Guten Morgen Darts-Deutschland,

live aus Las Vegas berichtet unser rasend-fliegender Amerika-Korrespondent BFM vom NDA Darts Worldcup im Riviera-Hotel Hotel am Las Vegas Boulevard - einer Teilstrecke des weltberühmten Strips, auf dem jährlich rund 37 Millionen Menschen flanieren, um möglichst viele Casinos besucht zu haben, bevor die Finanzkraft erlahmt.

Die Ereignisse von Las Vegas werden unter dieser Top-News fortlaufend aufgefrischt. Die neusten News erscheinen immer oben. Remember!

15. Krönender Abschluss: Worldcup für Stilbruch Weinheim

„Thre are no free rides on the road of victim.“

Im Team Masters 501 D.I./D.O. der Herren überzeugten gleich drei DSAB-Teams in den Vorrunden geradezu vorbildlich. Das Weiterkommen des DC Stilbruch Weinheim überraschte keinen, die Art und Weise war allerdings überaus imponierend. Thomas Ehlers, Armin Gast, Stefan Jürgen, Frank Mast, Ingo Mauderer, Markus Schulte sowie Stephan Wusch hinterließen an den Boards nur noch Angst und Schrecken in Las Vegas.

Die Wild Lions aus München mussten indes alles geben - und ordentlich zittern. Nur wenn sie ihr letztes Match gegen die Franzosen mit 4:1 gewinnen und gleichzeitig das DSAB-Team Nordmänner 0:5 gegen die Weinheimer verlieren würden, wäre das Münchner Team weiter. Und genauso kam als, als Denis Huseinovic den Matchdarts zum 4:1 für die vor Freude wollüstigen brüllenden Löwen Thomas Jakob, Markus Schneider, Mario Stojanac sowie Huseinovic verwandelt hatte.

Last but not least, aber sicherlich die größte Überraschung vollbrachte das B-Liga Team Sportsbar Schwabing mit Klaus Fabian, Martin Häringer, Frank Hoffmann, Martin Kramer, Timo Möckel sowie Rudi Zwickelbauer. Mit einen einzigem Sieg aber den meisten gewonnen Legs kamen sie als Zweiter ihrer Vierergruppe weiter.

In der Finalrunde der besten acht Teams, die im Doppel-K.O.-System ausgetragen wurde, marschierte DC Stilbruch Weinheim unbeirrt weiter. 3:1 über Tripleight (man beachte die Schreibweise) aus Hudson mit Scott Miller, 3:1 gegen Team Wiseman und schließlich 3:1 über Illinois Amusements - und Stilbruch Weinheim war dort angekommen, wo sie hingehörten: In der Finalarena!

Für den beiden anderen DSAB-Teams sah es zunächst ganz trüb aus. Sowohl Wild Lions als auch die Sportsbar Schwabing kassierten eine Auftaktniederlage. Sportsbar Schwabing verlor herb 1:3 gegen Illinois Amusements. Die Wild Lions dagegen mussten sich nach 2:2 Zwischenstand erst im Teamgame mit 2:3 dem Team Wiseman aus Springfield geschlagen geben.

Das sah also nicht als zu rosig aus. Doch anschließend vollbrachten beide Mannschaften wahre Wunderwerke an den Boards. Die Wild Lions mussten zwar noch zweimal ins Teamgame setzen aber sowohl gegen Tripleight als auch France I mit 3:2 durch. Der Matchwinner des letzen Games hieß Huseinovic, der seinen dritten Matchdarts verwandeln konnte, nachdem Klaus schon zwei auf der Hand hatte.

Noch überzeugender verkaufte sich die Sportsbar Schwabing. Mit 3:1 ließ man nichts gegen die Darts Masters anbrennen, und mit 3:1 fertigte man auch Team Wiseman ab, nachdem Hoffmanns dritter Matchpfeil sein Ziel gefunden hatte.  

Damit drei DSAB-Teams unter den besten vier Crews. Leider musste nun eine ausscheiden, denn die Wild Lions trafen auf Sportsbar Schwabing. Ein Kampf unter Freuden, der zwar fair, aber überaus engagiert ausgetragen wurde. Mit endlichen Vorteilen der Sportsbar, die das Match mit 3:1 dominierten, allerdings auch deswegen, weil die Münchner Löwen nicht den Zug zum Check hatten. Im entscheidenden Moment scorte Hoffmann 180, um nicht gesperrt zu sein, und Fabian legte bei Rest 45 zum Matchgewinn nach: 13/-/D16.
„Trotzdem geile Sache!“, freute sich Huseinovic. Kramer indes wusste: „Jetzt kann es nur noch schwerer werden!“

Und das wurde es auch. Gegen Amusements Illinois versuchte man alles, doch die US-Boys waren einfach ein Tick besser. No doubt about it! Trotz der klaren 0:3 Niederlage dürfen die Sportsbar-Players stolz sein, zumal sie sich auch Sympathie, Akzeptanz und Respekt in Las Vegas verdient hatten.

Jetzt war es an dem Stilbruch Weinheim, alle Vorleistungen mit einem finalen Sieg zu krönen. Aber die Amis erwischten die Deutschen eiskalt. Trotz Auftakt nach Maß (Schulte 112, Mast 158 in der ersten Runde) ging das erste Spiel verloren. Auch Gast, der erst mit dem sechsten Pfeil ins Spiel kam, und Ehlers mussten passten: 0:21! Überlegen zeigten sich im weiteren Spielverlauf zwar Mast/Gast, doch der Verkürzung des Spielstandes auf 1:2 folgte rasend schnell das 1:3, weil Ehlers/Schulte ihr Spiel abgeben mussten, wobei Ehlers zum Schluss gesperrt war.

