Das Wunder von Dortmund: NWD

Das mathematische Rätsel der Woche lautet: (121+121) + (88+88) + 66 + 159 +120 + 72 + (48+48) + (70+70) + (28+28) = x! So stellte sich der Turnier-Samstag der 20. Offenen Nordwestdeutschen Meisterschaften im Fit-Gym am 16./17. März in Dortmund dar. Es geht aber noch weiter, der nun kommt der Sonntag: (97+97) + (30+30) + 156 + 75 + 72 + (51+51) = Y! Ergo, x = 1 127 und y = 659. 1 127 + 659 = 1 786! Was sagt uns das?

Der überragende Solist in Dortmund: Patrick Plötz ...
..., der aber auch im Mixed zusammen mit Daniela Schnell das Heft in der Hand behielt
Trixi Schulte gratuliert Mike Much zum dritten Tour-Sieg 2019 und seinem ersten im DSAB-Amateure
Einsteiger und Wiedereinsteiger, Winner und Runner-up bem DSAB-Amateur Wettbewerb am Sonntag: Lorenz Hoelleri und Oliver Kerling
Silvia Dolores Keller gewann beide DSAB Damen-Einzel
Marene Westermann bestritt das erste Finale gegen Silvia Dolores Keller
Patrick Nunet y Amor hier noch in Nöten, weil Hristos Arhontidis gerade zu seinem gefürchteten Doppelten-Nelson ansetzt ...
..., aber nichts passiert, schon Stunden später bekam "Paddy" wieder Luft
Im Rot-Weiß Doppel hießen die Sieger nicht Christian Soethe/Stefan Stoyke, sondern Danijel Lukic und Benjamin Looser
Mein Blutsbruder Timo Reddmann
Christiopf Jahnke
Christian Soethe
Pannendienst Sladan Nedic
Armend Avdija in geheimer Mission
Mein Freund Vondi
Robert Krollmorgen aus Herrenburg bei Lübeck in DO dabei
Lokalmatador Tim Rehberg
Superstar Porno volksnah
Michael Kolter
Tischgespräche
Augenblick einmal, das ist doch kein anderer als Kai Uwe Zolldann ...
... und das Jacob Andjelic ...
... und nein, auch Mathias Haas voll dabei ...
... da kann ja Danijel Luci(k) nicht fern sein
Da wandte sich Christian Soethe mit Grausen
Zdravko Antunovic und Alexander Smyk - beide etwas blass und bleich! Wie kommt das?
Noch ein letzter Blick zurück - Look back in Anger? Nein, als zweifacher Sieger!
Dart am Bart: Sch-Vergleich war gestern, es geht heute in unserer versinnbildlichen Welt um den ultimativen Bart-Vergleich! Der Drei-Jahre Bart von Mathias Haas (na ja), der Drei Monate-Bart von Danijel Lukic (scho' besser) und der Drei Tage-Bart von BM (ohne Wort). "Jungs, es wäre nicht so schlimm, wenn der Bart nicht das Spiegelbild schlechtin der männlichen Potenz wäre ...! Gute Nacht, Ihr Loser!" Verbunden mit den besten Grüßen an Benjamin Looser

Was sagt uns das? Der zweibeste Tour-Samstag aller Zeiten, der beste Tour-Sonntag aller Zeiten. Das Offene Doppel 301 M.O. zum Auftakt fetteten 242 Akteure an, nach den Offenen Nordhessischen Meisterschaften, die die 240er Marke mit Anstand und aus Gewohnheit permanent überbieten, erst das zweite Turnier, das in diese Dimensionen vorgestoßen ist.

Neue Rekorde

Aber es gibt auch Rekorde, beispielsweise das DSAB Damen-Einzel 301 M.O. mit 72 Teilnehmerinnen – Jahresbestleistung. Dagegen implizieren die 159 im DSAB Herren-Einzel Masters 501 D.O. einen neuen Deutschen Rekord. Aber nicht nur dieser Wettbewerbe ist rekordträchtig gewesen. Das DSAB Herren-Einzel 301 M.O. der Amateure übertraf relativ mit 120 alle anderen Disziplinen, der bisherige Totalisator hatte bei 92 gestoppt. Auch das Mixed 301 M.O. wusste mit 176 Damen und Herren zu imponieren.

