Die Dart Haie haben Zähne

Das 14. Bundesliga Finale am 11. August in der Stadthalle Troisdorf stand schlussendlich ganz im Zeichen der Darts Haie - „Das Original“. Denn der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht. Und das Team aus Nidderau-Ostheim biss zu.

Der Biss des Mario Curschmanns
Team Dinslaken und EVO Neckarbomber
Die Black Pub Familie
Dart Haie - "Das Original"
Demolition Darts
Camel Fighter
Magics
Camels
Kevin Münch
Christian Soethe
El Abbas el Amri
Christian Göbel
Maik Langendorf
Nico Kurz
El Abbas el Amri
Daniel Letic

Der Reiseführer Bundesliga-Finale

Gruppenspiele: Zwei Gruppen à fünf Teams, Round Robin, vier Einzel best of five, zwei Doppel best of three und ein Teamgame best of one.

Halbfinale: Die Gruppenersten sowie -zweiten bestreiten überkreuz die Halbfinalmatches; zwei Einzel best of seven, zwei Doppel best of five zwei Einzel best of seven sowie ein Teamgame best of one. Best of seven Matches.

Finale: Wie Halbfinals.

Gruppe 1: Demolition Darts mit vier Siegen

Der zweimalige Bundesliga-Meister und achtmalige DLMM-Gewinner Mac Leods Dettelbach zeigte sich beim Einstieg ins sportliche Geschehen von Troisdorf mit 6:1 (14:4) gegen den aktuellen Meister der Division Hessen Crazy Bulls Niederaula deutlich überlegen. Dagegen musste sich der DLMM-Vizemeister EVO Neckarbomber Stuttgart mit 4:3 (11:11) richtig strecken, um den ersten Sieg gegen das Magic Team Düren, dem amtierenden Vize-Meister der West-Division, dokumentieren zu können. Demolition Darts Paderborn erzielte das allererste 7:0 (17:3) an diesem Tag, und zwar gegen Crazy Bulls. Die Mac Leods hatten nach ihrem Auftaktsieg eine 3:4 (10:12) Niederlage gegen Magic Team Düren zu verdauen. Anschließend feierten die Magics ebenfalls einen 7:0 (17:5) Erfolg über Crazy Bulls. Überraschend deutlich fiel dagegen der Sieg der Demolitions gegen Neckarbomber mit 5:2 (13:7) aus. Den dritten Sieg in Folge vermeldeten die Demolitions gegen Mac Leods mit 5:2 (12:8). Anschließend besiegte Neckarbomber das Team Crazy Bulls 5:2 (13:7). Da Demolition Darts auch das letzte Gruppenspiel mit 4:3 (13:11) für sich entschieden hatte, hatte man sich mit weißer Weste für die Halbfinalspiele empfohlen. Auf der anderen Seite begann für die Magics das große Bibbern unter der Fragestellung: To be or not to be, sprich Halbfinale oder nicht Halbfinale? Das allerletzte Match endete zwischen den Mac Leods und Neckarbomber 5:2 (14:10).

Demolition Darts und Team Magic

Unter dem Strich bedeutet dies letztendlich, dass der Worldcup-Sieger 2017, Bundesliga-Meister 2016 und fünfmalige Sieger der Bundesliga-Division NRW Demolition Darts Paderborn als Gruppensieger und als einziges ungeschlagenes Team der Vorrunde ins Halbfinale vorstoßen konnte.

Das Magic Team Düren wurde Gruppenzweiter und betrat erstmalig die Halbfinalbühne. Entscheidend war das bessere Legverhältnis gegenüber Mac Leods Dettelbach und EVO Neckarbomber Stuttgart, die die Ränge drei und vier belegten. Ohne Punktgewinn blieben Crazy Bulls Niederaula als Fünfte.

Gruppe 2: Spannend bis zum Schluss

Das Team Black Pub Kemnath besiegte Camel Fighter Hagen 4:3 (12:10). Dart Haie - „Das Original“ Ostheim gewann gegen DC Hessen Kassel 6:1 (14:8). Das Team Dinslaken Düren fuhr bei seinem spielerischen Einstand gegen Black Pub seinen ersten Sieg mit 5:2 (12:10) ein. Dafür fielen den Dart Haien fast die Reißzähne aus, als sie gegen Camel Fighter mit 3:4 (11:11) ihre Zähne gezogen bekamen. Doch die Dart Haie kämpften sich mit einem 6:1 (15:5) Sieg über DC Black Pub wieder an die Oberfläche. DC Hessen feierte indes mit 4:3 (10:9) den zweiten Sieg gegen das Team Dinslaken.

Dadurch dass sich sowohl Black Pub abschließend gegen DC Hessen Kassel 6:1 (15:5) als auch Camel Fighter gegen das Team Dinslaken 5:2 (14:8) behaupten konnte, wurde es ganz eng in dieser Gruppe. Zum Schluss setzten sich die Dart Haie mit 4:3 (13:8) gegen das Team Dinslaken durch. Das 4:3 (13:8) der Dart Haie über das Team Dinslaken katapultierte die Dart Haie in die Halbfinals. Mit dem abschließenden 7:0 (15:3) über Hessen Kassel hatte sich Camel Fighter ebenfalls für die Halbfinals qualifiziert.

