Ein Tag voller Highlights

Als das Wünschen noch geholfen hatte, so überschrieb dereinst der Schriftsteller Peter Handke einen seiner Romane. Ganz aktuell lässt sich diese Aussage auch auf den ersten EM-Tag in Benidorm (Spanien) übertragen – natürlich hinsichtlich des Abscheidens der deutschen Akteure, fokussiert durch die DSAB-Brille.

Höhepunkte satt

Das absolute Highlight bildete die Champions League Finalrunde mit den beiden DSAB-Teams I und II der besten acht qualifizierten Mannschaften. Einerseits Selin Kuruoglu, Michaela McClain, Andreas von der Heyden, Danijel Lukic, Christian Soethe und Sascha Stein; andererseits Sandra Kaup, Kathrin Reddmann, Kevin Münch, Patrick Nunez y Amor, Martin Rümpker und Stefan Stoyke.

Champions League Sieger und Zweiter


Nach jeweils zwei Siegen – DSAB I mit 7:2 über Happy Game (Österreich) und 7:1 über Power Dart Kosice (Slowakei) sowie DSAB 2 mit 7:1 über Top Gun Kiraly (Slowenien) und 7:2 über Derby Team Italy 7:5 – trafen die beiden deutschen Equipen im Endspiel aufeinander. Bis zum 5:5 ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dann checkte Christian Soethe zum 6:5 und im Anschluss daran erzielte Danijel Lukic das 7:5 und machte den Sieg für DSAB I perfekt. So wie es der DSAB-Algorismus prognostiziert hatte.

Christian Soethe auf Abwegen

Das interessierte Christian Soethe wenig, der belohnte sich mit einer Family-Pizza frisch aus dem Steinofen, step by step, ohne mit den Augen zu zucken. Kevin Münch hielt mit einer Diabolo dagegen, head to head, dito, und auch hier lag Bruder Christopherus vorn, während Andreas von der Heyden leider ohne Abendmahl ins Bett musste. „Immer ich“, irritierte er durchs Nachtleben von Benidorm. Und dagegen ist die Reeperbahn Kasperle-Theater. Die Welt bleibt auch nach diesem tollen DSAB-Erfolg einfach ungerecht.

Karen Heine holt ersten Einzelsieg


Das erste Offene Damen-Einzel 501 M.O. dieser EM schnappte sich indes keine andere als Karen Heine. Kurzfristig von der Österreicherin Eva Schadauer auf die Verliererseite verbannt, kämpfte sie sich dennoch ins Finale, musste und durfte sich nochmals mit ihrer Ex-Bezwingerin auseinandersetzen und gewann 2:0 und 2:1. Wer hätte das gedacht? „Ich!“, wer immer das aus dem Off hallte. Adrienn Vegso aus Ungarn belegte Rang drei. Weitere DSAB-Spielerinnen: Ramona Berger 7. und Christine Mörsdorf auf Rang 13.

Jörg Mitterlehner Zweiter

Im ersten Offenen-Einzel 501 M.O. der Herren schlug sich Jörg Mitterlehner im 109-köpfigen Teilnehmerfeld prächtig, musste sich zwar beim Match ums Finale dem kroatischen Profi Boris Krcmar 1:2 beugen, löste das Endspielticket dennoch dank seines 2:1 Erfolges über Peter Buchmayr aus Österreich und machte sodann im finalen Showdown Boris Krcmar das Leben besonders schwer. Im ersten Set ließ er ihn mit 2:0 konsterniert stehen, eröffnete mit 180 das erste Leg im Entscheidungsset, blieb nicht nur bis zum 1:1 auf Augenhöhe, sondern verfehlte ein 170er Finish bei Rest 25 zum Match nur äußerst knapp. Schlussendlich musste sich Jörg Mitterlehner 1:2 geschlagen geben. Platz zwei!

Weitere DSAB-Platzierungen: Jan Oberhin auf 7, Willi Keller 9, Dietrich Westermann 17, Frank Eisenträger, Timo Reddmann 25, Kevin Kuhn, Marco Gebauer, Marcel Aulich, Alexander Smyk 33, Tim Oberfrank, El Abbas El Amri, Atas Cafer 49 sowie Damien Noster 65.

Patrick Plötz Erster


Sein Niederrhein-Kumpel Patrick Plötz hatte sich aus dem obigen Wettbewerb auf Rang neun eliminieren lassen, switchte in das zweite Offene Herren-Einzel 501 M.O. über und gewann diesen Wettbewerb, nachdem er Resetar Nerven (Kroatien) mit 2:0 in die Knie gezwungen hatte. Der Spanier Jose Antonio Justicia gefiel als Dritter. El Abbas El Amri folgte auf 13, Tim Oberfrank, Marcel Aulrich, Kevin Kuhn versammelten sich auf 17, Marco Gebauer blieb auf 25 stecken, Damien Noster auf 65, Dennis Jung auf 97.

Non-DSAB


Das letzte Offene Damen-Einzel 501 M.O. dieses Tages entschied die Tschechin Mairichova Barbora für sich und verwies Amanda Rodriguez und Julie Herald, beide aus Frankreich, auf die Ränge zwei und drei.

Erste Bilanz

Die Bilanz des ersten EM-Tages: Drei erste, zwei zweite Plätze aus fünf Competitions. Das schrammte nur ganz, ganz dicht an optimal vorbei.

Podiumsspiegel