DSAB auf Erfolgskurs in Prag

Der erste EDU Champions League Spieltag wurde am 1. und 2. September unter den Goldenen Dächern der tschechischen Hauptstadt Prag ausgetragen. Am ersten Tag steht bei diesen Events die Champions League auf dem Programm, während am zweiten die EDU Rankings der Damen und Herren den Mittelpunkt bilden.

Er ist schön ...
... er ist klug ...
... er ist sportlich ...
... er ist der Beste: El Abbas El Amri
Er ist ein Hai! Ein Dart-Hai ...
... und hat deswegen auch keine Angst vor Moderatoren ...
... und auch nicht vor Martin Kovačík!
Zu behaupten, es gäbe in Prag einen, der besser sei als El Abbas El Amri, scheint kafkaesk
Die Goldene Stadt
Und Stadt der hundert Türme
Mit einer beeindruckenden Kaffeehausszene
Was sollten Sie sonst noch wissen? Prager Fenstersturz ...
... Prager Frühling (1968) ...
... Sparta Prag!

253 + 68 = 331?

68 Damen und 252 Herren bewertete der EDU-Präsident Rainer Eder aus Österreich zu Recht „als großen Erfolg", zeigte sich aber beim Addieren nicht in Bestform und schoss etwas über das Ziel hinaus: „253 men and 68 women in the mean event makes in summary – 331 players!" Wir Besserwisser wissen natürlich: 321! Trotzdem allemal ein vorzeigbares Resultat. Aus 12 Ländern! 

21 Champions League Teams

21 Mannschaften nehmen in der Spielzeit 2017/18 an der Champions League teil, darunter zwei DSAB-Mannschaften. Warum wurden gerade diese beiden DSAB-Teams mit der Direktive „Gib’ alles für die Champions League“ auserkoren, die in Prag begonnen haben, ihren DSAB-Auftrag zu erfüllen? Gute Frage! Noch bessere Antwort: „Darum!“

Ein Meer von Spielern verpflichtet

Während der größte, der allergrößte, der allerallergrößte Teil der teilnehmenden Nationen dem Murmeltierprinzip entspringt, Same Procedure als very Year, setzt der DSAB auf Vielseitigkeit und Abwechslung, „auch weil wir über ein Meer von guten und spielfreudigen Akteuren, sowohl Frauen als auch Männer, verfügen, aus dem wir schöpfen können.

Voraussetzung ist neben der sportlichen Qualifikation allerdings auch eine grundsätzlich positive Identifikation mit dem DSAB, eine gesunde Disziplin und ein ausgeprägter Teamgeist. Egomanie ist absolut nicht gefragt“, legt Teammanager Bernd Molkenthin dar.

Bei der Bildung der Teams wird durchaus auch auf Mitsprache gesetzt, „denn wir haben es mit erwachsenen Menschen zu tun“, fährt BM fort.

Dart Wölfe + Mac Leods = DSAB II

Die Idee, Dart Wölfe und Mac Leods als überaus erfolgreiche Liga-Teams zu einer Mannschaft zusammenschmelzen zu lassen, war schon vor ein paar Jahren geboren, wurde aus diversen, aber ganz konkreten Gründen wieder verworfen und nun endgültig realisiert.

Den zentralen Punkt bildet Andreas Demkanin (Mac Leods) ergänzt durch Sascha Ruloffs (Dart Wölfe), erweitert von Axel Liesecke (Mac Leods), Sascha Schneider (Mac Leods) und Dominik Hofmann (Dart Wölfe), der in Prag nicht dabei sein konnte, verspricht, eine hoffnungsvolle Perspektive zu sein. Bei der Aufgabe „Team sucht Frau“ kam Sascha Ruloffs die zündende Idee: „Tamara Pätzold!“, vom Team Black Jack. Gesagt, getan!

Null Erfahrungen, dennoch gute Perspektive

Dieses Sextett hat keinerlei Erfahrungen in Sachen Champions League vorzuweisen, nun gut, international im Rahmen der EDU rutschte vor acht Jahren Tamara Pätzhold in ein DSAB Eurocup Team, machte ihre Sache ausgezeichnet, wie auch beim ersten DSAB-Auftritt im Rahmen der EDU Sascha Ruloffs 2008. So ist das Champions League Unterfangen 2017/18 mit einer ordentlichen Portion Risiko behaftet, „allerding genießt das Team unser ganzes Vertrauen“, urteilt BM.

