DLMM (Teil 6): Evolution of Darts – The Survival of The Fittest

Die Finalrunde in der A-Liga versammelte die besten 32 Mannschaften der zwei Vorrunden. Das Rennen um diesen Titel wurde als letztes der sechs Wettbewerbe der DLMM 2010 gestartet. Wie üblich schloss diese Disziplin diesen Event abermals ab – wie fast immer erst nach Mitternacht. Trotzdem wurde großes Darts geboten, von Spannung und Freude pur einmal ganz abgesehen - insbesondere nach der Geisterstunde!

Feilewerfer (Roßdorf) schickten The next Generation (Oelsnitz) zurück in die Vergangenheit, Street Darter (Ingolstadt) steuerten das Team Westpfalz (Sienhachenbach) in die Sackgasse. Sunny Boys (Lübeck) erlebten sonnige Momente gegen Stilbruch Weinheim. Old Fire 1 (Leipzig) sah gegen Beisenschänke (Essen) alt aus. Team Saarland (Saarwellingen) verschluckte sich an Cappuccino Snakes (Strücklingen). Space Darter (Haar) bewältigten das Team Hill (Kriftel). Silberpfeil (Herrenberg) verblasste an Mulack Fighter III (Berlin). Team Niederlausitz (Berlin) stutzte Flying Arrows (Maxdorf) die Flügel. Play Zone (Annaberg-Buchholz) musste Slaughterhouse (Wöllstein) weichen. Evolution of Darts (Chemnitz) machte nach den Prinzip Survival of the Fittest mit Pitcher (Marbach) kurzen Prozess. Bingo für Bingo aus Schwenningen gegen Moosjäger (Freising). Unfassbar (Neunkirchen) unterlag Magic Arrow Weißwasser. New Generation of Darts (Limeshain) brachte sich gegen Rems Darter (Backnang) durch. Die Gestörten (Freising) ließen sich nicht von Fire and Go (Kirchdorf) stören. Pointers Bautzen vermochten nicht gegen Moosach 1862 ausreichend zu punkten. Joker Ulm eiste Fire and Ice (Lübeck) ein.


DLMM 2010


Von 17 auf 9 siegten die Feilewerfer mit 4:2 (14:10) gegen Street Darter. Sunny Boys weiterhin auf der Sonnenseite: 4:2 (12:9) gegen Beisenschänke. Cappuccino Snakes schlängelten sich mit 4:3 (12:11) gegen Space Darter weiter. Das Team Niederlausitz weiter im Hoch gegen Mulack Fighter 4:2 (13:7). Slaughterhouse musste sich mit 2:3 (8:13) Evolution of Darts geschlagen geben. Nochmals Bingo für Bingo: 4:0 (12:5) gegen Magic Arrows Weißwasser. Die Gestörten ließen New Generation of Darts mit 4:0 (12:6) keine Zukunft. Joker Ulm im sportlichen Glück mit 4:2 (16:10) gegen Pointers Bautzen.


Sunny Boys behielten auch gegen die Feilewerfer beim Spiel von 9 auf 5 einen Platz an der Sonne, das sie 4:2 (13:14) für sich entschieden. Cappuccino Snakes knickten gegen Team Niederlausitz mit 2:4 (9:14) ein. Evolution of Darts stoppte Bingo mit 4:3 (13:10). Joker Ulm zeigte sich gegen Die Gestörten mit 4:1 (13:06) erfolgreich.


Von 5 auf 3 siegte Niederlausitz mit 4:2 (13:9) gegen Sunny Boys. Evolution of Darts kappte Joker Ulm mit einem sauberen 4:0 (12:6).


Bingo tat sich als drittbestes Team hervor


Ums Finale spielten so Niederlausitz gegen Evolution of Darts. Auch wenn Evolution of Darts einen weiteren Sieg verbuchen konnte, für den Thomas Hansi Jungi Junghans, Jan Schmuck/Thomas Junghans, Rainhart/Kersten Müller sowie Kersten Müller punktuell ihren Beitrag zum 4:2 (15:12) geleistet hatten, zollte Thomas Junghans den Gegnern großen Respekt: „Die können wirklich geradeaus werfen. Es ist noch gar nichts entschieden!“


Zumal sich das Team Niederlausitz zunächst bei seiner zweiten Chance aufs Finale gegen Bingo bewähren musste, das beim Spiel von 4 auf 3 Cappuccino Snakes mit 4:2 (9:5) besiegt hatte. 
Beide Bühnen-Teams schenkten sich nichts. Nach 2:0 sowie 3:1 Führung für Niederlausitz vermochte Bingo doch noch auszugleichen, sodass das Teamgame über die Finalteilnahme entscheiden musste - und hier hatten die Niederlausitzer die Nase vorn und gewannen schließlich 4:3 (8:6).


