Double Hai-Burger

Der Tag der Bundesligafortsetzung der Division Südwest, die sich nach mehreren Breaks bereits über eine Zeitdauer von neunzehn Monaten hinstreckt, um erfolgreich zum Ende zu gelangen, wurde am 11. September im total neu gestylten Darmstädter Checkpoint nochmals restartet.

Gastgeber Checkpoint Darmstadt
Checkpointer Michael Rohrmann
Spieler des Tages: Dart Hai Matthias Ketterer
Parasit Thorsten Etzel
Dart Hai Daniel Letic
Dart Hai Andreas Waldenmaier
Checkpointer Tobi Höntsch
Checkpointer Oliver Müller
Parasit Toni Bello
Checkpointer Zdravko Antunovic
Parasit Markus Geilich
Chef Dart Hai Holger Kurz
Umtrunk
Hexenmeister und Teufelskerl
Dart Hai El Abbas El Amri
Ersatzgeschwächt musste der Titelverteidiger Parasiten Heilbronn ohne Punkte heimkehren
Parasit Marcello Coskun

Zusammen stark

Trotz der unglaublichen Zeitdauer, die träge ins Dartsland geflossen ist, darf man die rein sportliche Vorgeschichte der Südwest-Liga nicht aus dem Auge verlieren, denn sie entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein vielschichtiger Komplex. So trafen mit den Parasiten Heilbronn und den Dart Haien - „Das Original" Nidderau Titelverteidiger und Vorgänger aufeinander und beide mussten sich zudem mit dem Aufsteiger Checkpoint Darmstadt auseinandersetzen, dessen erklärtes Ziel es ist, „über die Rolle des Punktelieferanten hinauszukommen", verdeutlichte Sladan Nedic die Ansprüche der Heiner.  

Checkpoint vs. Parasiten

So stellte sich beim ersten sportlichen Aufeinandertreffen dieses Spieltages die Frage, wie kann sich der Aufsteiger Checkpoint Darmstadt gegen den Titelverteidiger aus der Affäre ziehen? Zum Spielverlauf: Alle vier Blöcke endeten 4:1. Die 4:1 Führung des Gastgebers egalisierten die Parasiten postwendend mit 5:5. Danach enteilte Checkpoint zwischenzeitlich auf 9:6 und schlussendlich auf 13:7 (46:31). Sieg des Aufsteigers über den Titelverteidigers. Chef-TC Sir Richard Buskohl zeigte sich amused: „Nicht alles, aber vieles war gut!“

Frontmann Michael Rohrmann

Feinfühlig sein Händchen bei der Auswechslung von Sascha Holstinski, der Oliver Müller Platz machen musste, der prompt seine beiden Einzel mit blütenreiner Weste (6:0) unter Dach und Fach brachte sowie auch mit Michael Rohrmann im Doppel 2:1 unschlagbar blieb. Damit wären wir auch beim eifrigsten Punktesammler des Checkpoint Teams. Michael Rohrmann zeichnete für ein vollständiges Sixpack an Points verantwortlich und bewährte sich bestens als tatkräftiger Knipser. Vier Einzel- und zwei Doppelsiege. Sein Setverhältnis als Solist lautete 12:4. Insgesamt bilanzierte er mit 16:5.

Tobias Höntsch in Form

Tobias Höntsch steuerte drei Einzelerfolge mit 11:8 Sets bei sowie ein Doppel, das sind stolze vier Zähler und war damit zweitbester Punkter in den Reihen der Darmstädter. Je zwei Einzelerfolge ließen bei den Parasiten Toni Bello und Marcello Coskun dokumentieren, je einen Zähler steuerten Markus Geilich und Thorsten Etzel bei, die außerdem zusammen im Doppel einen Sieg einzufahren vermochten.

Großes Fressen

In der folgenden Partie stand die Kardinalfrage im Raum, was passiert wenn der amtierende Meister auf seinen Vorgänger stößt? Energieraub oder großes Fressen? Die kürzeste Antwort lautet: Großes Fressen! Die Dart Haie demonstrierten Stärke und behaupteten sich 15:5 (48:25). Ein starke An- und Aussage. Mit 5:0 überrollten die Dart Haie ihren Gegner im ersten Teil förmlich. Nach 1:9 sah es zur Halbzeit für die Parasiten nur unmerklich besser aus. Anschließend ging es moderat mit 12:3 und 15:5 für die Haie weiter.