Zehn von zwölf Punkten

Das Betreten von sportlichem Neuland spiegelte sich konsequent in den ersten Ergebnissen wider. Viermal musste DSAB II ran und konnte mit zehn Punkten aus vier Matches überzeugen, aber nicht glänzen: 13:0 gegen Sodiva Frankreich sowie jeweils 11:2 gegen Hot Chili Darter Schweiz und Top Gun. Optika Kiraly Slowenien So weit, so gut!

6:7 Niederlage gegen die Ösis

Eine kappe 6:7 Niederlage hatte man jedoch gegen das Gaga Energy Dream Team Österreich mit einer überragenden Lisa Steinbach zu verdauen, nach 5:3 Führung und 6:6 Einstand war man leider nicht in der Lage gewesen, gewinnendes Kapital aus den Zwischenständen zu schlagen.

Wenn der Piefke fremdelt, frotzelt der Ösi

Sascha Ruloffs vertat sich in der entscheidenden Phase im letzten Cricket, als er mit zwei Pfeilen das Bull verpasste und mit dem dritten Darts statt T19 die T7 traf. Im Teamgame 701 D.O. war die DSAB-Equipe den Ösis schon enteilt, ließ sich jedoch nach einigen Schwächen wieder einfangen. Die Ösis obenauf, die Piefkes underdogen a weng. Ohne Frage hat das Team Luft nach oben und „wird sich effektiv steigern, nachdem es nun die ersten sportlichen Erkenntnisse gesammelt hat“, ist BM zuversichtlich.

DSAB I = Da Nii + Black Pubs + Dart Haie

DSAB I formiert sich mit Daniela Tröger, nicht nur als Team-Captain, sondern als Capo di tutti Capi, weil sie als einzige Champions League Erfahrungen aufweisen kann. Dazu kommen mit Michael Kastner und Peter Schnupfhagn zwei Black Pubs aus Kulmain, die nicht nur in die Bundesliga aufgestiegen sind, sondern in der Bundesliga Division Bayern Rang zwei belegt haben und zudem bei ihrem Bundesliga-Finale am 12. August in Bonn mit Rang drei aufwarten konnten. In petto ist da zudem noch Danjiel Lukic. 

Mit El Abbas El Amri und Matthias Ketterer komplettieren zwei Dart Haie die Crew. Letzterer musste in der vorherigen Spielzeit aufgrund einer gebrochenen Schulter seinen Champions League Einsatz vorzeitig abbrechen, „und hat sich eine zweite Chance verdient“, so BM. Erstgenannter wurde nominiert, weil er trotz seiner Schönheit, unermesslichen Klugheit und aufgrund seiner Einzigartigkeit, die im Prädikat bester Dartsspieler Marokkos gipfelt, so unglaublich bescheiden geblieben ist.

Dreimal 9:4

Dieses Team ließ sich bei seinen drei Matches nicht beirren und gewann alle drei konstant 9:4, und zwar gegen Red Lions Luxembourg, Club Moby Dick Italien und Brixia Italien, wobei das DSAB Team leider durchgehend im letzten Drittel, also mit Beginn der Cricket Paarungen, ins Trudeln kam, so wurde sowohl aus einer 7:1 Führung in der ersten sowie dritten Begegnung „nur“ jeweils ein 9:4 Sieg. Daniela Tröger gibt sich aber optimistisch: „Es läuft!“

DSAB I Erster, DSAB II Zweiter

Mit drei Siegen führt DSAB I in der Gruppe A die Tabelle an, während DSAB II mit zehn Punkten und einen Punkt hinter Gaga Energy Dream Team Österreich als Zweiter auf der Lauer liegt. Die jeweils besten zwei der vier Gruppen qualifizieren sich für die Endrunde in Caorle 2018.

Der zweite Tag in Prag

Am nächsten Tag standen die EDU Ranking-Disziplinen an: Damen- und Herren-Einzel 501 D.O., wobei Tamara Pätzold Rang dreizehn belegte und kommentierte: „Mit der Platzierung bin ich ganz zufrieden, aber nicht mit meinem Spiel. Ich bin wie gestern viel zu nervös gewesen!“

Daniela Tröger Siebte

Daniela Tröger landete auf Rang sieben. Nicht schlecht, aber es hätte ein klein bisschen mehr sein können. Die Tschechin Alena Gregůrková gewann den Wettbewerb vor Karina Känzig (Schweiz) sowie den beiden Dritten Lisa Steinbach (Österreich) und der Luxemburgerin Sonny Klein-Kemp.