Am Sonntag stach insbesondere das Offene-Doppel 301 M.O. mit 194 Teilnehmern heraus. Die 156 Masters-Player ergeben das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten. Die Gesamtsumme von 1 784 pulverisierte das gerade einmal eine Woche alte Allzeithoch der Bavaria Open mit 1 684 erbarmungslos. "Das ist ein Quantensprung!", hätte sich Max Planck ob der vielen Atome sicherlich begeistert, wenn er das noch erlebt hätte. 

Darts am Limit

Volle Hallen, umfangreiche Startfelder, Darts am Limit, prickelnd und spannend, sind ein imposantes Statement für Darts 2019 als Leistungsshow einer langjährigen Entwicklung über nunmehr drei Dekaden sowie ein symbiotisches Gütesiegel der verantwortlichen Strategen. Einerseits! Andererseits: Die wahren Macher werden durch die Darts-Community schlechthin präsentiert.

Feedbacks wie beispielsweise: „Ich bin 33. von 159!“, finden zwar Beachtung und Wertschätzung, gehen aber in dem großen Meer der absoluten Spitzenleistungen einfach unter. Nichtsdestotrotz die Stimmung ist riesig.  

Schlendrian

In Dortmund machte sich allerdings der Schlendrian „Komm‘ ich heut nicht, komm‘ ich morgen!“, breit, will sagen, dass sich einige, nicht unbedingt wenige, immer wieder durch einen „Wiederaufruf“ bitten lassen, endlich ans Gerät zu kommen. Wenn ein Turnier aus Tausenden von Begegnungen besteht und sich jeder nur eine Minuten mehr Zeit als unbedingt notwendig nimmt, dann reden wir in der Summe von Stunden. Das ist Fakt!

Tatsache ist aber auch, dass es den Turnieren derzeit an Transparenz mangelt. Der Spieler oder die Spielerin wird kopfüber in den Turnier-Ozean geworfen, kämpft dann mit den Wellen und hofft einfach, nicht unterzugehen. Das muss sich dringendst ändern! Seepferdchen reicht hier nicht. Obwohl sich die Turnierleitung in Dortmund stets freundlich und kommunikativ zeigte und Fragen bereitwillig, umfassend und freundlich beantwortete und dies alles sehr löblich ist, fehlt der große Durchblick für alle.

In eigener Sache und die Sache mit dem Marterpfahl  

Die Bavaria Open wurden bezüglich Turnierabwicklung gelobt. So hatte ich es gesehen. Dafür wurde ich als Verantwortlicher dieser Rückmeldung im Frontdesk der NWD an den Marterpfahl gebunden. Der Tomahawk schlug im Sekundentakt immer näher ein. Grund war auch nicht so sehr die tatsächliche Turnierabwicklung, sondern vielmehr und abermals die fehlende Transparenz, insbesondere dabei die Vermittlung dieser Lücke beziehungsweise die kommunikative Überbrückung der selbigen. (Na, wie elegant habe ich das nun hinbekommen!)

Davon habe ich in der Tat nichts mitbekommen, wahrscheinlich, weil ich mich auf dem Kriegspfad zwischen den durch die Luft zischenden Pfeilen pirschte. Kinderparty gegen den Marterpfahl. Die Schlimmsten beim Martern waren stets die Squaws. Das habe ich gestern nur zugut am eigenen Leib erfahren müssen. Der einzige Weg, der mir nun übrigbleibt, ist die schmähliche Flucht. Vielleicht nach Las Vegas?! Eine Begleitung habe ich glücklicherweise schon gefunden …

Ins Vergnügen

Nun aber mitten hinein ins Vergnügen: Fünfzehn Wettbewerbe standen bei den NWD auf dem Progrann, neun am ersten, sechs am zweiten Turniertag:

Patrick Plötz the very best of 159

Der Masters-Player Patrick Plötz (Bergheim), 49. bei den 32. Offenen Nordhessischen Meisterschaften 2019, dessen bisherige Bestplatzierung im Masters-Feld vor einem Jahr als Runner-up bei dem 25. Offenen Safaripark-Cup dokumentiert ist, besiegte am Samstag im DSAB Herren-Einzel Masters beim Match von vier auf drei Benjamin Looser 2:0. Der Unterlegene aus Warmensteinach gestand ein: „Er hat so aufgetrumpft, dass ich keine Chance hatte!“

Anschließend warf „La Bomba“, so lautet sein Nickname, den Dortmunder Nationalspieler Stefan Rehberg mit dem gleichen Resultat aus dem Wettbewerb, der ihn zuvor mit 3:2 auf die Verliererseite verfrachtet hatte.