„Nun wird es eng!“, wie Mast schon vorher befürchtet hatte. Zu Freude aller (Deutschen) gewann Ehlers das Bull, und es folgte das 1:0 für Stilbruch dank Schulte/Mast, wobei Letzterer mit 15 Darts checkte. Aber der Ausgleich folgte prompt. Ehlers/Gast verloren. Auch Mast/Gast konnten nicht verhindern, dass das US-Team den nächsten Punkt für sich reklamierten, auch weil Mast mit 13 Darts auf der Hand zwei lange Runden gesperrt gewesen war.

Mit 12 Darts und einem 112er Finish war es sodann Schulte, der im Zusammenspiel mit Ehlers das Match glücklicher-, aber auch gerechterweise egalisierte unter den lautstärksten Motivationsschüben ihres Team-Captains Wusch. 

Ehlers gewann im Teamgame abermals das Bull. Stilbruch Weinheim erkämpfte sich den ersten Matchdarts, doch Mast scheitere an einem Double Bull-Finish. Den Rest von 25 tilgte aber Gast zum Worldcupsieg, als er an der Reihe war - wir wollen aber nicht verschweigen, dass zwischenzeitlich auch die Amis einen Matchdarts besessen hatten ...

Danach nur noch Freude pur und nicht nur die Gegner gratulierten dem Stilbruch Weinheim herzlich und aufrichtig, sondern auch viele der Zuschauer. Das hatte sich diese Mannschaft als bestes Team des Worldcups 2007 in Las Vegas auch ehrlich verdient.

Las Vegas-PS: Ende gut, alles gut!      
 

14. Der Chicken Run wird auf Rang drei gestoppt

“Eine echte Chance hat man nie gehabt!“

Run „Wo Licht, da auch Schatten!“, dichtete bereits Deutschlands poetisches Genie, Johann Wolfgang von Goethe, ohne jemals beim Worldcup in Las Vegas gewesen zu sein. Dennoch trafen Goethes Worte des Pudels Kern, was das Team Chicken Run aus Heppenheim mit Tanja Hebling, Michaela Kubau, Sabine Lischka-Kurz, Karin Schäfer und Deborah Schleich betraf.

Am ersten Tag des Masters Team 501 D.I./D.O.-Wettbewerbs funkelte die DSAB-Mannschaft nur so vor Spielwitz. Frau traf genauso, wie frau es brauchte. Selbst das stärkste US-Team, Amusements Illinois, ließ man im spielerischen Dunkel dümpeln und Chicken Run glänzte mit einem 4:1 in jeder Beziehung.

Unbeated stieß das hessische Team in die Finalrunde vor, und der Sieg schien greifbar nahe zu sein. Es kam jedoch gänzlich anders. Die treffsicheren Damen verließ in entscheidenden Momenten die richtige Power, und so musste Chicken Run die erste Begegnung gegen Amusements Illinois im Teamgame ganz knapp mit 2:3 verloren geben.

Und ist einmal der Wurm drin, dann läuft plötzlich nichts mehr so richtig - und so kam schon mit der zweiten Begegnung gegen das Aus für Chicken Run. Dama Control aus Orlando hatte den Lauf der Deutschen mit 3:1 ernüchternd gestoppt. Schade, denn Chicken Run hatte mehr drauf ...

Las Vegas-PS: Boulder City ist die einzige Stadt Nevadas, die das Zocken verbietet.“


13. Sabine Lischka-Kurz/Manfred Bilder/Holger Kurz Vierte

“US-50 is the loneliest road in America.“

Mit dem Triple Mixed 701 D.I./D.O.-Wettbewerb hatten die deutschen Trios nicht das ganz große Los gezogen. Tanja Hebling (Heppenheim), Thomas Ehlers und Ingo Mauderer (Lebach) scheiterten beim Spiel von 7 auf 5 trotz  besserer Möglichkeiten.

Rang sieben bedeutete auch für das Trio Marene Csepeli (Marl), Maik Langendorf (Hameln) Dietrich DJ  Westermann (Marl) Entstation, weil sich Sabine Lischka-Kurz (Nidderau), Manfred Bilderl (Ahlen) und Holger Kurz (Nidderau) trotz 1:0 Rückstand mit 2:1 durchsetzen konnten, wobei sich insbesondere Kurz als hervorragendes spielerischren Element empfohlen hatte.

Nach ein paar US-zweckdienlichen Irritation musste das Match gegen Krissy Grimal, Chris Franklin und Bob Swanson aus Orlando nochmals aufgenommen worden, obwohl (oder weil?) Lischka-Kurz einen hervorragenden Einstand gefunden hatte. Anyway - trotz der nebenboardlichen Aktivitäten gewannen die drei Deutschen nach einer imposanten Aufholjagd mit 2:1.

Beim Spiel von 4 auf 3 zeigten sich danach allerdings das US-Dreiergespann Dawn Strabavy/Glenn Gage/Randy van Dreusen dem deutschen Trio 2:1 überlegen.

Der Sieg ging indes an Rick Espinoza, Manny Jimenez und Wendy Wermerskirchen aus Peoria, die Brenda Allen, Bill Lowther und Brandon Neal das Nachsehen im Finale gaben.      

Las Vegas-PS: Knapp drei Millionen Glühbirnen machen in Las Vegas den Strip jede Nacht zum Tag.


12. Deutsche Herren Zweite

“No more bets!“

Beim Team Challenge-Cup war das deutsche Team mit Thomas Ehlers (Giessen), Frank Hoffmann (Schongau), Holger Kurz (Nidderau), Thorsten Phiel (Ahlen), Frank Pries (Fulda) sowie Dietrich DJ Westermann (Marl) noch gar nicht richtig wach, da befand man sich bereits gleich nach dem Auftaktmatch auf der Verliererseite. Die US-Boys hatten die Deutschen mit 3:0 regelrecht abgestraft.
            
Gegen Spanien baute sich das deutsche Team mit 3:1 wieder etwas auf, um sogleich gegen Kanada schnell mit 0:2 in Rückstand zugeraten. Doch die Teamstimmung und Motivation stimmte jetzt, und das Team um Team-Captain Ehlers glich nach bravourösem Kampf nicht nur aus, sondern kippte das Spiel. Zum Schluss hieß es: 3:2!

