Eine große DM mit großartigen Meistern

Die 21. Deutschen Meisterschaften im Darts zeigten sich modern und zukunftsorientiert, sodass im Verbund mit dem Masters of Masters 2007 ein prächtiges viertägiges Darts-Ferstival von Spielerinnen und Spielern aus ganz Deutschland sportlich-fair, sportlich-frisch und sportlich-heiter gefeiert werden konnte, in dem sich um das Bull-Eye des Dartssports überaus positive Attribute angesammelt haben.





Die Deutschen Meisterschaften wurden bei ihrer 21. Auflage in ein neues Gewand gesteckt. Das Schnittmuster verhieß der DM ein lässigeren Outfit  zu geben.

Das starke Korsett, das jegliche Vitalität zuschnürte, sollte endgültig passe sein. Damit verbunden ist natürlich mehr Qualität, mehr Spielfreude, mehr Turnierspaß mehr Gelassenheit, mehr Partnership. Sicherlich hohe Ansprüche, denen diese DM aber vollends gerecht wurde.

Das Lob fiel so auch entsprechend hoch frequentiert und insbesondere herzlich aus. Die Turnierorganisatoren und speziell die Turnierleitung vor Ort freuten sich über den Dank der Spielerschaft, weiß aber auch, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Beitrag zum Gelingen eines großen und großartigen Turniers ebenfalls beitragen.

„Die Deutschen Meisterschaften haben viel Spaß gemacht und wir bedanken uns herzlich bei allen!“, zeigte sich Stefan Reichert als 1. Vorsitzende des DSAB und Turnierleiter vor Ort mehr als zufrieden.

Ein Teil der neuen DM-Konzeption sollte beispielsweise das 128er Feld und 64er Feld der Damen wieder mehr in den Mittelpunkt rücken und die Spielbedingungen optimieren. Beide Punkte wurden rundum erfüllt. Denn anders als sonst wurden die diesjährigen Deutschen Meisterschaften eben mit diesen beiden Wettbewerben am Freitagvormittag gestartet.

Dass beide Wettbewerbe ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten besitzen und immer wieder von Überraschungen geprägt werden, hat die Geschichte der DM nachdrücklich unter Beweis gestellt. In der 19-jährigen Vergangenheit des 128er Feldes der Herren reihten sich nicht weniger als 17 verschiedene Titelträger ein: Peter Kläger, Michael Rosenauer, Dieter Schutz, Michael Rauch, Bernard Willert, Markus Vogel, Dieter Jooß, Dirk Cormann, Thomas Jantzen, Jörg Schlüter, Jan Plücker, Frank Schmedemann, Alexander Köhler, Christian Götz, Mario Masurka, Patrick Esper und Paulo Ferreira.

Von diesen siebzehn Ausnahmespielern war es lediglich Jooß (1994 und 1996) und Cormann (1995 und 2000) vergönnt, zweimal zu gewinnen. Und 2007 … ?     

Alexander Köhler erneut auf dem DM-Gipfel

Von 5 auf 3 hatte Holger Kurz (Nidderau) alles in der Hand, zumindest das Match ums Finale. Trotz 2:1 Führung, Matchdarts im vierten und fünften Leg wurde er von Jose Luis Rodriguez (Gäufelden) noch eingeholt (2:2) und passiert (2:3).

Kurz’ Casus Knacktus des Matches lag im vierten Leg begraben, als er bei Rest 68 mit drei Darts zunächst 8, sodann black und abschließend nunmehr nichts sagende 20 warf. Im fünften Leg besaß Kurz zwar noch ein Matchdarts auf Bull, aber das klappte ebenfalls nicht. So siegte Rodriguez letztendlich verdient. 

Beim zweiten Spiel auf gleicher Stufe setzte sich in einer soliden Begegnung Markus Hartmann (Weibern) mit 3:2 gegen den Kölner Jörg Fassbender durch. Fassbender ging zwar 1:0 in Führung konnte im weiteren Verlauf mit 2:2 ausgleichen, nachdem Hartmann bei Rest 40 drei Matchdarts vergab. Das versäumte holte Hartmann aber im fünften Leg zum Matchgewinn nach.

