Doppelter Dartsnelson: Magics und Gladbach zocken ab

Von den sechs angesetzten Begegnungen der Bundesliga-Division West am 9. Oktober, ein durch und durch goldener, gingen nicht weniger als vier 11:9 aus. Adam sagt dazu: „Riesig, zwei Drittel!“, prozentual 66,67! Eine Partie endete solide 13:7 und eine weitere dominant 15:5. In jeder Hinsicht ein erlebnisreicher Darts-Samstag!

 

... führt nach Alt Birkesdorf in Düren
Äußerlich etwaa anachronistisch ...
... innerlich ein Darts-Leckerbissen ...
... auch mit Leutchen ...
... hier und da
Incognito ...
... ist aber öfter anwesend
Auch hier
Berni's
Wir wissen, vorne lächelt er ...
... hinten schlägt er zu
Überall Darts ...
... überall Spaß
Norbert, Insider sagen Detlef, Schiffer und Berni's
Wer ist das eigentlich? Wo kommt er her? Wo will er hin?
Zu meinem Kumpel Matheus Ziolkowski? Ich kann's kaum glauben
Action - die Erste ...
... die Zweite ...
... die Dritte ...
... die Vierte ...
... die Fünfte ...
... und aus die Maus. Bis denne. (Wer ist das bloß neben Lucio Rave?)

Das Team Gladbach und Magic Düren I bescherten sich einen siegreichen Bundesligaspieltag, wobei die Gladbacher mit 28 Setpunkten am effizientesten agierten, die Magics kamen auf 24. Ausbalanciert verlief das Wochenende sowohl für das Team Dinslaken als auch Magics Düren II; 22 Sets erstritt sich die erstgenannte Crew, 18 die Magics. Verlustreich mussten sowohl die Grenzland Piraten Eschweiler als auch Papala-Pub Voerde heimreisen. Bitter für die Papala-Pubs, denn sie mussten sich zweimal knapp 9:11 geschlagen geben. Teamchef Kevin Mateoi kommentierte: „Manchmal bekommt man eben weniger, als man sich verdient hat. Aber wir haben bisher bewiesen, dass wir uns nicht einfach abschlachten lassen!"       

Best of zwei Wochen

Ergo: Spannung pur! Sie erwies sich als roter Faden des Sechsspielerennens, welches Matheus Ziolkowski in der Aufwärmphase respektvoll als: „Best of zwei Wochen“, titulierte. Ein doppelter Blockspiel ist ein Novum in der Geschichte der DSAB Bundesliga. Aber ab und zu was Neues kann nicht schaden. Das Ganze wurde zudem mit einem Nachholspiel der B-Liga abgerundet. Wenn schon, denn schon. Aber nicht nur im offiziellen Centercourt war die Hölle los, sondern auch auf jedem Nebenplatz – und davon bot „Alt Birkesdorf“ einige. Darts satt.

Teamgeist mit gemeinsamen Stuhlgang

Stimmung so überaus kompakt, witzig hier und dort, unterhaltsam allemal, kommunikativ zudem, überzogen mit viel Dartsp(i)rit, auch wenn der eine oder andere einmal sportlich mit sich haderte. „Nach der langen Spielpause fehlt einem Spielpraxis und Wettkampfhärte“, so Michael Sommerfeld, Freibeuter der Dartsmeere. Die Selbstorganisation beeindruckte, Disziplin absolut spürbar, Teamgeist(er) allerorts wahrnehmbar, wenn Stuhlgang angesagt war, verschwanden die Grenzland Piraten komplett und kehrten als Quartett geschlossen wieder an die Boards zurück.

Vorn Alt Birkesdorf, hinten supermoderne Dartslandschaft

Wohl denen, die eine Kneipe wie „Alt Birkesdorf" in ihrem Einzugsbereich wissen, der sich mit der Bundesliga-Division schon über etwas mehr als 100 Kilometer erstreckt. Erster Eindruck von außen: Nanu-nana! Hier sollen sechs Teams spielen? Erste Schritte, eine kleine, gemütliche Eckkneipe in unserer Straße, die sich dann in einer sehr geräumigen Dartslandschaft erstreckt. Darts here, there, everywhere.   