Same Procedure gegen Frankreich. Abermals lagen die Deutschen, ehe sie sich richtig versehen hatten, 0:2 hinten, wiederum rauften sie sich zusammen, egalisierten nicht nur das Match, sondern münzten es in einen Sieg um.

Damit stand die deutsche Mannschaft im Endspiel, wo sie nach dem Turnierauftakt und auch beim weiteren Verlauf keiner mehr erwartet hatte. Gegen die Amerikaner unterlag man anschließend zwar 1:3, ging aber nicht unter und angesichts der Tatsache, dass sich das deutsche Team permanent am Abgrund befunden hatte, verdient sich die Gesamtleistung löbliche Anerkennung. 

Las Vegas-PS: Die „Einarmigen Banditen“ fahren in Las Vegas seit den 1990iger Jahren mehr Geld ein als alle Tischspiele zusammen.


11. Deutsche Damen Zweite

“Wer spielt und dabei an den Volltreffer glaubt, muss wissen, dass er fast acht Jahrzehnte Marketingerfahrung gen sich hat.“

Bei den Damen ergab sich im Team Challenge-Cup ein völlig anderes Bild als bei den Herren, allerdings mit dem gleichen Resultat.

Susanne Bahnsen (Kiel), Marene Csepeli (Marl), Diana Filary (Kiel), Tanja Hebling (Heppenheim), Sabine Lischka-Kurz (Nidderau), Deborah Schleich (Mannheim) und Gaby Wagner (Hattersheim) ließen gleich zum Turnierstart die US-Girls verdient mit 3:2 abblitzen.

Anschließend folgte ein ganz souveränes 3:0 für die kanadische Vertretung, und damit stand frau bereits im Finale. So schnell, so effizient und effektiv kann Darts sein. Was die deutschen Damen bis dahin abgeliefert hatte, forderte Respekt ab.

Dass nun das Finale gegen die US-Girls kein Spanziergang werden würde, war allen klar - deswegen ließen die deutschen Damen auch nicht locker, auch wenn der Druck ständig stieg.

Nach 1:2 Rückstand folgte die engagierte Aufholjagd, die konsequent zum Einstand führte. Im Teamgame besaß das deutsche Team nicht weniger als sechs Matchdarts, die aber alle am Ziel vorbei schwirrten. Diese Geschenke konnten die Amerikanerinnen letztendlich gar nicht mehr verweigern und so gelang ihnen der Setausgleich.

Angesichts des verschenkten Sieges, ergab sich ein leichter Bruch im deutschen Team, was dazuführte, dass das US-Team im Entscheidungsset ziemlich sicher zum 3:1 Sieg durchstarten konnte. Schade für die deutschen Damen, die sich redlich mehr verdient hatten.        

Las Vegas-PS: House-Advantage - Haus-Vorteil! Wenn Sie beispielsweise beim Roulette plein (auf eine Zahl) gesetzt haben, steh Ihnen normalerweise folgende Auszahlung zu: 35 + 1. Nicht in Las Vegas - hier bekommen Sie nur 34 +1. Das ist eben House-Advantage. 


10. Manfred Bilderl grandioser Runner-up

“Die Highways - jede hier ist eine Traumstraße.“

Die Masters Singles Cricket-Competition war in der Spitze mehr oder weniger ein Länderkampf zwischen den USA und Deutschland. Nun gut, mit Martin Marti Santamaria und Julio Barbero Gonzales hatten sich auf Rang vier und fünf zwei Madrilenen eingeschmuggelt, der Letztere durfte übrigens seinen Platz mit dem imposant aufspielenden Ingo Mauderer (Lebach) teilen, und auf Rang hatte sich mit Christopher Lemarquis außerdem noch ein Franzose hineingequetscht.

Der Mannheimer Stephan Wusch rangierte dagegen auf Platz 13 wie auch Martin Kramer (Amtzell). Den Rang neun vereinnahmten mit Frank Mast (Sandhausen), Maik Langendorf (Hameln) sowie dem Berliner Michael Treczka gleich drei DSABler.

Die restlichen Platzierungen unter den Top 16 besiedelten die US-Guys, wäre da nicht Manfred Bilderl aus Ahlen gewesen. Dabei sah es für Bilderl zunächst gar nicht rosig aus, denn beim Match von 65 auf 33 erwischte es ihn und er musste sich auf der Verliererseite in einem Marathon bewähren.

Was Bilderl aber dort bot, verdiente sich das Prädikat „Weltklasse“ rundum. Bilderl.: „ich mag mich selbst nicht loben, aber ich habe einfach super gespielt!“, gab er sich angesichts seiner Performance eher bescheiden.

Die meisten Matches gingen 2:0 zugunsten von Bilderl aus, der sich sozusagen konstant auf Level 7 bewegte. Beim Spiel von 4 auf 3 blieb selbst Steve Urly aus Hudson nur noch übrig, den sportlichen Hut zu ziehen. „Good shots!“, lobte der Amerikaner.

Auch im Finale gegen Scott Miller aus Hudson bot Bilderl absolutes Spitzendarts, auch wenn er sich schließlich 1:2 geschlagen geben musste. „Auf dem großen Board entsteht eben schnell die Spielsituation, in der dir einfach zum Schluss ein Pfeil fehlt!“, zeigte sich  Bilderl aber nicht enttäuscht, sondern überaus zufrieden über sein grandios gespielte Turnier.

Las Vegas-PS: Neun von zehn Las Vegas-Besucher spielen – im Durchschnitt verliert jeder 524 US-Dollar. Rund 37 Millionen Menschen kommen jährlich nach Las Vegas.  


