Turnierberichte
Alexander Köhler und Manfred Bilderl mit Hattrick
Die 23. Bavaria Open am 20./21. Februar auf dem Autohof Strohofer in Geiselwind boten sehenswerte Darts-Action mit vielen Highlights. Nicht nur die 16 Wettbewerbe präsentierten sich spannungsgeladen und dynamisch, sondern allerorts wurden rund um die Uhr an den 50 Löwen-Darts viele sportliche Höhepunkte geboten, die von hohem spielerischen Niveau zeugten. Die Stimmung war prächtig, die Turnierorganisation verlief reibungslos - Automaten-Mayer als Ausrichter hatte einmal mehr hervorragende Rahmenbedingungen geschafften. So macht Darts Spaß!
Die erste sportliche Herausforderung in Richtung Bavaria Open auf dem Autohof Strohofer in Geiselwind am ersten Turniertag waren die unzähligen Holländer auf der A3, die leider nicht fliegen, sondern fahren – vorzugsweise mit Wohnkabine. 60er Schnitt via Geiselwind, dafür eis- und schneefrei! Man kann nicht alles nicht haben! So sah es am ersten Tag aus.

Darts bei den Bavaria Open 2010 präzise und auffällig gut
Am Sonntag dagegen weniger Holländer, dafür dicke Schneeflocken im Großraum Frankfurt. Während der schlappe Frank Schuh aus dem Süden kommend (Frank Schuh kommt immer aus dem Süden) augentechnisch gegen die kristallklaren Sonnenstrahlen anzukämpfen hatte, sah Holger Kurz vor lauter Schnee sein Auto nicht mehr ... Frank Schuh beim Brunch in Geiselwind, Holger Kurz dagegen Frühstück im Bett!

Sehr hohes Niveau auf extrem breiter Basis
Das Offene Doppel 301 M.O. – versehen mit den Prädikat „Deluxe“, mit dem die 23. Auflage der Bavaria Open in diesem Jahr gestartet worden ist, schwemmte 182 Akteure auf den Autohof Strohofer. 150 im Offenen-Einzel 501 D.O. waren zudem eine nicht zu übersehende Hausnummer. 126 im DSAB Herren-Doppel A und höher ebenfalls sehenswert, dafür lediglich 30 in der unteren Klasse. 104 TeilnehmerInnen wurden im Offenen-Einzel und nochmals 130 im Offenen Doppel - beide Disziplinen in der 301 M.O.-Variante - registriert. Bei den Damen wurden in drei Wettbewerben 110 Teilnahmen gezählt. Plus 7 beim Jugendcup macht summa summarum 839. Wir reden hier vom ersten Tag!

Sehr konzentriertes Darts auf dem Autohof Strohofer in diesem Jahr
Beim ersten Spiel ums Finale am ersten Turniertag im Damen-Einzel 301 M.O. setzte sich Martina Felber (Geislingen) mit 2:1 gegen Sarah Kossack aus Geldersheim durch. „An die 1:0 Führung hätte ich beinahe nicht mehr geglaubt!“, kommentierte Martina Felber nach dem Spiel.
Mit elf Darts auf der Hand glich Sarah Kossack mit effektiven 24 Pfeilen aus. In Runde sechs im letzten Leg standen beide Spielerinnen auf Check, aber es war Martina Felber, die mit Pfeil Nummer 17 den Sieg einfuhr und sich damit ins Finale katapultierte.
Die Besten im Damen-Solo: Sarah Kossack, Martina Felber und Carmen Arenth
Mit 2:0 über Carmen Arenth (Pirmasens) hielt sich Sarah Kossack anschließend beim zweiten Versuch, das Finale zu erreichen, schadlos.
Auch wenn Sarah Kossack im Endspiel nach 0:1 Rückstand drei Darts auf D17 zum Spielausgleich auf der Hand besaß, sorgte schließlich Martina Felber mit dem sechzehnten Pfeil zum 2:0 für einen kurzen und bündigen Sieg.
