Gabriel Clemens Dritter, Martin Schindler Fünfter

Die Super Series der Profis hat viel Salz in der Suppe. Auch wenn sich die absolute Spitze nun vermehrt in Szene setzt, nutzen die Protagonisten aus Reih und Glied weiterhin ihre Chancen. Zum Beispiel der Nordire Brendan Dolan. Aber auch Gabriel Clemens oder Martin Schindler.

Erster Sieg für Peter Wright
Erster Sieg für Gerwyn Price
Vierter Podiumsplatz bei den Super Series für Joe Cullen
Zweiter Series Sieg für Jonny Clayton
Zweiter Podiumsplatz für Gabriel Clemens
Martin Schindler Fünfter
Drei auf einen Streich: Brendan Dolan

Super Series, die 5., 6., 7. und 8.

Die Spitze kommt in Fahrt

Die vier Sieger der Players Championships No. 5, No. 6, No. 7 und No. 8 im englischen Milton Keynes heißen Brendan Dolan (Nordirland), Gerwyn Price (Wales), Jonny Clayton, gleichfalls Wales, und Peter Wright (Schottland). Damit hat sich die Gewinnerliste der Super Series nach zwei Meetings auf insgesamt sieben Spieler erweitert. Lediglich Jonny Clayton war es bisher vergönnt, zwei Wettbewerbe zu seinen Gunsten zu entscheiden. Dagegen durften die anderen drei bei dieser Turnierserie vom 16. bis 19. März ihre ersten Saisonsiege feiern.

16 Spieler aus zwei Staaten

Da sich die beiden Verlierer der Vorschlussrunde Rang drei teilen, werden pro Wettbewerb vier Podiumsakteure ausgezeichnet. Bei vier Wettbewerbe folglich insgesamt 16 Spieler. Lässt man einmal den UK-Verbandszirkus beiseite, blieben nicht weniger als 15 Podiumsplatzierungen in Großbritannien – mit dem Verbandsfirlefanz: England sieben, sowohl Nordirland als auch Wales drei sowie Schottland zwei.

Gerwyn Price top

Der erfolgreichste Teilnehmer in Milton Keynes war indes der amtierende Weltmeister Gerwyn Price, der sich als Winner und Runner-up präsentierte. Sogar dreimal auf dem Podest stand Dolan Brendon, einmal als Sieger und zweimal als Dritter. Zweimal als Dritter empfahl sich Joe Cullen (England).

Podiumsplatzierungen

No. 5
1. Brendan Dolan (Nordirland)
2. Michael Smith (England)
3. Joe Cullen (England)
3. Alan Soutar (Schottland)

No. 6
1. Gerwyn Price (Wales)
2. Luke Humphries (England)
3. Brendan Dolan (Nordirland)
3. Jamie Hughes (England)

No. 7
1. Jonny Clayton (Wales)
2. James Wade (England)
3. Gabriel Clemens (Deutschland)
3. Jason Heaver (England)

No. 8
1. Peter Wright (Schottland)
2. Gerwyn Price (Wales)
3. Joe Cullen (England)
3. Brendan Dolan (Nordirland)

Alle Endspielergebnisse:

Brendan Dolan - Michael Smith 8:6 (97,7 : 93,8)
Gerwyn Price - Luke Humphries 8:5 (102,2 : 97,0)
Jonny Clayton - James Wade 8:5 (101,1 : 98,5)
Peter Wright - Gerwyn Price 8:3 (101,4 : 94,1)

Average

In den insgesamt 60 Partien ab Achtelfinale wurden acht Begegnungen von Spielern gewonnen, die einen schlechteren Average als ihre Gegner aufwiesen. Das entspricht 13,33 Prozent. In der achten Session kam dies übrigens nicht ein einziges Mal vor.

Dieses Phänomen wurde in den insgesamt zwölf Semi- und Finalspielen nur ein einziges Mal registriert, leider gerade bei der 5:7 Niederlage von Gabriel Clemens gegen James Wade, als der Deutsche mit einem Average von 95,5 deutlich über dem seines englischen Widersachers lag, der im Mittel 88,6 spielte.

32 Mal lag der Average ab Achtelfinale im dreistelligen Bereich. Den höchsten erzielte an den vier Turniertagen Dirk van Duijvenbode (Niederlande) mit 112,7 bei seinem 6:5 Achtelfinalerfolg in der fünften Session über Mensur Suljović (Österreich). Ihm folgte in derselben Session Dolan Brendan bei seinem 6:3 Sieg im Viertelfinale über den Engländer Scott Mitchell, als er einen Average von 109,5 markieren konnte. Der Dritte im Bunde der Besten hieß Peter Wright mit 108,3. Diesen Average erzielte er im Viertelfinale der achten Session, als er Steve Lennon aus Irland 6:4 bezwang.

Drei der vier Winner untermauerten ihren Erfolg mit einem finalen Average von über 100:
Gerwyn Price 102,2
Peter Wright 101,9
Jonny Clayton 101,4.

Lediglich Brendan Dolan blieb mit 97,7 zweistellig.

71 Mal lag der Average über 90, 17 Mal unter diesem Grenzwert.

Average

        No. 5       No. 6       No. 7       No. 8
FL      98,8         93,2        94,7         94,6
HF      99,6        93,4         99,1       100,8
VF      94,2       101,4         94,6        98,4
AF      95,8         98,4       100,0        98,0

FL = Finale, HB = Halbfinale, VF = Viertelfinale, AF = Achtelfonale


Deutsche Perspektiven

In den 128er Feldern war bei den insgesamt 16 Starts der Deutschen zehn Mal bereits nach den ersten Runde Endstation, also Rang 65. Einmal sprang Platz 33 heraus und dreimal verbuchte das deutsche Quartett Position 17.

Martin Schindler Fünfter

Aber es ging auch weiter nach vorn. Martin Schindler errang in der achten Session einen sehr schönen fünften Platz, als er sich erst im Viertelfinale dem Nordiren Brendan Dolan 4:6 geschlagen geben musste, der beim zweiten Meeting der Super Series nicht weniger als dreimal und damit öfter als alle anderen Akteure aufs Podium springen konnte.

Gabriel Clemens Dritter

Der dritte Platz von Gabriel Clemens, sein zweiter nach acht Wettbewerben der Super Series, ist selbstredend der funkelnde Moment, das sportliche Resultat, das aus deutscher Sicht alles überragt. Der Platzierungskoeffizient von Gabriel Clemens beträgt 25,5. Bei Martin Schindler ergab dieser Wert 42, bei Max Hopp 53 und bei Steffen Siepmann 65.

Gabriel Clemens auf 26

In der Order of Merit rangiert Gabriel Clemens mit einem Zugewinn von fünf Plätzen in dieser Spielzeit auf Rang 26. Mit einem Verlust von zwei Plätzen liegt Max Hopp an 41. Stelle. Martin Schindler hat den Sprung in die Top 100 als Nummer 96 nunmehr vollzogen, während auch Steffen Siepmann als 99. unter den besten Einhundert weilt.