DLMM (Teil 7): Nachbetrachtungen rund um die Zahlen 10, 8, 7, 6, 5, 4 und 3

Es sind Deutsche Liga Mannschafts-Meisterschaaften auf sehr hohem Niveau gewesen. Sportlich wie organisatorisch, logistisch wie harmonisch. Das manigfaltige Geschehen an den 188 Löwen Dartsgeräten vom 2. bis 4. Juli auf dem Autohof Strohofer läßt sich dennoch zwischen zwei herausragenden Hauptdarstellern einbetten, ohne die überaus zahlreichen Momente zu übersehen, die die DLMM 2010 in imposanter Weise über drei volle Tage Darts geboten hat.

Die beiden sportlichen Eckdaten besonderer Güte haben in diesem Jahr die Dart Haie – „Das Original“ (Schöneck) und die Bull Eye Fighters gesetzt. 
Für die Damen aus Ahlen ist es nunmehr der vierte Titel.



Die Bulls haben so zwei neue Bestmarken in der ewigen Bestenliste der DLMM gesetzt. Haben sie sich im letzten Jahr mit drei Titeln mit Tupperparty (Wiedenbrück) noch auf gleicher Augenhöhe befunden, so liegen sie nun mit vier Siegen allein an der Spitze der besten DLMM-Mannschaften. Zudem haben sie alle vier Titel in Folge gewonnen – das hat natürlich auch noch kein anderes Damen-Team geschafft.


Dominique Koch, die absolute Königin der DLMM


Eine ganz außergewöhnliche Ehre kommt noch dem Team-Captain der Bulls, Dominique Koch, zu, denn sie hat mit dem Sieg 2010 jetzt insgesamt achtmal on top des DLMM-Podiums gestanden. So oft wie keine andere, so oft wie kein anderer. 

Auf fünf Siege hat sich Marene Westermann gesteigert, die hinter Dominique Koch die Nummer zwei der Frauen verkörpert. Anschließend folgen mit vier siegreichen DLMM-Erfolgen Sabine Bilderl und Sabrina Spörle.


Kurz - Holger Kurz: Holger 007 Kurz

Dem 7er Club, dem Dominique Koch bis dato zusammen mit Frank Mast und Marcus Schulte angehört hat, hat sich nunmehr Holger Kurz angeschlossen. Sie alle sind manifestierter Teil des gröten Darts-Events Deutschland und haben seinen Charakter individuell mitgeprägt.    


Neben Harry Barth, Manfred Bilderl, Steffen Drescher, Stephan Wusch bringen es nun auch Thomas Ehlers und Armin Gast auf außergewöhnliche sechs Titelgewinne.




Bei den Namen Armin Gast, Thomas Ehlers und insbesondere Holger Kurz befinden wir uns auch schon mitten im Dart Hai(e)fischbecken. Die Dart Haie können mit ihrem diesjährigen Sieg eine volle Dekade an Podiumsplätzen vorweisen, damit mehr als jedes andere Team in der nunmehr 21jährigen Geschichte der DLMM. Explizit zeichnen sie sich mit sechs Titeln, zwei Vizemeisterschaften sowie zwei dritten Rängen aus.

In der ewigen Bestenliste der erfolgreichsten Teams nehmen sie weiterhin Platz zwei ein, auf dem ersten Platz mit acht Meisterschaften rangiert nach wie vor Mac Leods.




Die DLMM 2010 verliefen eingebunden in Fußball-WM und 38 Grad im Schatten, überall sonst wärmer, wenn nicht heißer, in sehr geordneten Bahnen, das System DLMM hat sich bestens eingefahren, die Turnierleitung unter dem Management von Stefan Reichert zieht unauffällig die Fäden und alle anderen widmen sich ihrem Vergnügen, von ganz wenigen, zum Teil auch nicht erstzunehmenden Ausnahmen, einmal abgesehen. 


Die Bühne, allein den Finalspielen sowie den Matches um das Endspiel vorbehalten, hat Kultstatus entwickelt und allein darauf zu spielen, ist eine Auszeichnung, die sich jeder verdient hat, denn zu den besten drei Teams der DLMM zu zählen, ist angesichts von knapp 600 Mannschaften allemal ein Zeugnis mit besonderem Prädikat.



Da lässt die Motivation auch nicht in der Nacht von Sonntag auf Montag nach und den beiden Mannschaften Evolution of Darts sowie dem Team Niederlausitz gebührt besonderer Respekt, was ihre Leistungen in allen Bereichen angeht, unabhängig von der gebotenen Dramatik auf sportlich höchstem Niveau. 


Das Zugpferd Las Vegas hat an Attraktivität nichts eingebüßt – alle wollen in die Alive-Metropole zum Worldcup, da hat sich zwischen 1991 und 2010 nichts geändert. Der DSAB macht’s möglich. Auch 2011 wieder.