Cappuccino Snakes freuen sich über Rang vier

Auch wenn es zum Finale nicht gereich hatte, zeigte sich Bingo keineswegs enttäuscht. „Passt schon!“, waren sich die sympathischen Bingos einig.
 
Um 23:00 Uhr musste sich Evolution of Darts ein zweites Mal mit dem Team Niederlausitz auseinandersetzen – und die Weissagungen von Thomas Junghans bestätigten sich. Nach 1:1 und 2:2 gewannen zum Abschluss die beiden Niederlausitzer Maik Houtacel und Daniel Baumert ihre beiden Einzel klar und deutlich jeweils 3:0.

Um 00:15 Uhr kam es zur Neu-Neuauflage der Partie zwischen Evolution of Darts und dem Team Niederlausitz mit absoluter Deadline. Zunächst einmal ein paar einschneidende evolutionäre Veränderungen im Chemnitzer Team. Leitwolf Thomas Junghans wurde von den Bedingungen der konditionierten Parallelwelt gestellt, Arbeitsbeginn 7:30 Uhr – Arbeitsweg bis in die Schweiz. Abfahrt! (Zugegeben liegt er einfach gerne unter einem Käfer ...). Dafür kam Steffen „Domschke“ Fliegner ins Team. Und los ging es.


Vizemeister: Team Niederlausitz

Jan Schmuck besiegte Thomas Grätz 3:1, dafür musste sich Steffen Fliegner 1:3 Steffen Leibnitz geschlagen geben. Damit 1:1 Zwischenstand. Jan Schmuck/Sebastian Reinhart bewiesen ihre Klasse im Doppel 3:1 und Kersten Müller/Domschke bogen einen 0:2 Rückstand noch in einen 3:2 Erfolg um – zwei Checks von „Domschke“. Damit 3:1 Zwischenstand für Evolution of Darts. 


Anschließend die beiden Einzel, die jetzt bereits eine Entscheidung pro Evolution of Darts bringen konnten. Auf der einen Seite müllerte es nicht mehr wirklich und so verkürzte Maik Höntschel mit einem klaren 3:0 auf 3:2. Aber kaum war der Sieg eingefahren, gelang Sebastian Reinhart auf der anderen Seite ein sehenswertes 3:0 über Daniel Baumert.


Augenblicke eines großen Sieges

Evolution of Darts als zweimaliger Runner-up in der Geschichte der DLMM nun erstmalig on top, in Las Vegas.


Sieg, Titel, Las Vegas, Worldcup: Evolution of Darts 2010

Überschwängliche Glücksmomente auf Seiten der Sieger. (Thomas Junghans zwischenzeitlich völlig in Vergessenheit geraten.) Dafür Jan Schmuck beim Table Dance. (Einfach Schmuck!) Sebastian Reinhart betonte immer wieder den genialen Schachzug, ihn einzuwechseln.


"Wo bitte geht's nun lang nach Las Vegas, Herr Müller!" - "Nur da lang über Chemnitz!", währenddessen Jan Schmuck beim Table Dance, was er sonst nur professionell jeden Mittwoch in der "Großen blauen Banane" macht

Kersten Müller zeigte in alle Richtungen und meinte dort liegt Las Vegas. Jan Schmuck bot BM sogar das „Sie“ an. Trotz aller Glückseligkeit der Sieger darf die imponierende Performance der Niederlausitzer nicht unterschlagen werden, die von bestem Darts bis hin zu größter Fairness, von der Freunde über die eigene Leistung bis hin zum anerkennenden Respekt vor den Siegern reichte. Ein schönes Ende der DLMM 2010.


Siegerehrung nach dem letzen Spiel der DLMM 2010: Team Niederlausitz und Evolution of Darts




DLMM 2010
A-Liga

1. Evolution of Darts

Chemnitz

Kersten Müller

 

Jan Schmuck

 

Thomas Junghans

 

Steffen Fliegner

 

Rocco Tittel

 

Sebastian Reinhart

 

 

2. Team Niederlausitz 2

Ruhland

Steffen Leibnitz

 

Thomas Grätz

 

Gordon Jahn

 

Mario Klausch

 

Maik Höntschel

 

Daniel Bannert

 

 

3. Bingo

Schwenningen

Frank Kulka

 

Andreas Gemlin

 

Nenad Bogdanovic

 

Marco Schuy

 

Joachim Tompert

 

Vlado Iloski

 

 

4. Cappuccino Snakes

Strücklingen

Stefan Stoyke

 

Michael Kühnemund

 

Christian Wenke

 

Benjamin Frei

 

Daniel Schiritz

 

Andree Ukena