Auf der Verliererseite vermochte sich Kurz zwar noch gegen Patrick Esper (Neuwied), den Deutschen Meister von 2005, durchzusetzen, scheiterte sodann beim Spiel von 4 auf 3 an Alexander Köhler (Marktheidenfeld), der sodann beim Spiel ums Endspiel auf Hartmann traf. Damit Kurz so gut wie im Vorjahr. 

1:0 ging Köhler als Vorleger beim Spiel ums Finale auf der Verliererseite in Führung. Hartmann glich prompt aus. In Runde 5 besaß Köhler seinen ersten Matchdarts, in Runde 6 drei weitere, aber erst in Runde 7 saß sein dritter Pfeil perfekt in der D5.

Hartmann damit wie 2005 Dritter, während Köhler nunmehr die Chance besaß, seinen Sieg aus dem Jahr 2002 zu wiederholen.

Mit 19 Darts legte Köhler im Endspiel das 1:0 vor. Mit einem 65er Finish gelang ihm das 2:0, bis sich Rodriguez mit dem ersten Leggewinn ins Spiel brachte. Aber mit einem 180er sowie 125er Score erhöhte Köhler mit 19 Darts zum 3:1.

Das anschließend verfehlte 129er Finish mit 18 Darts wäre ein besonders großartiger Abschluss und eines neuen Deutschen Meisters würdig gewesen, aber dafür saß Köhlers nächster Pfeil auf D12.

Damit ist Köhler nunmehr neben Cormann und Jooß (Geislingen) erst der dritte Spieler überhaupt, der das 128er Feld zweimal für sich entscheiden konnte, während Rodriguez dritter direkter Angriff auf den Titelgewinn ein weiteres Mal fehlschlug. „Es soll einfach nicht sein!“, so der Unterlegene.     

Ein Vergleich von 2007 und 2006 zeigt, dass sich mit Köhler und Kurz lediglich zwei Akteure in beiden Jahren unter die Top 8 platzieren konnten.

Mit Esper platzierte sich noch der Kölner Jörg Fassbender als Fünfter. Alfonso Sapia (Ottersweier) durfte sich als Siebter mit dem Prädikat „bester“ Amateur schmücken. Ebenfalls auf Rang siebten landete Dominik Hofmann aus Velden. Als zweitbeste Amateure machten Lucio Rave aus Düsseldorf sowie Markus Floh als Dreizehnte auf sich aufmerksam.

Der Duisburger Marco Gerritzen, der in dieser Saison zwei Masters-Wettbewerbe gewonnen hatte, musste sich mit Platz 17 begnügen. Noch schlechter sah es für den Ranglisten-Ersten Frank Schuh aus Sasbach, den Erfolgsspieler Maik Langendorf (Hameln) und den mehrfachen Ex-Weltmeister Manfred Bilderl (Rothenburg) aus, die alle mit Rang 25 zufrieden sein mussten.

Auf Rang 33 mussten Dietrich DJ Westermann (Klein Reken), Marcus Korsten (Neuss) und Michael Reucher aus Duisburg ihren Sturm und Drang quittieren.

Stefan Stoyke (Barßel), Michael Sommerfeld (Köln), der frisch gebackene Masters of Masters-Sieger Andreas Schneider aus Dortmund und die überragende Spielerpersönlichkeit der letzten zehn Jahre, Dirk Cormann (Eschweiler), kamen sogar über Platz 49 nicht hinaus.      

Der aktuelle Masters of Masters-Winner und Ranglisten-Zweite, Kevin Heinicke aus Dortmund, war bereits nach zwei Spielen erledigt.

 

„Bäumchen wechsle Dich“: Dieses Mal Anja Piecuch

Im 64er Feld der Damen verdiente sich beim Spiel ums Finale auf der Gewinnerseite Anja Piecuch (Hövelhof) gegen Marene Csepeli (Klein Reken) ihre Lorbeeren. 15 Darts auf der Hand verwandelte sie den 20. Pfeil zum 1:0, nachdem sie zweimal 133 gescort und in Runde 5 knapp ein 96er Finish verpasst hatte.

