Willi Bär

Gestatten - seine Name ist Bär, Willi Bär. Ein regelrechter Sport-Bär. Ein echtes Compact-Sport Unikat. Umfangreiche Kompetenz in Theorie und Praxis. Auf der einen Seite als DSAB Liga-Sekretär, auf der anderen als Darts-, Poolbillard-, Snooker- und Soccer-Player. Was eine Bandbreite! Willi Bär hat neben nichts ausgelassen.

Gestatten, Willi Bär
Willi Bär immer mittendrin
Seit über 30 Jahre engagiert sich Willi Bär für die DSAB-Liga
Liga-Sekretär des DLB Franken
Er kann alles
Michael Hümpfner: "Super Arbeit!"
Stefan Reichert: "Er ist bis heute der Allrounder schlechthin im DSAB gewesen!"
BM: "Die Beatles machten sich auf 'Sergeant Pepper' Sorgen, was passiert, 'When I'm When I'm Sixty-Four' - 'Will you still need me, will you still feed me ...'? Darüber kann Willi Bär sorglos seinen Kopf schütteln. Gut, er ist auch keine 64 (mehr)
Jens Haßelbacher: "Wenn aus gemeinsamer Arbeit Freundschaft wird, dann kann nicht viel schlecht gelaufen sein!"
Das Sixtett für die Soccer-WM 1989 ...
... mit Willi Bär
Willi Bär in action
Snooker in England mit Willi Bär
Der Allrounder No.1 im DSAB: Willi Bär

30 Jahre DSAB: Willi Bär

Kürzlich hatten Dart1.net über Achim Lintzen, dem Liga-Sekretär der VFSA-Grenzlandliga berichtet, der diesen Job als Koordinator, Seelsorger, Ombudsmann und Partner der Spieler seit nunmehr 30 Jahren ausübt. Gleiches gilt für Willi Bär, auch er ist seit Anfang an und ununterbrochen mit von der Partie gewesen. Achim Lintzen war ein sehr erfolgreicher Spieler gewesen, wie auch Willi Bär.

Während der Erstgenannte mit drei Pfeilen überzeugte und sich heutzutage um Deutschlands größte Liga kümmert, hat Willi Bär gleich zwei Ligen unter seine Fittiche genommen, nämlich die Coburg-Frankenwald sowie die des Dart-Liga-Bundes Franken, kurz DLB Franken. Und ... und er ist in allen vier Compact-Sportarten aktiv gewesen. Compact-Sport? Dies ist der begriffliche Überbau von Darts, Poolbillard, Snooker und Soccer. Eine Definition, die Bernd Molkenthin Ende der 80er-Jahre ins Spiel gebracht hatte, um diese vier unterschiedlichen Sportarten unter einen Hut zu bekommen.

LÖWEN S.P.O.R.T.-Zeitalter

Die Rede hier ist aber weder von Achim Lintzen, noch BM, sondern von Willi Bär. Den Einstieg ins LÖWEN S.P.O.R.T.-Zeitalter machte er im Kickern. Ebenso Krökeln genannt, wenn man denn Herr des Althannoveranisch-Cellerischen ist: Ich krökel, du krökelst, er, sie es krökelt, wir krökeln, ihr krökelt, sie krökeln! En passant haben Sie noch eine neue Sprache erlernt.

Hochdeutsch kam es als Tischfußball herüber. Und es war die erste LÖWEN S.P.O.R.T.art. Fachmännisch: Soccer! Und aus die Maus. Nicht zu verwechseln mit dem, was der Firlefranz bei Cosmo New York zusammenkickte. By the way wurde Cosmo New York bereits nach fünfzehn Jahren 1985 wieder aufgelöst, das heißt, schlicht und einfach liquidiert, denn in den USA gehören vermeintliche Vereine anyone, in diesem speziellen Fall der Holding Warner Communications, zu der auch Warner Brothers gehörte.

Krökeln als Hochleistungssport

Soccer ist in Vollendung Hochleistungssport. Das stellte BM bei seinen ersten Turnierbesuchen im Namen von Löwen in den 80er-Jahren fest. „Auf jeden Fall, wenn man es so betreibt wie Willi Bär dereinst“, stellt BM heraus. Da konnte sich ein einziges Match über Stunden hinziehen. Natürlich ging es auch schneller.

Zur ersten Garde zählte nebst Friedrich Kirchner, Rainer Göppner, Uli Stoepel, Klaus Vogele, Dieter Thiele, Arthuro Carletta, Jamal Abdel Allalou auch Willi Bär. Nicht nur als Deutscher-, als Europa-, sondern sogar als Weltmeister wurde der „Bomber“, so sein Prädikatssiegel, in seiner fünfzehnjährigen Soccer-Karriere gefeiert. Den WM-Titel errang Willi Bär in Chicago/Illinois in den USA in der 6er-Team Competition.

Willi Bär mit dem Queue in Las Vegas ...

Eine ruhige Kugel schob Willi Bär am Poolbillardtisch schon ’mal gar nicht. Denn so kommt man nie nach Las Vegas. Konzentration und Übersicht auf der einen, Fight und Siegeswillen auf der anderen Seite sonst wird das nichts. Nicht weniger als zweimal qualifizierte er sich mit dem Team Café Q aus Coburg für den Worldcup in Sin City.

... und bei Matchroom 

Am Snooker fand Willi Bär ebenfalls Gefallen. In Essen qualifizierte er sich für das Top-Five Team, das in das Mutterland des Snooker-Sports reiste, um zu studieren, wie es die Matchroom-Profis machen. Die Company Matchroom gehört(e) keinem anderen als Barry Hearn, der in den letzten Jahren die PDC auf Vordermann gebracht hat. In seinem Boxstall Matchroom Boxing wurden unter anderem Frank Bruno und Anthony Joshua Weltmeister im Schwergewicht.