„Das Finale war einfach nur geil. Nur Shortlegs“, urteile Patrick Plötz, als er den Profispieler Kevin Münch (Bochum) 4:2 besiegt hatte. Damit avancierte Patrick Plötz bei seinem insgesamt dritten Podiumsplatz in dieser Disziplin zu dem Akteur, der das bisher größte Mastersfeld in der Geschichte des DSAB gewonnen hat! Da bleibt nur eins: „Herzlichen Glückwunsch, Herr Plötz!“ La Bomba nimmt Fahrt auf!

Silvia Dolores Keller siegt im DSAB Damen-Einzel

Nachdem Marene Westermann (Reken) im DSAB Damen-Einzel 301 M.O. als erste Finalistin bereits feststand, machten Michaela Mc Clain (Bad Kreuznach) und Silvia Dolores Keller (Niederfischbach) den zweiten Endspielplatz untereinander aus.

Nach 1:1 in einem zerfahrenen Match besaß Erstgenannte in der dritten Runde neun Darts auf der Hand, verpasste aber nicht nur ihr 120er Finish, sondern zudem weitere sechs Chancen auf den Sieg, sodass Silvia Dolores Keller mit ihrem vierzehnten Pfeil zum 2:1 die Sache entscheiden konnte.

Tatsache ist, dass Marene Westermann kam im Finale nicht ins Spiel, sodass sie es Silvia Dolores Keller „einfach machte“, wie Selbige bestätigte, um mit 3:0 das Spielgeschehen sicher zu beherrschen. Tags zuvor hatte Marene Westermann auf der Gewinnerseite noch Silvia Dolores Keller „eine 3:0 Klatsche“, verpasst, so jene.

Nichtsdestotrotz ist Silvia Dolores Keller nunmehr die erste Spielerin in der aktuellen Saison, die zwei Siege im DSAB-Einzel anhäufen konnte. 

Manuel Ehlert sowie Markus Pieh/Tobias Wenzl

Im C+B Liga-Einzel 301 verstand es Manuel Ehlert (Hagen), sich bestens in Szene zu setzen. Im Endspiel behauptete er sich gegen Marc Duorczak (Hünxe). Tore Stanschuss (Ehringshausen) belegte Rang drei und wurde disqualifiziert. Grund: A-Liga-Spieler! Kein Fall für den Fairness-Preis!

In der analogen Doppel-Disziplin hießen die Sieger Markus Pieh (Langgöns) und Tobias Wenzl (Linden). Erbarmen, wenn die Hessen kommen, die gegen das nordwestfälische Duo Rene Pleuger (Heiden) und Karsten Dennerlein (Herten) im Endspiel mit 2:0 die Oberhand behielten. Die Dortmunder Sebastian Löer und Julian Oswald wurden Dritte.

Mike Much dritter Toursieg 2019

Mike Much (Hagen) und gebürtiger Essener, wo er immer noch im Donnerwetter mit dem Team Tasmanien Devils in der Liga mitwirkt, fiel bereits bei den Offenen Nordhessischen Meisterschaften sehr positiv ob seiner zwei Siege auf. In Wabern belegte er im DSAB Herren-Einzel 301 M.O. außerdem Rang drei.

Nun in Dortmund schwang er sich in der zuletzt genannten Disziplin auf Platz eins auf. Mit 2:1 besiegte er beim Spiel um den Einzug ins Finale Patrick Schorn (Ahlen), dem er sodann im Endspiel abermals mit 3:1 das Nachsehen gab. Als Dritter tat sich Maurice Wicke (Hagen) hervor. Damit zwei Hagener auf dem Podium und ein Dritter, der als Masters-Spieler hier gar nichts, aber auch restlos gar nichts, zu suchen hat.

Mike Much ist nach der Vergabe von fühnzehn Podiumsplätzen 2019 in der DSAB Amateur-Disziplin, der bis zum heutigen Turniertag Einzige, der zweimal auf dem Podest geehrt worden ist.

Stefan Stoyke und Christian Soethe zum Ersten

Im Offenen-Doppel 301 M.O. blieben von den 242 Teilnehmern final Stefan Stoyke (Weißenthurm) und Christian Soethe (Lünen) auf der einen und Danijel Lukic (Röslau) und Benjamin Looser (Warmpornoland) übrig. Mit 1:2 glichen Danijel Lukic/Benjamin Looser aus und verloren schließlich 0:2. Stefan Stoyke hatte das 1:0, Christian Soethe das 2:0 im Entscheidungsset beigesteuert.