Auch wenn Piecuch zwei Legdarts zum 2:0 auf der Hand hatte, glich Csepeli nach zweimal 100 zum 1:1 aus. Mit 21 Darts ging Piecuch wiederum mit 2:1 in Führung, die Csepeli, nachdem Piecuch nicht weniger als 9 Matchdarts im vierten Leg vergeben hatte, abermals egalisierte: 2:2.

Im Entscheidungsleg gelang  Piecuch schließlich nach 117 und 100 mit dem dritten Matchdarts das siegreiche 3:2.

Auch wenn Csepeli auf die Verliererseite musste, dort bei der zweiten Chance ums Finale gegen Janine Wagener (Halbs), der Deutschen Meisterin im Amateur-Einzel des Vorjahres, mit 0:1 zurücklag, gelang ihr dennoch mit 2:1 der Sprung auf die Finalbühne - und somit gab es eine Neuauflage des Finales des Vorjahres.

Nachdem Piecuch am Endspielboard ein 98er Finish verfehlt hatte, markierte Csepeli mit einem 77er Finish (T19/-/D10) das 1:0 mit 24 Darts. War Piecuch noch das 98er Finish verwährt gewesen, erzielte sie im zweiten Leg ein riesiges 157er Finish zum 1:1 Ausgleich. Nach 95, 95 und 96 löste Piecuch mit 20 Darts das 2:1 und erhöhte mit 24 Darts zum 3:1. Csepeli mit einem 100er sowie 125er stark bei der Sache. Csepeli verfehlte zwar anschließend ein 127er Finish, aber nicht die Verkürzung zum 2:3.

Piecuch zeigte sich aber stark genug, um entsprechend zu kontern, und zwar zum Titelgewinn. Mit 117 in der dritten und 95 in der fünften Runde gelang ihr ein 86er Finish zum Matchgewinn mit dem 21. Pfeil. Csepeli machte mit einem 140 und 95er Score in diesem Leg von sich Reden.

Musste sich Piecuch vor einem Jahr an gleicher Stelle noch mit der Vize-Meisterschaft begnügen, so hüpfte sie dieses Mal den Hövelhofer-Freudentanz! Mit Piecuch trug sich nun die insgesamt vierzehnte Spielerin in die Meisterschafts-Analen in dieser Disziplin ein.         

Auf dem Weg ins Finale hatte sich Piecuch im Lokalderby gegen Sandra Becker, die Bochumerin Christiane Dietze, Sandra Büttner (Alitzheim), Nicole Fritsch (Lünen), Isabella Savelsberg (Aachen) und Csepeli durchgesetzt, während sich Letztgenannte gegen Annika Preuss (Arnsber), Heike Bähnck (Ketsch), Sandra Bietau (Brachelen), Kerstin Frey (Bergkamen), Tanja Wilhelm (Losheim) sowie Wagener siegreich zeigte.       



Als Neunte tauchte die mehrfache Welt- und Europameisterin Dominique Koch (Rheda-Wiedenbrück) wie auch die Ex-Europameisterin Bietau auf.

Die viermalige Deutsche Meisterin Sabine Lischka-Kurz aus Nidderau (1998, 2001, 2003 und 2005) wurde auf Rang neun angespült, während Kerstin Engbers (Ibbenbüren) auf Rang 13 strandete.

Auch wenn das Finale 2007 und 2006 identisch gewesen war, belegten im Vergleich zum Vorjahr die nachfolgenden sechs Plätze völlig andere Spielerinnen. 

Besser als 379 andere: Michael Obernagel

Dritter von 380 Spieler/Innen - da darf man schon richtig stolz darauf sein, auch wenn man bei der endgültigen Titelvergabe kein aktives Wörtchen mehr mitreden darf.

Trotzdem freute sich Robert Marijanovic aus Freudenstadt über seinen dritten Rang riesig, auch wenn Marco Schuy (Tuttlingen) und Michael Obernagel aus Minden das Finale im Warm-up 301 M.O. unter sich ausmachten.



Obernagel, der von der Gewinnerseite kam, reklamierte die 1:0 Führung mit 13 Darts (11 auf der Hand) für sich. Aber auch sein Kontrahent hätte vorne liegen können, denn nicht weniger als drei Legdarts ließ Schuy ungenutzt.