09. Tho
mas Ehlers avanciert zum Worldcup-Sieger

„Nevada ist geblieben, was es immer war: Das raueste, einsamste, faszinierendste Stück USA.“

However ... Thomas Ehlers (Giessen) wurde von der NDA im Masters Single Cricket in Level B eingestuft. Ein Gastgeschenk? Ein Flüchtigkeitsfehler? Oder die logische Konsequenz, weil er vor einem Jahr im Cricket eine nicht gerade meisterliche Leistung abgeliefert hatte. Anyway ...
Unabhängig davon wird auch auf Level B in Las Vegas bestes Darts geboten. Trotzdem stand Ehlers unter Druck, denn jeder erwartete nun eine Platzierung ganz weit vorne. Ob berechtigt oder nicht!
Ehlers machte aus der Situation das Optimale. Er gewann diesen Wettbewerb und durfte sich über 900 Dollar Preisgeld freuen.

Allerdings war das noch längst nicht alles. Der Zweiundzwanzigjährige brillierte förmlich und gab nicht ein einziges Leg ab. Alle Matches schloss er souverän mit 2:0 ab. Das galt ebenso für das Spiel von 5 auf 3 gegen Randy van Deursen (Peoria), der Ehlers alles abverlangte, wie auch beim Spiel ums Finale gegen Kevin Jinkensen (Garry). Im Endspiel besiegte Ehlers letztendlich Darren Dockemeyer aus Evansville ebenfalls mit 2:0. 

“Ich freue mich wahnsinnig über den Titel, denn in Las Vegas zu gewinnen, ist einfach etwas besonderes!“, so der glückliche und gefeierte Sieger.
Las Vegas-PS: Mit 1140 Litern Wasser pro Einwohner und Tag liegt die „sin city“ in der Mojava-Wüste, sprich Vegas, uneinholbar an der Spitze des Wasserverbrauchs in den gesamten USA.  

10. Extra-Klasse: Worldcup-Sieger Marene Csepeli/Maik Langendorf

“Nichts ist hier erfolgreicher als der Exzess.“

Im Masters Mixed Doubles Combo-Wettbewerb tummelten sich zahlreiche deutsche Darts-Pärchen und wollten sich auf diesem für deutsche Verhältnisse ungewohnten sportlichen Parkett bewegen, denn Combo heißt in den USA: Ein 501 D.I./D.O.-Leg, sodann ein Cricket-Leg. Bei Unentschieden wird eine Münze geworfen und die Sieger dürfen sich aussuchen, ob sie im Entscheidungsspiel aufschlagen oder die Disziplin bestimmen wollen.

Relativ weit trug es in diesem Feld Andrea Meyer und Thomas Ehlers (Giessen), die Rang fünf belegten. Tanja Hebling (Heppenheim) und Frank Mast (Sandhausen) fanden ihre Meister in der Mannheimerin Deborah Schleich und Ingo Mauderer (Lebach) und landeten ebenso auf Rang fünf. Danach scheiterten Schleich/Mauderer beim Spiel von 4 auf 3 an den US-Amerikanern Carolyn Nessman und Randy van Deursen aus Peoria mit 0:2.

Allerdings hatte die deutsche Dartselite mit Marene Csepeli (Marl) und Maik Langendorf (Hameln) noch ein ganz heißes Eisen im Feuer, das während des gesamten Turnierverlaufes mit Leistungen der Extra-Klasse zu glänzen verstand, das galt insbesondere für Csepeli, die sich an der großen Scheibe zu einer gleichwertigen Partnerin von Langendorf entwickelte und oftmals sogar ganz entscheidende Akzente zu setzen wusste. Um die Sache aber deutlich zu unterstreichen, Langendorf bewegte sich ebenfalls auf höchstem Niveau.

Allerdings war von alldem nichts zu spüren, geschweige denn zu sehen, als es ums Finale auf der Gewinnerseite gegen Wendy Wermerskirchen und Manny Jimenez aus Illinois ging. Mit 0:2 gingen Csepeli und Langendorf sang- und klanglos unter!

Da sich die beiden aber sich anschließend mit 2:0 gegen Nessman/van Deursen auf der Verliererseite bewährten - Langendorf legte mit 12 Darts das 1:0 vor, während Csepeli der Matchdarts vorbehalten war - kam es auf dem finalen Höhepunkt zu einem sportlichen Wiedersehen mit Wermerskirchen/Jimenez.
Es fing schon einmal gut an: Langendorf gewann das Ausbullen, ohne ein Bull getroffen zu haben. Beide Spieler umzingelten zielsicher das Bull mit jeweils drei Pfeilen.

Dann wurde es erst und sichtlich besser, auch wenn Langendorf erst mit dem vierten Legdarts, Csepeli hatte ebenfalls zwei auf der Hand, das 1:0 eintragen ließ. Im Cricket erwies sich das deutsche Duo als überaus kommunikativ und diskussionsfreudig, aber ebenso effektiv und erfolgreich. Die Folge: Csepeli markierte das 2:0 und erzwang damit ein zweites Set, das Entscheidungset.
Im 501 D.I./D.O. waren Csepeli/Langendorf eine Klasse für sich - mit 13 Darts fixierte Csepeli das 1:0. Im Cricket taten sich die Deutschen schwerer und wurden letztendlich „ausgecrickst“, als schließlich Jimenez drei Pfeile im Bull versenkte.

Den Münzwurf für das Entscheidungsleg gewannen Csepeli/Langendorf und entschieden sich für den Aufschlag, während die Amis Cricket als Disziplin benannten.

Und das war letztendlich gut so, denn abermals war es Csepeli, die den letzten Pfeil elegant ins Ziel zirkelte.

Auch wenn nicht für alle Beobachter die Entscheidungen des deutschen Paares im Cricket verständlich waren, gab Langendorf darauf die richtige Antwort: „Wer gewinnt, hat recht!“
Dem ist nichts hinzuzufügen!   

Las Vegas-PS: Bereits 1941 eröffnete das „El Cortez“ – und ist heute das älteste noch in Betrieb befindliche Casino in Las Vegas.      
  