Doppel-Beute und El Abbas El Amri  

Alle vier Doppel waren eine Beute der Haie, zweimal Matthias Ketterer/El Abbas El Amri sowie je einmal Daniel Letic/Nico Kurz und Andreas Waldenmaier/Nico Kurz. Bei den Einzelkämpfern strotzte El Abbas El Amri mit vier Siegen, Matthias Ketterer kam auf drei und sowohl Daniel Letic als auch Nico Kurz auf jeweils zwei. Beim Gegner war Toni Bello mit zwei Siegen der Beste, die drei verbleibenden Erfolgsmomente teilten sich Marcello Coskun, Thorsten Etzel und Markus Geilich brüderlich. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass die Parasiten nicht in Bestbesetzung nach Darmstadt kamen und sich ihre Auswahl auf vier Akteure beschränkte. 

Der Höhepunkt: Checkpoint vs. Dart Haie

Die Dart Haie hatten gegen die Parasiten zwei Setpunkte mehr eingefahren als Checkpoint. Ein Omen? Ja, denn die Dart Haie ließen sich auch in ihrer zweiten Partie die Butter nicht vom Brot nehmen. Wenn auch nur knapp gewannen sie dennoch 11:9. Mit ihrem fünften Dreipunkte-Sieg in der laufenden Saison stehen sie unangefochten an der Tabellenspitze. Ein Re-Start ohne Stottern.

Dart Haie immer vorn

Zum Spielverlauf: Die Dart Haie dominierten die ersten beiden Blöcke, Checkpoint die beiden letzten. 4:1, 3:2, 2:3 und 2:3 ergaben den Endstand von 11:9. Entscheidend für den Sieg war der konzentrierte Auftakt der Haie. Auf Seiten der Haie punkteten Matthias Ketterer/El Abbas El Amri, Matthias Ketterer, El Abbas El Amri und Nico Kurz, auf der anderen Seite schlug sich lediglich Christian Küchler erfolgreich.

In Runde zwei reduzierten sich die Punktesammler bei den Haien auf Nico Kurz/Daniel Letic, Matthias Ketterer und Nico Kurz, auf der Gegenseite sicherten Michael Rohrmann und Tobias Höntsch zwei Punkte.

Checkpoint holt auf

Danach belebten mit Zdravko Antunovic und Sascha Holstinski zwei neue Kräfte das Checkpoint Team, die prompt neben Michael Rohrmann je einen Punkte sicherten. Die Dart Haie konnten sich nur noch in zwei Begegnungen mit Andreas Waldenmaier/Daniel Letic sowie El Abbas El Amri behaupten.

Im vierten und letzten Turn holten Michael Rohrmann, Zdravko Antumovic und Christian Küchler drei Punkte ein. Das reichte jedoch nicht mehr zum 10:10 Unentschieden, denn die Haie machten durch die Erfolge von Matthias Ketterer/El Abbas El Amri und Matthias Ketterer den knappen 11:9 Gesamtsieg perfekt.

Auffällig

Die Haie behaupteten sich in allen vier Doppel-Partien, nicht nur das, sie gaben lediglich ein einziges Leg dabei ab. Ergo, schnitt Checkpoint beim Vergleich der Einzelbegegnungen mit 9:7 besser ab. Von den sechzehn Einzelbegegnungen endete exakt die Hälfte mit 3:2. Viermal pro Checkpoint, viermal pro Haie.

Spieler des Tages: Matthias Ketterer

Matthias Ketterer, der drei seiner vier Einzel für sich entscheiden konnte und sich zudem in seinen beiden Doppel nicht unterkriegen ließ, zeichnete sich als Spieler des Tages aus. Beim Team Checkpoint stachen sowohl Michael Rohrmann als auch Christian Küchler mit jeweils drei siegreichen Solopartien heraus.

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