Im zweiten Durchgang zeigte sich Schuy allerdings stark genug, um mit 14 Darts das Match zu egalisieren, nachdem er eine Runde zuvor ein 142er Finish versäumt hatte.

Obernagel behielt aber die Nerven und alles im Griff und nach zweimal 100 ließ er sich mit zehn Darts aber nicht mehr den Titel streitig machen. Somit Obernagel Bester von 380 Teilnehmern !!!!!!!!! usw.       

Erster DM-Titel für Markus Hartmann

Was hatte er an dieses Darts-Tagen in Geiselwind nicht schon alles erreicht - Platz drei beim Masters of Masters sowie das gleiche Resultat im 128er Feld … die Rede ist von dem prächtig aufspielenden Markus Hartmann (Weibern).

Im Warm-up 501 D.O., zu dem sich nicht weniger als 225 Teilnehmer eingefunden hatten, war für Hartmann auf jeden Fall noch mehr drin, denn in dieser Disziplin hatte er sich bereits die Finalteilnahme von der Gewinnerseite gesichert.



Während Hartmann den kürzesten Weg ins Finale gewählt hatte, musste sein Finalgegner Kevin Münch einen langen Weg bis ins Endspiel zurücklegen, denn der Bochumer musste nach seinem zweiten Match bereits mit der Verliererseite vorlieb nehmen - und bestritt sodann nicht weniger als vierzehn Spiele siegreich - das letzte dabei gegen Dominik Hofmann (Velden).

Und dieser Kevin „Teufelskerl“ Münch legte sogar noch ein erfolgreiches Spiel nach, denn er tarierte mit 2:1 sein Handicap der Verliererseite aus und befand sich nun auf gleichem Level wie Hartmann.

Hatte für Hartmann im ersten Set noch nicht alles so einhundertprozentig gepasst, erwiderte er im zweiten Set die Offensive von Münch mit 20 Darts zum 1:0. In Runde sechs hatte er ein 96 er Finish nach 140 in Runde drei verfehlt. Nach zweimal 100 und einmal 140 sicherte er sich dennoch seinen ersten DM-Titel mit 20 Darts und 2:0 souverän.

Andreas Waldemaier holt sich den Titel im 301 M.O.



Im Offenen-Einzel 301 M.O. lief zunächst für den Passauer Christian Schranner alles nach Plan. Beim Spiel ums Finale besiegte er den Kofferträger Andreas Waldenmaier aus Waibstadt, der wiederum setzte sich gleich danach auf der Verliererseite gegen Stefan Ripkens (Kevelaer) durch.

So kam es im Endspiel zur zweiten Auflage zwischen Schranner und dem Waldenmaier, der sich zusehends immer mehr von der Rolle des Kofferträgers emanzipierte und mit 12 Darts das 1:0 vorlegte. Mit 14 Darts vermochte sich Schranner allerdings wieder hautnah ins Spiel zu bringen, der anschließend 11 Darts auf der Hand sage und schreibe 13 Matchdarts daneben setzte. Sein Gegner Waldenmaier übte sich derweil ebenfalls am Check und nach sieben verzweifelten Darts fand sein achter Pfeil zum 2:1 endlich das ursprünglich ins Auge gefasste Ziel.

Im Entscheidungsset verfehlte zunächst Waldenmaier ein 134er Finish, sodann Schranner ein 120er. Alles in Runde vier. Mit 15 Darts war Waldenmaier aber letztendlich schneller am Ziel: 1:0! Nachdem Waldenmaier 97 für Rest 24 gespielt hatte, tütete er nach 16 Darts den Titel ordnungsgemäß ein und tritt damit die Nachfolge keines anderen als Dirk Cormann (Eschweiler) an.

Lediglich Henning Rininsland aus Lebach konnte sich sowohl 2006 als auch 2007 unter die Top 8 schieben. Beide Male erreichte er Rang sieben.