Animalisch: Dart Haie und Camels

In der Gruppe B belegte der Titelverteidiger, dreimalige Bundesliga-Final Primus sowie siebenfache DLMM-Sieger und Worldcup-Gewinner vergangener Jahre, Dart Haie - „Das Original“ Nidderau-Ostheim, mit neun Punkten den ersten Platz. Ebenfalls neun Punkte hatte Camel Fighter Hagen als siebenmaliger Meister und dreizehnmalige Vizemeister der Division NRW erkämpft und stand damit als vierter Halbfinalist fest.

Black Pub Kemnath, Dritter des Vorjahres, beendete die Gruppenphase mit ausgeglichenem Punkteverhältnis als Dritter vor dem Team Dinslaken, DLMM-Sieger 2015, und dem DC Hessen Kassel, dem fünfmaligen Meister der Division Hessen, als Viert- beziehungsweise Fünfplatzierter.

Dart Haie spinten zum 4:0

In den Halbfinals kamen zwei Modi zur Anwendung. Ohne Kommentar! Dart Haie - „Das Original“ gegen Magic Team spielten vier Einzel, zwei Doppel, ein Teamgame, während Demolition Darts zwei Einzel, zwei Doppel, zwei Einzel und ein Teamgame bevorzugten. So entstanden zwei Matches, obwohl im Parallelschwung ausgetragen, ganz unterschiedlicher Zeitdimensionen.

Die Darts Haie im Sprint. Sie sammelten hintereinander dank Mario Curschmann, Nico Kurz, El Abbas el Amri und schließlich Daniel Letic vier Einzelsiege ein, ergo 4:0 und Sieg bei best of seven, also Endspiel. Die absolute Kurzschlussvariante!

Demolitions Darts 4:3 Marathon-Sieg

In der anderen beziehungsweise einzig richtigen Variante duellierten sich Demolitions Darts und Camel Fighter in einem wahren Marathon. Die Partie dauerte fast viermal so lange an.

Nach 1:1, 2:2 und 3:3 Zwischenstand ging es für Demolition Darts sowie Camel Fighter Hagen ins Teamgame.

Die Camels besser – im Scoren. Versiebten jedoch nicht weniger als ein Dutzend Matchdarts. Nachdem Demolition Darter Christian Göbel den ersten Matchdarts für sein Team auf der Hand hatte, entschied er sich sinnigerweise, lieber zu blocken, um Maik Langendorf anschließend die Möglichkeit einzuräumen, drei Matchdarts zu haben. Der zweite Pfeil von Maik Langendorf auf D4 fand auch prompt sein Ziel.

Detlev Haut, TC der Demolition-Truppe, sprach weise Worte: „Das hätten wir gar nicht mehr gewinnen dürfen!“ und lobte den Gegner respektvoll. Bei den Camels hatte sich neben den bewährten Kräften insbesondere David Böning Bestnoten verdient.

Die Camels zwar am Boden, aber mit aufrechten Häuptern verfolgen sie noch das gesamte Endspiel, wobei einer von ihnen nicht aus Frust, sondern aus Lust den gesamten Ouzo-Vorrat vernichtete. BM konnte nur noch mit dem Kopf schütteln: „Kein Ouzo mehr da …?!“

Superspannendes Endspiel

Im Finale beherrschte Demolition Kevin Münch mit 4:1 Mario Curschmann furios. Demolition Maik Langendorf lag zwar gegen Nico Kurz 0:3 zurück, vermochte aber das Spiel noch 4:3 zu drehen. 2:0 nach Matchpunkten für Demolition Darts.

Ein Doppel ging danach an Demolition, das andere an die Haie. Maik Langendorf/Kevin Münch beziehungsweise Nico Kurz/Mario Curschmann waren erfolgreich. 3:1 nach Matchpunkten für Demolition Darts.

Anschließend beherrschte Dart Hai Daniel Letic seinen Demolition-Konkurrenten Christian Göbel 4:1, während Dart Hai El Abbas el Amri und Christian Soethe um den Ausgleich beziehungsweise Sieg kämpften. Nach 3:3 Zwischenstand besaß Christian Soethe zwar einen Matchdarts, aber nicht das Fortune, während El Abbas el Amri etwas abgebrühter den Einstand realisieren konnte. 3:3!

Verständlich war das allesentscheidende Teamgame von spürbarem Nervenflattern geprägt. Nach 47 gelang Mario Curschmann mit 133 nicht nur der höchste Score des gesamten Teamgames, sondern kein anderer als er checkte mit einem 81 Bullfinish seine Dart Haie für Las Vegas ein.

Damit haben die Dart Haie bereits zum vierten Mal das Bundesliga-Finale für sich entscheiden können. Die Haie zappelten sich nach einem wahren Kampfspiel auf der Bühne einen weg. Freude pur, denn der Haifisch, der hat Zähne - und damit beißt er zu!