Dart Haie schafft das Double

Ein Bundesliga-Finale, das seinem Namen nicht nur alle Ehre machte, sondern durch exzellentes Leistungsvermögen, Spannung bis zum Abwinken, Goodwill bis zu ausgelassener Fröhlickeit sowie gegenseitigen Respekt dieses sportliche Superlativ prädikatisierte. Darts-Sport hochkultiviert!

Der neue Bundesliga-Meister: Dart Haie Idar-Oberstein
Der Vize- und Ex-Meister: Demolition Darts Paderborn
Die beiden Dritten: DC Black Pub Kulmain ...
... die Mac Leods Dettelbach
Die beiden Fünftplatzierten: Sowohl das Team Dinslaken ...
... als auch Camel Fighter Hagen
Rang sieben für DC Offenburg ...
... und DC Hessen Kassel
Auf Rang neun: DC Moskitos Helsa ...
... und das Magic Team Düren
Maik Langendorf (Demolition Darts)
Christian Soethe (Demolition Darts)
Andreas "10-Darter" Waldenmaier
Maarten Gerritzen (Team Dinslaken)
Andreas Demkanin (Mac Leods)
Matthias Ehlers (DC Offenburg)
Holger Hensel (Demolition Darts)
Markus Floh (Magic Team Düren)
Paulo Fereirra (Magic Team Dürren)
Sascha Schneider (Mac Leods)
Axel Liesecke (Mac Leods)
Jörg Mitterlehner (Team Dinslaken)
Nico Kurz (Dart Haie)
Peter Schnupfhagn (DC Black Pub)
Karsten Kastner (DC Black Pub)
Manuel Beyer (DC Moskitos)
Jörg Feige (DC Hessen Kassel)
Jan Hantke (DC Hessen Kassel)

Die Kopfnoten

Leistung: Das hervorstechendste Merkmal des 13. Bundesligafinale am 12. August im Brückenforum in Bonn-Beuel umfasst die generelle Spielstärke. Es wurde imposant gutes Darts gespielt!

Präsentation: Die Präsentation war die beste in der dreizehnjährigen Geschichte dieses Events: Offen, unterhaltsam und informativ.

Durchführung: Mit viel Drive und geprägt von großem Überblick, gesegnet mit Durchblick und gesundem Spielerverständnis, gut organisiert und zügig durchgeführt.

Besonderes: Große Dynamik und nervenzerreißende Spannung zählten zu den Grundelementen.

Noch Luft nach oben

Bei aller gerechtfertigten Lobhudelei gibt es noch Luft nach oben, insbesondere bei der Transparent des sportlichen Geschehens. Noch bei paar Extras würden das Ganze profund abrunden.

Alles, nur keine Langeweile

Die Vorrunden hatten alles, nur keine Langeweile, sie zeigten sich als Quell’ des Leistungssport Darts. Legs, die bereits in der fünften Runde ihr Ende fanden, oder sehenswerte Highfinishes lösten ständig Jubel und Beifall aus.

Shortlegs im Minutentakt

Komprimierte Momentaufnahmen der Vorrundenspiele: Gleich zum Auftakt zwischen DC Hessen Kassel und DC Black Pub Kulmain legte beispielsweise Peter Schnupfhagn (Black Pub) 15 Darts mit einem 81 Bullfinish hin, Matthias Westphal (Black Pub) gefiel mit 15 Darts und einem 97er Finish, Jan Hantke (Hessen Kassel) mit 15 Darts und einem 116er Finish. 15 Darts spielte beispielsweise auch Paulo Ferreira (Magic Team Düren) in Serie, auch 14, Nico Kurz (Dart Haie) nach zweimal 2 x 180 einmal 14 Dart, das andere Mal 13 Darts.

10 Darts von Andreas Waldenmaier

14 Darts zum Match von Robert Marijanovic (DC Offenburg), 15 Darts von Andy Waldenmaier (Dart Haie) mit 120er Finish – und Andreas Waldenmaier verpasste ein 9-Darter! Statt D12, S12, dann aber D6. Ergo stramme 10 Darts!


