DM Part 2: Neun starke Titelkämpfe

Von "Super Angelika Galatovic" bis "Lukas Wenig ist nicht weniger als Deutscher Meister" umfasst der zweite Teil der Reportage der 33. Deutschen Meisterschaften neun weitere Titelkämpfe in Geiselwind. Immer spannend, stets mit hochklassigen Momenten, mit Überraschungen, die aufzeigen, wie stark und breitverzweigt die Spitze DSAB tatsächlich ist.

Silvia Dolores Keller, die neue Deutsche Meisterin Angelika Galatovic und Katharina Brandt
Das Podium im Deutschland-Cup Amateure
Nochmals die beiden Finalisten
Der Sieger im Deutschland-Cup Offenes Einzel ...
... sowie der Zweite und die beiden Dritten
Holger Rettig und Dragutin Horvat nehmen den Sieger Mike Holz in ihre Mitte ...
... aber dann, oh Schreck, fällt es Ihnen wie Schuppen vom Kopf (auf), kein Holz in der Hütte, also irgendwie anders aufwärmen ...
... und da erscheint ihnen der Sieger: Mike Holz!
Jay-Jay endlich in der Mitte, umringt von Alexandra Lorenz-Schleckmann und Kirsten Baasch
Das Erfolgstrio im Herren-Einzel Amateure
Das erfolgreiche Dreigestirn im Herren-Einzel Masters
Die Youngsters: Tim Oberfrank als Gewinner und Jamal Schulte als Dritter

Super Angelika Galatovic

Im Deutschland-Cup Damen-Einzel 301 M.O., der mit 202 Spielerinnen erstmalig die 200er Grenze überschreiten konnte, hatte Silvia Dolores Keller (Niederfischbach) irgendwann, irgendwo den Vorwärtsdrang von Angelika Galatovic (München) mit einem 2:0 Erfolg stoppen können.

Angelika Galatovic gab sich aber noch lange nicht geschlagen und mischte die Verliererseite ordentlich auf. 
Beim Spiel von 4 auf 3 eliminierte sie Janine „Jay-Jay“ Wagener (Hellenbahn-Schellenberg). Danach musste Katharina Brandt (Berlin) mit 0:2 daran glauben.

Schließlich ging es für Angelika Galatovic final abermals gegen Silvia Dolores Keller – ein Spiel nicht nur mit umgekehrten Vorzeichen, sondern auch diametralen Inhalten. Das Match endete zwar zwar wieder zu null, allerdings entpuppte sich Angelika Galatovic als Hauptdarstellerin. Nach einem 114er Finish führte sie 2:0 und ließ prompt das 3:0 zum Turniergewinn folgen. Dieses Mal mit einem 107er Finish.

„Ja, ich habe mich wirklich gut gefühlt, und es ist bestens gelaufen!", so die neue Titelträgerin. Die Vizemeisterin bialnzierte zwischenzeitlich: „Jetzt habe ich einmal gewonnen und zwei zweite Plätze erringen können, damit darf ich mehr als zufrieden sein!"

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Sead Nicevic gewinnt

Im Finale des Deutschland-Cups Offenes-Einzel 301 M.O. standen sich in dem im Einfachen K.O.-System ausgetragenen Wettbewerb Mirko Mühlheim (Remscheid) und Sead Nicevic aus Fellbach, unübersehbar als „Mr. Nice" unterwegs, gegenüber.

Sead Nicevic eröffnete gleich mit einem 180er Score, das Leg entschied jedoch Mirko Mühlheim mit einem 116er Finish in der dritten Runde für sich und erhöhte anschließend auf 2:0. Darauf folgte die starke Phase von Mr. Nice, der mit 13 Darts auf 1:2 verkürzte, mit 11 Darts das Match ausglich und mit 10 Darts den Titelkampf für sich entschied. Zufriedenheit bei Mirko Mühlheim und große Freude beim Sieger: „Super!", kurz und bündig, anscheinend hatte er noch mehr vor.  

Nichts zu meckern an ihrem Abscheiden hatten auch Sven Cremer (Köln), der 24. der Masters-Rangliste 2019, und Markus Pieh (Langgöns), Dritter der aktuellen DSAB Amateur-Rangliste, sie teilten sich den dritten Rang. Für beide ein tolles Ergebnis, wie sie selbst herausstellten. 205 Akteuren waren mit von der Partie.

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Sascha Borwasser schafft‘s

Das Endspiel im Deutschland-Cup Amateure 301 M.O. mit 474 Teilnehmern der umfangreichste Einzel-Wettbewerb dieser DM entwickelte sich zu einem weiteren Kopf-an-Kopf Rennen. Stefan Schiegg (Schongau) und Sascha Borwasser (Wetter) waren es effektiv, die schließlich im Endspiel um den Titel fighteten, während Markus Buffler (Leutkirch) seinen dritten Platz schon in der Tasche hatte.

Das erste Finalleg sicherte sich Stefan Schiegg mit 15 Darts - Sascha Borwasser glich mit 18 aus. Im dritten Durchgang scorte Stefan Schiegg 125, 100 und 76 und war nach acht Darts durch – 2:1 Führung. Im vierten Leg hätte Stefan Schiegg nach 11 Darts auf der Hand alles klarmachen können, doch die Nerven – und prompt egalisierte Sascha Borwasser wiederum den Spielstand, um dann mit dem dritten Leggewinn sein erstes Meisterstück zu etablieren.

