Der dritte Mann: Robert Kollmorgen

Spieler aus Nah und Fern kannten nur ein Ziel: Who will beat The Power! Tatort: Kasseler Dart Sport Verein! Und wir wissen nun, wer der dritte Mann íst ...

Tatort: Kassel
Der dritte Mann: Robert Kollmorgen aus Schleswig-Holstein
Simeon Kostow aus Sachsen-Anhalt
Carsten Menchen aus Bremerhaven
Daniel Puchmüller
Kevin Richardt
Andreas Wasilew
Juro Andjelic gratuliert Kevin Reinhardt - alles moderiert von Vera am Nachmittag
Das Spitzentrio von Kassel

Schöne Kulisse in Kassel

c.t. - cum tempore. Um 13:15 Uhr wurde das Unternehmen „Who will beat the Power“ im Kasseler Dart Sport Verein am Tag der Deutschen Einheit gestartet. Die Stadt der Documenta vereinigte an diesem Tag Spieler aus Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt. Soviel zur Deutschen Einheit – by the way.

Eine schöne Darts-Kulisse allemal, zumal sich auf dem Hoheitsgebiet von Gastgeber Jörg Führer eine sehr ansehnliche Anzahl von Zuschauern versammelt hatte, die bei Wies’n Musik Darts rocken wollte, eben ein Prosit der Gemütlichkeit – mit Brezeln.

Neues vom Spocht

Darts-Spocht: In den ersten Paarungen hielten sich nicht weniger als drei Akteure schadlos. So besiegte Kevin Richardt (Welcherod) seinen Kontrahenten Carsten Menchen aus Bremerhaven 3:0. Ihm tat es Timo Kuhn aus Knüllwald gleich, der Andreas Wasilew (Heringen) ebenfalls mit 3:0 in Schach halten konnte. Der Kasselaner Lokalmatador Juro Andjelic reihte sich in die Phalanx der Souveräns ein, indem er gegen Simeon Kostow (Renneritz) mit 3:0 die Oberhand behielt. Einzig und allein musste Robert Kollmorgen aus Herrenburg bei Lübeck aus der Reihe der Gewinner ein Leg gegen Daniel Puchmüller (Lofelden) angeben.

Von 5 auf 3

Auf der Gewinnerseite ging es deutlich mit sportlichen Argumenten weiter. Kevin Richardt musste sich Robert Kollmorgen 1:3 geschlagen geben – damit hatte das nordhessische Publikum nicht gerechnet. Auf der anderen Seite behauptete sich Juro Andjelic mit 3:1 gegen Timo Kuhn.

Robert Kollmorgen vs Juro Andjelic

So machten Juro Andjelic und Robert Kollmorgen den ersten Finalplatz unter sich aus. Mit 16 Darts markierte Robert Kollmorgen das 1:0, und es bahnte sich die nächste Überraschung an, zumal Robert Kollmorgen im zweiten Leg 17 Darts auf der Hand besaß, die aber ihr Ziel nicht fanden, sodass Juro Andjelic mit 19 Darts das Spiel wieder ausbalancieren konnte. Mit 21 Darts ging Juro Andjelic im weiteren Verlauf des Matches erstmals in Führung, und nach 180 in der zweiten Runde des vierten Legs finishte er mit 14 Darts und zeigte sich für das Endspiel bestens gewappnet.

Verliererseite: Robert Kollmorgen bleibt übrig

Auf der Verliererseite dünnte sich das Feld nach und nach aus. Als Erste schieden Carsten Menchen mit 1:2 gegen Daniel Puchmüller sowie Andreas Wasilew aus, der sich Simeon Kostow 1:2 beugen musste. Anschließend erwischte es sowohl Timo Kuhn als auch Simeon Kostow. Der Erste zog mit 1:2 gegen Daniel Puchmüller, der Zweite gegen Kevin Richardt mit dem gleichen Resultat den Kürzeren. Danach verlor Daniel Puchmüller 0:2 gegen Kevin Richardt, sodass der Letztgenannte seine erste Chance aufs Final erhielt, während Robert Kollmorgen seine zweite bekam. Der Norddeutsche nutzte seine konsequent, als er sich mit 2:0 gegen Kevin Richardt durchsetzen konnte.

Finaler Showdown

Juro Andjelic vs Robert Kollmorgen: Nach 140 in Runde vier gelang Juro Andjelic ein 88er Finish zur 1:0 Führung. Alles schien seinen Gang zu gehen, doch Robert Kollmorgen scorte darauf 100 und 135, hatte 19 Darts auf der Hand, als er D19 anpeilte, doch seine Checkdarts wollten einfach nicht passen – bis zum 28. Pfeil: Ausgleich!

Von 1:3 ...

Sowohl Juro Andjelic als auch Robert Kollmorgen scorten im dritten Leg 140, aber Robert Kollmorgen legte mit 121 und 100 besser nach und servierte 17 Darts (15 auf der Hand) zum 2:1. Ein 145 Score von Juro Andjelic im vierten Leg änderte nichts daran, dass dieses Leg mit 29 Darts völlig aus dem Ufer lief – allerdings mit dem besseren Ende für Robert Kollmorgen. Im nächsten Leg besaß Robert Kollmorgen 18 Darts auf der Hand, verfehlte jedoch sechsmal Tops und Juro Andjelic kämpfte sich nach 140 auf 2:3 heran.

... zu 3:3

Nach 100 und 93 für Rest 40 verpasste Robert Kollmorgen abermals sechs Matchdarts, während Juro Andjelic seine Chance zum Ausgleich nutzte.

Auf Messers Schneide

Entscheidungsleg: Kurze Pause, der Kasselaner machte kurz Toilette, erfrischte sich mit ein paar Händen voll kaltem Wasser und wollte es nun wissen, aber Robert Kollmorgen behielt ebenfalls einen kühlen Kopf – soweit eben möglich, wenn es um alles geht – auch wenn sich abermals zeigte, dass der Check heute nicht sein bester Kumpel war, denn er benötigte weitere fünf Matchdarts zum Sieg, während sich für Juro Andjelic nur eine einzige Möglickeit zum Sieg aufgetan hatte.

Er was besser

Juro Andjelic gratulierter als Erster und bescheinigte Robert Kollmorgen, „dass er im Endspiel einfach der Bessere gewesen war. Ich habe einfach nicht richtig ins Spiel gefunden!“

Der dritte Mann

Robert Kollmorgen wurde nicht nur von seinem kleinen, aber feinen Fanclub gefeiert, sondern erntete auch vom sehr objektiven und äußerst freundlichen und sympathischen Publikum viel Beifall. „Ich bin so glücklich, dass ich es geschafft habe!“, so der Gewinner, dessen vergebene Matchdarts fast zu einhundert Prozent nicht ein Loch vorbei gegangen waren, sondern stets auf dem „verfluchten“ Spider des Targets gelandet waren.

Nachspiel

Nach dem Turnier wurde seitens einer kleinen Fraktion sehr kontrolliert nachgespielt. Frage: Hat sich Juro Andjelic überhaupt für diese Endausscheidung ordentlich qualifiziert? Die Antwort lautet eindeutig: „Ja!“ Begründung: Beim Liga-Abschlussturnier der NHW am 26. September dieses Jahres im Bistro Himmel in Schauenburg ist im Herren-Einzel BZ+höher eine Startlizenz aus dem Phil Taylor Paket Nummer 121 ordnungsgemäß im Rahmen der allgemeinen Turnierbedingungen ausgelobt und ausgespielt worden. Dies wurde seitens VFS und DSAB bestätigt!