Worldcup Pool - Part 2: Gamblers gewinnen die heißersehnte Trophy

Seit Ewigkeiten (15 Jahre!) sind die Gamblers aus Schweinfurt mit dabei. Beim Worldcup im Poolbillard in Las Vegas, im Riviera-Hotel am weltberühmten Strip. Bis auf Platz fünf konnten die Gamblers bereits vordringen - und der bedeutet in Las Vegas, dass man knapp an der Siegerehrung und dem Gewinn einer der begehrten Trophys gescheitert ist, denn diese Auszeichnung bleibt nur den besten vier Teams vorbehalten! Dieses Jahr breakten die Gamblers erneut zur Jagd auf das Objekt der Begierde.

Den Erfolgsweg im überaus dichten Getümmel an den Poolbillardtischen im Riviera Hotel in Las Vegas anlässlich des Worldcups der VNEA (Valley National Eightball Association) muss sich jedes Team erst einmal bahnen und trotz zwischenzeitlicher Erfolge kann er sich schnell im Inneren dieses sagenhaften Poolbillard-Dschungels wieder verlieren – so als wäre man gar nicht da gewesen.

Dies gilt weniger für die Gamblers aus Schweinfurt, dem deutschen Number One-Team im Poolbillard, das bereits in der Vergangenheit des Worldcups seine Präsens durch außerordentlich gute Leistungen unterstrichen hat, denn sowohl 2008 als auch bereits 2007 hatten die Gamblers als Fünfte zu gefallen gewusst, allerdings immer mit dem „Markel“, es wäre mehr drin gewesen und dieses Mehr, dieses numerische etwas Mehr, zwischen dem jedoch spielerische Welten liegen, würde bereits ein Podiumsplatz bedeuten.


Die Outsiders und Gamblers bei der offiziellen Präsentation
anläßlich der Eröffnungsfeier beim 29. Wolrdcup in Las Vegas 

In diesem Jahr wollten es die Gamblers beim 29. Worldcup vom 21. bis 30 Mai abermals wissen - bereits zum fünfzehnten Male - und endlich eine verdammte Trophy im Team-Wettbewerb 8-Ball mit nach Hause nehmen, die es für die ersten vier Plätze in Las Vegas gibt.

In der ersten Runde hieß der Gegner Spanien, und die Gamblers Antonio Benvenuto, Thorsten Endres, Frank Lauerbach, Thomas Meister sowie Peter Weippert ließen sich nicht in die Enge treiben und behielten mit 160:105 im zwanzigsten Spiel (nach 38:28; 79:52; 123:80) souverän die Oberhand. Die verbliebenen notwendigen Kugeln zum Sieg versenkte Thorsten Endres in seinem fünften Spiel, während sich Antonio Benvenuto als erfolgreichster Akteur hervortat, der vier von vier Partien gewinnen konnte.


Daniel Erdmann, Peter Weippert, Gerhard Werner, Dieter Kopic, Frank Lauerbach, Thorsten Endres, Thomas Meister (fahneschwenkend)
sowie Antonio Benvenuto (sonnbrilletragend): Navi auf Trohy eingestellt!
     

Danach mussten sich die Gamblers mit den „Psycho Destroyers“ aus Alaska vergleichen. Wieder nahmen Thorsten Endres, Peter Weippert, Antonio Benvenuto, Frank Lauerbach sowie Thomas Meister die Queues in die Hand, um die Sache zu regeln. Nach den Rundenzwischenständen von 40:30; 81:53 und 131:64, wobei in dieser überragenden Runde die Gamblers nicht nur alle fünf Partien für sich entscheiden konnten, sondern auch nur elf Zähler des Gegners zuließen, zeigten sich die Gamblers schließlich mit 146:84 noch überlegener als bei ihrer Auftaktbegegnung.

Die letzen Punkte zum Matchgewinn steuerten Peter Weippert und Antonio Benvenuto im Parallelschwung in ihrer jeweils vierten Partie bei, die sich mit jeweils drei gewonnenen Spielen auch als erfolgreichste Spieler auszeichneten, allerdings lag der große Vorteil der Gamblers gegenüber den „Psycho Destroyers“ in der geschlossenen Mannschaftsleistung.

Als nächsten standen die „Mixed Nuts“ an. Ein guter Gegner - die größeren Nüsse hatten jedoch Thorsten Endres, Daniel Erdmann, Peter Weippert, Antonio Bevenuto sowie Gerhard Werner. Nach 34:36 Rückstand scherten die Gamblers auf die Überholspur aus, gingen mit 74:56 in Führung und bauten diese auf 114:89 sowie anschließend auf 154:120 aus. Mit einer An-Aus Partie machte Thorsten Endres in der zweiundzwanzigsten Partie alles klar: 170:131!


Antonio Benvenuto lieferte in Las Vegas eine Galavorstellung ab ...


... eine nach der anderen
     

Mit je drei gewonnenen Spielen hatten Antonio Benvenuto, Thorsten Endres, Daniel Erdmann sowie Gerhard Werner gleichmäßig großen Anteil am Sieg.