Sabine Bilderl (Ahlen) und die Nürnbergerin Sekija Luber kehrten im DSAB Damen-Doppel 301 M.O. im Finale die Vorzeichen gegen Isabella Kohlhepp (Oberleichtersbach) und Tamara Paetzold (Burkardroth) nochmals um. Mit 2:0 sorgten die Erstgenannten für den Setausgleich – Sabine Bilderl hatte zweimal gecheckt, die auch im zweiten Set für den 1:0 Vorsprung verantwortlich zeichnete, während Sekija Luber den glorreichen Schlusspunkt zum 2:0 Turniersieg setzte. Heike Bähnck (Ketsch) und Sonja Kadel (Heppenheim) belegten Rang drei.
Siegerehrung im DSAB Damen-Doppel
Im Offenen Damen-Doppel 301 M.O. ergab sich eine ganz andere Reihenfolge in der Spitze. Beim ersten Spiel ums Finale besiegten Heike Bähnck (Ketsch) und Sonja Kadel (Heppenheim) das Fürther Duo Sylvia Schubert und Michaela Bock mit 2:0. Mit dem gleichen Ergebnis mussten sich Sylvia Schubert/Michaela Bock sodann beim zweiten Match ums Finale Edith Voltz (Sulzbach) und der Homburgerin Stephanie Reischmann-Blas geschlagen geben. 
Die drei besten Damen-Doppel plus Fanclub
So eindeutig sich diese beiden Ergebnisse präsentierten, so komplexer gestaltete sich das Endspiel. Nachdem Heike Bähnck das 1:0 vorgelegt hatte, sorgte Stephanie Reischmann-Blas postwendend mit fünfzehn Darts für den Ausgleich.
Sonja Kadel und Heike Bähnck machten das Rennen
Edith Voltz war es schließlich vorbehalten, das 2:1 zum Setausgleich zu erzielen.
Mit sechzehn Darts löste Sonja Kadel im Entscheidungsset das 1:0 ein, und nach viel hin und her ließ ihre Partnerin Heike Bähnck das 2:0 zum Turniergewinn folgen.
Im DSAB Doppel C+B-Doppel 301 gaben Christian Beck und Magic Futerski, beide aus Nüdlingen, von der Verliererseite ins Finale kommend gleich richtig Gas und markierten nicht nur das 1:0, sondern hatten auch den Setausgleich auf der Hand, allerdings verfehlte Christian Beck zuerst ein 117er Finish und in der nächsten Runde traf er leider Double Bull statt Single Bull zum 2:0.

Die Zweit- und Drittplatzierten - einmal mit einem Sieger
Manuel Kremmhöller (Hallbergmoos) an der Seite von Christian Schäffer (Hausham) fixierte daraufhin prompt den Einstand und stand mit vierzehn Darts zum Matchgewinn sodann im strahlenden Rampenlicht.
Der dritte Rang ging an Alex Weilmann (Feldmühle) und den Ingolstädter Achim Reimann. 
Das Sieger-Duo: Christian Schäffer und Manuel Kremmhöller
Mit dem letzten Sieg als Rückenwind segelte der achte Pfeil von Robert Bald im Endspiel des Offenen-Doppel 301 M.O. Deluxe-Wettbewerbs zum 1:0 ins Ziel. Auch wenn im folgenden Leg auf der anderen Seite Manfred Bilderl (Ahlen) zehn Darts auf der Hand hatte, spielte er in diesem Durchgang busted, was Robert Bald mit einem 53er Finish mit elf Darts zum 2:0 Setausgleich nutzte, nachdem sein Partner Sascha Ruloffs zuvor bereits drei Setdarts daneben gesetzt hatte.
Robert Bald und Sascha Ruloffs gemeinsam dreimal als Runners-up
Im Entscheidungsset gelang Sascha Ruloffs, nachdem er ein 115er Finish verfehlt hatte, die 1:0 Führung in Runde fünf. Ins zweite Leg startete Sascha Ruloffs mit 180, sein Partner ließ 140 folgen, dennoch markierte Alexander Köhler (Würzburg) mit zwölf Darts das 1:1, der einmal mehr in einem Doppel plötzlich wie Phönix aus der Asche aufstieg und zustieß. Im dritten Leg glänzte Manfred Bilderl mit einem 97er Finish und zwölf Darts zum Matchgewinn.