08. Platz drei für Chicken Run

“Welcome to the house of pleasure!“

Im Masters Cricket der Damen lief Chicken Run aus Heppenheim auf vollen Touren und so reichten Tanja Hebling, Michaela Kubau, Sabine Lischka-Kurz, Nicole Männel, Karin Schäfer und Deborah Schleich die Finalrunde der letzten vier Mannschaften.  

Dass es auf diesem Level eng werden würde, wusste frau allemal. Aber es wurde von Anfang an überaus eng. Das Aufeinandertreffen mit Illinois Amusement verlief negativ. Auch wenn die deutschen Damen eifrig kämpften und schließlich noch ein 2:2 fixieren konnten, vermochten sie leider nicht, das finale Teamgame zu ihren Gunsten zu entscheiden.  

Gegen die spanischen Annaconda Balls lief es in der Tat besser, und nach einem 3:1 Sieg spielte frau zumindest schon einmal ums Endspiel, wenn auch auf der Verliererseite.   

Das gegnerische Team Go Girls Go aus Las Vegas lief Chicken Run aber letztendlich doch davon. Den 1:2 Rückstand wussten die deutschen Damen noch zu egalisieren, aber im Teamgame nutze die DSAB-Frauen nicht ihre Chancen, die sich durchaus boten. So wurde der Lauf des Chicken Run-Teams jäh gestoppt. Natürlich darf man sich auch über einen dritten  Platz freuen ...  

Noch ein Wort zum Go Girls Go-Team, das zur Hälfte mit Anja Plähn (Ingelheim) und Christine Ameling (Bingen) „deutschstämmig“ gewesen ist. So ergab sich zumindest ein halber deutscher Erfolg.  

Im Finale gelang Go Girls Go zwar noch mit 3:2 der Setausgleich, aber das Entscheidungsset  verbuchte die „Amusements“ mit 3:2 für sich.

Las Vegas-PS: Es dauerte gerade einmal zwei Tage, dann wurde der erste tote Mitarbeiter des Moulin Rouge, Las Vegas aufgefunden. Ein Tenorsaxofonist. Ein Schwarzer! Die Polizei war der Meinung, dass dies kein Fall gewesen wäre und legte noch nicht einmal eine Akte an ... 


07. Stilbruch Weinheim Zweiter, Die Nordmänner Dritter

„At home I’m a man of discipline ...“

Im Team Wettbewerb Masters-Cricket der Herren schafften gleich drei DSAB-Teams den Sprung in die Finalrunde der besten acht Mannschaften. 

Leider ergab sich gleich zu Anfang das Auseinadertreffen zweier deutscher Teams, nämlich das von Number One Marl und „Die Nordmänner“ aus Hammburg in der Vier-Mann Besetzung Orhan Berrak, Andre Eggebrecht, Lars Oppermann, Frank Schmedemann aus Hamburg. Ein Match, das in der Tat nichts in Bezug auf Spannung und Dramatik zu wünschen übrig ließ.  

Nach 2.2 musste das Teamgame die Entscheidung bringen und „eigentlich“ waren die Nordmänner schon out, bis Lars Oppermann mit sechs Pfeilen hintereinander sechsmal ein Triple traf. Als es ums abschließende Bull ging, lagen überall die Nerven blank und die Pfeile verfehlten reihenweise das anvisierte Ziel, bevor es dann die Nordmänner aufjubeln durften. 

Der Wille von Number One war indes noch nicht gebrochen, und tatenmutig wollte man sich nun auf der Verliererseite beweisen, was sich aber bereits bei der nächsten Begegnung gegen das Team Fede aus Spanien als Irrglaube herausstellte. Damit der DSAB Bundesliga-Meister leider aus dem Rennen.  

Die Nordmänner indes voller Tatendrang rangen das Team Fede mit 3:1 nieder. Damit standen die Nordmänner bereits an der Schwelle zum Finale. Wer würde ihnen das Endspiel streitig machen?   

Einen Auftakt nach Maß legte der Stilbruch Weinheim mit Thomas Ehlers, Armin Gast, Stefan Juergen, Frank Mast, Ingo Mauderer, Markus Schulte sowie Stephan Wusch hin. Das 3:2 gegen das starke Team Central Limo Coins war sehenswert, wobei sich das gesamte Team in den entscheidenden Momenten zu steigern wusste. Eine großartige Gesamtleistung, die vieles mehr hoffen ließ ... 

Trotzdem durchlief Stilbruch Weinheim gleich darauf ein tiefes spielerisches Tal, nämlich gegen das superstarke US-Team Triple Eight, das sich um Scott Kirchner und Scott Miller formiert hatte. 

Nach mühsamen Fortgang lag Weinheim 1:2 hinten und vermochte das Spiel auch nur zu egalisieren, weil die Amis selbst nicht in der Lage waren, ihre zahlreichen Möglichkeiten in einen vorzeitigen Sieg umzumünzen.  

Nachdem Teamleader Stephan Wusch einmal unüberhörbar auf den Tisch geschlagen hatte, wachte das gesamte Team aus seinem lethargischen Dämmerschlaf auf. So glich  Stilbruch Weinheim nicht nur aus, sondern setzte sich schließlich durch ein grandioses Teamgame mit 3:2 doch noch verdient durch, wobei sich Schulte als Matchwinner feiern lassen durfte. 

Erst im dritten Match wechselten die Weinheimer wieder den zuvor indisponierten Mast ein, der während der gesamten Begegnung gegen die Nordmänner überzeugte und auch den letzten Darts zum 3:1 ins entsprechende Segment förmlich zelebrierte. 

Schmedemann sichtlich von einer Erkältung sowie einer Verletzung am Wurfarm behindert, konnte beim Spiel ums Finale nicht mehr zu seinem gewohnt sicherem Spiel finden. Damit schwand das gesamte Selbstvertrauen der Nordmänner sichtlich, die sich Triple Eight eindeutig 1:3 geschlagen geben mussten.  

