25 Jahre Schwarzer Rand

Chaos – die Theorie ist vielen unbekannt, in der Praxis sind sie dagegen wahre Meister. Nun steht bereits mit dem 16. Offenen Pütz-Cup das dritte Turnier der VFS/DSAB-Löwen 2020 an, und wir schreiben nicht nur schon den 13. Februar, sondern es hat sich in diesem DSAB-Jahr schon so viel ereignet. Nichtsdestotrotz geht es vorwärts in die Vergangenheit. Chaos eben! Aber Deterministisches - und was hat Horst Mempel damit zu tun? Alarmglocken schrillen. Aber alles der Reihenfolge nach:

Mein Kumpel Hors(ch)t Mempel, Ur-Vater des Schwarzen Rands
BSC Clubhaus, Home of Schwarzer Rand
Kim Selinga, Tour-Siegerin beim Ludwigshafener Darts-Meeting
Christian Jentscke dito Sieger
Michael Sommerfeld, dereinst, unschwer an der langen Haarpracht zu erkennen, bei seinem gefürchteten Ashi-guruma, den er am Board noch heute ab und zu zeigt
Kaum hatte man das heller als tausend Sonnen strahlende BSC Clubhaus verlassen, verdunkelte sich die Welt: Sonnenuntergang - und ich ganz allein nicht Zuhause

Kim Selinga und Christian Jentscke

Also, „Hallo“ erst mal verbunden mit dem Nachtrag des Ergebnisses der Mixed-Disziplin 301 M.O. vom 18. Offenen Ludwigshafener Darts-Meeting am 3./4. Januar 2020 im BSC Clubhaus. Die Glücklichen, die den Wettbewerb beim VFS/DSAB-Löwen Tour-Auftakt gemeinsam als Beste meistern konnten, heißen Kim Selinga (Königsbach-Stein) und Christian Jentscke (Mannheim), die im Endspiel Janine Wagener (Hellenhahn-Schellenberg) und den Roten Mixed-Darts-Darn-Träger Michael Sommerfeld (Bergheim) schultern konnten. Als Dritte beendeten Michaela Mc Clain (Bad Kreuznach) und Kevin Luhr (Ochendung) die Konkurrenz. So eingenordet.

25 Jahre, 50 Saisons Schwarzer Rand

Nach dem Auftakt der Tour folgte nur ein Wochenende später ein Darts-Intermezzo mit einem großen Paukenschlag: Same place, ergo wiederum im BSC Clubheim, abermals inszeniert und dirigierte von Hors(ch)t Mempel, meinem Kumpel! Nochmals ein Freitag/Samstag-Turnier, kurz und knackig, zwei Disziplinen am ersten und vier am zweiten Tag.

Der geneigte Darts-Experte weiß natürlich sofort Bescheid: Kein Tour-Turnier! Der Anlass war ein anderer, nämlich das Jubiläum Schwarzer Rand, 25 Jahre, sprich 50 Saisons. Diesen Meilenstein in der Geschichte des Darts-Sports wollte Horst Mempel nicht am Rande der Szene verkümmern lassen, sondern mit einem großartigen Turnier feiern. Und da können wir uns nicht ausklinken.

Schwarzer Rand for ever

„Schwarzer Rand“ – ein Begriff absoluter Güte im Darts. So finden wir das Label „Schwarzer Rand“ auch in den Annalen im DSAB-Geschichtsbuch und zwar dick und fett unter dem Stichwort DLMM (Deutsche Liga Mannschafts-Meisterschaften) und Worldcup Las Vegas.

Erfolge ...

Erstmalig taucht „Schwarzer Rand“ national im Jahre 1997 auf, als eine B-Liga Auswahl bei der DLMM Rang drei belegt. Noch im selben Jahrzehnt, 1999, erkämpft sich Schwarzer Rand abermals die gleiche Platzierung. Und, um dem Motto „aller guten Dinge sind drei“ vollends Genüge zu leisten, erfolgt der dritte dritte Platz 2000.

... über Erfolge

2001 avanciert Schwarzer Rand bei den B-Ligisten zum Vizemeister. 2003 ist es dann endlich soweit: Schwarzer Rand befindet sich auf dem absoluten Leistungszenit, als die Host-Mempel Crew den Titel gewinnt und ein Jahr später zum Worldcup nach Las Vegas fliegt. Damit zählt der Schwarze Rand zu den insgesamt 112 Teams, die in der nunmehr 30jährigen DLMM-Historie als Deutscher Liga Mannschafts-Meister hervorgegangen ist, und nimmt in der ewigen Bestenliste Rang 27 ein. Nur zwanzig Mannschaften vermochten mehr Titel zu gewinnen und im Ranking der Anzahl von Podiumsplätzen rangiert der Schwarze Rand sogar an achter Stelle.

Stolze Bilanz

Das Ludwigshafener Team gehört auch dem erlesenen Kreis der zehn Mannschaften an, die Las Vegas mit dem Worldcup im Gepäck wieder verlassen haben. „Eine stolze Bilanz!“, kommentiert Bernd Molkenthin als Sprecher von VFS und DSAB.

„Solche Events besitzen ihren ganz eigenen Stellenwert, denn das unter ein und demselben Label 50 Jahre Darts gespielt wird, ist schon außergewöhnlich. Da kann ich im Namen unseres Verbandes Horst Mempel nur herzlich gratulieren!“, so der 1. Vorsitzende des DSAB Stefan Reichert. Heute halten noch drei Teams in der DSAB Rhein-Neckar Liga die Fahne „Schwarzer Rand“ hoch.

Christian Jentscke

Was passierte konkret in Ludwigshafen? Zunächst sprang einem der Name Christian Jentscke ins Auge. Der Mannheimer Mixed-Sieger vergangener Tage schlug diesmal im Herren-Einzel 501 D.O. zu und verwies als Sieger Sascha Stein (Birkenau) und Daniel Letic (Frankenthal) auf die Ränge zwei und drei.

Sascha Stein und Andi Waldenmaier

Diese drei Akteure tauchten auch als Podiums-Players im Offenen-Doppel 501 D.O. auf. Daniel Letic blieb seinem dritten Platz treu, den er dieses Mal gemeinsam mit Mario Curschmann (Guldental) errang. Die anderen beiden tauschten ihre Platzierungen, denn Sascha Stein besiegte zusammen mit Andi Waldenmaier (Waibstadt) das Duo Christian Jentscke und Marcel Gerdon aus Ludwigshafen.

Sarah Brübach, Treffnixe, Georg Weiß

Im Damen-Einzel 301 M.O. zeigte sich Sarah Brübach (Weißenthurm), die vor Simone Fegert (Bexbach) und Stefanie Richter (Kirrweiler) gewann. Die Treffnixe Stefan Mayer und Domenic Hoffmann dominierten das C+B-Doppel 301 M.O., dahinter reihten sich zunächst Georg Weiß und Florian Kuntz (Frankenthal), sodann das Ludwigshafener Gespann Eberhardt und Gerd Ohnesorge ein.

Als bester C+B-Solist im 301 M.O. tat sich Georg Weiß hervor. Schon wieder dieser Georg Weiß! Wie viele gibt es denn von dem? Dem Primus musste Martin Greulich im Endspiel den Vortritt überlassen. Florian Kuntz belegte Rang drei.

Sie fragen nach dem Triple Mixed - Sie fragen zu viel!