DM Spätlese - Part one

Die DM is over. Turned out the Lights. Das ist natürlich weniger als die halbe Wahrheit. Denn es wäre schlimm, wenn das dreitägige Darts-Geschehen auf dem Autohof Strohofer in Geiselwind nicht von Nachwirkungen beseelt wäre. Insbesondere von den sportlichen Bestleistungen, auf die wir zunächst eingehen wollen. Die anderen wichtigen Aspekte sind so nur verschoben, nicht aufgehoben

Silvia Dolores, the very best
Seit 2016 gewinnen sie zusammen das Damen-Doppel Masters
Dragutin Horvat, eine Mischung aus kroatischer Urgewalt und weißer brasilianischer Eleganz: Erster Titelverteidiger, erster dreifach Sieger im 128er Feld weltweit
Seit vier Jahren immer wieder Deutscher Meister: Nico Kurz
Frau kann auch beeindrucken ohne Titelgewinn: Beispiel Angelina Lorfei ...
... es geht natürlich auch mit Titel: Fabian Hoffmeister
Thomas Rist, früher MoM-Winner, heute Ü50-Sieger - und immer gut drauf
Das (begreifliche) Dirk Cormann ...
... Manfred Bilderl ...
... Alexander Köhler-Phänomen
17 Jahre jung und erfolgreicher Titelverteidiger: Steven Crampton

Silvia Dolores Moos überragend

Im Gegensatz zu 2017 überragte eine Spielerin: Silvia Dolores Moos (Wilsdorf)! Mit drei Titelgewinnen und einem dritten Rang übertrumpfte sie alle anderen. Unisex! Das betraf sowohl die Anzahl der Podiumsplätze insgesamt (vier) als auch die der Titel (drei), ferner zählte sie zu den wenigen Titelverteidigerinnen, als Einzel-, Doppel und Mixed-Siegerin stellte sie ihr Qualitäten im gesamten Spektrum unter Beweis. Ihre sportliche Performance ist eine Klasse für sich gewesen. Jörg Mitterlehner (Moers), selbst ein Ausnahmespieler seit Jahren, kommentierte ehrfürchtig: „Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich mit ihr spielen durfte.“

Stefanie Lück, Fabian Hoffmeister und Manfred Bilderl

Als Winner und Runners-up standen sowohl Stefanie Lück (Dietzenbach) als auch Manfred Bilderl (Ahlen) und Fabian Hoffmeister (Köln) auf dem Podium. Für Fabian Hoffmeister ist es der erste DM-Titel überhaupt, für Stefanie Lück der vierte und für Manfred Bilderl der fünfzehnte.

Dirk Cormann dreimal Vizemeister

Auch wenn es zu keinem Titel gereicht hat, wurden noch Silke Low (Herzogenrath), Christian Soethe und Stefan Stoyke (Lünen) mehr als einmal auf dem Podium ausgezeichnet, Dirk Cormann (Eschweiler) als dreimaliger Vizemeister sogar noch einmal mehr.

Vier Titelverteidigungen

Neben Silvia Dolores Moos/Ramona Berger (Walden) im Damen-Doppel Masters und Stefan Lück im Deutschland-Cup Damen-Einzel vermochten noch Steven Crampton (Detmold) im Jugend-Cup und Dragutin Horvat (Kassel) im 128er Feld ihre Titelgewinne aus dem Vorjahr zu wiederholen.

Das Silvia Dolores Moos/Ramona Berger-Gespann

Silvia Dolores Moos und Ramona Berger sind die einzigen Spielerinnen, die in den letzten drei Jahren zu Deutschen Meisterinnen avancierten. Zusammen gewannen sie das Damen-Doppel von 2016 an. Silvia Dolores Moos sammelte außerdem noch Titel im 64er Feld (2016 und 2018), Mixed-Masters (2018) und Deutschland-Cup Mixed (2016).

Nico Kurz mit Abo DM-Titel

Unisex wird sie allerdings von Nico Kurz (Nidderau) überboten, der seit 2015 ununterbrochen zu den Titelträgern zählt und in den Disziplinen 128er Feld, Masters-Einzel, Deutschland-Cup Einzel sowie zweimal im Herren-Doppel Masters Meisterstücke anreihen konnte.

Club der Teufelinnen

Silvia Dolores Moos gehört zudem seit 2016 dem exklusiven Hattrick-Cup an. Dieses Jahr gelang ihr der Hattrick erneut. Neben ihr zählten zuvor schon Anja Piecuch (Hövelhof) und Marene Westermann (Reken) dazu. Der Erstgenannten gelang der Dreier-Kick 2011, Marene Westermann sogar dreimal: 2008, 2013 und 2014!

Dragutin Horvat, der 128er

Dragutin Horvat gebührt im Gegensatz dazu die uneingeschränkte Wertschätzung, als erster Spieler schlechthin den Titel im 128er zweimal hintereinander gewonnen zu haben. Aber nicht nur das, denn er ist ebenfalls der erste Spieler, der diesen Titel dreimal (2011, 2017 und 2018) für sich reklamieren konnte. Öfter als alle anderen!

Titel Nr. 16 für Alexander Köhler

Alexander Köhler (Würzburg) hat sich indes mit Titel Nummer 16 in der Ewigen Bestenliste verwurzelt und ist nunmehr alleinig der erfolgreichste DM-Spieler aller Zeiten. Dicht im Nacken sitzen ihm jedoch Manfred Bilderl und Maik Langendorf (Hameln), die fünfzehn Titel anhäufen konnten. Überboten werden sie allerdings genderneutral von Marene Westermann, die es auf 26 siegreiche Erfolge bringt.

20:44

Zu den bereits oben erwähnten Spielerinnen und Spielern zählen noch Angelina Lorfei (Florstadt), Michaela Mc Clain (Bad Kreuznach), Julia Wagner-Seiffart (Peiting), Carina Zelt (Eslarn) sowie Gabriel Clemens (Saarwellingen), Sascha Holstinski (Darmstadt), Mike Holz, (Hamburg) Jens Kniest (Spiesen-Elversberg), Kurt Kronschnabl (Regen), Franz Rötzsch (Wörishofen) und Danny Saro aus Berlin, die sich sowohl 2017 als auch 2018 auf dem DM-Podium präsentieren konnten.

Summa summarum sind dies 20 Akteure, denen 44 gegenüberstehen, die im Jahr zuvor keinen Podiumsplatz erreichen konnten.

Neue DM-Bestleistung

Letztes Mal wurden bei der DM 4 048 Einschreibungen gezählt, dieses Mal 4 126. Das ist absolut ein Zuwachs von 76 und eine prozentuale Steigerungsrate von 1,93 Prozent. In dem Zeitraum von 2013 bis 2018 beträgt die Steigerungsrate 16,32.

Die erfolgreichsten DM-Akteure 2018