Porto-Raport: Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt

Der dritte und letzte EDU Champions League Tag in Porto an der portugiesischen Atlantikküste endete für den deutschen Dartssport mit einem sportlichen Tsunami, der das Team DSAB II in die Tiefe zog - 20 000 Meilen unter dem Meer. Platz drei in der Gruppe D ...

Das erfolgreiche DSAB I Team
Es gibt ja so etwas wie Gewohnheitsrecht
Und schließlich das komplette Sextett mit "Super Bock", der leider nicht mit dabei sein konnte

... und damit wird DSAB II nicht mehr bei der Endrunde in Carole (Italien) in friedlichen Mittelmeer Gestaden auftauchen. Erstmalig konnte sich ein vom DSAB auserkorenes Team nicht für die Finalrunde qualifizieren.

Zu Tode betrübt: DSAB II

DSAB II in der Besetzung Sabine Hallstein, Daniela Tröger, René Eidams, Daniel Hilche, Michael Sommerfeld und Alexander Smyk verfehlte das Ziel um genau einen Punkt – und lediglich zwei Zähler fehlten zum Gruppensieg. DSAB II war ohne Niederlage und mit siebzehn von maximal achtzehn zu erreichenden Punkten und zudem als Gruppenerster nach Porto angereist.

Bereits die erste Begegnung gegen das Vispi Team aus Italien verlief stürmisch. Aus dem 2:2 Zwischenstunde entwickelte sich die Katastrophe und am Ende lag man 4:9 hinten. Eine deftige Niederlage! Dennoch hätte frauman in der letzten Partie gegen die österreichische Crew Happy Game noch alles hinbiegen können, eine 6:7 Niederlage hätte voll und ganz gereicht. Nach dem 5:7 Rückstand hatte DSAB II alles in der Hand, um den entscheidenden Punkt zu holen, jedoch ging alles schief und ein Gesamtscore von neun war der kulminierte Tiefpunkt.

In sechs Gesichtern herrschte Ratlosigkeit. Die Erklärung allerdings einfach: Keiner der sechs hatte auch nur annährend Normalform erbracht, es ging kein Ruck durch das Team. Aufbäumen sieht anders aus.

Die Frage, die in diesem Zusammenhang durchaus berechtigt erscheint: „Ist ein Team ohne absolute Spitzenkräfte mit wenig internationaler Erfahrung im internationalen Vergleich per se zu schwach?“, insbesondere, wenn wir die Anhäufung von Spitzenkräften in den anderen Teams berücksichtigen. Team-Captain Sabine Hallstein beantwortet die Frage so: „Wenn wir in sechs Begegnungen nur einen einzigen Punkt abgeben müssen, dann besitzt das Team die notwendige Qualität. Wir haben iheute einfach grottenschlecht gespielt!“

Himmelhoch jauchzend: DSAB I

Ganz anders DSAB I mit Michaela Mc Clain, Simone Fegert, Gabriel Clemens, Thomas Klein und Sascha Stein, die ohne den verletzten Matthias Ketterer auskommen mussten, zeigte sich von seiner besten Seite – und sie hatten einen Plan. Erst einmal wollten sie die Hinrundenniederlage gegen das italienische New Dream Team ausmerzen und das letzte Match gegen Gaga Energy aus Österreich hoch gewinnen. Beides gelang: 8:5 besiegte DSAB die Italiener und gegen Österreich gelang ein 13:0 Kantersieg. Zudem resultierte daraus der Gruppensieg. DSAB I auf dem Himalaya, was rede ich denn da: Auf dem Mount Everest!

Das Team während des gesamten Turniers voll konzentriert, strahlte Dominanz aus und lebte diesen Geist: „Einer für alle, alle für einen“ vital aus. Sehr überzeugende Leistung. DSAB I In Carole mit von der Partie.

Neben DSAB I, New Dream Team (Italien), Happy Game (Österreich) haben sich für die Finalrunde noch Cyberdine Team (Kroatien), Red Lions (Luxembourg), Top Gun Sanco (Slowenien), Homeless (Schweiz) und Vispi Team (Italien) qualifiziert.

Abschlusstabellen