Im DSAB Herren-Doppel 501 D.O. A und höher begegneten sich beim Spiel ums Finale auf der Gewinnerseite Herbert Biendl (Tribach) und Andy Heigl (Parkstetten) sowie Sascha Ruloffs (Schweinfurt) und Robert Bald aus Zell - allerdings genaugenommen erst am Sonntagmorgen. Müde, matt gelang Robert Bald mit 21 Darts das 1:0, während Herbert Biendl das Match mit 24 Pfeilen egalisierte. Im dritten Leg dynamisierte Robert Bald das Match, als er in Runde fünf 140 für Rest 16 erzielte. In einem Art Halbwertverfahren reduzierte Robert Bald anschießend seinen Rest und war schließlich mit Pfeil Nummer 19 erfolgreich.
Andreas Heigl
Beim Spiel von 4 auf 3 gewannen der Würzburger Alexander Köhler und Manfred Bilderl (Ahlen) gegen „Nix zu verlieren“, alias Martin Dressel (Marktrodach) und Rene Herold (Weismain), mit 2:0, als Alexander Köhler nach 133 mit 103 finishte. Anschließend besiegten Alexander Köhler/Manfred Bilderl das Duo Herbert Biendl/Andy Heigl mit dem gleichen Ergebnis.
Das Endspiel selbst charakterisiert sich am besten mit dem Attribut „Kampf“. Aus 20 und 18 Darts von Manfred Bilderl resultierte der Setausgleich - Sascha Ruloffs hatte zwischenzeitlich mit 20 Darts die Begegnung egalisieren können.
Im erste Leg des zweiten Sets hatte sowohl Sascha Ruloffs als auch Robert Bald je drei Pfeile, um in Führung zu gehen, da sie diese Möglichkeiten jedoch nicht zu nutzen verstanden, kam es wie fast immer in solchen Situationen: Alexander Köhler sorgte mit 22 Dart für das 1:0 und Manfred Bilderl mit 16 Darts nach 180 und einem verpassten 123er Finish für den 2:0 Sieg.
„Sehr gut gespielt!“, kommentierte Dragutin Horvat (Kassel) nach dem ersten Spiel ums Finale im 150-Mann starken Offenen-Einzel 501 D.O. das spielerische Geschehen. Kein Eigenlob, sondern Annerkennung für Jens Bochmann (Oelsnitz), der sich in einem wahren spielerischen Hoch befand.
„Aber ich komme wieder!“, zeigte sich Dragutin Horvat kämpferisch vor seinem zweiten Versuch, ins Finale zu gelangen, und zwar gegen Alfonso Sapia (Ottersweier). Das Unterfangen ging aber gründlich in die Hosen, denn Alfonso Sapia dominierte mit 2:0. „Er war einfach besser!“, geizte der Kasselaner abermals nicht mit Anerkennung.

Dragutin Horvat bei und nach erfolgreicher "Arbeit"
So bärenstark sich Alfonso Sapia zuvor über all die Spiele präsentiert hatte, so wenig hatte er gegen Jens Bochmann im Endspiel zu bestellen. Mit einem 72er Finish und 17 Darts markierte Jens Bochmann das 1:0. Im zweiten Leg scorte erst Alfonso Sapia 92 für Rest 32 und auf der anderen Seite sodann Jens Bochmann 135 für den gleichen Rest. Während allerdings Alfonso Sapias drei Darts zum Ausgleich daneben gingen, fand gleich der erste Matchdarts von Jens Bochmann auf D16 sein Ziel.
„Glitzerboy“ kam (spät), sah (sich schon als Verlierer) und siegte (doch noch). Die Chance auf ein weiteres wahres Meisterstück bahnte sich für Alfonso Sapia (Ottersweier) auf Irr- und Umwegen im Offenen-Einzel 301 M.O. an. Beim Spiel ums Finale auf der Gewinnerseite hatte er zwar das Ausbullen gegen Peter Schnupfhagen, dem Wellness Peter aus Vohenstrauß, verloren und sogleich 0:1 in Rückstand geraten – Peter Schnupfhagen hatte elf Darts aufgetischt - aber Alfonso Sapia weiterhin guter Dinge. Mit fünfzehn Darts und einem 66er Finish sorgte „Glitzerboy“ für den Ausgleich und nachdem sein Kontrahent drei Matchdarts danebengesetzt hatte, war Alfonso Sapia nach 133 für Rest 16 mit seinem elften Pfeil zur Stelle und damit im Endspiel. 