Ein Match mit viel Kampf, aber auch Krampf, ansonsten viel Leerlauf – zwischen zehn und zwölf Darts! Stefan Stoyke hatte zum Auftakt zwar acht Darts auf der Hand, aus denen zehn, Danijel Lukic sogar sieben, aus denen ein Dutzend wurden.

Frank Schmedemann (Ratekau) und Orhan Berrak (Barmstedt) mussten sich beim Spiel ums Finale auf der Verliererseite 1:2 Danijel Lukic/Benjamin Looser geschlagen geben, präsentierten sich dennoch unübersehbar als Dritte in diesem Mammutfeld.

Christian Soethe himself und Stefan Stoyke auch

Mit 2:1 über Timo Reddmann (Noch-Jübek), mein Blutsbruderl, und Christoph Jahnke (Klein Nordende) bahnten sich Danijel Lukic (Röslau) und Benjamin Looser (Warmensteinach) im Herren-Doppel 501 D.O. über die Verliererseite den Weg ins Endspiel.

Dort trafen sie wie im Offenen Doppel 301 M.O. auf Stefan Stoyke (Weißenthurm) und Christian Soethe (Lünen). Christian Soethe himself löste das Problem selbic (Spätmittelhochdeutsch) mit 2 x 18 Darts zum 2:0 Sieg.

Die Mixed-Gummibärchenbande

Die Gummibärchenbande, alias Daniela Schnell (Eschweiler, next to Dirk Cormann) und Patrick Plötz (Bergheim), standen als erste Finalisten im Mixed 301 M.O. fest, ihnen folgten Sylvia Dolores Keller (Niederfischbach) und Andreas von der Heyden (Hagen).

Das 1:0 fixierte Andreas von der Heyden. Nach 180 tarierte auf der anderen Seite Patrick Plötz mit elf Darts aus. Auch Andreas von der Heyden kann 180, wie er im dritten Leg unterstrich, jedoch konnte er nicht verhindern, dass Patrick Plötz mit einem 118er Finish den Sieg perfekt machte.

Die Berlinerin Tamara Granat und Orhan Berrak, der Bruchpilot aus Barmstedt, standen am Ende auf Rang drei.

Marene und Morena

Bei MM fallen mir immer zwei Dinge ein, nicht unbedingt Marene und Morena, nun gut, Westermann und Wolf, Reken und Düsseldorf, ließen sich im Damen-Doppel 301 M.O. den Sieg nicht streitig machen. Im Endspiel hängten sie zwar Kathrin Reddmann (Jübek) und Lydia Ristow (Klein Norden) nicht wirklich ab, denn es endete 1:2 beziehungsweise 2:1, aber damit hatten Marene Westermann und Morena Wolf den Sieg sicher in der Tasche.

Die Deutschen Meisterinnen und Masters of Masters-Winnerinnen, wenn auch jeweils in der 501 D.O.-Variante, Ramona Berger (Wenden-Gerlingen) und Silvia Dolores Keller (Niederfischbach), mussten sich mit Rang drei begnügen.

Neues Spiel, neues Glück

Mit dem Damen-Doppel 301 M.O. gleiten wir elegant zum Sonntag über und landen ausgerechnet wieder bei einem Damen-Doppel. (Was ein Zufall!) Selber Modus, selbe Variante! Aber andere Siegerinnen. Am Vortag noch Dritte, nun Erste - Ramona Berger (Wenden-Gerlingen) und Silvia Dolores Keller (Niederfischbach). Was ein Fortschritt! Begeisterung macht sich breit.

Kathrin Reddmann (Jübek), ganz weit oben aus dem einsamen Norden fern von Las Vegas, und Lydia Ristow (Klein Nordende) rangierten auf Rang drei. Da fehlt sozusagen das Mittelstück, das die 68er Ladys Kirsten Bach (Dortmund) und Claudia Hiller (Hiddenhausen) als Zweite bestens verkörperten.