Gruppe I


Dart Haie - „Das Original“ ohne Fehl und Tadel

Die Dart Haie - „Das Original“ Idar-Oberstein stürzten sich als aktueller DLMM-Gewinner mit einem 7:0 über den Hessen-Meister Hessen Kassel ins Titelrennen und ließen ein 6:1 über Magic Team Düren folgen. Klare Ansage! „Das Unternehmen Titelgewinn hat mit etwas Losglück angefangen“, kommentierte der Bullenhai Holger Kurz zwischenzeitlich.

Makellose Bilanz

In der nächsten Begegnung wurden die Dart Haie allerdings von dem Newcomer Black Pub Kulmain überrascht. Letztendlich behaupteten sich die Hessen hauchdünn mit 4:3, wobei das Match bereits vor dem Teamgame mit 4:2 für die Dart Haie entschieden war. „Überraschend gut“, lobte Holger Kurz die Konkurrenz.

Camel Fighter Hagen vermochte ebenfalls nicht, den Dart Haien wirklich Paroli zu bieten, und musste sich 2:5 geschlagen geben, wobei das eindeutige Ergebnis die wahren Kräfteverhältnis etwas verzerrt.

Die makellose Bilanz der Dart Haie mit 12:0 Punkten, 22:8 Sets und 61:29 Legs führte sie konsequent in die Halbfinals.

Black Pubs - die große Überraschung

Wir haben bereits von der Niederlage des Black Pubs gegen die Dart-Haie erfahren. Allerdings noch gar nichts von ihren drei Siegen: 5:2 über Hessen Kassel, 4:3 gegen Camel Fighter Hagen sowie 5:2 über das Magic Team Düren. Damit hatte sich nicht so sehr eine große Überraschung realisiert, sondern vielmehr ein Insider-Geheimtipp, denn damit hatte sich Black Pup als Gruppenzweiter für die Halbfinals qualifiziert.

Die imposante Gesamtleistung von Black Pub: 9:3 Punkte, 17:11 Sets und 50:40 Legs!

Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen belegte Camel Fighter Rang drei, während sich Hessen Kassel einmal erfolgreich zeigte und auf Rang vier landete, indes das Magic Team als Fünfter völlig leerausging.

Gruppe II


Demolition Darts' Flirt mit dem Titel

Der Titelverteidiger Demolition Darts Paderborn erwischte die Mac Leods Dettelbach auf dem falschen Fuß und brach ihnen mit einem 6:1 Kantersieg fast das Rückgrat. Ein Einstand nach Maß – zumindest ein hoffnungsvoller Flirt mit der Titelverteidigung. Gegen das Team Dinslaken offenbarte sich indes das Kräfteverhältnis wesentlich ausgeglichener, aber Demolition Darts Paderborn gewann dennoch 4:3, wobei das Team Dinslaken erst im Teamgame das Resultat verkürzen konnte.

Vier Siege des Titelverteidigers

Den DC Offenburg dominierte Demolition Darts anschließend mit 5:2 wieder eindeutiger. Auch gegen den DC Moskito Helsa setzte sich Demolition Darts 5:2 durch, wobei sich das Match bis zum 2:2 ausgewogen gestaltet hatte.

So schloss Demolition Darts die Vorrunde mit 12:0 Punkten, 20:8 Sets und 50:37 Legs ab und lag beim Set-Quotienten mit 2,5 etwas schlechter als die Dart Haie mit 2,75, was vielleicht auch der vermeintlich stärkeren Gruppe geschuldet war, jedoch konnte Demolition Darts bei den Legs lediglich einen Quotienten von 1,35 markieren, während die Dart Haie hier mit superstarken 2,1 glänzten. Der Teufel steckt oft im Detail. Der Hai auch? Oder wird er noch demoliert?      

