Gabriel Clemens verliert gegen José de Sousa

Der zweite Tag des World Matchplays zeigte uns einen gut aufgelegten Peter Wright, der mit 10:2 den bis dahin höchsten Sieg einfahren konnte, einen „Polish Eagle", der zum bisher höchsten Average von 101,6 aufflog, einen Luke Humphries, der „The Machine" zum Stottern brachte, einen 10 Darts spielenden Joe Cullen und einen José de Sousa, der einen sehr kurzen Prozeß mit Gabriel Clemens machte - „The Special One" eben.

Joe Cullen weiter
Krzysztof Ratajski weiter
James Wade draußen
Peter Wright gut drauf
José de Sousa schlägt Gabriel Clemens 10:2

Nach dem Auftakt des World Matchplays 2021 am Samstag mit der ersten Session von vier Spielen folgten am Sonntag zwei weitere Stelldicheins, ergo acht Begegnungen. Im ersten Block am Nachmittag blieben die ersten Teilnehmer über einem 100er-Average, exakt drei Akteure.

Krzysztof Ratajski vs. Brendan Dolan 10:4
Als Erster realisierte dies Krzysztof Ratajski, der Brendan Dolan 10:4 in Schach hielt und schlussendlich einen Average von 101,6 aufwies. „The Polish Eagle“ flog hoch, scorte fünfmal 180, erzielte mit 102 seinen höchsten Check, zeigte sich mit einer Checkquote von 58,8 Prozent zielsicher beim Doppel, beendete zwei Legs mit elf und eines mit zwölf Darts. Der Glanzpunkt des nordirischen „History Maker(s)“ reduzierte sich auf ein 121er-Bullfinish mit 12 Darts.

Glen Durrant vs. Callan Rydz 6:10
Es folgte der erfolgreiche Auftritt von Callan Rydz. „The Riot“ kickte im englischen Duell Glen Durrant mit 10:6 aus dem Rennen. Der Sieger sorgte für drei 180er und einen 106er Check. Der Spielverlauf: 0:5, 3:6 und 6:10.

Rob Cross vs. Ross Smith 10:8
Im zweiten rein englischen Duell am Lazy Sunday Afternoon zwischen Rob Cross und Ross Smith behielt der Weltmeister von 2018 mit 10:8 die Oberhand. Aus dem 2:3 Rückstand formte „Voltage“ eine 7:3 Führung, die schließlich im 10:8 Sieg mündete. Rob Cross überzeugte mit einem Average in Höhe von 100,2 und markierte vier 180er. Hinsichtlich der letzten Kennziffer zeigte sich ihm sein Kontrahent überlegen, der es auf sieben 180er brachte.

James Wade vs. Luke Humphries 3:10
Beendet wurde die zweite Session mit der Partie der englischen Dartsgrößen James Wade und Luke Humphries. Der Matchplay-Winner von 2007 und fünfmalige Runner-up (2006, 2008, 2011, 2012 und 2015), „The Machine“, lief nie auf Hochtouren, sondern seinem Kontrahenten von Anfang bis Ende hinterher. 2:0 für Luke Humphries, dann 4:1, 6:1, 8:2 und letztlich 10:3. Luke Humphries imponierte mit einem Average von 101,1 und seine 180er summierten sich auf nicht weniger als acht an der Zahl, die bisher höchste Ausbeute in diesem Turnier. James Wade gelang indes ein bemerkenswerter 148er Check zum zwischenzeitlichen 2:6.

Ergebnisse 2. Session der 1. Runde
Krzysztof Ratajski (POL) - Brendan Dolan (GBR) 10:4 (101,6:96,1)
Glen Durrant (GBR) - Callan Rydz (GBR) 6:10 (84,0:82.0)
Rob Cross (GBR) - Ross Smith (GBR) 10:8 (100,2:91,5)
James Wade (GBR) - Luke Humphries (GBR) 3:10 (93,5:101,1)

Joe Cullen vs. Chris Dobey 10:8
Der dritte Spielblock wurde von den Engländern Joe Cullen und Chris Dobey eröffnet. Ein hart umkämpftes Spiel, das „The Rockstar" zu seinen Gunsten mit 10:8 für sich entscheiden konnte. Am Ende wies der vor wenigen Tagen 32 Jahre alt Gewordene ein 98,1, sein Gegner ein 97,1 Average auf. Erstgenannter markierte fünf 180er, Chris Dobey derer sogar drei mehr. Joe Cullens Checkquote lautete 52,6, die von Chris Dobey 40,0 Prozent. Für sein kürzestes Leg benötige Joe Cullen gerade einmal 10 Darts, sein Widersacher nur einen mehr.

Michael Smith vs. Ryan Searle 10:7
Es folgte ein weiteres rein englischen Gipfeltreffen. Die Protagonisten hießen Michael Smith und Ryan Searle. „The Bully Boy“ warf zwar keine einzige 180, imponierte allerdings mit einer Checkquote von 52,6. Sein Average betrug 92,5 und ihm gelang mit 136 ein Highfinish, sein kürzeste Leg schloss er mit 12 Darts ab und nutzte gleich seinen ersten Matchdarts zum Sieg. Ryan Searle stand ihm beim Average mit 92,0 kaum in etwas nach, schaffte drei 180er, sein höchstes Finish schlug sich mit 98, seine Checkquote mit 38,9 Prozent nieder.

Peter Wright vs. Danny Noppert 10:2
In der dritten Begegnung des Abends ging es etwas internationaler zu, als der Niederländer Danny Noppert auf den Schotten Peter Wright stieß. Die 1:0 Führung von „The Freeze“ drehte der Weltmeister von 2020 in ein 4:1 zu seinen Gunsten um, die er auf 6:1 ausbauen konnte, bevor Danny Noppert sein zweites Leg für sich reklamieren konnte. Das war es für den Niederländer, denn Peter Wright holte sich die nächsten vier Legs in Folge und gewann 10:2. Der Average des Weltranglistenzweiten lag mit 99,8 nur ganz knapp unter 100, er produzierte drei 180er, finishte mit 121 und 105, seine gute Checkquote spiegelte sich mit 52,6 wider. Da konnte Danny Noppert nicht wirklich mithalten.

José de Sousa vs. Gabriel Clemens 10:2

Den heiß ersehnten Auftritt des „German Giant“ fror „The Special One“ schnell ein. Der Portugiese eilte von 5:0 zu 7:0, bevor Gabriel Clemens seinen ersten Leggewinn überhaupt markieren konnte. Auf das 7:1 folgte das 9:1, dann schnappte sich Gabriel Clemens noch ein weiteres Leg, bevor er sich eindeutig 2:10 geschlagen geben musste. José de Sousa Werte: 97,5 Average, drei 180er, 116er Highfinish, Checkquote von 37,0. Gabriel Clemens dagegen: 92,1 Schnitt, zwei 180er, mit 52 das höchste Finish und eine Checkquote von 20 Prozent.  Gabriel Clemens out, José de Sousa weiter.

Ergebnisse 3. Session der 1. Runde
Joe Cullen (GBR) - Chris Dobey (GBR) 10:8 (98,1:97,1)
Michael Smith (GBR) - Ryan Searle (GBR) 10:7 (92,5:92,0)
Peter Wright (GBR) - Danny Noppert (NEL) 10:2 (99,8:92,1)
Jose de Sousa (POR) - Gabriel Clemens (GER) 10:2 (97,5:92,1)