Magic Düren 2 - Team Gladbach 11:19 (31:45)

Das Team Gladbach lief in der Besetzung Udo Fink, Marcel Lemme, Marcel Mertens, Patrick Obermanns, Lucio Rave und Mack Strach auf, während die Reihen des Gastgebers Magic Düren 2 René Hütten, Mario Jodozy, Marius Prüter, Phillip Sachse, Sebastian Schickmann und Carsten Wurm füllten. Und los ging es. Zum Spielgeschehen: Die Gäste zeigten sich in drei der vier Blöcke um jeweils einen Punkt besser und dominierten den dritten Turn sogar 4:1. Ergo kam ein 13:7 heraus. Ein überzeugender Erfolg.

Da beide Mannschaften je zwei Doppel für sich reklamieren konnten, wurde das Match über die Einzelbegegnungen entschieden. Dabei tat sich insbesondere der Gladbacher Lucio Rave hervor, der all seine vier Soli gewann, gefolgt von Marcel Lemme, der sich dreimal durchsetzen konnte. Seitens des Heimteams gefiel René Hütten mit ebenfalls drei Hits. Da er mit Carsten Wurm an seiner Seite zudem noch beide Doppel beherrschte, kam er auf insgesamt fünf Triumphe wie auch Lucio Rave, der zusammen mit Marcel Lemme ebenso ein Doppel gewinnen konnte.

Magic Düren 1 - Team Papala-Pub 11:19 (38:36)

Parallel zur obigen Begegnung gewann die erste Auswahl der Magics ihr Auftaktmatch gegen den Aufsteiger Papala-Pub, wenn auch knapp mit 11:9 und lediglich mit zwei Legs Vorsprung (38:36). Das Team aus Voerde lag sogar zunächst 3:2 vorn, nach 5:5 Zwischenstand rückten die Magics jedoch auf 8:7 und schlussendlich 11:9 siegreich davon.

Die belgische Flanke mit Francois Schweyen und Francis Emonts erkämpfte effektiv neun der elf Magic-Points. Zwei davon als gemeinsames Doppel, während Francis Emonts noch drei und Francois Schweyen sogar vier Einzelerfolge aufsatteln konnte. Bei den Papala-Pubs schnappte sich Martin Schmitz als bester Knipser drei Einzel und ein Doppel gemeinsam mit Wolfgang Janßen.

Die Magics liefen mit Francis Emonts, Michael Heidger, Francois Schweyen, Martin Strollenberg, Mario Zeuner und Markus Floh – Letzterer auf Krücken – ein. Für die Papala-Pubs gaben Kim Marius Klinkhammer, Alexander Lenser, Wolfgang Janßen, Kevin Mateoi, Frank Peters und Martin Schmitz ihr Bestes.

Team Papala-Pub – Team Dinslaken 9:11 (36:39)

Nun kamen die Mannschaften aus Dinslaken und Eschweiler ins Spiel. Das Team Dinslaken musste sich mit dem Team Papala-Pub auseinandersetzen. Aufsteiger gegen Altmeister. Seit 2014/2 ist das Team Dinslaken Teil der Bundesliga West, belegte sofort Rang drei und holte bereits eine Saison später den ersten Meistertitel, auf den weitere sieben folgten. Aber: The Times they are a-Changin‘! Und das gilt allemal für den Sport.

Nichtsdestotrotz setzte sich Dinslaken hauchdünn mit 11:9 nach großartigem Kampf der Papala-Pubs durch. Zur Halbzeit befanden sich beide Teams noch mit 5:5 auf Augenhöhe! Daraus entwickelte sich über die Zwischenstation von 8:7 der 11:9 Erfolg für die Crew aus Dinslaken.

Jedes Team gewann acht Einzelpartien. Der beste Punktsammler der Vier-Mann Combo aus Dinslaken war mit drei Siegen einmal mehr Stephan Gerritsen. Auf der anderen Seite punkteten alle vier Akteure zweimal, namentlich Kevin Mateoi, Frank Peters, Martin Schmitz und Wolfgang Janßen. Die Crux spiegelte sich beim Aufsteiger in den Doppel wider, denn da sicherten sich die Gegner drei von vier: Stephan Gerritsen/Frank Peters zweimal sowie Sascha Mulitsch/Lars Ruschewski. So war der Drobs gelutscht.