Gegen „Who´s your Monkey“ wollte es allerdings nicht so richtig klappen. Die Gamblers beendeten die erste Runde in der Besetzung Thomas Meister, Thorsten Endres, Peter Weippert, Antonio Benvenuto und Frank Lauerbach zwar mit einem knappen Drei-Punkte-Vorsprung (37:34), der sich nach der zweiten Runde allerdings in sein Gegenteil verkehrte – man lag nun drei Punkte zurück (64:67) - den die „Who´s your Monkey“ zunächst auf 105:91 sowie anschließend auf 134:128 langsam, aber sich ausdehnten. In der vierten Runde hatte zwischenzeitlich Daniel Erdmann den Platz von Thomas Meister eingenommen.

Auch wenn die Gamblers in der letzten Runde den Vorsprung noch etwas verringern konnten, entschied das Team „Who´s your Monkey“ die Begegnung mit 159:143 in der dreiundzwanzigsten Partie zu seinen Gunsten, auch aufgrund zweier Glücksmomente an den Tischen, die aber die Freude über den hart erkämpften Sieg nicht schmälern konnte. Einmal mehr schlüpfte Antonio Benvenuto mit drei gewonnenen Spielen in die Rolle des stärksten Gamblers.

Gegen die „Outkasts“ wollten es Thorsten Endres, Peter Weippert, Antonio Benvenuto, Frank Lauerbach sowie Daniel Erdmann richten. Der Auftakt mit 50:20 fiel vielversprechend aus, die zweite Runde ging mit 24:41 allerdings in die Binsen. Mit 40:27 zeigte man sich in der dritten Runde wieder erstarkt, und auch in der vierten Runde präsentierten sich die Gamblers dank eines 32:25 mit leichten Vorteilen.

In der fünften und letzen Runde rückten die Outkasts den Gamblers aufgrund eines 31:22 noch etwas auf die Pelle, aber am Gesamtsieg der Gamblers von 168:144 vermochten die Outkasts nicht mehr zu rütteln.

Trotz des insgesamt knappen Ausgangs war der Sieg letztendlich verdient, bei dem Antonio Benvenuto mit vier siegreichen Partien ein weiteres Mal als bester Player hervorging – und die Gamblers hatten wie in den beiden Jahren zuvor Platz fünf sicher und befanden sich in Schlagweite eines greiffbar nahen Trophyplatzes.                      

Ehe sich die Gamblers aber richtig versahen, lagen sie in der sportlichen Auseinandersetzung mit „Slims Old School“ mit 28:40 hinten. Doch mit einer kämpferischen Glanzleistung drehte man den Spieß bereits in der zweiten Runde um und eroberte sich mit 75:61 erstmalig die Führung. Aus diesem Zwischenergebnis entwickelte sich in der Folge die 107:89 sowie die 150:122 Führung, um schlussendlich mit 161:126 die Begegnung zu gewinnen, wobei Peter Weippert die letzten erfolgreichen Aktionen vorbehalten waren. Als bester Akteur mit vier von fünf gewonnenen Spielen bewährte sich dagegen Thorsten Endres. Mit den beiden bereits Genannten waren noch Daniel Erdmann, Antonio Benvenuto und Frank Lauerbach mit von der Partie.

Es war aber weit mehr als ein gewonnenes Match, denn damit hatten sich die Gamblers im Vergleich zum Vorjahr nicht nur um eine Position verbessert, sondern als Vierte war ihnen erstmalig in ihrer langjährigen Las Vegas-Geschichte ein Pokal sicher.

Die Freude der Gamblers darüber war so ausgeprägt, dass es ihnen leider nicht mehr gelang, sich zu sammeln und sich gegen den nächsten Gegner „Indy Dawgs“ neu zu konzentrieren. Allesamt – angefangen von Thorsten Endres über Daniel Erdmann und Peter Weippert bis hin zu Antonio Benvenuto sowie Frank Lauerbach vermochten nicht mehr ihr wahres Leistungsniveau abzurufen und gingen kollektiv, aber nicht unbedingt unglücklich mit 61:147 förmlich unter.


Die Gamblers mit dem Objekt der Begierde im kollektiven,
überglücklichen Freudentaumel


Schwamm drüber – der vierte Platz und der Gewinn der lang ersehnten Trophy trösteten alle über diese Niederlage hinweg – und auch der DSAB darf sich über diesen außergewöhnlichen Erfolg glücklich schätzen. Was lange währt, wird eben endlich gut!

 
Jefferey Krines (l) bei der Siegerehrung im Men's Sports 8-Ball Singles

Bei den Outsiders lief es nicht so glücklich. In der ersten Partie lieferten Martin Karl, Gökmen Duvan, Marcus Mutschler, Cetin Öztürk (ab der dritten Runde Thorsten Stahl) sowie Werner Mollner, der ab der dritten Runde durch Jefferey Krines ersetzt wurde, eine sehr gute Performance ab und gewannen die Partie nach 47:28,  86:55, 110:85 und 159:119 am Ende mit 166:129. Als erfolgreichster Akteur hatte sich Martin Karl mit vier von fünf gewonnenen Spielen empfohlen.

Danach ging es jedoch steil bergab, die Outsider verloren zweimal hintereinander - damit die Outsiders auf Rang dreizehn out!