Damit stand fest, den Worldcup würde entweder Triple Eight oder Stilbruch Weinheim gewinnen. Das Match ließ nichts vermissen und spielte sich auf hohem Niveau ab. 

Was Wusch/Schulte in der ersten Begegnung zeigten, verdiente sich das Prädikat absolute Weltklasse: 1:0. Dagegen waren Mast/Ehlers anschließend chancenlos: 1:1. Wusch/Mast dagegen liefen wieder zu Hochform auf: 2:1. Leider war anschließend die amerikanische Paarung den Weinheimern Ehlers/Schulte eindeutig überlegen: 2:2! 

Auch wenn im Teamgame das DSAB-Team immer wieder zu glänzen wusste und Mast hervorragend ins Spiel mit zweimal T19 einstieg, Wusch 3 x T18 und Ehlers 3 x T17 folgen ließen, zog man noch den Kürzeren, auch deswegen, weil sich die Amis zulange auf der 20 austoben durften. 

Zweite Chance für Stilbruch Weinheim. Schulte eröffnete mit T20/´T20/20, Wusch ließ T19/T18/T20 folgen. Zum Schluss markierte Schulte wie selbstverständlich dreimal das Bull: 1:0! 

Mast/Ehlers präsentierten sich ebenfalls in Hochform. Mast zog gleich mit T19 an, ließ T20 zum Zumachen folgen und legte T19 zum Scoren nach. Ehlers ließ mit T17/T18 zum Zumachen/T17 aufhorchen. Schnell war das Spiel gegessen: 2:0. Die Weinheimer bis dahin ohne Fehl und Tadel. 

Da nun das Duo Mast/Wusch folgte, waren sich alle sicher, dass es das gewesen ist. Aber es kam anders: 1:2. Und zuguter letzt mussten auch Ehlers/Schulte passen: 2:2!

Das Teamgame mussten nun die Entscheidung erwirken, und da waren die Amis den  Deutschen eindeutig überlegen. Mit 11 Darts waren sie bereits durch! 

Enttäuschung, aber kein Frust beim Stilbruch Weinheim. Man hatte tolles Darts geboten, absolute deutsche E-Darts-Qualität abgeliefert, und die genießt weltweit höchsten Standard, sich und den DSAB bestens und hervorragend präsentiert. „Das hat richtig Spaß gemacht.“, so DSAB-Betreuer Kurt Rösener.

Las Vegas-PS: Mit dem Moulin Rouge wurde im Mai 1955 in Las Vegas das erste Casino eröffnet, das die Rassentrennung aufhob. Nun gut, sechs Monate später wurde es schon wieder geschlossen. 
    

06. Worldcupsieg für Sabine Lisckka-Kurz und Nicole Männel

„Come to Las Vegas – a perfect place to enjoy.“

Die deutschen Damen-Teams wurden im 501 D.I./D.O. Doppel-Wettbewerb nach und nach auf die Verliererseite verfrachtet. Das galt auch für die Frankfurterin Nicole Männel und ihre Partnerin Sabine Lischka-Kurz (Nidderau), die in den spannischen Senioriotas Yolanda Barba Galera und Celia Berzosa Rodriduez ihre Meisterinnen fanden.

Während aber alle anderen deutschen Duos nach und nach in der Verliererrunde versandeten, stiegen Lischka-Kurz und Männel wie Phönix aus der Asche auf.

Wobei sich insbesondere Männel immer mehr zu steigern wusste und zur spielentscheidenden Figur avancierte. Kurzum entledigten Lischka-Kurz/Männel die US-Girls Krissy Grimal und Joy Krumweide aus Orlando sowie Carolyn Nessmann und Sharon Sonntag aus West Allis weiterer Turnierstrapazen und stießen im Finale wieder auf Galera/Rodriguez.

Trotz 0:1 Rückstand bäumten sich deutschen Spielerinnen auf. So konnte Männel nicht nur ausglichen, sondern auch das 2:1 fixieren. Ganz selbstsicher Männel: „Ich habe richtig Spaß!“
 
Und der Spaß hielt an, auch wenn Männel nach zwei Matchdarts bustete, war es diesmal Lischka-Kurz, die ihren vierten Matchdarts verwandeln konnte. Nach starkem Spiel (102 zur Eröffnung und 150 in Runde 4) besaß Männel im zweiten Leg sogar einen Matchdarts für ein 109er Finish auf der Hand, der das Ziel allerdings verfehlte. Lisckka-Kurz etwas überhastet agierend konnte in der Folge nicht blocken, sodass sich die beiden Spannerinnen wieder auf sportlicher Augenhöhe einfanden.

Im Entscheidungsleg spielte Männel wie entfesselt auf: 132, 104, 68 und 150 - macht Rest 47. Als sie wieder an der Reihe war, markierte sie 19 für Rest 28. Einmal black, dann aber fand der nächste Matchdarts sicher das anvisierte Ziel und die beiden deutschen Frauen durften sich nicht über den Sieg, sondern über ein extrem-klasse gespieltes Turnier freuen.

Las Vegas-PS: Laut Statistik verbringen die Gäste von Las Vegas höchstens vier Stunden pro Tag in ihren Hotelzimmern - genaugenommen pro Tag und Nacht.              


05. Worldcupsieg für Gültekin Tok und Mario Masurka

„Take it in the same hand, throw it with the same hand.“

Im Schatten des Mannheimers Stephan Wusch und Frank Mast (Sandhausen) standen im Herren Doppel 501 D.I./D.O. zunächst alle anderen Doppelpaare. Die wenigen Startschwierigkeiten, die die beiden hatten, waren schnell überwunden und ihre Performance nahm immer deutlichere Konturen Richtung Finale an. So war es auch kein Wunder, dass Wusch/Mast als erstes Team für das Match ums Finale auf der Gewinnerseite feststand.