Mac Leods mit drei Siegen weiter

Als zweiter Finalist kristallisierten sich die Mac Leods heraus. Entscheidend war der direkte Vergleich zwischen den Unterfranken und dem Team Dinslaken, der 5:2 für die Erstgenannten endete. Ansonsten gewannen die Mac Leods noch 5:2 gegen die Offenburger und sogar 7:0 über die Moskitos. So bilanzierten die Mac Leods mit 9:3 Punkten, 18:10 Sets und 54:33 Legs.

Aus zwei Siegen sowie zwei Niederlagen resultierte der Dritte Platz für das Team Dinslaken. Mit einem Erfolg kam Offenburg auf Rang vier, während die Moskitos nicht zustechen konnten und ohne Sieg auf Platz fünf rangierten.

Die Halbfinals

Nach der Gruppenphase fand das Bundesliga-Finale mit den beiden Halbfinals, die überkreuz ausgetragen worden, seine Fortsetzung, das hieß Demolition Darts musste sich mit Black Pub messen, während die Dart Haie auf die Mac Leods trafen.

Das hieß allerdings auch, dass alle vier Teams schon auf dem Podium stehen würden, denn bereits seit einigen Jahren wird beim Bundesliga-Finale kein Kleines Finale um den dritten Platz mehr ausgetragen. 

Erstes Halbfinale


Demolition Darts versus Black Pub


Im ersten Halbfinale forderte Black Pub den Titelverteidiger Demolition Darts heraus. Mit 17, 17, 17 und 18 Darts und einem 4:0 über Benjamin Looser brachte Demolition Soethe, bürgerlich Christian Soethe, sein Team auf Kurs und fixierte das 1:0 in der Gesamtwertung.

Der Paderborner Holger Hensel vermochte mit 4:2 Peter Schnupfhagn in Schach zu halten und erhöhte damit auf 2:0 in der Gesamtbilanz.

Das Demoliltion-Duo Maik Langendorf/Kevin Münch erhöhte mit seinem 3:1 über Benjamin Looser/Peter Schnupfhagn auf den Gesamtstand von 3:0, während das Black Pub Gespann Daniel Lukic/Matthias Westphal mit 3:1 gegen Christian Soethe/Holger Hensel das Gesamtergebnis auf 3:1 verkürzen konnte.

Die einzige Schwachstelle von Demolition Darts, denn den vierten notwendigen Punkt zum Erreichen des Endspiels nordete Maik Langendorf mit einem souveränen 4:0 über Matthias Westphal ein, während sich Black Pub über einen respektablen dritten Rang freuen durfte.

Zweites Halbfinale


Dart Haie versus Mac Leods


Das andere Halbfinale zwischen Dart Haie und Mac Leods entwickelte sich zu einem Straßenfeger. Ein sehr gut aufgelegter Stefan Nilles fertigte Mario Curschmann 4:1 ab, der die Niederlage mit einem Kann-Passieren-Gesicht quittierte, und bescherte seinen Mac Leods die 1:0 Führung.

Gesamtstand 1:1

Im anderen Einzel dominierte Andreas Demkanin den Dart Haie Nico Kurz bis zum 3:1 eindeutig, musste sich aber schlussendlich 3:4 geschlagen geben. Nico Kurz haute zum Spielgewinn ein 127er Bullfinish heraus.  Gesamtstand: 1:1!

Gesamtstand 2:2

Das Doppel Nico Kurz/Mario Curschmann punktete mit einem 3:2 gegen Stefan Nilles/Axel Liesecke für die Haie, während mit dem gleichen Resultat die beiden Mac Leods Andreas Demkanin und Sascha Schneider ihre Kontrahenten Andreas Waldenmaier und Elabbas El Amri besiegten. Gesamtstand: 2:2!

Gesamtstand 3:3

In der Folge holte Elabbas El Amri im dritten Einzel mit einem 4:1 über Axel Liesecke einen Spielpoint für die Haie, während Stefan Nilles im vierten Einzel Andreas Waldenmaier 4:2 bezwingen und das gesamte Spielgesehen wieder austarieren konnte. Gesamtstand: 3:3!

