Darts Nord bei Nordwest

Ein schöner Dartsabend: Friesländern at their best mit der ostfriesichen A-Klasse!

Wo?

Darten im Norden. Rhauderfehn könnten Sie bereits von Ostrhauderfehn aus sehen, obwohl dazwischen noch Westrhauderfehn liegt, wenn Sie um die Ecke gucken könnten. Aber das ist beim Darts nicht unbedingt die erste Priorität. Um allerdings ein gutes Stück Darts Nord bei Nordwest zu sehen und mitzuerleben, müssen Sie wissen, wo genau sich Paddy befindet. Verwirrend, denn Paddy hat so viel mit Friesland, schon gar nicht mit Ostfriesland zu tun wie Kerrygold. Nämlich erst einmal gar nichts!

Who?

Paddy, die Koseform des in Irland weit verbreiteten Namens Patrick, steht im Selbstverständnis des British Empire spöttelnd für den irischen Blödel, also aus englischer Sicht für alle Iren. Davon kann beim Paddy’s in Rhauderfehn gar keine Rede sein. Das friesische Paddy’s bietet Darts in allen Ecken und Nischen, sogar in allen Räumen. Hier wird natürlich auch die DSAB-Liga zelebriert. Für die Darts-Players im hohen Norden steht sie für die edle Form des Pfeilwurfspiels, da wo am meisten Sport, viel Spaß und die größte Solidität drinsteckt.

Wann?

Am Freitag, den 9. Februar fand hier eine besondere Begegnung der DSAB Weser-Ems Liga statt. Letzter Spieltag in der A-Liga 2 verquickt mit der theoretischen Chance, dass der DC Snakes Bollingen noch die Meisterehren empfangen könnte, obwohl keiner der Protagonisten daran so richtig glauben mochte.

Der DC Snakes befand sich zwar punktemäßig auf Augenhöhe mit dem DC Bleeker’s 1 aus Strücklingen, aber die Bleekers waren den Snakes in Sachen Setverhältnis weit entrückt, sodass die Snakes auf massive Schützenhilfe angewiesen waren, denn es würde nur funktionieren, wenn der DC Deichgrafen aus Rhauderfehn den aktuellen Tabellenführer in dem zeitgleichen Duell bezwingen würde.

Rhauderfehn bildete so an diesem Freitagabend den Nucleus des Darts-Sports hinter dem Deich. Für Spannung war allemal gesorgt, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluss.

Theorie ...

20:00 Uhr: Anwurf im Paddy’s. Theoretisch! Es waren zwar alle bereits anwesend, aber das bezog sich eher auf die Gäste. An diesem Abend spielten auch nicht die Friesen(länder) Süher Özlügül, Insa Scherzinger und Brocki die Hauptrollen, die waren erst 24 Stunden an der Reihe, sondern die wahren Protagonisten hörten auf die Namen Benni Frei, Stefan Stoyke, Christian Wenke, Markus Winzenborg und ferner Tim Guzin und Andree Ukena als Ersatzspieler. Hauptrollen wie auf den ostfriesischen Darts-Leib geschnitten.

Die Stimmung ausgesprochen gut, die Laune auf Höchststand, alle waren bestens drauf und flotte Sprüche flogen mit den Pfeilen nur so durch die dunkle Nacht von Rhauderfehn. Was ist da schon One Night of Bangkok. Es schien ein vergnüglicher bis lustiger Abend zu werden.

... und Praxis

Vom Gastgeber DC Black Pitcher indes weit und breit erst einmal nichts zu sehen. Dann läpperte sich diesbezüglich langsam etwas zusammen, ohne vollständig zu überzeugen. Erst zwei, dann drei, dann doch nur wieder einer, sodann abermals gar sogar keiner! Die Black Pitcher diffundierten, was die Chemie hergab, die von Morgen nichts wissen wollte.

Nichtsdestotrotz nahm das Spielgeschehen seinen Lauf. Auch weil dem Ostfriesen eine Gelassenheit innewohnt, der sich buddhistische Mönche erst nach jahrzehntelangen Mediationen nähern können. Da wird auch nicht lange gefaselt, denn ein swingendes „Jau …“ reichte und jeder wusste Bescheid. Oder auch nicht!

Von 7:0 ...

Alles was ging, wurde schon einmal im Schnellverfahren abgeharkt, Zwischenstand: Eine profunde 7:0 (Matches) und 14:0 (Sets) Führung der Snakes war dokumentiert. Der Rest dauerte etwas länger. Selbst die beiden Snakes, die früh am nächsten Morgen wieder in die Hände spucken mussten, um das Bruttosozialprodukt aufzupäppeln, blieben stoisch bis stoykisch. Eine Glanzstunde der ostfriesischen Kultur und des Erbgutes Nord bei Nordwest!

... bis 19:1

So endete die Begegnung jenseits jeglicher Hektik mit 19:1 für die Snakes. Da der DC Bleeker’s 1 seine Begegnung gegen die Deichgrafen ebenfalls zu seinen Gunsten entscheiden konnte, blieben die beiden Spitzenteams mit jeweils 39 Zählern auf Augenhöhe.

Die Bleekers weisen indes ein Plus von 146 Sets aus, was einem fetten Quotienten von 3,18 entspricht, während sich das adäquate Plus der Snakes auf 138 mit einem gleichfalls imponierenden Quotienten von 2,94 beläuft.

All together now

Nichtdestotrotz heißt der Meister DC Bleeker’s und der Vizemeister DC Snakes. Den dritten Rang beschlagnahmte der DC Deichgrafen 1 für sich, gefolgt von DC Sitting Bulls 2, Heike + die Bleeker’s Bad Boys sowie dem DC Black Pitcher. Die beiden letzten Plätze belegen DC Bleeker’s 3 und der DC Dynamites.

Das Beste zum Schluss