Alfonso Sapia hatte in Geiselwind alles fest im Griff - nur ein Sieg
wollte nicht glücken, dafür aber dreimal Zweiter
Im Finale traf Alfonso Glitzerboy Sapia auf Alexander Köhler, der Alfonso Sapia, nachdem dieser ein 136er Finish verpasst hatte, mit zwölf Darts das erste Leg abnahm - mit einem 140er Finish im nächsten Durchgang sogar auch noch das erste Set.
Alexander Köhler mit drei Siegen am ersten Tag
Mit dem vierten Pfeil auf D14 brachte sich Alexander Köhler anschließend im zweiten Set in Front, spielte 100 für Rest 20 im zweiten Leg, aber dieses Mal konnte ihn Alfonso Sapia mit einem 96er Finish abfangen. Nach 133 zum Auftakt besaß Alfonso Sapia neun Darts zum Matchgewinn auf der Hand, vermochte jedoch nicht, dreizehn Matchdarts ins Ziel zu bringen, sodass Alexander Köhler mit seinem siebten Matchdarts zur Stelle war und sich zum Sieger krönte.
Matthias Ketterer und Alfonso Sapia bei den Bavaria Open erfolgreich
Den letzten Wettbewerb vom Samstag, das Herren-Doppel 301 M.O., waren Manfred Köhler (Würzburg) und Manfred Bilderl (Ahlen) in der Lage, auch noch für sich zu entscheiden. Damit gelang ihnen ein besonderer Hattrick, drei gewonnenen Wettbewerbe an einem Tag und das in Co-Produktion. 
Manfred Bilderl mit drei Siegen
Die finale Konkurrenz, Alfonso Sapia (Ottersweier) und Matthias Ketterer (Raststatt), wollte zudem selbst unbedingt siegen, jedoch mit vierzehn Darts holte Manfred Bilderl das 1:0 ein und mit einem 54er Finish in Runde fünf im zweiten Leg das 2:0. Unspektakulär, aber äußerst erfolgreich.
Der dritte Rang ging an die hervorragend eingestellten Dragutin Horvat (Kassel) und Jan Hantke aus Calden. 
Jan Hantke und Dragutin Horvat zählten zu den besten Doppel
Die erfolgreichsten SpielerInnen | |||
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| 1. | 2. | 3. |
| Alexander Köhler | 3 |
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| Manfred Bilderl | 2 |
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| Heike Bähnck | 1 |
| 1 |
| Sonja Kadel | 1 |
| 1 |
| Sabine Bilderl | 1 |
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| Martina Felber | 1 |
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| Jens Bochmann | 1 |
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| Andi Jans | 1 |
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| Manuel Kremhöller | 1 |
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| Sekija Luber | 1 |
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| Christian Schäffer | 1 |
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| Robert Bald |
| 2 |
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| Sascha Ruloffs |
| 2 |
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| Alfonso Sapia |
| 2 |
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| Isabella Kohlhepp |
| 1 |
|
| Sarah Kossack |
| 1 |
|
| Stephanie Reischmann-Blas |
| 1 |
|
| Tamara Pätzold |
| 1 |
|
| Edith Voltz |
| 1 |
|
| Christian Beck |
| 1 |
|
| Magic Futerski |
| 1 |
|
| Oliver Kuhn |
| 1 |
|
| Peter Schnupfhagen |
|
| 2 |
| Carmen Arenth |
|
| 1 |
| Michaela Bock |
|
| 1 |
| Herbert Biendl |
|
| 1 |
| Andreas Heigl |
|
| 1 |
| Dragutin Horvat |
|
| 1 |
| Marco Privitera |
|
| 1 |
| Achim Reimann |
|
| 1 |
| Sylvia Schubert |
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| 1 |
| Rafael Skurzynski |
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| 1 |
| Alex Wellemann |
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| 1 |
Der zweite Teil der Bavaria Open mit den Sonntagsdisziplinen folgt morgen!