Etwas weniger Aufmerksamkeit hatte man derweil Mario Masurka (Allendorf) und Gültekin Tok (Wettenberg) geschenkt, die allerdings immer besser ins Turnier fanden und eher unauffällig, aber hervorragend spielend ebenfalls das Spiel ums Finale auf der Gewinnerseite erreichten.

Beide Teams vermochten in diesem Spitzenduell allerdings nicht ganz an ihre Vorleistungen anzuknüpfen, Wusch/Mast allerdings noch weniger als Tok/Masurka. Trotzdem verbuchten Wusch/Mast das 1:0 für sich und hätten im zweitel Leg die Sache auch klarmachen können. Versäumten sie aber auffallend - und so kam das, was ihn solchen Fällen fast immer kommt: Der Gegner gleicht nicht nur aus, sondern entscheidet das gesamte Match für sich. Und genau das gelang Tok/Masurka, die damit bereits weit über die selbst gesteckten Ziele hinausgeschossen waren.

Für Wusch/Mast ergab sich allerdings auf der Verliererseite die zweite Chance aufs Endspiel, dafür mussten sie aber das US-Team Scott Kirchner/Scott Miller aus Hudson bezwingen, das weit über die amerikanischen Grenzen bekannt ist. Also, eine echt harte Nummer darstellt!

Mit starken 11 Darts legte Mast das 1:0 vor und im zweiten Durchgang eröffneten sich für Wusch gleich zwei Matchdarts auf D6 - doch beiden passten nicht. Die konsequente Folge, die Amis egalisierten das Match.

Wusch zeigte sich im Entscheidungsleg voll konzentriert und scorte 180 in Runde 2, 134 in Runde 3 und stellte sich in Runde 4 mit 94 Rest 40, war dann allerdings gesperrt. Warum? Mast kam in Runde 3 nicht über 43 und in Runde 4 sogar nicht über 26 hinaus. So wurde nicht nur dieses Leg, sondern auch das Match sowie die Finalteilnahme leichte Beute der US-Boys.    

Mit dem Schwung des Sieges über Wusch/Mast überflügelten Kirchner/Scott das grottenschlecht agierende deutsche Duo Tok und Masurka mühelos. Letzterer kam im zweiten Leg erst mit dem sechsten Pfeil ins Match, als die Amis schon in der gedanklichen Vorbereitung des Finishs waren. Mit 14 beziehungsweise 16 Darts sowie 2:0 Punkten erzwangen die Amis so das ultimative Entscheidungsset.

Obwohl sich Tok/Masurka im ersten Leg des zweiten Sets zu steigern wussten, ging der erste Satz wie selbstverständlich an die US-Riege, wobei Scott den Leggewinn noch mit einem 136er Finish würzte. 

Sodann schwächelten allerdings Kirchner/Scott erheblich und Masurka hatte soviel Zeit, dass nach 13 Darts auf der Hand erst sein dritter Legdarts das Ziel zu finden brauchte. Das war der entscheidende Impuls. Masurka eröffnete im Entscheidungsleg mit 120, ließ anschließend 180 aufblitzen, es folgten 60 und 69 für Rest 40, den Masurka mit 20 und D10 wegwischte.

Hellste Freude herrschte nun im deutschen Doppel. Tok: „Ich habe schon einiges im Darts gewonnen, doch das hier ist der Höhepunkt!“
 
Kleine, aber schöne Episode am Rande: Zu den ersten Gratulanten zählte Wusch.              

Das war aus deutscher Sicht aber noch längst nicht alles in diesem Wettbewerb. Klaus Fabian und Timo Möckel aus Kempten gefielen als Fünfte und steckten 500 Dollar Preisgeld ein.

Für Rang sieben sprangen für Frank Hoffmann (Schongau) und Martin Kramer (Amtzell) 280 Dollar heraus. Auf Platz neun rangierten drei weitere deutsche Teams: Maik Langendorf/Dietrich DJ Westermann (Hameln/Marl), Thomas Ehlers/Marcus Schulte (Giessen/Walldorf) sowie Manfred Bilderl/Holger Kurz (Ahlen/Marl). 

Dahinter reihten sich außerdem noch Orhan Berrak/Frank Schmedemann (Barmstedt/Ratekau) ein. Allesamt im Preisgeld

Las Vegas-PS: Wussten Sie, dass Benjamin „Bugsy“ Siegel das heutige Las Vegas erfand. Auch wenn dies keiner mehr anzweifelt, ist dennoch nie eine Straße nach ihm in der Gambling-Metropole benannt worden, weil er nämlich seine besten Geschäftsbeziehungen zu Charlie „Lucky“ Luciano und Meyer Landsky unterhielt, allesamt wie Bugsy richtige Bigs im „crime business“.           
 

04. Tanja Hebling und Sabine Lischka-Kurz auf dem Podium

„Es gibt keine menschliche Größe ohne Leidenschaft.“

Im Ladies Masters Doubles Cricket entpuppte sich Tanja Hebling (Heppenheim) und Sabine Lischka-Kurz (Nidderau) als beste deutsche Vertretung. Zweimal scheiterten die beiden am spannischen Gespann Yolanda Barba Galera und Celia Berzosa Rogriguez.

Nachdem die Spannerinnen Hebling/Lischka-Kurz mit 2:1 auf die Verliererseite transportiert hatten, kam für die Deutschen beim Spiel um den Einzug ins Finale auf der Verliererseite das entgültige Aus mit 0:2.

Vielleicht wäre mehr drin gewesen, aber Hebling/Lischka-Kurz zeigten sich nicht konsequent genug in der Entwicklung der richtigen Spielstrategie. Dennoch ein dritter Platz in Las Vegas verbunden mit einem Preisgeld von 400 Dollar kann sich allemal sehen lassen.

Las Vegas-PS: Die New York Times berichtet, dass es in Las Vegas die höchste Jugend-Selbstmordrate in den USA gibt.       


