DLMM 30 Jahre und kein bisschen alt

Am Montag nach dem ersten Juli-Wochenende wurde über viele Jahre üblicherweise mit den DLMM „abgerechnet“. Neue Meister, neue Rekorde! Viel Darts, viel Spaß! Nach 30 plus 1 gibt es diesbezüglich nichts zu sagen, nichts zu schreiben, nichts zu lesen über die 31. DLMM. Corvid-19 bestimmt indes das alltägliche Geschehen.

Und gibt den Takt vor. Nichtsdestotrotz wollen wir die DLMM nicht einfach unbeachtet verstreichen lassen, sondern sie vielmehr thematisieren und bringen so 30+1 Jahre auf einen Nenner, denn die Geschichte der DLMM ist groß und großartig. Wir verdeutlichen dies in wenigen Worten mit markanten Zahlen, Namen und Meilensteinen. 

Das Darts-Fest


Rückblick: Im Zuge eines strukturierten Ligaaufbaus wollten die gerade erst ins Leben gerufenen Verbände DSAB und VFS vor über dreißig Jahren über alles noch ein richtiges Highlight setzen. Keinen Abklatsch, nichts Aufgewärmtes.

Vielmehr sollte es etwas vollkommen Neuartiges in der deutschen Darts-Szene sein. Etwas, das die gesamte DSAB-Liga bündelt und ihren singulären Charakter zusammenschweißt. Etwas, das zwischen sportlichem Wettkampf und Spielspaß gedeiht. Etwas, das sowohl Spitzen- als auch Breitensport vereinigt. Etwas, das die gesamte Skala von Hochleistungs- bis Volkssport abdeckt. Etwas, das nicht nur die Spitze, sondern auch die große Breite anspricht. Etwas, das den gesamten Dartsport vereint und widerspiegelt.

Also, keine Kopie, sondern ein Original! Kein One Hit-Wonder, sondern etwas für die Zukunft! In der praktischen Umsetzung waren damit die Deutschen Liga Mannschafts-Meisterschaften geboren. Heute bei allen Fans kurz als DLMM in aller Munde. 

Ehrentafel aller Podiums-Teams

            
Startschuss 1990

Der Startschuss fiel 1990 in Fulda. Der VFS/DSAB-Vorstand baute eigens ein Großzelt auf, der gesamte organisatorische Aufbau lag nicht nur in den Händen des Vorstandes, sondern wurde auch eigenhändig von den Betreffenden geleistet, selbst die Bewirtung und der gesamte Service verdiente sich das "Made by VFS/DSAB". Original Handarbeit.

Die Entwicklung der DLMM ist sehr rasant verlaufen. Den vorläufigen Höhepunkt bildet das Jahr 2000 mit 837 Team – damals waren die DLMM vor dem Hintergrund des 10jährigen Bestehens des DSAB allerdings ausnahmsweise dreigeteilt, das heißt eine DLMM an drei verschiedenen Orten. Bei den eingleisigen und damit „normalen“ DLMM ragt das Jahr 2006 mit 659 Teams heraus.

Jahr für Jahr DLMM

Von da an fanden die DLMM alljährlich statt. Der Umfang des Wettkampfangebots hat sich seitdem allerdings verdoppelt. Aus den ursprünglich drei Wettbewerben C-, B- und A-Liga sind im Laufe der Zeit mit der zusätzlichen BZ-Liga seit 1994 vier, anschließend durch eine eigene Damenkonkurrenz seit 1995 fünf und seit 2006 mit der aufgesattelten Bundes/BZO-Liga aktuell sechs geworden.

Die Entwicklung der DLMM ist sehr rasant verlaufen. Den vorläufigen Höhepunkt bildet das Jahr 2000 mit 837 Team – damals waren die DLMM vor dem Hintergrund des 10jährigen Bestehens des DSAB allerdings ausnahmsweise dreigeteilt, das heißt eine DLMM an drei verschiedenen Orten. Bei den eingleisigen und damit „normalen“ DLMM ragte das Jahr 2006 mit 659 Teams heraus.

177 Titel

Bis heute sind 177 Titel – 25 bei den Damen sowie 152 bei den Herren – dementsprechend auch 531 Podiumsplätze – 75 bei den Damen sowie 456 bei den Herren – vergeben worden. 289 verschiedene Sixpacks haben bereits den Sprung aufs DLMM-Podium geschafft – 32 Damen- sowie 257 Herren-Crews. 125 verschiedene Clubs sind zu Meisterehren gekommen, 112 Herren- sowie 13 Damen-Auswahlmannschaften.