Hoppeldipop, lass knattern

Vom sonntäglichen Offenen-Doppel 301 M.O., das mit 194 Akteuren fast aus den Nähten platze, ist erst einmal zu berichten, dass den beiden doppelt Doppelsiegern des Vortages, Stefan Stoyke (Weißenthurm) und Christian Soethe (Lünen), die Luft ausgegangen war. Strafe muss sein: Platz sieben! Wie auch die Ruhrpott Patrioten Sascha Korte aus Lünen und der Dortmunder Sebastian Knorr Rang sieben erreichten. Allerdings nicht als Strafe.

Danijel Lukic (Röslau) und Benjamin Looser (Warmensteinach) ging zwar nicht gerade die Puste aus, aber insbesondere der Letztgenannte musste ganz schön hecheln und deswegen Platz fünf. Wie auch Wigbert Kaup (Paderborn) und Peter Waldau (Dortmund). Knapp als Vierte rasselten dagegen Frank Kaminski (Hückelhoven) und Paulo Ferreira (Heinsberg) am Podest vorbei.

Als Dritte traten zuerst Patrick Weber und Denis von Rekowski aus Heinsberg aufs Treppchen. Ihnen folgten Karsten Koch (Brüggen) und Michael Treczka (Berlin), die sich im letzten Moment aufgrund einer hoppeldipop Zweisatzniederlage gegen Kevin Münch (Büren) und Martin Rümpker (Meppen) den Sieg noch entreißen ließen, diese Luftpumpen.

Jacob Andjelic und Kevin Weber

Gibt es noch etwas zu berichten? Und ob! Dietrich DJ Westermann (Reken) und Patrick Nunez y Amor (Neuwied) belegten Rang neun! Das ist doch keine Nachricht. Stimmt! Die News lautet ja auch: Jacob Andjelic (Kassel) und Kevin Weber (Olpe), erst 31 Jahre alt (zusammen!) und damit nur halb so alt wie die zuvor Genannten - stand alone, erfrischten den Wettbewerb durch ihren neunten Rang.

Größen wie der Ally-Pally-Player Dragutin Horvat (Kassel), der Phil „The Power“ Taylor“ Bezwinger Juro Andjelic (Kassel), die Champions League Players Sladan Nedic (Darmstadt) und Zdravko Antunovic (Rüsselsheim), die Nationalspieler Andreas von der Heyden (Hagen) und der Dortmunder Tim Rehberg und, und, und – allesamt mussten sich hinter den beiden einreihen.

Silvia Dolores Kellers dritter DSAB-Sieg

Die Berlinerin Tamara Granat, Michaela Mc Clain (Bad Kreuznach), Nina Petrucci (Herford) und Yvonne Siegl (Bad Breising) teilten sich im DSAB Damen-Einzel 301 M.O. Rang neun. Der siebte beziehungsweise fünfte Platz brachte einmal Angela Gauden-Haber (Netphen) und die Dortmunderin Kirsten Baasch, das andere Mal Daniela Götze (Essen) und Marene Westermann (Reken) zusammen. Die Düsseldorferin Morena Wolf rauschte als Vierte unmittelbar am Podium vorbei.

Auf dem Podium präsentierte sich indes Jana Bormann (Georgsmarienhütte) als Dritter, ihre beste und einzige Platzierung 2019, nachdem sie ein Jahr zuvor zweimal im DSAB Damen-Einzel auf dem Podium gestanden hatte, zweimal in Dortmund, bei den Nordwestdeutsche als Zweite und bei den Dortmund Open hatte sie sogar als Siegerin auftrumpfen können.

Kathrin Reddmann (Jübek), die mit den Pfeilen tanzt und die in dieser Spielzeit Platz siebzehn und neun belegt hatte, hat sich als Runner-up in Dortmund wieder in die Spitze katapultiert. (Hoffentlich sprechen wir vom selben Turnier, ich hoffe jedenfalls! Vielleicht war ich gar nicht zugegen. Man weiß ja nie …!) Wo bleiben die Nato-Truppen?

Silvia Dolores Kellers (Niederfischbach) dritter Sieg in dieser Disziplin in der aktuellen Saison ist eine ganz starke Ansage, zumal zwischen Sieg Nummer zwei und drei nur Stunden lagen, nicht einmal ein ganzer Tag wie im Leben von Iwan Denissowitsch. 