Tom Rist und Stefan Berzl Titelträger im Haifischbecken



Rund 550 Akteure tummelten sich im proper vollen Haifischbecken des Amateur Herren-Doppels 301 M.O., wobei die Duisburger Detlef Sievert und Markus Schiweck beim Spiel ums Finale auf der Verliererseite nach der 1:0 Führung zusammen nicht weniger als fünfzehn Matchdarts benötigten, um den Einzug ins Endspiel gegen Martin Fiesel und Suad Semovic (Offingen/Giengen) nach einem Turniermarathon sicherzustellen. Der „Glückliche“ war letztendlich Sievert.



Im Endspiel trafen Sievert/Schiweck auf Tom Rist (Passau) und Stefan Berzl (Rimbach), gegen die sie beim Spiel ums Finale bereits nicht die allerbesten Erfahrungen gemacht hatten, denn dieses Match hatten Rist/Berzl mit 1:2 gewonnen.

Das Endspiel wurde zur Nervensache. Am besten im Griff hatte sie noch Rist, der mit Pfeil Nummer 14 und 15 die einzigen Checkdarts auf der Hand besaß und den zweiten zum Legdarts nutzen konnte.

Auch im zweiten Leg bestimmte Rist das Tempo und machte sich mit dem ersten Checkdarts auf T20 und seinem elften Darts insgesamt und seinen Partner Berzl zu den neuen Deutschen Meistern in dieser Disziplin. 


Tanja Behrens und Mario Huber mixen am besten
 


Im Mixed 301 M.O. schied in der Phase der ganz engen Titelvergabe zunächst Manuela und Michael Dohren aus Basthorst beziehungsweise Schwarzenbek aus, nachdem sie mit 0:2 Ilona an der Heiden und Daniel Ladner aus Schotten unterlegen waren.



Auf dem sportlichen Höhepunkt trafen an der Heiden/Ladner auf Tanja Behrens (Donaueschingen) und Mario Huber (Willstätt). Mit 2:0 schafften an der Heiden/Ladner mit 16 und 13 Darts das notwendige 2:0 zum Satzausgleich.

Beim ersten Mal hatte an der Heiden, beim weiten Mal Ladner gecheckt.

Im zweiten Set standen nach der 1:0 Führung für an der Heiden und Ladner die Chancen bestens, das Endspiel für sich zu entscheiden, jedoch sorgte Behrens mit 17 Darts für den Ausgleich, und Huber steuerte mit 15 Darts seinen Teil zum Sieg bei, nachdem Behrens ein 100er Finish verfehlt hatte.

Aber auch an der Heiden/Ladner besaßen ihre Möglichkeiten, insbesondere als an der Heiden ein 86er Finish verpasst hatte.

Damit reihen sich die neuen Deutschen Meister Behrens/Huber in die illustre Reihe der Titelträger in dieser Disziplin ein, die den schwächeren Spieler/Innen vorbehalten sein sollte, und die von Manuela Steinke/Maik Langendorf über Marene Racz/Mensur Suljovic, Ana Babic/Denis Huseinovic, Bianca Strauch/Oliver Spenrath bis hin zu Anna-Maria Michael/Bodo Schultz reicht ...     

Michelle Schneck und Andrea Meyer machen ihr Ding





Im Endspiel des Amateur Damen-Doppels 301 M.O. standen sich die Stuttgarterin Sandra Galietto und Michaela Stolz sowie Michelle Schneck aus Waldsee und Andrea Meyer aus Giessen gegenüber, wobei die Letztgenannten von der Verliererseite kamen.

Nach 1:1 und nachdem sowohl Stolz als auch Galietto ein 140er Finish verfehlt hatten, egalisierte Schneck das Match.

Nach dem Setausgleich verwandelte Meyer ihren 21. Darts zum 1:0, und Schneck krönte sich und ihre Partnerin mit dem 17. Darts zu den neuen Titelträgerinnen.

Selbst Asbach-Renate war ganz aus dem Weinbrand-Häuschen: „Ich habe vor Freude nur noch geheult - so sehr habe ich den beiden den Sieg gegönnt!“ 

Als Dritte machten die beiden Kölnerinnen Monika Diedersaagen und Michaela Stolz von sich Reden.