Endstand: 4:3

Konsequenz: Teamgame! Nico Kurz gewann das Ausbullen für die Haie, scorte zweimal 140, während Mario Curschmann mit Pfeil Nummer 17 den Einzug auf die Finalbühne gewährleisten konnte. Der Siegescheck ging in einen der berühmten Mario Curschmann-Taumel über. Endstand: 4:3!

Das finale Gipfeltreffen


Erster Akt

Nico „Dart Hai“ Kurz beherrschte auf der einen Seite Maik Langendorf 4:1 sicher. Noch sicherer dominierte Kevin Münch mit 4:0 Mario „Dart Hai“ Curschmann und spielte 15 Darts (14 auf der Hand) zum Match. 

Zweiter Akt

Die beiden anschließenden Doppel brachten auch keine Vorentscheidung. Kevin Münch/Maik Langendorf bezwangen die Haie Elabbas El Amri/Andreas Waldenmaier mit 3:2. Mit dem gleichen Ergebnis konterten die Haie Nico Kurz/Mario Curschmann gegen Christian Soethe/Holger Hensel zum 2:2 Ausgleich. 

Dritter Akt

Elabbas „Dart Hai" steckte Christian Soethe 4:2 in die Tasche und gefiel dabei mit einem 130er Finish. Andreas „Dart Hai" Waldenmaier bestach nicht nur mit zweimal 180 und nach 137 für Rest 24 mit 14 Darts, sondern auch als Matchwinner, der Holger Hensel, der selbst einmal mit 14 Darts aufzutrumpfen wusste, mit 4:2 in die Knie zwingen konnte.

Freude, schöner Götterfunken

Danach Jubel, Trubel, Heiterkeit, Friede, Freude, Eierkuchen, gut, besser, am besten, Cheers, big ears, Freude, schöner Götterfunken. Die Dart Haie haben damit das Double aus DLMM-Sieger und Bundesliga-Meister perfekt gemacht und haben sich dazu aufgeschwungen, nun das allererstes Team zu sein, das den Bundesliga-Titel dreimal gewinnen konnte.

Wer ist der Weißen Hai?

Die Frage nach dem Weißen Hai im Haifischbecken lässt sich nicht eindeutig benatworten. Ohne Frage hat Nico Kurz einen Lauf und bildet trotz seines jungen Alters bereits eine standfeste Säule im Team der Dart Haie. Nervenstark und wenig Schwächen. Andreas Waldemaier überzeugte vollends. Ganz starkes Darts! Einer, der sich nie in den Vordergrund drängt. Elabbas El Amri eilt von Erfolg zu Erfolg, und man kennt ihn nun auch in Marokko: Eurocup-Winner, DLMM-Gewinner und jetzt noch Bundesliga-Meister! Da gibt es nichts zu meckern. Und Mario Curschmann? Keine Frage, denn er hatte schlussendlich sein Team auf die Endspielbühne gehoben.

Nachahmung empfohlen

Die Dart Haie glänzen zwar durch hervorragende Einzelspieler, die in der Summe aber weit mehr sind, nämlich ein Team. So addiert sich das Leistungsvermögen nicht nur, sondern potenzieret sich! Und last but not least: Bullenhai Holger Kurz hält die Korona zusammen! Nachahmung empfohlen!

Postskriptum

Wenn ich Dart-Hai wäre, würde ich mir die Beifügung „Das Original" ganz schnell wieder abschminken, weil diese Dart Haie sind einmalig. Ansonsten noch ein Tipp trei Haus: Der Weiße Hai wird in Amerika Supreme Shark genannt. Damit sollte man die Amis 2018 in Las Vegas gleich einmal ordentlich erschrecken, damit sie gleich wissen, dass es hier um den Worldcup geht und was sie erwartet. Die Reduzierung auf Jaws (Mäuler) hat auch etwas, nicht umsonst hat Steven Spielberg seinen Film im Original so genannt.

See you later, Alligator ...