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Mike Holz holzt die Konkurrenz ab

Mike Holz (Hamburg) war der eine, Holger Rettig (Rimbach) der andere Protagonist im Finale des Deutschland-Cups Herren-Einzel im 501 D.O.-Modus, derweil sich Dragutin Horvat (Kassel) als Dritter bereits seine Meriten verdient hatte, auch deswegen, weil er sich mit Mike Holz beim Spiel ums Finale auf der Verliererseite ein Bravourstück in Sachen Darts lieferte.

Jeweils zwölf Darts hatten die beiden für ihren ersten Punktgewinn benötigt. Im Endscheidungsleg wies der eine 36, der andere 40 Darts nach einem Dutzend Darts auf. Mike Holz als Aufschläger im Vorteil fuhr so den Sieg mit vierzehn Darts ein. Darts mit Höllentempo!

Eher unter dem Motto „Eile mir Weile“ brachte sich Mike Holz auf der Endspielbühne mit 2:0 in Führung, bevor Holger Rettig mit einem 72er Bull-Finish seinen ersten Punkt registrieren lassen konnte. Gleich im nächsten Leg wäre Holger Rettig beinahe sein nächstes Bull-Finish (130) gelungen, er verfehlte jedoch, und machte so den Weg für Mike Holz zum Titelgewinn frei, der seinen dritten Matchdarts verwandeln konnte.

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Jay Jay kann doch Sieg

Mehrere Anläufe auf einen Titelgewinn hatte Janine „Jay Jay“ Wagener (Hellenbahn-Schellenberg) anlässlich der diesjährigen Deutschen Meisterschaften schon unternommen. Durchaus erfolgreich, allerdings ohne Meisterehren einzuheimsen. Im DSAB Damen-Einzel 301 M.O. war die Konkurrenz allerdings fällig.

Im Endspiel besiegte sie Alexandera Lorenz-Schleckmann (Ludwigsburg) 4:2, die selbst gerne gewonnen hätte, aber auch den zweiten Platz zu schätzen wusste. Trotz des Sieges faselte Janine Wagener weiterhin irgendetwas von einem Loch-Syndrom.

Kirsten Baasch (Dortmund) freute sich aufrichtig über Rang drei, „nachdem es im 64er Feld nicht so geklappt hatte!" Aber Ende gut, alles gut. 

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Sven Fiedler bester Amateur

Marcel Wegener (Ahlbeck) und Sven Fiedler (Straubenhardt) trugen den sportlichen Wettstreit um die Krone im Herren-Einzel Amateure 30 M.O. miteinander aus. Wieder eine ganz enge Kiste, denn Sven Fiedler gewann 4:3.

Eric Zimmermann (Heidesheim), der Ranglisten-Erste dieses Jahres konnte sich mit Rang drei anfreunden, nachdem es ihn im Major Award gleich in der ersten Runde zerrissen hatte: „Das ist wenigstens ein kleiner Trost!"


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Oldi, but goldi: Jochen Rahner

Das Ü50 wurde 2019 das dritte Mal in Folge ausgetragen, und es gewann nunmehr der dritte Akteur diesen Wettbewerb. Der glückliche Gewinner heißt Jochen Rahner, kommt aus Würzburg und ist 51 Jahre alt, der im Endspiel Vlademir Angelov aus Hofheim (53 Jahre) mit 3:2 knapp besiegen konnte. Der Pohlheimer Ralf König, bereits 66, verdiente sich als Dritter großen Beifall.


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U18 Siege: Tim Oberfrank 13 Jahre jung

Das diametrale Bild ergibt sich im Wettbewerb der Youngster, in der U18 Competition 301 S.O. Nachdem Steven Crampton (Detmold) als zweimaliger Sieger dieser Klasse entwachsen ist, ergab sich Platz für andere Newcomer.

Überraschend stieß der erst 13jährige Tim Oberfrank aus Frohburg in Sachsen in diese Lücke, der im Endspiel keinen anderen als den Vize-Europameister im Einzel und Team-Europameister U18 Marcel Grossmann (Attendorn) mit 4:3 besiegen konnte.

Als Dritter machte Jamal Schulte (Pforzheim) auf sich aufmerksam.


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Lukas Wenig ist nicht weniger als Deutscher Meister

Dieses ist im wahrsten Sinne ein vorweg genommenes Endspiel, denn effektiv handelt es sich hierbei um den allerletzten Wettbewerb der diesjährigen Deutschen Meisterschaften: Das Herren-Einzel Masters 501 D.O.! Der Sieg über Christian Soethe (Lünen) brachte Jan Müller (Wetter) den dritten Rang ein.

Im Finale duellierten sich indes der bisher ungeschlagene Franz Rötzsch (Bad Wörishofen) und Lukas Wenig (Kitzingen). Und es war spannend und gut.

Mit 19 Darts löste Franz Rötzsch seine 2:0 Führung ein. Doch die nächsten beiden Legs gehörten Lukas Wenig, der 17 Darts mit einem 100er Finish servierte sowie nach 180 und 140 mit 15 Pfeilen (zwölf auf der Hand) den Einstand herstellen konnte.

Franz Rötzsch reagierte mit 18 Darts und der erneuten Führung. Im sechsten Durchgang verpasste Franz Rötzsch nach 180 ein 124er Bull-Finish zum Matchgewinn. Drei weitere Matchdarts verfehlten ebenso das Ziel, sodass Lukas Wenig nach 140, 180 und 100 und zwölf Darts auf der Hand das Spielgeschehen mit 18 Darts egalisieren konnte.

Im Entscheidungsleg verpasste Franz Rötzsch ein 85er Bull-Finish in Runde sechs und Lukas Wenig im Gegenzug ein 100er Finish. Dann ein kurzer Nervenkrieg, der sich aber bei Lukas Wenig mit Pfeil Nummer 24 in explosiver Freude entlud: Titelgewinn!         


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