Turnierberichte
Wiedergeburt des Sieger-Teams Mac Leods
Am 18./19. August fand das 3. DSAB Bundesliga-Finale im Display in Dettelbach in der Nähe von Würzburg statt, zu dem sich insgesamt acht Mannschaften qualifiziert hatten.
Aus der Bundesliga Bayern-Nord hatte sich der Platzhirsch Mac Leods aus Dettelbach, das mit sieben Siegen (1994, 1997 sowie 1999 – 2003) erfolgreichste DLMM-Team in der Geschichte des DSAB, empfohlen.


Als zweite Mannschaft aus Bayern nahm der Bundesliga-Sieger 2005 und Vize-Meister 2006 sowie fünfmalige Bundesliga Nordbayern-Meister, das Räuberstüber’l aus Stockheim, teil.
Aus Hessen waren der dreimalige Bundesliga-Nordhessen Meister, der 1. DC Dobermann (Kassel), sowie Golden Arrows, ebenfalls aus Kassel, die 2005 Platz drei im Bundesliga-Finale in Dortmund belegen konnten, vertreten. 

Aus der Bundesliga West hatte sich Das Team aus Mönchengladbach empfohlen, das sich 2007 in der Bundesliga West zum Meister gekrönt hatte, sowie das legendäre Grenzlandteam aus Eschweiler, das aber kurzfristig seine Teilnahme zurückzog. Dafür rückte die Wilde 13 aus Bayreuth nach.
Camel Fighter (Hagen) hieß der eine Vertreter der Bundesliga Nordrhein-Westfalen, der andere Number One (Dortmund), der als Titelverteidiger und viermalige Bundesliga-Meister NRW eine starke Visitenkarte vorzuweisen hatte.
Darüber hinaus galt es, zwei Geburtstagskindern zu gratulieren. Am ersten Tag feierte Stefan Greiner, populär als Topper, seinen Geburtstag, am zweiten Turniertag vollendete Thorsten „Toto“ Mauritz ein weiteres Lebensjahr als Erdenkind.

Mac Leods und Number One weiter
Am ersten Turnier wurden alle Gruppenspiele absolviert. Obwohl die Ergebnisse zumeist sehr eng ausgingen, spalteten sich in beiden Gruppen die jeweils vier Mannschaften dennoch vor ihrem jeweils letzten Spiel in zwei Lager. 
In der Gruppen I waren dies der Titelverteidiger Number One und die Mac Leods auf der einen Seite. Die beiden Teams hatten jeweils zwei Siege eingefahren. Number One mit 4:3 (Sets) und 11:9 (Legs) über DC Dobermann sowie 5:2 und 13:7 gegen Das Team, während die Mac Leods mit 5:2 und 13:8 sowie 5:2 und 13:7 gegen DC Dobermann beziehungsweise Das Team auftrumpften, sodass das letzte Gruppenspiel nur noch Aufschluss geben sollte, welches Team schließlich Platz eins beziehungsweise Rang zwei einnehmen würde.
Dieses Match entschieden die Mac Leods sicher mit 5:2 und 13:8 gegen Number One, die so zumindest zwischenzeitlich als Nummer zwei heruntergewürdigt wurden. 