Simply the best: Dart Haie

Jahrelang befanden sich die Mac Leods Dettelbach an der Spitze der ewigen Bestenliste aller DLMM-Teams. Im Jahr 2019 wurden sie jedoch von den Dart Haien - „Das Original“ Nidderau vom Thron gestoßen. Beide Mannschaften haben bis jetzt acht Titel erringen können. Der Unterschied macht sich erst bei den Vizemeisterschaften bemerkbar. Einmal Zweite wurden die Mac Leods, dreimal allerdings die Dart Haie.

Die Dart Haie verkörpern heute das Super-Team, das aus 30 Jahren DLMM hervorgegangen ist. Sie haben nicht nur die meisten Meisterschaftsschalen gesammelt, sondern können ferner auf insgesamt fünfzehn Podiumsplätze verweisen, derer haben die Mac Leods zehn.

Die Anzahl drei hat das Grenzlandteam Eschweiler quadriert: Drei Siege, drei zweite sowie drei dritte Plätze ergeben in Summe neun Podiumsplätze und Rang drei in der Ewigen Bestenliste. Diese Crews präsentieren stolz das Super(lative)spitzentrio der DLMM.

Mit gleichfalls drei Meisterschaften folgen Mulack Fighter Berlin und das Team Niederlausitz Dresden. Evolution of Dart Chemnitz, EDC Pinocchio Sprendlingen, Flying Darts Neunkirchen, The Boys are back in Town München, Ghostdarters Stuttgart, Master of Disaster Ginsheim, DSC Number One Aachen, DC Weinheim und Wild Lions München vervollständigen die Top Ten. Aufgrund der Tatsache, dass sich gleich fünf Teams Rang zehn teilen, sind es effektiv vierzehn.
 
Bereits das Ranking der zehn Besten spiegelt anschaulich das mannigfaltige Spektrum des Raum-Zeit-Kontinuums einer völlig neuen bundesweiten Sportlandschaf über drei Dekaden wider. Die tiefgründige Verwurzelung aller Teams - und damit sind wirklich alle gemeint - innerhalb von 30 Jahren DLMM potenziert die Bedeutung dieses einzigartigen Events ex­po­nen­ti­ell.

Die Ewige Bestenliste Herren-Teams


First Ladies: Bull Eye Fighters

Bei den Damen heißt die Armada Bull Eye Fighters Dreinsteinfurt, die sich durch sechs Siege, drei Vizemeisterschaften sowie einen dritten Rang von allen anderen Flaggschiffen abhebt. Summa summarum zehn Podiumsplätze. Master of Disaster Wiesbaden belegt Rang zwei mit neun Podiumsplätzen, inklusive dreier Titel. Bienen Berlin, die sich ebenfalls mit drei Titeln schmücken können, folgen an dritter Stelle.

Drei Triumphe hat noch Tupperparty Rheda-Wiedenbrück und derer zwei Hexenalarm Joy Heppenheim für sich reklamieren können. Chicken Run Heppenheim, Sella’s Ladies Hövelhof, Die galoppierenden Schnecken Aachen, Die Ladies München und Mix Max Oldenburg, die aktuellen DLMM-Siegerinnen, komplettieren die Top Ten.

Ewige Bestenliste Damen-Teams


655 Sieger*innen

655 verschiedene Akteure, 76 Damen und 579 Herren, sind bis heute als Siegerinnen beziehungsweise Sieger aus den DLMM hervorgegangen. Genderübergreifend heißt die DLMM-Queen Dominique Rhaesa. Sie hat bisher zehnmal die DLMM gewonnen, und zwar mit den Teams Sella’s Ladies, Tupperparty und Bull Eye Fighters. Marene Westermann und Sabine Bilderl, beide mit Tupperparty und Bull Eye Fighters verbandelt, sowie Sabrina Spörle, das Shirt von Bull Eye Fighters und Hexenalarm tragend, folgen auf den Rängen zwei bis vier.

Ewige Bestenliste Einzelspielerinnen


Nach Dominique Rhaesa Holger Kurz

Bei den Herren gebührt die Einzelspieler-Krone Holger Kurz, der mit den Teams Dart Haie, Schwarzer Rand und Dart Haie - „Das Original zu acht Meisterehren kam. Sieben Siege vereinigen Frank Mast, Marcus Schulte, beide als Teil von DC Ketsch, DC Sandhausen, Time Out, DC Weinheim und Stilbruch Weinheim, sowie Stephan Wusch, der mit DC Sandhausen, Time Out, DC Weinheim, Stilbruch Weinheim und Dart Haie - „Das Original Erfolge feiern durfte, auf Platz zwei der ewigen Bestenliste.

Ewige Bestenliste aller Einzelspieler


181 Las Vegas-Teams

181 Teams haben sich bis heute für den Worldcup in Las Vegas empfohlen. Die DLMM haben sich nicht nur das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient, sondern zeichnen sich darüber hinaus mit dem Attribut „größte E-Darts-Competition Europas“ aus.