Das Leben als Liga-Sekretär ...

Fokus wieder direkt auf Willi Bär. Fehlt noch Darts. Auch darin wollte Willi Bär Erfolge mit seinem Team aus Rödental feiern. Doch als DSAB Liga-Sekretär, der als Schiedsrichter Obmann die eine oder andere Entscheidung zu fällen hat, ergab sich ein wohlmöglicher Gewissenskonflikt, wenn er dies in der Doppelfunktion Spieler-Funktionär zu leisten hätte. Also: Schluss mit lustig, zumal ihn großartige Erfolge in drei der vier Compact-Sportarten bereits ausgezeichnet haben. Als Allrounder nimmt er in der Erfolgsbilanz eine Alleinstellung in der gesamten Compact-Sport Szene ein. „Das ist schon beeindruckend, was er hier geleistet hat“, lobt Stefan Reichert, der 1. Vorsitzende des DSAB.

... seit dem 15. November 1989

Als Liga-Sekretär betreute Willi Bär zunächst ab den 15. November 1989 die Coburg-Frankenwald Liga. Damals saß er noch auf dem Bock, mittendrin im Fernverkehr. Das ging sieben lange Jahre so, dann wurde er sesshaft, weil er mit dem DLB Franken ein zweites Standbein in der Darts-Szene gefunden hatte. Die Mannschaften in beiden Ligen haben sich bis heute auf rund 200 summiert. Auf die Liga Coburg-Frankenwald, eine Jahresliga, entfallen 80 Teams, der Rest auf den DLB Franken.

Erfahrungen hat Willi Bär als Liga-Sekretär auch, aber verdammt schnell sammeln müssen: „Am Anfang war es so, dass ich alle Wünsche erfüllen, es jedem recht machen wollte und überall auf Verständnis hoffte. Schnell wurde mir klar: Das geht nicht! Denn dann versucht Dich jeder auszutricksen. Du wirst zum Spielball aller!“ Kurzer Lernprozess, der damit endete, „dass man Entscheidungen nur dann allseits vermitteln kann, wenn sie eindeutig sind, nachvollziehbar auf der Grundlage des Regelwerks fußen und ohne Wenn und Aber erfolgen!“, hält Willi Bär bis heute an diesen Maximen fest.

Ist er deswegen zum Feindbild der Spieler geworden? Ganz und gar nicht. „Ich darf durchaus in Anspruch nehmen“, fährt Willi Bär fort, „dass mich mit der großen Masse der Spieler ein sehr freundschaftliches Verhältnis verbindet. Unsere Liga ist wirklich von familiärem Charakter geprägt. Ich werde respektiert, es gibt keine unnötigen Diskussionen. So macht es für alle Sinn, auch wenn ich hin und wieder ein Machtwort aussprechen muss. Aber so ist es nun einmal im Sport.“

Was Willi Bär außerdem und gerade in der allerjüngsten Liga-Zeit aufgefallen ist, „dass vermehrt junge Spieler Spaß am Darts finden. Da kommt eine ganz neue Generation angerollt, die hoch motiviert ist und sich den sportlichen Herausforderungen stellen will.“

Früher war es schon anders, heute aber auch

Wenn Willi Bär ein Vergleich von früher zu heute ziehen soll, dann fällt ihm auf, „dass das Darts vor 30 Jahren kaum noch mit dem aktuellen zu vergleichen ist. Das Niveau ist ein ganz anderes geworden, die Leute spielen schnell auf einem viel höheren Level als früher. Sie bringen auch mehr Erfahrungen mit, weil Darts viel öfter in den Medien gezeigt wird. Da wir im DSAB wirklich das beste Programm anbieten, habe ich auch keine Angst, dass nach der Coronavirus-Krise weniger gespielt werden wird. Ganz im Gegenteil, die Leute sind richtig heiß!“

Blick in die Zukunft

Und gibt es Willi Bär auch noch in Zukunft? „Warum sollte ich aufhören? So lange ich gesund bleibe und fit bin, mache ich gerne weiter. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich zum alten Eisen gehöre. Die jungen Leute halten mich eben jung!“

Jens Haßelbacher und ...

Ein großes Lob hat auch Jens Haßelbacher von Automaten Haßelbacher (Dittelbrunn), der nebst den Automatenaufstellunternehmen und VFS-Mitgliedern Amling (Kürnach), Easygoek (Bamberg) und Windisch Gaming aus Arnstein im „Vierer-Rat“ des DLB Franken sitzt: „Es macht richtig Spaß, mit Willi zusammenzuarbeiten. Er ist sehr engagiert, verlässlich, verfügt über einen großen Erfahrungsschatz und verschafft sich mit dem richtigen Ton schnell Gehör bei den Spielern. Mach’ weiter so, Willi!“

... Michael Hümpfner laudieren

„Neben Achim Lintzen zählt auch Willi Bär zu denen, die seit nunmehr 30 Jahren als DSAB Liga-Sekretär tätig sind. Chapeau! In beiden Fällen ist es rund die Hälfte ihres Lebens. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um beiden meinen Dank im Namen des VFS für Ihre Treue auszusprechen und Euch zu Eurer erfolgreichen Arbeit zu gratulieren“, beglückwünscht Michael Hümpfner, 1. Vorsitzende des VFS, sowohl Willi Bär als auch Achim Lintzen herzlichst.