03. Frank Hoffmann und Timo Möckel Vierte

 „If you really love life you’re walking in the shadow of death all the time.“

So super-erfolgreich verlief die Doppel Cricket-Competition zwar nicht, aber auch hier verstanden es die deutschen Akteure, nachhaltige Präsenz zu dokumentieren.
 
Hinter den Siegern Scott Ferrian/Charlie Hillunka aus Golden Valley, Lane Helgeson/Steve Urly aus Hudson sowie Glenn Gage/Randy van Deursen (Peoria) schwenkten bereits Frank Hoffmann (Kempten) und Timo Möckel (Schongau) als Vierte die DSAB-Fahne.

Die späteren Sieger hatten die Süddeutschen mit 0:2 auf die Verliererseite geschickt, während das endgültige Aus mit 1:2 gegen Gage/van Deursen kam.

Mit 2:1 hatten sich Hoffmann/Möckel allerdings beim Spiel von 5 auf 4 gegen Orhan Berrak/Frank Schmedemann (Barmstedt/Ratekau) durchgesetzt. Davor hatten die beiden Mario und Andre Masurka aus dem hessischen Allendorf aus dem Rennen geworfen, die so Platz 7 belegten.

Als Dreizehnte bekamen Frank Mast/Stephan Wusch (Sandhausen/Mannheim) auch noch etwas vom großen Preisgeldkuchen ab.

Las Vegas-PS: Die New York Times berichtet, dass es in Las Vegas die höchste Jugend-Selbstmordrate in den USA vorherrscht.      


02. Marene Csepeli Zweite
 
“Nobody Comes to Las Vegas to be innocent!“

98 Grad Fahrenheit in Las Vegas. Damit rangiert Las Vegas derzeit mit Phoenix on the top der Rangliste der heißesten Städte in den USA. 98 Grad Fahrenheit? Das sind in Celsius zumindest fast 40 gefühlte Grad.

Atmosphärisch flirrende Hitze macht sich auch an den Dartboards breit. Gerade erst mit Verspätung mitten in der Nacht auf dem Las Vegas McCarran International Airport gelandet, stand Marene Csepeli aus Marl bereits um 08:00 Uhr morgens an den Darts-Geräten im Damen Masters-Einzel 501D.I./D.O.-Wettbewerb.

Langsam, aber sich tastete sie sich ins Finale vor. Die größten Hürden offenbarten sich bei ihr unbedingt in der durchaus vorhandenen Spielstärke der Konkurrenz, sondern vielmehr in den „formal- regularischen“ Tiefen des frei interpretierbaren US-Reglements.

Es half aber alles nicht, Csepeli machte ihren Weg ins Endspiel, nachdem sie schließlich beim Spiel ums Finale Kelly Metts aus Detroit mit 2:0 besiegt hatte.
Eine reelle Chance aufs Finale besaß bis dahin auch noch Tanja Hebling (Heppenheim), die beim Match von 5 auf 4 auf die Lokalmatadorin Stacy Dove aus Las Vegas traf, aber leider knapp 1:2 unterlag.

Da sich die Darts- Queen aus Las Vegas danach zudem gegen Metts durchsetzen konnte, hieß die zweite Finalistin Dove, die Csepeli im Laufe des Wettbewerbs zuvor auf die Verliererseite verfrachtet hatte. Ergo, die Zeichen standen gut für Csepeli.

Doch es kam alles ganz anders. Eine durchaus genervte, auch übermüdete Csepeli fand zu keiner Zeit ins Spiel und unterlag eindeutig.

„0:4!“, lauteten ihre ersten Worte, die ihre Enttäuschung ausdrückten. Aber Platz zwei ist nicht die schlechteste Empfehlung und 400 US-Dollar ein knackiges Trostpflaster.

Sabine Lischka-Kurz (Nidderau) belegte indes zusammen mit der Amerikanerin Dede Hunstad aus Idaho hinter den US-Girls Wendy Wermelskirchen und Mary Ferguson aus Illinois Rang sieben.

Las Vegas-PS: Die „New Republik“ berichtet, dass Eltern ihren zwölfjährigen Sprössling in der abgeriegelten Familienkutsche gelassen hatten, um ihrer Spiellaune die liebe lange Nacht ihren freien Lauf zu lassen. Dass sie ihre Aufsichtspflicht verletzt hätten, wollten die Eltern nicht gelten lassen, denn sie verteidigten sich tatsächlich damit, dass sie ihren Sohn zum Schutz einen geladenen Revolver in die Hand gedrückt hätten ... 
 

01. Frank Mast Fünfter

„If you gamble you are all right, if you don`t gamble you are in trouble.“

In der Herren Masters-Disziplin 501 D.I./D.I. lief zunächst für Frank „Franky Boy“ Mast aus Sandhausen alles nach Wunsch. Selbstsicher dominierte er seine Matche und stand so auf der Gewinnerrunde alsbald im Spiel von 5 auf 3, das ihm Steve Ulry aus Greenbay/Wisconcin als Gegner bescherte. Mast ging nicht nur 1:0 in Führung, sondern hatte auch einen Matchdart auf der Hand, der allerdings nicht sein Ziel fand - und dieser kleine Fauxpas kippte konsequent das gesamte Match zugunsten von Ulry.

Beim Spiel von 5 auf 4 auf der Verliererseite scheiterte Mast anschließend an Ron Carter aus Alabama mit 0:2.

Das Finale dominierte dagegen der italienischstämmige Jimmy Demore aus Tempe/Arizona mit 2:1 über Ulry. Die Siegertaktik von Demore typisch amerikanisch: „First I drink, then I shoot them!“ So einfach kann Darts sein!  

Las Vegas-PS: Als der schwarze Weltstar Sammy Davis Junior mit Frank Sinatra und Dean Martin Teil des Legendären „Rat Pack“ vor Jahren nach einem Showauftritt zur Abkühlung in den hoteleigenen Pool sprang, sah sich die Hotelleitung leider gezwungen, das gesamte Wasser abzulassen, ums es mit frischem wieder aufzufüllen ...