Gamblers wieder, Triple X erstmalig nach Las Vegas

Der Modus Triple K.O. war einfach zu viel des Guten. Ein finales Fazit der 27. Deutschen Liga Mannschafts-Meisterschaften im 8-Ball im Würzburger Breakers Inn am 19./20. November. Die noch wichtigere Erkenntnis: Gamblers und Triple X fliegen nach Las Vegas!

Späte Finals

Bei den vier Masters-Teams der Endausscheidung für den Worldcup in Las Vegas 2017 führte der neue Spielmodus dazu, dass man nahezu zehn Stunden benötigte, bis das erste Team seine Queues streichen musste. Das Finale wurde sodann um 1:00 Uhr gestartet. Der erste Finalist hatte darauf neun Stunden spielfrei warten müssen.

In der Amateur-Class zog sich der Beginn des Turniers bis zum Feststehen der beiden Finalisten über sechzehn Stunden hin. Dann wollten die einen völlig ausgelaugt nicht mehr, die anderen auf der anderen Seite unbedingt, die zur Erholung zwischendurch einige Stunden zu Hause verbracht hatten.

Triple K.O. - ein Modus, der sich nicht bewährt hat, zumal, wenn vorher nicht klar ist, ob sich das Turnier über zwei Tage erstreckt oder in einem „Rutsch“ über die Bühne ohne wenn und aber gebracht werden soll.

Triple Win statt Triple K.O.

In der Masters-Klasse machten die Gamblers aus dem Triple-K.O.-System eine Triple Win-Situation. Zum Auftakt streckten die Gamblers den „Erzfeind“ Outsiders mit 13:2 nieder, das Match gegen Obelix schlossen die Gamblers in gleicher Manier souverän mit 13:2 ab und standen im Finale. Da standen sie erst einmal herum.  

Auf der Verliererseite wirklich nichts Neues

Obelix hatte in seiner ersten Begegnung Wild Seventies, die in diesem Jahr ihren ersten sportlichen Auftritt als Sieger der Amateur-Class 2015 in Las Vegas hatten, mit 13:7 dominiert. Nach der Niederlage gegen die Gamblers und dem Wechsel auf die Verliererseite traf Obelix auf Wild Seventies und musste sich 10:13 geschlagen geben, die Wilden Siebziger hatten zuvor die Outsiders mit 13:10 bezwungen.

Loser-Loser Side gewinnen Wild Seventies

Auf der Loser-Loser Side gewannen die Outsiders in der Folge ihr allererstes Spiel dieses Tages gegen Obelix mit 13:7, anschließend zeigten sich die Outsiders den Wild Seventies mit 13:7 überlegen, was aber aufgrund des Modus nur zur Folge hatte, dass die beiden Teams nochmals gegeneinander antreten mussten, um nun schlussendlich den zweiten Finalisten zu bestimmen.

Aus 5:5 wird 13:5 und Las Vegas

Mit 13:11 zeigten sich Wild Seventies überlegen und zogen ins Finale ein. Bis zum 5:5 hielten Wild Seventies wacker auf Augenhöhe mit ihren vermeintlich stärkeren Gegnern, den Gamblers, mit, die dann aber die Pace bestimmten und das Match 13:5 gewannen. Matchwinner Peter Weippert, der nach dem 5:5 für seinen Sohn Daniel ins Team gekommen war, dokumentierte somit den achtzehnten DLMM-Sieg der Gamblers. Die Wild Seventies zeigten sich als fairer Verlierer und gratulierten den Gamblers herzlich.    

Pyramida Team sichert sich Finalplatz


Die fünf qualifizierten Amateur-Teams nahmen ihr Unternehmen Las Vegas bereits um 9:00 Uhr auf. In der ersten Runde gelang Triple X mit 13:6 gegen 8 Pool Buddy’s ein imposanter Einstieg ins Turnier. Gegen No 1 Breakers musste sich Triple X allerdings über alle sportlichen Maße strecken, um einen hauchdünnen 13:12 Erfolg einzuheimsen. Dem Pyramida Team gelang indes ein 13:7 Sieg über Die Abstauber. Nun wurde es erstmalig richtig spannend, denn zwischen Triple X und dem Pyramida Team ging es um den ersten Finalplatz., den sich die Letztgenannten in einem dramatischen Match mit 13:11 sicherten.

Triple X tankt sich bis zum Endspiel durch

Auf der Verliererseite geschah indes nicht wirklich etwas Wichtiges, denn es gab ja noch die Verlierer-Verlierer-Seite. Hier siegten die 8 Pool Buddy’s nicht nur gegen Die Abstauber 13:6, sondern auch in einem spannungsreichen Match gegen No 1 Breakers mit 13:12. Der dritte Coup infolge gelang den 8 Pool Buddy’s jedoch nicht, sie mussten sich Triple X mit 13:5 beugen, das nun unwiderruflich als Finalgegner des Pyramida Teams feststand.

Erst verbaler, dann sportlicher Schlagabtausch

Jetzt wurden erst einmal ein paar Worte gewechselt, einerseits hitzig, andererseits cool, denn die einen, Triple X, wollten erst am nächsten Tag nach ein paar wohlverdienten Stunden Schlaf weiterspielen, die anderen, das Pyramida Team, sofort, aus basta! Ringrichter Karsten behielt die Übersicht. Als genug der Worte gewechselt waren, ließ er salomonisch durch eine Dartsglücksfee per Los entscheiden. Es wurde weiter gespielt.

Dreimal 13:10 und Las Vegas für Triple X

Aber das Glück ist eine launische Geliebte. Diese Erfahrung blieb dem Team Pyramida nicht erspart. Denn Triple Mixed gewann die notwendigen drei Matches, immer konstant mit 13:10, und checkte sich so für Las Vegas ein. Da war es 6:55 Uhr. Mit Einspielen hatte Triple X einen 23-Studen Poolbillardtag gehabt. Nun war man zwar glücklich, aber vor allem k.o.

Breakers Inn ideal

Nichstdestotrotz bildete das Breakers Inn in der Gneisenau Straße in Würzburg einmal mehr eine hervorragende Plattform für solch ein sportliches Highlight.