El Abbas El Amri Dritter von 251

Bei den Herren überragte aus deutscher Sicht El Abbas El Amri als bester DSABler auf Rang drei. In der Finalrunde besiegte El Abbas El Amri im Viertelfinale mit 3:0 und 3:0 sicher seinen Kontrahenten Martin Kovačík (Tschechien).

Auch im Halbfinale gegen den Kroaten Ivica Cavrrič lief zunächst alles nach Wunsch. 3:1 im ersten Set und 1:0 Führung im zweiten. Während der Kroate immer sicherer wurde, agierte El Abbas El Amri zusehends immer zerfahrener und konnte seine 16 Darts auf der Hand zur 2:1 Führung nicht nutzen. Folglich gewann sein Kontrahent das zweite Set 3:1 und schließlich auch das dritte, nachdem El Abbas El Amri drei Pfeile auf Tops nicht ins Ziel bringen konnte.

El Abbas El Amri hadert

El Abbas El Amri zunächst sichtlich enttäuscht. „Ich bin viel zu unkonzentriert gewesen und habe einfach schlecht gespielt!“ Das stimmte! Nichtsdestotrotz geht die Platzierung voll in Ordnung.

Der Tscheche Jiří Brejcha gewinnt

Den Wettbewerb gewann letztendlich der Tscheche Jiří Brejcha, der im Endspiel Ivica Cavrrič bezwingen konnte. El Abbas El Amri teilte sich mit Martin Hoffmann (Tschechien) den dritten Rang. Auf Platz fünf versammelten sich Roman Benecký, Antonín Davídek, Martin Kovačík – allesamt Tschechen – sowie der Kroate Dragutin Pečnjak. Damit nicht weniger als fünf tschechische Spieler in den Top Eight.

Sascha Ruloff und Matthias Ketterer waren auf Rang 17 zu finden, Andreas Demkanin und Sascha Schneider auf 25, Axel Liesecke auf 49 sowie Michael Kastner und Peter Schnupfhagn auf 129.

Peter Schnupfhagn siegt im DYP

Im abschließenden DYP, in dem ebenfalls Punkte für die beiden Rankings vergeben werden, siegte Peter Schnupfhagn mit Nikolas Hohenester, während sich Axel Liesecke mit Fabrice Forboteaux und Sascha Ruloffs mit Fabrice Forboteaux Platz Rang fünf teilten. Andreas Demkanin mit Michael Baldauf, Tamara Pätzold mit Robert Kuric und Michael Kastner mit David Písek landeten allesamt auf Rang neun.

Sascha Schneider belegte mit Simona Křepelková Rang dreizehn, Matthias Ketterer mit Manuela Mirrione Rang siebzehn wie auch Daniela Tröger mit Bohumil Krejčí.

Ranglisten: El Abbas El Amri auf drei, Daniela Tröger auf sechs  

Bei den Herren liegt in der EDU-Ranking Jiří Brejcha mit 6 100 Punkten vor Ivica Cavrrič, der es auf 4 900 Zähler bringt, sowie El Abass El Emri und Martin Hoffmann, die sich mit 4 100 den dritten Rang teilen. Sascha Ruloffs befindet sich mit 2 900 Punkten auf Rang dreizehn, Andreas Demkanin mit 2 500 auf sechzehn wie auch Matthias Ketterer.

Auf Platz 22 folgt Sascha Schneider mit 2 400 Zählern vor Axel Liesecke mit 2 300 auf 23 beziehungsweise Peter Schnupfhagn mit 2 100 auf 32.

Michael Kastner nimmt mit 1 500 Zählern Position 59 ein, hier taucht ebenso der Privatier Nico Olschewski auf. 

311 Ranglisten-Spieler

In der Rangliste der Herren sind 311 Spieler gelistet.

Daniela Tröger ist Sechste, Tamara Pätzold Neunte

Die Tschechien Alena Gregůrková führt die Armada von 91 Spielerinnen in der EDU-Ranking der Damen mit 5 100 Punkten vor Karina Känzig aus der Schweiz mit 4 700 sowie Lisa Steinbach (Österreich) und Sonny Klein-Kemp (Luxemburg) mit jeweils 3 600 Punkten an.

Daniela Tröger ist Sechste mit 2 500 Zählern, während Tamara Pätzold mit 2 300 auf Position neun folgt.