Team Gladbach – Grenzland Piraten 15:5 (49:29)

Das Team Gladbach wurde sodann von den Grenzland Piraten gefordert. Eindeutiges Resultat: 15:5 für Gladbach. Auch in diesem Match war bis zur Halbzeit nichts entschieden: 5:5! Im dritten Block ließen die Gladbacher aber auch gar nichts liegen und eilten vehement auf 10:5 davon. Same Procedure im letzten Viertel und am 15:5 für die Gladbacher gab es nichts zu mäkeln.

Patrick Obermanns/Marcel Mertens gewannen ein Doppel, Lucio Rave und Marcel Lemme derer zwei. Der erfolgreichste Einzelkämpfer hieß Marcel Lemme, der alle vier Einzel beherrschte und sich mit sechs Punkten als bester Spieler präsentierte. Drei Einzel dominierten sowohl Patrick Obermanns als auch Lucio Rave. Damit war das Team Gladbach das erste, das diesen doppelten Doppelspieltag mit zwei Siegen abschließen konnte.

Als bester Akteur der Piraten setzte sich Bernhard Galinski mit zwei Einzelerfolgen und einem Doppelsieg in Szene, den er zusammen mit Michael Sommerfeld klarmachte, der sich selbst noch in einem Einzel behaupten konnte. Die anderen beiden Pirat(ch)en hießen: Matheus Ziolkowski und Murat Özis.

Magic Düren 2 – Grenzland Piraten 11:9 (40:36)

Ein imposanter Auftakt für die zweite Equipe der Magics, aus der ein 4:1 Vorsprung resultierte, ließ die Hoffnungen auf einen drei Punkteerfolg keimen. Auch wenn es in diesem zauberhaften Tempo nicht weiterging, sondern die Piraten vielmehr auf 4:6 herankamen, ließen sich die Darts-Magiere aus Düren nicht bannen, erhöhten die Schlagzahl wieder und bauten ihren Vorsprung abermals auf drei Punkte zur 9:6 Führung aus.

Die Piraten gaben sich zwar noch längst nicht geschlagen, doch mehr als eine kosmetische Nachbesserung auf 9:11 war nicht drin. Weil der Vergleich in den vier Doppelpartien keinen Vorteil für eine der beiden Crews ergab, sondern 2:2 endete, waren die Solisten gefragt. Sowohl die Magics René Hütten, Philipp Sachse als auch Sascha Vroomen gewannen allesamt drei Begegnungen und sorgten so für die positive Zweipunktedifferenz, die den Sieg sicherte. Bei den Piraten erbeuteten Berni Galinski drei und Michael Sommerfeld zwei Zähler.

Magic Düren 1 - Team Dinslaken 13:7 (44:34)

Die Premiumauswahl der Magics machte es gegen das Team Dinslaken nicht ganz so spannend. Aus 3:2 wurde 7:4, dann 10:5 und schließlich 13:7. Auch in diesem Match kam es auf die Einzelkämpfer an, weil beide Teams je zwei Doppel für sich entschieden.

Ohne Fehl und Tadel in der One-Man-Show Marco Zeuner, der viermal erbarmungslos zuschlug. Francois Schweyen gelang indes drei Punktgewinne, Francois Emonts zwei und Michael Heidger sowie Markus Floh - mit Krücken on the Road - steuerten je einen Point bei. Auf Seiten der Dinslakener setzte sich Stephan Gerritzen dreimal und Pedro Heynen zweimal in Szene.

PS: Hätten Sie's gewusst?

Wussten Sie, dass Mönchengladbach bis 1950 München-Gladbach hieß?

Wer ist der bekannteste Sohn Dürens? Können wir uns auf den Torhüter Toni Schumacher einigen, der jedoch offiziell Harald heißt, zweimaliger Fußballer des Jahres gewesen, 1984 und 1986, und bei der WM im selben Jahr in Mexiko zum besten Torhüter gewählt worden war. Er wurde am 6. März 1954 in Düren geboren. Sonst hätten wir noch Paul Panzer anzubieten. Aber wer will den schon?