        

Die einzigen Titelverteidiger: Marene Csepeli/Dietrich DJ Westermann/Maik Langendorf



Keine richtigen Höhepunkte bot das Endspiel im Triple Mixed 701 zwischen Marene Csepeli/Dietrich DJ Westermann/Maik Langendorf (Klein Reken/Klein Reken/Hameln) sowie Sabine Schorn/Manfred Bilderl/Alexander Köhler (Ahlen/Ahlen/Marktheidenfeld).

Mit 2:1 kippten Csepeli, Westermann und Langendorf das Spiel, wobei das Leg zum Setausgleich von Langendorf mit 24 Darts das allerbeste war, was dieses Finale bisher und auch nachher zu bieten hatte.

Das 1:0 im zweiten Set markierte wiederum Csepeli, und nachdem sowohl Schorn als auch Bilderl „busted“ gespielt hatten, war es an Langendorf, das siegreiche 2:0 zu dokumentieren.

Michelle Schneck (Waldsee), Sascha Stein (Birkenau) und Thorsten Wefels (Lampertheim) belegten Rang drei.

 


Aber der Sieg hatte dennoch etwas, denn mit ihm gelang dem Trio Csepeli, Westermann und Langendorf die einzige erfolgreiche Titelverteidigung dieser Deutschen Meisterschaften. 

Jasmine Wagener und Michaela Kubau teamworken optimal





Mit dem 29. Darts checkte Anja Piecuch (Hövelhof) sich und ihre Partnerin Bianka Langendorf (Hameln) im Damen Masters-Doppel 501 D.O. mit 2:0 über Sandra Niedt (Neustadt) und Stefanie Frey (Herzogenaurach) ins Finale - der zweite Darts auf D9 hatte sein Ziel prompt gefunden.

16 Darts auf der Hand hatte Janine Wagener (Halbs), aber es war ihre Mitspielerin Michaela Kubau (Nistertal), die in der Endspielarena mit einem hervorragenden 118er Finish das 1:0 vorlegte - Piecuch war übrigens gesperrt.

Allerdings gelang Piecuch mit 21 Darts der Ausgleich, und nachdem sie 21 Darts auf der Hand hatte, aber das 2:1 nicht bewerkstelligen konnte, war Langendorf mit einem etwas ungewöhnlichen 55er Bullfinish zur Stelle.

Aber der Matchsieg wurde den beiden letztendlich dennoch verwährt. Mit dem 27. Darts tarierte Wagener das Game abermals aus. Im Entscheidungsleg verpasste Wagener zwar sieben Matchdarts, dafür saß der dritte von Kubau goldrichtig. Teamwork!

    

Dartsfeuerwerk von Kevin Münch und Heinfried Hepe



Neidlos kannte Dietrich DJ Westermann (Klein Reken) an: „Die waren einfach besser!“ Das Lob galt dem Bochumer Kevin Münch und seinem Partner Heinfried Hepe (Essen), die im Herren Masters-Doppel 501 D.O. beim Spiel von 3 auf 2 eben jenen Westermann mit Maik Langendorf (Hameln) mit 2:0 weggetan hatten.



Im Endspiel warteten dann die nächsten „Opfer“, die anschließend auch nur noch neidlos anmerkten: „Die waren einfach besser!“ Was war geschehen bei soviel Lob und Anerkennung?

Mit 17 Darts hatte Münch das 1:0 fixiert. Mit 17 Darts steuerte Hepe nach einem verpassten 116er Finish das 2:0 bei. 180 scorte Münch in der ersten Runde des dritten Legs, Hepe 180 in der zweiten und stand nach 9 Darts auf Rest 46.

Wie es hier weitergegangen wäre, ließ Münch offen, denn mit einem 122er Finish mit 12 Darts glänzte er zum 3:0, bevor Hepe überhaupt noch einmal das Ziel anvisieren konnte.

Im vierten Leg spielte Münch 140, 140, 100 - verfehlte sodann (leider) ein 121 Finish, um mit dem 13. Darts den Titelgewinn dennoch ganz souverän zu holen.

Die Titelverteidiger Manfred Bilderl (Ahlen) und Alexander Köhler (Marktheidenfeld) kamen zwar nicht über Rang fünf hinaus, waren aber die Einzigen, die sich sowohl dieses als auch letztes Jahr einen Platz unter den Top 8 erobern konnten.

