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Gamblers gewinnen DLMM zum vierzehnten Mal



DLMM 8-Ball 2012 ...
Als schnellste Route sah das Navigationsdiagramm wie folgt aus: Gamblers via Friends 13:7, Gamblers über Obelix 13:2, Gamblers in Richtung Frankenpower 13:8, Gamblers gegen Outsiders 13:1 - by the way - sowie Gamblers nochmals gegen Outsiders - by the way 13:4. Zielort erreicht: Las Vegas! 
... und das Fernsehen hautnah dabei
Im Nachhinein sieht das alles ganz easy aus, aber die Gamblers mussten effektiv erst Speed aufnehmen. Das 13:7 zum Auftakt gegen den späteren Neunten, Friends, darf durchaus als Orientierungshilfe gelesen und bewerten werden, als eigene Standortbestimmung der Gamblers, sozusagen ein Match zum Auftanken.
Markus Buck
So ist dieser Erfolg auch als Arbeitssieg zu qualifizieren und wie oftmals bei Turnieren aller Art - ob Poolbillard oder Tennis, ob Fuß- oder Handball - zeigt sich, dass ein erkämpfter Auftaktsieg oftmals das bessere „Doping“ für den weiteren Verlauf ist, als ein phänomenaler Kantersieg, bei dem alles wie von selbst läuft und der Gegner im Nirwana versinkt, während die eigene Stärke überproportional (über)bewertet wird.



Daniel Erdmann
In dieser ersten Begegnung überzeugte insbesondere Gambler Thorsten Endres mit vier Siegen, und auch Markus Buck, der ohne Niederlage bei drei Siegen blieb, wusste zu gefallen.
Das zweite Match gegen Obelix stärkte die Selbstmoral und festigte den Teamgeist der Gamblers, auch weil er einfacher angesteuert werden konnte. Vor allem Daniel Erdmann, der im ersten Spiel lediglich auf eine ausgewogene Erfolgsquote verweisen konnte, blieb nun verlustfrei. Wie er siegten außerdem noch Antonio Benvenuto und Thorsten Endres dreimal. Letztgenannter somit weiterhin ohne Niederlage und mit nunmehr sieben Siegen der erfolgreichste Akteur der Gamblers.

Thorsten Endres der beste Einzelspieler
Die dritte Begegnung gegen Frankenpower entpuppte sich als Schlüsselerlebnis für den späteren Sieg der Gamblers. Nicht, weil der Sieg der Gamblers am knappsten ausfiel, soweit ein solches Attribut bei einem 13:8 überhaupt den Sachverhalt richtig trifft, sondern schon eher der Tatbestand, dass die Gamblers aus einem 1:4 Rückstand einen 9:6 Vorsprung machten, den sie schlussendlich in einen 13:8 Sieg ummünzten.
Auffällig war dabei, wie unauffällig sich die Gamblers verhielten, als sie ordentlich in Rückstand geraten waren. Keine Panic auf der Titanic, kein Lamentieren, keine Schuldzuweisungen machten sich bemerkbar, sondern Ruhe und Konzentration zeichnete das Team aus. Dass man sich am eigenen Schopf aus dem Schlammassel ziehen konnte, beeindruckte. Wahrscheinlich die Gamblers am meisten. In dieses Bild passt auch, dass gerade Daniel Erdmann den Siegpunkt erzielte, der bis dahin in diesem Aufeinandertreffen drei Niederlagen zu verkraften hatte.


Frank Lauerbach - Team-Captain der Gamblers
Nach der dritten Begegnung hatte kein Gambler mehr eine blütenweiße Weste, aber Thorsten Endres beeindruckte nichtsdestotrotz mit insgesamt zehn Siegen bei nur einer einzigen Niederlage.
Das anschließende Spiel gegen die Outsiders war in vielerlei Hinsicht ein vorgezogenes Endspiel, insbesondere deswegen, weil der Sieger nicht nur im Finale stand, sondern weil er sich mit einem Sieg bereits für den Worldcup in Las Vegas empfohlen hatte.
Jetzt kam es ganz dicke. Für die Gamblers im positiven, für die Outsiders im negativen Sinne, denn die Gamblers degradierten ihren Konkurrenten zum krassen Außenseiter. Nach der ersten Runde lagen die Gamblers optimal 5:0 in Front. Ob Daniel Erdmann, Thorsten Endres, Frank Lauerbach, Antonio Benvenuto oder Markus Buck - allesamt bestritten sie ihre Partien siegreich. 