Mehr Salz in der Suppe hatte tatsächlich das Match zwischen den „Verlierern“ dieser Gruppe, DC Dobermann und Das Team, das Das Team mit 5:2 und 14:5 dominierte und damit Rang fünf in der Endabrechnung einnahen, während sich die Dobermänner mit Rang sieben anfreunden mussten.
Golden Arrows und das Räuberstüber’l in den Halbfinals
In der Gruppe II überflügelten die Golden Arrows alle anderen Teams - auf ihre Art immer hauchdünn, aber souveränen und irgendwie durchgehend
überraschend gut.
Zur Eröffnung zähmten die Arrows die Wilde 13 mit 4:3 und 13:11, sodann rang man die Camel Fighter mit 4:3 und 11:11 nieder.
Auf der anderen Seite überzeugte das Räuberstüber’l mit 4:3 und 13:5 über die Wilde 13 und 6:1 und 16:6 gegen die Camel Fighter.
So trafen wie in Gruppe I die beiden bisher ungeschlagenen Teams zum Abschluss aufeinander und abermals überraschten die Golden Arrows, die zwar knapp, aber immerhin mit 4:3 und 12:12 das Räuberstüber’l bezwangen.
Das Spiel um Rang fünf beziehungsweise sieben machte die Wilde 13 und die Camel Fighter untereinander aus - und zwar mit 6:1 und 16:8 zugunsten der Camel Fighter.
Number One erster Finalist
Am Sonntagmorgen stießen in den Halbfinals Golden Arrows auf Number One und Mac Leods auf das Räuberstüber’l.
Als erster Finalist stand Number One fest. Maik Langendorf, der noch zwei Legs zuvor für seinen Rest 32 zehn Darts benötigt hatte, checkte im entscheidenden Moment mit dem ersten Darts auf D16 und machte so das 4:1 für sein Team klar.
Zunächst stand es nach den beiden Einzelwettbewerben 1:1, denn Golden Arrow Dragutin Horvat hatte sich mit 4:1 gegen Marek Puldako durchgesetzt. Auf der anderen Seite punktete DJ Westemann für Number One mit dem gleichen Ergebnis über Michael Deichmann.
Beide Doppel sicherte sich Number One. Und zwar ganz sicher. Sowohl Puldako/Westermann siegten 3:0 über Frank Dittmer und Jan Hantke als auch Langendorf/Thorsten Mauritz gegen Horvat/Deichmann 
In den verbleibenden Einzeldisziplinen war zuerst Langendorf mit 4:2 gegen Hantke durch, während „Toto“ Mauritz ein 4:3 als Zugabe kurz danach obendrauf setzte.
Damit Number One mit einem 5:1 und 19:10 zumindest schon einmal die Nummer zwei in der Endabrechnung.
Mac Leods ebenfalls im Endspiel
Als zweites Team rückten die Mac Leods ins Endspiel ein. Den letztendlichen Stempel drückte Stefan Nilles diesem Spiel auf, als mit einem 127er Finish und fünfzehn Darts nicht nur den 4:3 Erfolg über Thomas Junghans herbeiführte, sondern damit ebenfalls den vorzeitigen 4:1 Endstand für die Mac Leods fixierte.
Zu Beginn des Matches hatte James Martin mit 4:0 über Horst Lorek das 1:0 über das Räuberstüber’l markiert.
Für den Ausgleich sorgte Alexander Köhler, der Robert Bald mit 4:1 das Nachsehen gab.
Stefan Nilles/Marko Puls brachten die Mac Leods mit einem souveränen 3:0 über Martin/Robert Bald in Front.
Auch wenn es zwischen Lorek/Köhler und Thomas Junghans/Bernd Knauer wesentlich enger zuging, sorgte der knappe 3:2 Sieg von Lorek/Köhler für eine satte 3:1 Führung der Mac Leods.
In den restlichen beiden Einzel-Wettbewerben stand es sowohl zwischen Puls und Knauer als auch Nilles und Junghans 3:3, als sodann Nilles mit 127 zum Matchgewinn finishte. Puls verschönerte mit seinem 4:3 den Gesamterfolg auf 5:1 für die Mac Leods.
Räuberstüber’l abermals auf dem Podium
Im kleinen Finale wurde nochmals gutes Dart geboten, wobei die Arrows allerdings nur bis zum 1:1 mithalten konnten. Bis dahin hatte sich Horvat Dragutin mit 4:3 über James Martin für die Arrows und Robert Bald mit 4:2 über Michael Moldennauer für das Räuberstüber’l erfolgreich ins Zeugs gelegt.

Die beiden Doppel entschied das Räuberstüber’l mit jeweils 3:1 für sich. Martin/Bald und Thomas Junghans/Bernd Knauer waren erfolgreich.
Die beiden verbleibenden Einzel dominierte das Räuberstüber’l sogar mit 4:0, wobei Junghans etwas schneller durch war als Knauer.
Damit stand nach der Meisterschaft 2005 und der Vize-Meisterschaft 2006 das Räuberstüber’l 2007 abermals beim Bundesliga-Finale auf dem Podest.
Krimi hoch drei: Das Finale
Im Endspiel schusterte DJ Westermann zielstrebig das 1:0 für Number One zurecht, indem er Marko Puls mit 4:2 beherrschte. Allerdings traf erst sein sechster Matchdarts, während Puls vier besaß, um noch den vorläufigen Ausgleich herbeizuführen. 