           

Musa Kara im siebten DM-Himmel

Beim Spiel ums Finale auf der Gewinnerseite im Herren Amateur-Einzel 301 M.O. war Musa Kara aus Korntal-Münchingen noch an Dominik Stroh (Schmelz) gescheitert.



Nachdem Kara beim zweiten Versuch das Finale zu erreichen, Thomas Kuntz aus Frankenthal mit 2:1 knapp, aber immerhin dominiert hatte, konnte er sich nochmals mit Stroh auf der Finalbühne auseinandersetzen.

Mit 10 und 12 Darts tarierte er das Match zunächst mit 2:1 aus, um dann mit 18 Darts und einem 79er Finish den Titel Stroh noch wegzuschnappen, der in diesem 337er Feld von der Gewinnerseite gekommen war.

Zweiter Titel für Marene Csepeli …

Nachdem sich im Damen-Einzel 301 M.O. Isabella Savelsberg (Aachen) im Spiel ums Finale auf der Verliererseite Janine Wagener (Halbs) mit 0:2 beugen musste, stand Wagener vor dem Endspielgerät Marene Csepeli (Klein Reken) gegenüber.



Obwohl Csepeli mit 2:0 geführt und ganz dicht vor einem schnellen und beeindruckenden Sieg gestanden hatte, zog ihr Wagener kurz- bis mittelfristig den Stecker heraus.

Mit imposantem Spiel gelang so Wagener nach drei gewonnen Legs hintereinander der Setausgleich. Die Höhepunkte: 15 und 17 Darts von Csepeli. Ein wunderbares 116er Finish mit 9 Darts zum 2:2 von Wagener und der Seterfolg nach einem verfehlten 94er Finish.

Im zweiten Set zeigte sich Csepeli wieder aufgeladen und gab das Tempo bis zum Schluss vor. 107er Finish mit 9 Darts zum 1:0, 18 Darts zum 2:0 und 11 Darts zum Matchgewinn. Da kam Freude auf …

… ebenso für Anja Piecuch und Maik Langendorf …



Nur zwei Legs hatten Anja Piecuch (Hövelhof) und Maik Langendorf (Hameln) im Mixed 501 D.O. bis zum Finale abgegeben. Nun gut, im Endspiel kam ein drittes verlorenes Leg hinzu, aber mit 2:1 über Wanphen Funk (Kornwestheim) und Jose Luis Rodriguez (Gäufelden) sicherten sich Piecuch/Langendorf souverän den Titel und steigerten sich dabei vom Vize-Meister des Vorjahres zum Deutschen Meister 2007. Damit durften sowohl Piecuch als auch Langendorf ihren zweiten DM-Titel dieses Jahres feiern.

Mit dem dritten Platz von Marene Csepeli (Klein Reken) und Marco Schuy (Tuttlingen) avancierte Csepeli wie ein Jahr zuvor zur erfolgreichsten Spielerin  der DM 2007.

     
         
… wie auch für Kevin Münch

Auch wenn der Mönchengladbach Matheus Ziolkowski mit 15 Darts ein 111er Finish im vierten Leg im Masters-Herren Einzel 501 D.O. verpasst hatte, fand sein nächster Check das Ziel - und das bedeutete nicht nur, dass er den Bochumer Kevin Münch besiegt hatte, sondern außerdem im Finale stand.

Nachdem sich Münch dem Dortmunder Kevin Heinicke mit 2:1 auf der Verliererseite überlegen gezeigt hatte, holte er sich mit 4:2 gegen Ziolkowski seinen zweiten Titel.



Dies hatte die jüngste Siegerehrung in der Geschichte der DM nicht nur in dieser Disziplin, sondern aller mit der Ausnahme der ehemaligen Jugendcups zur Folge:

Der neue Vize-Meister ist mit 20 Jahren der "Älteste". Der neue Titelträger zählt gerade einmal 19 Lenze und der Drittplazierte feierte vor ein paar Tagen erst seinen 18. Geburtstag.

So kann eine neue Zukunft beginnen …, zumal wenn die alte noch lange nicht vorbei ist!

Next year … wieder hier!