Antonio Benvenuto
Aus dem 5:0 formten die Gamblers konsequent eine 9:1 Führung, lediglich Ben Benvenuto patzte. Und bereits in der dritten Runde kürten sich die Gamblers zu glorreichen Winnern. Die Siege von Daniel Erdmann, Thorsten Endres, Frank Lauerbach und Antonio Benvenuto reichten um diesen Wahnsinnserfolg bereits nach vierzehn Partien bei best of 25 zu dokumentieren.
Die Gamblers durften bereits über einen weiteren Las Vegas-Aufenthalt im Sinne von „Fear and Loathing sinnieren.
Die Bilanz von Thorsten Endres sinnigerweise erschreckend gut: Dreizehn Siege und nur eine einzige Niederlage, nachdem er sich auch gegen die Outsiders keine Blößen gegeben hatte - wie auch Daniel Erdmann, Frank Lauerbach und Markus Buck nicht. 

Thorsten Stahl
PS: Noch einmal mussten die Gamblers an die Tische, ein weiteres Mal gegen die Outsiders. Abermals siegten sie überlegen: 13:4. Das entscheidende Merkmal dieser Partie waren die weiteren vier Sieg von Thorsten Endres. Mit drei Siegen blieben zudem noch Markus Buck und Antonio Benvenuto verlustfrei, während auch Volker Bischof zum Einsatz kam und zwei Siege einfahren konnte.
Erst nach diesem Erfolg standen die Gamblers als neuer Titelträger fest, obwohl sie wie die Outsiders schon längst ihre Tickets für Las Vegas in der Tasche hatten.
Wie nahmen die Outsiders ihr Tickteting vor? 13:10 Sieg gegen die Pool Junkies, 13:5 Erfolg über das Pyramida Team sowie ein 12:7 gegen den Titelverteidiger Breakers. Dann durchlitt man das bereits oben erwähnte 1:13 Massaker der Gamblers, was das Abdriften der Outsiders auf die Verliererseite implizierte, wo sie beim Spiel ums Finale (vordergründig) und beim zweiten Match um Las Vegas (hintergründig) auf Frankenpower trafen, die mit der Empfehlung zweier Siege hintereinander auf der Verliererseite antraten, die sie gegen The Reapers (13:9) und Breakers (13:7) erzielt hatten. 
Gökmen Duvan
Las Vegas; Die Zweite! In den ersten beiden Runden gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Den 2:3 Rückstand egalisierten die Outsiders, sodass es nach zehn Partien ausgeglichen 5:5 stand. Eine Vorentscheidung fiel exakt in der mittleren Phase des Aufeinandertreffens, denn während Gökmen Duvan, Martin Karl, Thorsten Stahl und Martin Pohli für die Outsiders tatkräftig an den Tischen unterwegs gewesen waren, war es auf der anderen Seite nur Oliver Afsah vorbehalten, für sein Team zu punkten. 
Thorsten Stahl und Cetin Ötztürk
So entwickelte sich aus dem 5:5 Gleichstand eine ansehnliche 9:6 Führung der Outsiders, die die Outsiders jedoch in Runde vier nur mehr schlecht als recht zu verwalten wussten. Denn in Runde vier hatte Frankenpower dank Oliver Afsah, Werner Moldner und Tobias Schnunder auf 11:9 verkürzt. Der Abstand betrug zwar auf der einen Seite noch immer zwei Punkte, was bedeutete, dass Frankenpower im letzten Turn vier der fünf Partien gewinnen musste, was einer 80% Erfolgsquote entspricht, aber es war immerhin noch alles drin - sprich Las Vegas erreichbar.
Martin Karl
Abermals punktete Oliver Aufsah, ein weiteres Mal Werner Moldner und zudem Berat Arifi, was in der Summe zwölf Partiepunkte für Frankenpower ergab. Da auf der andern Seite lediglich Gökmen Duvan für einen Punkt gut war, stand es 12:12. Kein Punkt trennte die beiden voneinander und nur ein einziger von Las Vegas.
Der Druck im Kessel für den kurz zuvor eingewechselten Werner Moldner und Andreas Kraft war hoch explosiv. Und was passierte? Outsider Werner Moldner zelebrierte eine An-Aus Partie - tatenlos musste Andreas Kraft mit ansehen, fühlen, wie sich der Strick immer enger zog und schließlich dem Traum von Las Vegas die Luft ausging. 

Mit einem Schlag war alles verpuffte, und Frankenpower befand sich wieder 9 118 Kilometer weit von Las Vegas entfernt, während sich die Outsiders in Kürze mitten im Fear and Loathing der Sin City befinden werden. So ist das Leben - und wenn es um Las Vegas geht allemal. Sieg und Niederlage meist nur einen kleinen Schritt voneinander entfernt.
verfasst.