Im zweiten Einzel ging Stefan Nilles unbeirrt mit 2:0 gegen Marek Pudelko in
Führung. Pudelko setzte sich jedoch anschließend stark in Szene und verkürzte nicht nur, glich nicht nur aus, sondern ging sogar 3:2 in Führung.
Aber das Match kippte nochmals. Nilles egalisierte den Spielstand mit einem 84er Bullfinish.
Im Entscheidungsleg vermochte Pudelko vier Matchdarts nicht zu nutzen, auch Nilles ergab drei, doch sein vierter saß. Damit 1:1 Gesamtstand.
Die beiden Doppel machten den Weg frei ... für die Mac Leods. Das erste Doppel gewannen Marko Puls/Horst Lorek mit 3:1 über Maik Langendorf/Thorsten Mauritz.
Im zweiten Doppel besaßen Westermann/Pudelko nicht weniger als dreizehn
Matchdarts, aber es war schließlich Alexander Köhler, der seinen zweiten Matchdarts in die D1 zu zirkeln verstand, nachdem er die Runde zuvor gesperrt gewesen war und ihn Harry Barth zwischenzeitlich aus der Untätigkeit erlöst hatte, auch deswegen, weil Westermann bei Rest 60, zunächst 20 und dann mit dem zweiten Pfeil nur die 1 traf und in der Folge seinen Score nur noch auf Rest 20 dezimieren konnte und weil insbesondere bei Pudelko zwölf Matchdarts nicht ihr Ziel fanden.
Langendorf brillierte anschließend mit 4:0 über Barth. Damit kam Number One auf 2:3 heran.
Das letzte Einzel zwischen Mauritz und Köhler entwickelte sich zum Krimi. Nachdem Köhler "einige" Darts zum 4:2 Sieg vergeben hatte, kam Mauritz tatsächlich auf 3:3 heran. Im siebten Leg nutze Köhler allerdings seinen ersten Darts auf D20 zum Match, Titelgewinn und zum Worldcup in Las Vegas, den er sich mit seinen Mac Leods redlich verdient hatte.
Endstand Bundesliga-Finale 2007 | |
1. Mac Leods | Dettelbach |
2. Number One | Dortmund |
3. Räuberstüber’l | Stockheim |
4. Golden Arrows | Kassel |
5. Camel Fighter | Hagen |
5. Das Team | Mönchengladbach |
7. 1. DC Dobermann | Kassel |
7. Wilde 13 | Bayreuth |
Gruppe I | |||
Team | Ort | Punkte | Sets |
1. Mac Leods | Dettelbach | 9:0 | 14:07 |
2. Number One | Dortmund | 6:3 | 11:10 |
3. Das Team | Mönchengladbach | 3:6 | 09:12 |
4. 1. DC Dobermann | Kassel | 0:9 | 08: 13 |
Gruppe II | |||
Team | Ort | Punkte | Sets |
1. Golden Arrows | Kassel | 9:0 | 12:09 |
2. Räuberstüber'l | Stockheim | 6:3 | 13:08 |
3. Camel Fighter | Hagen | 3:6 | 10:11 |
4. Wilde 13 | Bayreuth | 0:9 | 07:14 |
Alle Teams in ihren Besetzungen | |
Mac Leods | Harry Barth |
| Marko Puls |
| Ansgar Geiger |
| Stefan Nilles |
| Horst Lorek |
| Alexander Köhler |
Number One | Dietrich Westermann |
| Maik Langendorf |
| Dirk Markowski |
| Thorsten Mauritz |
| Marek Pudelko |
| Ingo Clostermann |
Räuberstüber’l | Martin Dressel |
| Thomas Junghans |
| Stefan Rückel |
| James Martin |
| Robert Bald |
| Bernd Knauer |
Golden Arrows | Dragutin Horvat |
| Jan Hantke |
| Frank Dittmer |
| Michael Deichmann |
| Michael Moldenhauer |
Camel Fighter | Andreas von der Heyeden |
| Thomas Lechelt |
| Alex Berges |
| Gordon Hazak |
| Carsten Fox |
Das Team | Thomas Gendrisch |
| Tayfun Ciftier |
| Haci Halim Senses |
| Matheus Ziolkowski |
| Michael Reucher |
1. DC Dobermann | Stefan Greinert |
| Juro Andjrlic |
| Peter Schlote |
| Axel Fleischer |
| Heiko Schlote |
| Jürgen Hartung |
Wilde 13 | Gerhard Dill |
| Carsten Ackermann |
| Dominik Hofmann |
| Klaus Müller |