La Bomba schlägt nochmals ein

Mit Verlaub, es kommt noch besser. Rollen wir das Spitzenfeld im DSAB Herren-Einzel Masters 501 D.O. von weiter hinten auf: Bundesligist Marco Grafweg (Duisburg), Ex-Europameister und Masters of Masters Sieger Frank Schmedemann (Ratekau), Ally-Pally Spieler und Vollprofi Kevin Münch (Büren) sowie Nationalspieler und am Vortag Drittplatzierter Tim Rehberg (Dortmund) verzieren ehrenvoll Rang neun.

Nationalspieler und bester Tour-Spieler des Jahres 2018, Karsten Koch (Brüggen), und Chris Dipphold (Wildflecken) vereinten Rang sieben, den fünften Rang teilten sich dagegen der aktuelle DM 128er Feld-Winner, der diesen Titel als Einziger dreimal gewinnen konnte, und Ally-Pally Spieler-Player Dragutin Horvat, dem absolut besten weißen Brasilianer aus dem kroatischen Kassel, und der Dartsgott himself, Alexander Smyk, EDU-Ranglisten Sieger in Frankreich. Für Stefan Stoyke, mehrmaliger Tour-Bester, Deutscher- und Europameister, DLMM-Sieger, reichte es nicht ganz fürs Podium, als Vierter musste er drei anderen den Vortritt lassen.

Große Frage: Wem? Erst einmal Michael Kolter. Der Gastwirt aus Mainz-Finthen belegte Platz drei. Ein großartiger Erfolg eines ehrgeizigen, fairen und sympathischen Spielers. Andreas von der Heyden (Hagen), der ewige Camel Fighter, und derzeit EDU-Ranglisten-Zweiter setzte sich in Dortmund als Zweiter ganz stark in Szene.

Wer aber gewann? Von der Verliererseite kommend, auf der er einen sehr, sehr langen Weg zurücklegen musste, stürmte kein anderer als Patrick Plötz (Bergheim) zum Sieg. Nur Stunden zuvor hatte er seinen ersten Masters-Sieg erringen und dann den zweiten obendrauf setzen können. Einmal gegen 158, das andere gegen 155 andere Mitstreiter. Ein ganz, ganz starkes Darts-Stück.

Lorenz Hoelleris erster Amateur-Sieg

Der sechste DSAB Herren-Einzel Amateur 301 M.O. Wettbewerb brachte auch den sechsten Saison-Sieger in dieser Disziplin hervor: Lorenz Hoelleri (66763)! Ein Newcomer, der erst dieses Jahr in die Tour eingestiegen ist und nach den Nordhessischen und den Bavaria Open erst das dritte Mal die Tour besucht hat.

Sein Gegner hieß Oliver Kerling (57258), ein Wieder-Einsteiger, der sein letztes Turnier vor neunzehn Jahren absolviert hatte und prompt mit einem 125er Finish zum 1:0 aufwartete. Lorenz Hoelleri egalisierte das Match, legte mit vierzehn Darts (zwölf auf der Hand) zum 2:1 nach, nachdem Oliver Kerling zuvor ein 126er Finish verpasst hatte. Im vierten Leg verfehlten Lorenz Hoelleris Matchdarts eins und zwei den angepeilten Endpunkt, im Gegensatz dazu fand sein dritter und insgesamt vierzehnter Pfeil sein Ziel zum 3:1 Erfolg. Angelo Deutsch (Linden) gefiel als Dritter.

Jay-Jay und The Magic Joker

Das abschließende Mixed 301 M.O. verlief zum Teil unter dem Motto „Was sagt meine Mutter, wenn ich erst spät nach Hause komme?“ Würde die Antwort: „Schuld war nur das Dartsspielen, ja, es war schuld dran!“, reichen?. Oder hatte Mama den Henrystutzen schon durchgeladen? Frag‘ den Abendwind.

Also nichts für Prinzessinnen auf der Erbse, dieses Mixed. Daniela Götze und Dominik Leiendecker aus Essen schlugen sich als Dritter durch. Super! Ganz unabhängig von den beiden, aber immer, wenn ich durch Essen fahre, denke ich, wenn Essen so aussieht, wie muss dann Kotzen aussehen?

Schnell weg undhin zu Rang zwei, den sich die Kellers, Silvia Dolores und Markus aus Niederfischbach, holten, weil es gegen die richtigen Survivors, namens Janine Wagener (Westerburg) und Steffen Treichel (Büren), nichts auszurichten gab, weil sie den Magic Joker ausspielten und alles um mähten, was ihnen in die Quere kam. Jay-Jay for ever! Holla hi, holla ho!